Palmsonntag

Palmsonntag ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit (Sonntag vor Ostern). Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. Die Tradition der Osterpalmen beruht auf dem in der Bibel beschriebenen Einzug in Jerusalem, als Jesus Christus in Jerusalem auf einem Esel einritt und vom Volk jubelnd begrüßt wurde. Dabei streuten die Menschen dem ankommenden Christus Palmwedel auf den Weg.

Für die Osterpalmen werden zumeist Weidenzweige (die Weidenkätzchen werden auch „Palmkätzchen“ genannt) an langen Holzstangen befestigt. Oft wrden diese abgeschält und durchbohrt, sodass kurze Holzstücke quer auf Draht aufgefädelt werden können.

Ein Palmbuschen ist ein Gebinde aus (traditionellerweise) sieben Naturmaterialien:

„Palmkätzchen“, auch „Weidenkätzchen“, die graugrünen, walzenförmigen Blütenstände der männlichen Sal-Weide
Buchsbaum
Wacholder (Kranewitt)
Stechpalme (Schredler)
Eibe
Zeder
Sadebaum (Segenbaum, Sebenstrauch)
Zusammengebunden werden die Buschen mit Sal-Weide (Feberergerten) und auf lange Haselnussäste oder Stangen (bis 10 m Länge) gesteckt. Oft werden die Palmbuschen mit Äpfeln, Orangen, Bändern, Hobelscharten, Brezeln, ausgeblasenen und gefärbten Eiern und mehr geschmückt.