Funken, Hexen & Stämme

Am Sonntag nach Aschermittwoch lodern in Oberschwaben auf den Hügeln Flammen der „Funken“ in den dunklen Abendhimmel. Die Fasnet wird feierlich verbrannt.

Aufbau des Funken

Oft ist am mittleren Stamm eine Hexen- oder Narrenfigur befestigt und erinnert an die gruselige Herkunft dieser Tradition: die Hexenverbrennungen des Mittelalters.

Sparsame Schwaben verwenden als Mittelstamm den „entsorgten Narrenbaum“, der traditionell zur Eröffnung der heißen Phase der Faschingszeit am „Gumpigen Dunschtig“ aufgestellt wird und aus einer bis zu 30 Meter hohen Fichte besteht. Der Funken selbst besteht aus Strohballen, Paletten, Reisig und anderen brennbaren Materialien. Große Funken haben im Inneren einen Raum als Besenwirtschaft. Dort übernachtet von Samstag auf Sonntag die Funkenwache, die verhindern soll, dass Brandstifter aus dem Nachbardorf den Funken frühzeitig entflammen.

Am Sonntagabend sieht man besonders im Allgäu die brennenden Funken weit über die Endmoränenhügel leuchten.

Abbildungen auf Google

Fastnacht Hexen
Fasnet Hexen
Fasnet Weible