87561 Oberstdorf : |

Oberstdorf – Sehenswertes, Geschichte und Insidertipps.
Das etwas andere Portal zu Oberstdorf in Oberschwaben. Hier gibt es nützliche Links, Insidertipps, (alte und neue) Karten, Fotos, Ausflugsziele.

Allgemeines

Internetauftritt der Stadt Oberstdorf
Wikipedia:Oberstdorf
Alemannische Wikipedia:Oberstdorf
Wikisource: Historische Quellen zu Oberstdorf

Fotos & Abbildungen

Die hier gezeigten Bilder wurden von mir erstellt, falls nicht anders vermerkt oder aus anderen Quellen eingebunden.
© Wolfgang Autenrieth

Oberstdorf um 1900
Oberstdorf um 1900, Autor unbekannt, (Public Domain)
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Kunst, Kultur und Brauchtum 

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Geschichte

Wikipedia – Musterstadt#Geschichte
Matthäus Merian, Topographia_Sueviae: Oberstdorf (Wikisource)

Ausflüge und Sehenswertes

Wikivoyage: Oberstdorf (Projekt der Wikimedia)
Wikitravel: Oberstdorf

Karten

Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Oberstdorf, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi


Karte eingebunden aus https://www.openstreetmap.de/

Webcams

Oberstdorf (BY)
Oberstdorf (BY)
Oberstdorf, Fellhorn (BY)
Oberstdorf, Nebelhorn (BY)
Oberstdorf, Söllereck (BY)

Nachbargemeinden

angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Teilorte / Teilgemeinden

Ortschaften und Wohnplätze von Oberstdorf (aus Wikipedia)

Sagen, Mythen und Geschichten

Feuriger Reiter bei Oberstorf

Auf dem Burgstall am Fuße des Himmelschrofens bei Oberstorf hat man in alten Zeiten zuweilen einen feurigen Reiter herumjagen sehen. Er hatte keinen Kopf und kam manchmal bis gegen Loretto hereingeritten, wo er gewöhnlich plötzlich verschwand oder auch zurückraste.
Als auch einmal ein Oberstorfer abends im Ösch draußen noch arbeitete, kommt da plötzlich der feurige Reiter dahergesprengt. Der Mann hatte kaum Zeit, sich vor Schreck etwas zu fassen, so sauste der feurige Reiter ohne Kopf an ihm vorbei, und eine Stimme rief: „Sef, komm, i laßte mitreite ge Lorette!“ Im Witsch aber war er dann dahin, indes der Oberstorfer nicht mehr weiter zu arbeiten begehrte, sondern entsetzt davon lief, so viel er nur Boben unter die Füße bekam. (aus Tiefenbach)
Quelle: Karl August Reiser: Sagen, Gebräuche und Sprichwörter des Allgäus aus dem Munde des Volkes gesammelt und herausgegeben, 1895, Seite 33, Nr. 11
https://archive.org/details/bub_gb_yNwNAQAAIAAJ/page/n37/mode/2up

Die Fahrt bei Loretto

An unserer Frauen Tag vor Weihnachten wollte einmal in der frühesten Morgenstunde lang vor Betläuten ein Weib von Dienersberg, deren Namen die alten Leute noch wußten, nach Oberstorf zum Beichten. Als sie in die Nähe von Loretto kam, vernahm sie auf einmal wunderliebliche Musik wie von recht vielen Flöten und Geigen, dass sie nicht genug lauschen konnte und sich fast darob „vernaste“. Die Musik kam immer näher heran, und zuletzt bemerkte sie, dass, so viel sie bei dem Scheine ihrer Kienfackel unterscheiden konnte, über dem Boden schwebend ein Schlitten „vorbeischoss“. Es ging rasend schnell dahin; so viel glaubte sie trotzdem zu erkennen, dass auch Leute in dem Schlitten waren. Kaum aber war sie einige Schritte weiter, so stieß es ihr die Fackel ab, dass dieselbe blitzschnell erlosch und auch nicht mehr das geringste Glütchen daran fortglimmte. Da überkam sie ungemein große Furcht, und sie wollte schnell nach dem ganz nahen Loretto eilen; allein es war ihr gar nicht möglich, dahin zu kommen, so sehr wurde sie „verführt“, und so mußte sie herumirren, bis in der Lorettokapelle das Gebet geläutet wurde. Von da an fand sie den Weg wieder, von dem sie nie geglaubt hätte, dass sie ihn je einmal verfehlen könnte.
Als sie aber ihr Erlebnis erzählte, sagte man ihr insgemein, sie dürfte froh sein, dass sie noch so gut und mit dem bloßen Schrecken davon gekommen sei; denn das sei „die Fahrt“ gewesen, die sonst unter solchen Umständen die Leute, wenn sie nicht ganz gut gesegnet sind, mitnehme. . (Oberstorf)

Quelle: Karl August Reiser: Sagen, Gebräuche und Sprichwörter des Allgäus aus dem Munde des Volkes gesammelt und herausgegeben, 1895, Seite 42, Nr. 25
https://archive.org/details/bub_gb_yNwNAQAAIAAJ/page/n37/mode/2up

Die Fahrt in Oberstorf

In Oberstorf hatte früher „die Fahrt“ ihren Weg durch die „untere Mühle“, und darum litt es dort nie ein „Schopfthor“. Brachte man ein solches an, so ward es in kurzer Zeit wieder weggerissen, weshalb man zuletzt gar keinen Versuch mehr machte und offen ließ.
Einst hatte nun unmittelbar neben dem Gange auf der „Bäne“ ein Bursche geschlafen. Da hörte er mitten in der Nacht auf einmal ganz in der Nähe herrliche Musik, wie er seiner Lebtag noch nie so schön gehört hatte. Neugierig stand er auf und sah zu einer „Klimse“ hinaus. Da gewahrte er einen Zug Leute über dem Boden schwebend, und alle hatten gar schöne Kleider und kostbare Gewänder mit Goldstickereien und Schmuck. Verwundert blickte er dem seltsamen Zuge nach, bis dieser unten in der Gasse seinen Blicken entschwand. Dann überkam ihn solche Furcht, dass er laut aufschrie und fortan nicht mehr hier schlafen mochte. Die übrigen Leute hatten aber von allem nichts gehört und gesehen.
Von der Mühle zog die Fahrt gewöhnlich die Gasse herab und dann der Schießstätte zu. Da geschah es einmal, dass zu dieser Zeit gerade ein Oberstorfer auf dem Wege war. Sobald der die schöne Musik sich nähern hörte, kannte er sich gleich aus, dass dies „die Fahrt“ sei, die drei Schuh überm Boden zieht, und legte sich nieder. Er mochte aber den Rücken etwas zu hoch gehalten haben, denn von der Zeit hatte er ungemein heftige Rückenschmerzen, und kein Doktor konnte ihn davon befreien, und kein Mittel wollte helfen.
Endlich riet ihm der Pfarrer, er solle im kommenden Jahre am nämlichen Tage und zur nämlichen Stunde an der nämlichen Stelle sich wieder zu Boden legen, dann könne er von seinem Uebel frei werden. Er that dies, und richtig kam „die Fahrt“ mit der herrlichen Musik wieder, und als sie über ihm hinzog, hörte er eine Stimme rufen: „Haltet! Da hab ich im Vorjahr ein kleines „Bigele“ eingehauen und muss es nun doch wieder mitnehmen.“ Nun war ihm, als würde ihm wirklich etwas aus dem Rücken gezogen, und von da war auch aller Schmerz verflogen und er wieder so fruetig wie vorher. (Oberstorf)

Quelle: Karl August Reiser: Sagen, Gebräuche und Sprichwörter des Allgäus aus dem Munde des Volkes gesammelt und herausgegeben, 1895, Seite 45, Nr. 27
https://archive.org/details/bub_gb_yNwNAQAAIAAJ/page/n37/mode/2up


1 Informationen zusammengestellt bzw. zitiert aus Wikipedia (Quelle siehe „Allgemeines“)