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Wikisource: Historische Quellen zu Zwiefalten

 

Fotos & Abbildungen

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© Wolfgang Autenrieth

Zwiefalten 1890
Paul Sinner: Zwiefalten 1890 (Public Domain)
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Kunst, Kultur und Brauchtum

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Geschichte

Zwiefalten 1826.jpg
Zwiefalten 1826

Wikipedia – Zwiefalten#Geschichte
Matthäus Merian, Topographia_Sueviae: _Zwifalten (Wikisource)

Geschichte Zwiefaltens – auf der Website des Psychiatriemuseums

Ausflüge und Sehenswertes

Wikivoyage: Zwiefalten (Projekt der Wikimedia)
Wikitravel: Zwiefalten
Tripadvisor: Zwiefalten


Beschreibung vom Kloster Zwiefalten
Kloster Zwiefalten (Wikipedia)
Würtzembergisches Psychiatriemuseum

Natur & Parks

Naturschutzgebiet Tannenhalde

Karten

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Karte Zwiefalten

Nachbargemeinden

angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Teilorte / Teilgemeinden

Ortschaften und Wohnplätze von Zwiefalten (aus Wikipedia)

Sagen, Mythen und Geschichten

Die Zwiefalter Kirche

Als man die Zwiefalter Kirche, »’s Meẽşter«, bauen wollte, hatten sich die Klosterherren vorgenommen, die Kirche auf den Berg zu bauen. Allein bei Nacht trugen die Engel alles Bauholz wieder in das Thal hinab. Dreimal thaten sie dergleichen, bis die Herren das Münster im Thal aufbauten.

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 402, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004569393

Gegen Feuersgefahr schützt der Blitzstein oder Wetterstein

Jeder Streich des Blitzes, welcher einen Gegenstand trifft, führt einen krystallhellen, dreiseitigen Stein mit sich, der das Blitzloch verursacht und sehr hart ist. Er fährt neun Klafter tief in die Erde und kommt in eben so viel Jahren wieder an die Oberfläche. Am neunten Jahrestag liegt er offen am Tag, und wer ihn findet, soll ihn aufbewahren. Ein altes Weib von Ertingen hatte einen solchen an ihrem Nuster. Der Blitzstein fährt sieben Klafter tief in die Erde, nach sieben Jahren scharrt ihn ein »Gockeler« heraus, wer ihn findet, kann ihn gegen alle Schäden gebrauchen. (Baach)

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 194, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004564863

Verwünschungen

Eine Bäurin war sehr geizig und mochte den Armen nichts geben. Kam eine arme Person, legte sie das, was sie als Almosen hätte hergeben sollen, in eine Truhe zum Aufbewahren. Da fluchte ihr einmal ein armer Mann, daß Alles, was sie in ihrer Truhe zusammengeknausert hatte, zu lauter Würmern werden sollte. Als sie nun die Truhe wieder öffnete, sah der Bauer mit Entsetzen, daß der Fluch des Mannes wahr geworden, und stieß die Bäurin in die Truhe hinein und schloß ab. Als man später nachsah, war Alles drin verschwunden und eine weiße Taube flog zum Fenster hinaus, gen Himmel. Es war die Seele der Bäurin, welche durch den gräßlichen Tod von ihren Sünden erlöst worden war. (Attenhöfen, Ortsteil von Baach)

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 246, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004566327

Wassergeist bei Zwiefalten

Am »Kessel«, einer riesigen Quelle bei Zwiefalten, weidete einst eine Viehheerde. Ein Student ging an ihr vorüber und faßte einen schönen Stier beim Schwanz. Aber der Stier lief, was er vermochte, mit dem Studenten dem Kessel zu. Der Studio konnte seine Hand nicht mehr loslassen und ward von dem Stier in’s Wasser geschleppt. Beide versanken alsbald spurlos im Kessel. Die Quelle soll bis in die Hölle hinabreichen, so tief soll sie sein. Man glaubt, jener Stier, der Niemand gehörte, sei der Teufel gewesen.

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 130. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456331X

Zauberer blindet

Ein Komödiant, der zu Baach spielte, verblendete die Leute so, daß sie der Meinung waren, er schiebe auf dem Seil einen Karren auf das Dach des Wirtshauses, auch, als ob er einen Balken auf der Nase umhertrage. Da kam ein Mädchen vom Grasen heim, trug das Bündel auf dem Kopf und sah dem Komödianten zu. Nun wanderte es sich sehr, warum die Leute so viel »Luse« (Wesens) aus der Sache machten; derselbe schiebe ja nur einen »Gockeler« (Hahn) vor sich hin auf dem Seile, und trage einen Strohhalm auf der Nase. Der Komödiant, welcher bald merkte, daß das Mädchen einen siebenblätterigen Klee in ihrem Grasbund habe, wandte nun eine stärkere Verblendung auf dasselbe an, so daß es glaubte, es müsse beim Heimgehen durch ein Wasser waden. Das Mägdlein hob deßhalb seine Röcklein über Gebühr in die Höhe zum allgemeinen Gelächter der gaffenden Menge. So rächte sich der Komödiant (Mündlich von Baach).

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 335-336, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004568567

Volksglaube, Wetter und Gestirne

An den Lostagen wird in zwölf Zwiebelkächelchen Salz gestreut;

… jedes Kächelchen bedeutet einen Monat; wo das Salzwasser auszieht, zeigt es einen nassen Monat an. (Baach)

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 469. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004570812

Das »Leere« im Ei,

… eine kleine Luftschichte an der stumpfen Spitze des Eies, nennt man Muttergottesgrüble, weil die Mutter Gottes drinn sitze. – Andere sagen, weil davon die Mutter Gottes getrunken habe. (Baach.) – In Erbstetten nennt man jenen Raum »Himmel«, weil das Jesuskindlein drinn sitze.

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 381, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004569113

Der Regenbogen heißt »Himmelring«

… Auf ihm steigen die Engel, wie auf einer Brücke, vom Himmel auf die Erde herab. Da, wo er die Erde berührt, lassen die Engel ein goldenes Schüssele fallen, das von der Größe eines ausgehöhlten Halblothgewichtleins ist. Ein Mann in Zwiefalten bewahrt deren ihrer drei auf, die ich selbst gesehen habe.

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 196-197,Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004565053

Die Zeit von Mariä Kräuterweihung bis Mariä Geburt

… heißt man: »’s Dreißgnist«. Da haben die Hexen ihre Gewalt. Die Eier, welche in dieser Zeit gelegt werden, thut man bei Seite, weil man glaubt, daß sie den Winter über am besten halten. (Baach)

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 326, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004568230

Pfeifen die Mädchen,

… so muß die Mutter Gottes weinen. (Baach)

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 381, Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456913X

Wenn die Magd Nachts zwölf Uhr das Feuer aufmacht,

…um Brod zu backen, so soll sie, ehe sie den Strohwisch anzündet, Weihwasser auf ihn spritzen, damit das Feuer nicht wild wird und zum Backofen herausschlägt. (Baach)

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 198-199,Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004565142

Wenn eine Kuh gekalbt hat,

… muß die Stallmagd in der Nachgeburt der Kuh, d’Richte genannt, den »Nutzen« suchen. Dieser ist ein kleines, zungenförmig gestaltetes rotes Häutchen, welches hernach die Magd der Kälberkuh zu fressen geben muß. Geschieht dies regelrecht, so kann keine Hexe den Kuhnutzen nehmen (Milch und Fett), und für diesen Dienst muß die Bäurin der Magd ein Trinkgeld geben. (Baach)

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 323, Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456796X

Wenn Jemand krank ist,

… so pflegen die Besuchenden in Baach manchmal zu scherzen: He Alterlẽ! håşt de Mäkeler no it gsëe? Beim Tode soll eine ganze Masse Teufel erscheinen. (Baach)

Quelle:Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 277, Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456698X

Will ein Hexenmeister das Pferd eines Fuhrmanns »krumm« machen,

… so schlägt er einen Nagel in das Wagenleis. Auf welcher Seite der Gaul geht, muß dies aber geschehen. (Baach)

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 325, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004568133


1 Informationen zusammengestellt bzw. zitiert aus Wikipedia (Quelle siehe „Allgemeines“)