89597 Munderkingen |

Wikipedia: Munderkingen

Sagen, Mythen und Geschichten

Des Windes Hund

Ein altes Weib von Munderkingen pflegte dem Wind schwarzes Mus zu kochen und ihm zum Dachladen hinauszustecken: man müsse die Windhunde füttern

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 190-191,Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004564669

Die große Schlange im Brunnen

Die Marchtaller Chronik S. 61 erzählt, daß in der (zur Zeit der Abfassung) neu erbauten Kirche zu Munderkingen eine Malerei sei, folgende Geschichte darstellend: A. 1498 habe die Frau des Meßners der Kapelle auf dem Berge aus dem dortigen Brunnen Wasser geschöpft und getrunken. Bald darauf sei sie wie eine Schwangere geworden und hätte Vieles zu leiden gehabt. Vertrauend auf Gott, die göttliche Mutter um ihre Fürbitte anrufend, gab sie endlich 62 Schlangen von sich. Im Brunnen fand man darauf ein 20 Fuß 3 Zoll langes Schlangengethier.

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 253, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004566483

Wie die Emeringer gut Wetter kaufen wollen

Die Emeringer hätten auch einmal wieder gern gut Wetter gehabt und schickten daher einen nach Zwiefalten in die Apotheke. Dort gab man ihm aber ein Schächtelein, in dem sich ein »Hummeler« befand. Als der Emeringer immerfort brummen und schnurren hörte, hat er’s nahe bei seinem Ort nimmer »verheben« können und das Schächtelein aufgemacht, der Hummeler flog davon. Da eilte der Mann in’s Dorf und ganz Emeringen eilte hinaus, das »gute Wetter« zu fangen. Wer sich aber eine hübsche Tracht Prügel wünscht, gehe nach Emeringen und frag nach dem guten Wetter und er wird nicht lang warten müssen. In der Umgegend führen die Emeringer den Spitznamen »Hummeler«, andere sagen von wegen ihrer dicken Köpfe.

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 446. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004570227
Anmerkung: Emeringen ist die kleinste eigenständige Gemeinde Württembergs und gehört gehört der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen an