72488 Sigmaringen : |

Sigmaringen ist eine baden-württembergische Kreisstadt und ehemalige Residenzstadt der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen. Nach Auflösung des Fürstentums 1918 gehörte Sigmaringen zum Freistaat Preußen

Allgemeines

Internetauftritt der Stadt Sigmaringen
Wikipedia:Sigmaringen
Wikipedia-Kategorie:Sigmaringen
Alemannische Wikipedia:Sigmaringen
Wikisource: Historische Quellen zu Sigmaringen

Fotos & Abbildungen

Sigmaringen schloss
Blick auf Schloss Sigmaringen von Norden um 1900 (PD) via commons.wikimedia.org

Sigmaringen Schloss um 1910

Sigmaringen Schloss mit Karl-Anton-Denkmal um 1910

Sigmaringen von Gorheim her, um 1900

Sigmaringen Ständehaus mit Leopoldsplatz, 1907


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Kunst, Kultur und Brauchtum

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Geschichte

Adel im Wandel385
Die Stadt Sigmaringen Mitte des 18. Jahrhunderts von Süden, Öl auf Leinwand, circa 1750 (PD, eingebunden via commons.wikimedia.org)
Wikipedia – Sigmaringen#Geschichte
Matthäus Merian, Topographia_Sueviae: Sigmaringen (Wikisource)

Ausflüge und Sehenswertes

Wikivoyage: Sigmaringen (Projekt der Wikimedia)
Wikitravel: Sigmaringen
Schloss Sigmaringen
Tripadvisor: Sigmaringen

Natur & Parks

Neben einer obligatorischen Fahrt ins Donautal muss man in Sigmaringen den Prinzengarten gesehen haben. Beides läst sich leicht verbinden, weil sich der Prinzengarten direkt gegenüber dem Bahnhof befindet. Dieser Park wurde im Stil der englischen Landschaftsgärten angelegt. Die Fahrt durch das Donautal erledigt man am besten mit dem Fahrrad. Mit dem Zug bis Beuron – und dann wieder donauabwärts zurück nach Sigmaringen.
Etwas romantischer: Mit dem Zug nach Thiergarten und dann mit dem Kanu donauabwärts nach Sigmaringen zurück.

Karten

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Karte Sigmaringen


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Nachbargemeinden

angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Teilorte / Teilgemeinden

Ortschaften und Wohnplätze von Sigmaringen (aus Wikipedia)

Sagen, Mythen und Geschichten

Das Votivbild an dem Schloßthore zu Sigmaringen

Ueber dem Portale des Schloßthores der alten Sigmarsburg in Sigmaringen sieht man das steinerne Bild der Gottesmutter, welche den Leichnam ihres Sohnes im Schooße hält; daneben kniet ein Ritter mit entblößtem Haupte und mit zum Gebete gefalteten Händen. Es ist dies ein Sühnbild, welches sich auf folgende blutige That bezieht.

Auf der Sigmarsburg und dem benachbarten Heiligenberg wohnte zur Zeit des Kaisers Maximilian der Graf Felix von Werdenberg, nicht weit davon auf der über der Donau gelegenen Burg Scheer aber Graf Andreas von Sonnenberg. Beide standen hoch in des Kaisers Gunst, allein als dieser zur Hochzeitsfeier des Herzogs Ulrich von Würtemberg mit der Herzogin Sabina von Baiern den Grafen Eitel-Fritz von Hohenzollern, den Grafen Sigismund von Lupfen und den Werdenberger als Gesandte abgeschickt hatte, so ergrimmte der Sonnenberger, der so schon den Werdenberger schwer beneidete, so sehr, daß, als diesem die Ehre zu Theil ward, die Braut zum Altar und Vortanz zu führen, er laut seinen Feind seiner kleinen Gestalt wegen beim Vorübergehen verspottete und als ihn der Werdenberger darüber nachher zur Rede stellte, sprach er: »Was willst Du Studentlein mir wohl anhaben? legte ich Dir zwischen Deine Zähne meinen Finger, würdest Du doch nicht den Muth haben zuzubeißen!«

Zwar duldete der Werdenberger für den Augenblick den bittern Hohn, allein er sann auf Rache. Der Graf von Sonnenberg hatte in Oberschwaben an der Donau ein Felsenschloß, der Bussen genannt, wohin er oft des Vogelfanges wegen zu reiten pflegte. Einst hatte der Sonnenberger sich an einem schönen Maimorgen auch dahin auf den Weg gemacht, allein der Werdenberger hatte Kunde davon erhalten. Er versteckte sich mit einigen Knappen in der Nähe der Donau, bei Hundersingen in einem Dickicht, und als der nichts ahnende Graf von Sonnenberg vorüber kam, überfiel er ihn und ohne ihm Zeit zur Beichte zu lassen, ermordeten ihn des Werdenbergers Leute mit zwanzig Stichen.

Zwar gewährte dem Mörder des Kaisers Vorliebe für ihn Straflosigkeit, zwar versuchte er durch Buße den Zorn des Himmels zu versöhnen, allein bald darauf traf ihn zu Augsburg das Strafgericht Gottes, eines Morgens fand man ihn plötzlich in seinem eigenen Blute erstickt. Da er ohne Beichte und Absolution gestorben war, hat man ihm jenes Votivbild errichtet.

Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 2, Glogau 1868/71, S. 674-675. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004952863
 

Drei weiße Fräulein vertrieben

Aus einem Berge bei Sigmaringen kamen ehedem oftmals drei weiße Fräulein in die Stadt und kauften bei einem Metzger Fleisch; aber Niemand wusste, wer sie waren und wie sie hiessen. Dabei war es auffallend, dass sie ihre Füße immer forgfältig zu verbergen suchten. Eines Tags bekamen sie aber dennoch die Leute zu sehen und nahmen wahr, dass sie Gänsefüße hatten. Sowie die weißen Fräulein merkten, dass man ihre Füße gesehn hatte, sind sie weggeblieben.
(Mündlich aus Sigmaringen)

Quelle: Meier, Ernst Heinrich (1813-1866): Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, 1852, Nummer 77, Seite 66

Gründung des Klosters Inzighofen

Das Augustinerinnenkloster Inzighofen gründeten zwei Sigmaringer Mädchen, Mechtild und Irmengard. Als die Zahl der Jungfrauen, die Einsamkeit und Keuschheit geloben, größer worden ist, wurde ein größeres Gebäude nötig, das man auf der Ebene des blauen Felsens errichten wollte. Als schon alles Baumaterial an Ort und Stelle geschafft war, trugen nächtlicherweile unter hellem Scheine vieler tausend Lichter Engel Holz und Steine dahin, wo das heutige Kloster steht. Im nahen Sigmaringen soll man das Wunder gesehen haben, und der Eigenthümer von jenem Grund und Boden, ein Herr von Reischach, entschloß sich, auf dem von den Engeln selbst gewählten Platze ein Kloster zu gründen und zu beschenken. Dies geschab alsbald, und das Kloster war reich begabt und blüte auf.
Muͤndlich und aus F. Baur’s Geschichte der Hohenzoll. Staaten

Quelle: Birlinger, Anton: „Volksthümliches aus Schwaben“, 1861, Seite 401, Nummer 607
Quelle: https://archive.org/details/volksthmlichesa00birlgoog/page/81/mode/2up?view=theater

Der Geist Hudelmann

Eine halbe Viertelstunde unterhalb Gutensteins, bei dem Dietfurter Steigle, hat ein verwünschter Geist, »Hudelmann«, seinen Wohnsitz. »Hudelmann« ist böse und thut den Fischern, die sich bei Nacht an diese Stelle wagen, viel Lästiges und Leidiges an. Er hockt gerne, bald in dieser, bald in jener Gestalt, auf den Kranz des Nachens; verjagt Fische und Fischer nicht selten. Eine andere Stelle, wo Hudelmann gerne sein Wesen treibt, ist zwischen Thiergarten und Unterschmeien, bei der sog. Eulengrube, ein Erdfall, welcher der Sage nach bis zur Tiefe der Donau hinabgehen soll

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 128. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456328X

 

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