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Beuron im Donautal – Sehenswertes, Geschichte und Insidertipps
Das etwas andere Portal zu Beuron in Oberschwaben. Hier gibt es nützliche Links, Insidertipps, (alte und neue) Karten, Fotos, Ausflugsziele.

Allgemeines

Internetauftritt der Stadt Beuron
Wikipedia:Beuron
Alemannische Wikipedia:Beuron
Wikisource: Historische Quellen zu Beuron

Fotos & Abbildungen

Die hier gezeigten Bilder wurden von mir erstellt, falls nicht anders vermerkt oder aus anderen Quellen eingebunden und Public Domain. © Wolfgang Autenrieth

Beuron um 1910

Beuron um 1910
Beuron Mauruskapelle um 1907

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Kunst, Kultur und Brauchtum

Kloster Beuron – siehe eigener Artikel
Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
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Geschichte

Geschichte (Wikipedia)

Ausflüge und Sehenswertes

Kloster Beuron – siehe eigener Artikel
Wikivoyage: Beuron (Projekt der Wikimedia)
Wikitravel: Beuron

Karten

Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Beuron, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi

[osm_map_v3 map_center=“48.049,8.965″ zoom=“14″ width=“100%“ height=“450″ ]
Karte eingebunden mit Plugin OSM aus https://www.openstreetmap.de/Karte Beuron

Nachbargemeinden

angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Teilorte / Teilgemeinden

Ortschaften und Wohnplätze von Beuron (aus Wikipedia)

Sagen, Mythen und Geschichten

Der Ritter auf dem Wildenstein

Das Schloss Wildenstein liegt auf dem Felsen, das es einem ganz graust, wenn man hinab oder hinauf sieht. Es ist in der Nähe von Beuron. Der letzte Wildenstein, dem Kloster und der ganzen Nachbarschaft ein böser Kamerad, war ein grausamer Raubritter, der die ganze Umgegend unsicher machte – weithin. Wollte man ihm zusetzen, so zog er seine Fallbrücke, und sein Nest war unzugänglich. Nach seinem Tode musste er wegen seiner Gräuelthaten umgehen als „Der böse Ritter”, wie ihn das Volk heißt. Bei Nacht, ja oft bei goldhellem Mittag, rasselt’s und rumpelt’s im Wildenstein fürchterlich. Das wissen die Gaisenhirten um den Berg und Felsen herum am besten und können nicht genug erzählen von dem Schauderhaften. Es sei dann gerade, wie bei einem Erdbeben; man höre ein unterirdisches Brüllen und Tosen, wie wenn alle Teufel los wären. Auch außen am Berge und um die alten Mauern herum haust der böse Ritter bisweilen. Er ist ganz kohlrabenschwarz; auf kohlrabenschwarzem Rosse reitet er, ganz vermummt, dass man ihm nicht in’s Gesicht sehen kann. So jagt er an den Hirten und Herden vorbei unter furchtbarem Sausen und Brausen, und ein übermäßig starker Windstoß geht ihm voran.
Seite 27, Nummer 33
Aus: Birlinger, Anton: „Volksthümliches aus Schwaben“, 1861
Quelle: https://archive.org/details/volksthmlichesa00birlgoog/page/81/mode/2up?view=theater

Entstehung des Klosters Beuron

Am Gewölbe des Langhauses in der Klosterkirche Beuron sieht man ein Gemälde, das eine Jagd vorstellt. Ein Hirsch mit Flammengeweih springt durch ein Thal. Im Hintergrund ist ein plumper Jäger mit einer gewaltigen Meerschaumpfeife. Daran knüpft sich die Sage: ein Graf habe im Donauthal gejagt und einen stattlichen Hirsch verfolgt. Auf einmal blieb der Hirsch, dessen Geweih hell aufflammte, stehen, worüber der Graf dermaßen erschrack, daß er von seinem scheu gewordenen Pferde fiel. Die Mutter Gottes sei ihm selbst erschienen und habe ihm befohlen, auf der Stelle ein neues Kloster zu gründen, was dann auch geschah.

Eine andere Sage lautet: es sei mal ein Klosterpropst über den See her gekommen, um ein neues Kloster zu gründen. Wie er nun so nicht wußte, wohin des Landes er gehen sollte und bei sich hin und her dachte, hatte er einmal einen Traum. Es war ihm, als ob er einen schönen, großen Goldhirsch verfolge mit flammenleuchtendem Geweih. Es kam ihm vor, als ob er an einem rauschenden Flusse vorbei, einem einsamen Kirchlein zu, den Hirsch verfolgte, dabei immer und immer wieder die Worte: Donau, Donau, Irrendorf und andere mehr hörte. Der Klosterpropst erwachte, machte sich auf, zog fort und fort und suchte die Gegend, die er im Traume gesehen. Kam in die Gegend von Beuron und erkannte sie alsbald. Ein herrliches Kloster erhob sich, dessen Vorsteher er wurde. Das Gotteshaus war für die Gegend in Kriegs-und Pestzeiten ein wahrer Himmel

[Vgl. Schlude, Donauthal 1858 S. 45 u. 51. Der fremde Graf soll Herzog Peregrin von Schwaben, Graf von Bussen gewesen sein. Hirsche mit leuchtendem Geweih: Rochholz A.S. II. 194. 197. 397. Klosterstiftg., a.a.O. 192. 193. 195. Grimm, Mythol. II. 1093. 1094. Hirsche, Hirschkühe finden wir sehr vielmal als weisende Thiere. J.V. Zingerle S. 122. 123. Vgl. hiezu auch folgende Stelle: »Nun lag nit wyt ob Zürich an dem Albes vast ein alt herlich schloß hieß baldren, uff deren was sesshaft ludwig ein künig von Franckrych der hat zwo töchtern, namlich hilgarten und berthten die da gott tag und nacht dienotten denen er ouch sin Gnad mitteylt und sant inen einen schönen Hirtzen, der zwei brennende liechter uff sinem gehürrn inen allwegen von der vesty bis um die ow zwüschend dem See und der A vortrug, zu einer Capell, da sy ir gepett vollbrachtend, und beleydtett sy demnach widerum zu der vesty.« Das Gemälde hievon (von der Entstehung der Abtei in Zürch) ist im südlichen Querschiffe der Fraumünsterkirche (Zürch) an der Scheidemauer zwischen dieser und der St. Nikolaikapelle. Geschichte der Abtei Zürch von Dr. Georg v. Wyß. Mittheilg. der antiquarischen Gesellschaft in Zürch VIII. Bd., Erklärung der ersten Kupfertafel. – Franciscus Antonius Pizenberger schrieb pro Gradu juris utriusque Doctoris den 3. Juli 1771 eine Commentatio Inauguralis Qua Libertatem et Immedietatem antiquissimi Collegii Ordinis S. Augustini Canonicorum Regularium Congregationis Lateranensis ad S. Martinum BEURONENSIS in Suevia. Im Urkundenbuch S. 6 ist eine lat. Urkunde, die auf obige sagenhafte Gründung Beurons hinweist: »Illustris Princeps Peregrinus bonae Memoriae, e Sanguine Regio natus, quondam dux Alemanniae, qui sedem patriam habebat in Arce Pussen in excelso Sueviae monte sita, mirifico casu ductus, et visione Deiparae virginis Mariae admonitus, nostram ecclesiam basilicam et Monasterium, quod nuncupatur novam Buron.« S. 12 ist eine zweite, hieher gehörige Urkunde, wo der casus mirificus, dessen in obiger Urkunde Erwähnung geschieht, ausführlich niedergelegt ist. Lit. E Extractus Annalium Beuronensium, fundationem 2dam de anno 1077 describens. Anno Domini MLXXV. vir Illustris Peregrinus Princeps de Suevia congenito more suo venatione deditissimus frequens Danubii ripam ferarum vestigiis inhaerebat, quas strenue passim insectatas in proximas circum circa adjacentes vallium cavernas gregatim abactas intra rupes, montiumque praecipitia conclusit, ubi delitiosum spectaculum Principi exhibuerunt sagittis transfossae. Factum est, ut dum exalto montis apice mirae magnitudinis cervum praecipiti decursu per alta scapuloram cacumina ad ima sese dejicientem eminus conspexit, calcaribus sonipedi subditis citato pede insequeretur. Mox cervus, ut cavernae sinum est introgressus, velut tutiori asylo receptas, cursum inhibet: tardiori dein gressu moderatis saltibus jocose vacatur. Substitit, modo principem intuitus, reiteratoque saltu, ne intra teli jactum subiret, supina fuga, quantum ille sectando spatium absumpsit, tantum discedit. Diu intentus in praedam Illustris venator laeta cervi insolentia delusus trahebatur, usque dum vehementiori andore mens ex aestuat, inque feram praeceps sonipede ruit. Intra teli jactum cervus stabat; spolium in manibus habere visus est Princeps venator, vibrato strenue arcu. Jam-jam emissurus telum, delitiosumque objectum deputato sibi loco certius certo transfixurus, cum Ecce! Cara praeda subito ex oculis disparuit. Territus insulto rei, eventa attonitas stetit Peregrinus. Sed cervi ulterius insequendi ingens cupido timorem excussit, at enim ludentem eum invenit, conspiciens in supremis cornuum spiculis scintillantes quasdam faculas. Media pene dies in hac venatione insumpta erat, cum ardentiori stimulo ferventiorique impetu indignebundus in feram invehitur et jaculo fixurus mediam secundo disparere vidit. Hic turbari Princeps variique confusae mentis fluctus insurgere: in diversa mutatur animus, mille volvit consilia territae mentis anxietas. Denique ad suos reversus rei eventum declarat. Stupebant omnes: varia quisque ex omine auspicatur; Inquietus vero Princeps non cibum, non somnum capiebat. Longa nimis mora, dum renascentem consummato Phaebus cursu suam reduceret auroram. Mane facto nulla posita mora fuit, cum aulicorum stipatus caterva in sylvam prodit, tertio experturus, num oculorum acie obfuscata elusus, an verum fuerit portentum, aliorum etiam oculis et Judicio lustrandum. Mox ad locum ubi ventum est, antiqua sua statione spectandum se praebuit cervinus gigas. Laetum erat omnibus spectaculum, insolitam et ante nunquam visam magnitudinem admiratis. Mirum dictu, steterunt canes truncorum intar immoti et muti, apud suum quisque rectorem trepidabundi perfugium quaeritantes: firma cervi statio, et canum muta trepidatio ingentem omnibus stuporem juxta ac pavorem incusserat. Impatiens tum erat omnibus exspectatio, tumilla cum primis, quae Principis animum stimulaverat, ominis Indicium praestolans cupido; Cum rem ausurus viro, tantoque principe dignum sonipedi calcaria suggerens proxime cervum accedit, paucis cervi statione passibus aberat, cum mox tantae Lucis radii coruscant, ut omnium oculorum acie affecta et excaecata, vehementiori tremore perculsi Proceres in diversa ruerent. Peregrinus a sonipede suo in terram cadex, levatis sursum oculis, dulcissimo cordis gaudio spectabili forma coruscam, eamque supra radiantem contuitus est Deiparam virginem quasi blandiuscule monentem de Monasterio quondam, eodem ipso, quo jacebat loco, viris Religiosis Canonicis istic inaedificando. – Ueber Peregrinus von Bussen-Buren vgl. auch Riedlinger O.A. Beschr. S. 221 ff.]

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 393-394, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004569326

Vom Wildenstein geht ein Gang bis zur Donau herunter

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 260-261, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004566645


1 Informationen zusammengestellt bzw. zitiert aus Wikipedia (Quelle siehe „Allgemeines“)