„Fürstenberg ist der Name eines schwäbischen Adelsgeschlechts des Hochadels, dessen Besitzungen in südwestdeutscher Region zwischen Schwarzwald, Hochrhein, Bodensee und der Schwäbischen Alb lagen und teils auch heute noch liegen. Darüber hinaus hatten die Fürstenberg große Besitzungen in den österreichischen Erblanden inne – besonders in Böhmen. Sie gehören zu den sogenannten Apostelgeschlechtern.

Mit dem Fürstentum Fürstenberg beherrschten sie bis 1806 eines der größten Territorien des deutschen Südwestens. Internationalen Ruf erlangten die Fürstenberg unter anderem durch die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei, als Eigentümer einer der größten privaten Kunstsammlungen in Europa, u. a. der Fürstlich Fürstenbergische Sammlungen, sowie als Gründer und Patron der Donaueschinger Musiktage, der Donaueschinger Reitturniere sowie des Fürstenberg Polo Cup. In Donaueschingen bewohnen sie seit 1488 das Schloss Donaueschingen, nachdem sie die Entenburg im Ortsteil Pfohren verlassen hatten.

Mit dem Schloss Heiligenberg besitzt das Haus Fürstenberg eines der bedeutendsten Denkmale der Renaissance nördlich der Alpen. Die wirtschaftlichen Grundlagen der Familie liegen vor allem in einem umfangreichen Waldbesitz. “ (Wikipedia)

Fürstenberg (Meyers, 1907)

altes Grafen- und Fürstengeschlecht in Schwaben, als dessen Stammvater Graf Unruoch, Zeitgenosse Karls d. Großen, genannt wird. Die ununterbrochene Reihe der Dynasten beginnt 1136 mit Egino II., Grafen von Urach; dessen Nachkommen erbten 1218 die zähringschen Besitzungen in der Baar, wo sie in der Mitte des 13. Jahrh. das Schloß und Städtchen Fürstenberg erbauten. Heinrich (gest. 1284), der dritte Sohn Eginos V. von Urach, erhielt als Erbe Fürstenberg, Villingen, Haslach etc., während der ältere Sohn Eginos V. Freiburg i. Br. bekam. Die so unter Heinrich entstandene besondere Linie Fürstenberg teilte sich bald in mehrere Linien, die zwar in der Mitte des 16. Jahrh. in der Person Friedrichs III. auf kurze Zeit vereinigt wurden, aber sich schon unter seinen Söhnen wieder trennten.
Christoph I. stiftete die Kinzigthaler, Joachim die Heiligenberger Linie, von denen sich erstere später in zwei neue Linien schied: in die vom Grafen Wratislaw II. (1600–1642) gestiftete Möskircher (Meßkirch), die 1744 ausstarb, und die vom Grafen Friedrich Rudolf (1602 bis 1655) gegründete Stühlinger. Die Heiligenberger Linie erhielt bald hohe Würden in Deutschland, indem Graf Hermann Egon, 1664 in den Reichsgrafenstand erhoben, 1667 Sitz und Stimme im Reichsfürstenrat erhielt.

Diese Linie starb jedoch schon mit Anton Egon 1716 aus, und die Reichsfürstenwürde ging auf die Kinzigthal-Möskircher Linie und nach deren Aussterben auf die Kinzigthal-Stühlinger Linie über. Allein auch diese teilte sich wieder in zwei Zweige: die Söhne des Landgrafen Ferdinand teilten ihr Erbgut, und Joseph Wilhelm Ernst (gest. 1762) gründete die fürstliche, Ludwig August Egon (gest. 1759) aber die landgräfliche Linie, deren Güter in Österreich und Mähren lagen, und die daher gewöhnlich die Subsidiallinie in Österreich genannt wurde.

Die fürstliche Linie blühte in Schwaben fort, ihr Stifter Joseph Wilhelm Ernst erhielt 1762 von Kaiser Franz I. das Recht, daß alle ehelichen Söhne der Fürstenberge den Fürstentitel führen durften, während bisher die nicht regierenden Familienglieder Landgrafen hießen. 1804 erlosch diese Linie mit Karl Joachim, und die schwäbischen Erbgüter fielen nun an den böhmischen Zweig der österreichischen Subsidiallinie. Das Fürstentum ward 1806 mediatisiert und kam teils unter badische, teils unter württembergische u. hohenzollernsche (jetzt preußische) Oberhoheit; es hatte zuletzt über 2000 qkm mit 100,000 Einw., bestand aus der Grafschaft Heiligenberg, den Landgrafschaften Stühlingen und Baar und den Herrschaften Jungnau, Trochtelfingen, Hausen und Meßkirch im südlichen Schwaben. Gegenwärtig bestehen zwei Hauptlinien, eine fürstliche und eine landgräfliche. Die fürstliche Linie zerfällt in zwei Zweige:

1) die Hauptlinie Fürstenberg – Donaueschingen; gegenwärtiges Haupt ist Fürst Max Egon, geb. 13. Okt. 1863, königlich preußischer Major à la suite, erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses, folgte seinem Vetter Karl Egon (s. unten 6);

2) die Linie Fürstenberg – Königshof (in Böhmen; Haupt Prinz Emil Egon, geb. 13. Jan. 1876. Die landgräfliche Linie besteht im Mannesstamm nur noch in der Linie Fürstenberg -Weitra, deren Haupt Landgraf Eduard Egon, geb. 5. Nov. 1843, ist, nachdem die Linie Fürstenberg-Taykowitz 22. März 1866 mit dem Landgrafen Friedrich Egon im Mannesstamm erloschen ist. Vgl. Münch, Geschichte des Hauses und des Landes F. (Aachen 1829–47, 4 Bde.); Riezler, Geschichte des fürstlichen Hauses Fürstenberg bis 1509 (Tübing. 1883); »Fürstenbergisches Urkundenbuch«, herausgegeben von Riezler und Baumann (das. 1877 bis 1890, Bd. 1–7); fortgesetzt in den »Mitteilungen aus dem Fürstlich Fürstenbergischen Archive« (hrsg. von Baumann und Tumbült, 1899–1902, 2 Bde.).

Namhafteste Glieder der Heiligenberger Linie

1) Egon VII., Graf von, geb. 25. März 1588, gest. 24. Aug. 1635, für den geistlichen Stand bestimmt, trat nach dem Tode seiner ältern Brüder als Hofmarschall und Geheimrat in bayrische Dienste, ging 1629 als ligistischer General und Feldzeugmeister nach Mantua, vollzog 1631 das Restitutionsedikt in Franken und Württemberg, vereinte sich dann mit Tilly und starb als Generalleutnant des schwäbischen Kreises.
2) Franz Egon, Graf von, geb. 10. April 1625, gest. 1. April 1682, Sohn des vorigen, trat in den geistlichen Stand, ward Domherr zu Köln, Straßburg, Lüttich, Hildesheim und Speyer, dann Weihbischof und Domdechant zu Köln, Dompropst zu Hildesheim, 1663 Bischof von Straßburg, zuletzt auch gefürsteter Abt zu Lüders und Murbach sowie zu Stablo und Malmedy. Als Geschäftsträger des Kölner Kurfürsten Maximilian Heinrich diente er besonders im Aachener Frieden 1668 und im Kriege Ludwigs XIV. wider Holland seit 1672 dem französischen Interesse. Nachdem Köln 1674 zum Frieden mit Holland genötigt worden war, begab sich F. nach Frankreich. 1675 in die Reichsacht erklärt, ward er erst 1681, nach der französischen Besitznahme Straßburgs, daselbst wieder Bischof. Der Verrat der Stadt an Ludwig XIV. durch ihn ist nicht erwiesen.
3) Wilhelm Egon, Graf von, geb. 2. Dez. 1629, gest. 10. April 1704 in St.-Germain-des-Prés, Bruder des vorigen, Minister des Kurfürsten Maximilian Heinrich von Köln und sklavischer Anhänger Frankreichs, ward 1674 während seiner ränkevollen Tätigkeit, die den Frieden mit Holland verhinderte, gefangen nach Wien gebracht, zum Tode verurteilt, auf Verwendung des päpstlichen Nunzius begnadigt und 1679 wieder in Freiheit gesetzt. Ludwig XIV. verhalf ihm 1682 zum Bistum von Straßburg, 1686 zum Kardinalshut, 1688 zur Koadjutors würde in Köln und setzte seine Wahl zum Nachfolger des Kurfürsten Maximilian Heinrich durch. Als Kaiser und Papst dagegen Einspruch erhoben, ging F. an den französischen Hof und erhielt später die Abteien St.-Germain-des-Prés und Fécamp.
4) Anton Egon, Fürst von, geb. 23. April 1656, gest. 10. Okt. 1716 in Wermsdorf, Sohn des Fürsten Hermann Egon, Neffe des vorigen, war Günstling Augusts des Starken, der ihn nach seiner Erhebung auf den polnischen Königsthron zum Statthalter in Sachsen ernannte. Mit ihm erlosch die Heiligenberger Fürstenlinie.

Der Stühlinger Linie gehörten an

5) Karl Aloys, Fürst zu, trat in österreichische Kriegsdienste, machte den Krieg gegen die Türken, dann die Feldzüge gegen die Franzosen mit. 1796 zum Feldmarschalleutnant ernannt, kommandierte er eine Division der Armee von Latour, war namentlich an den Kämpfen gegen Moreau beteiligt, leitete dann den berühmten Angriff auf den Brückenkopf bei Hüningen und fiel 25. März 1799 in der Schlacht bei Stockach. Vgl. Tumbült, Karl Aloys Fürst zu F. 1760–1799 (Tübing. 1899). Sein Sohn
6) Karl Egon, Fürst von, geb. 28. Okt. 1796 in Prag, gest. 22. Okt. 1854 in Ischl, folgte 1804 dem Fürsten Karl Joachim, wurde nach der Mediatisierung seines Fürstentums Standesherr in Württemberg, Baden und Hohenzollern, studierte 1811–13 in Freiburg und Würzburg, begleitete 1814 als Ordonnanzoffizier den Fürsten Schwarzenberg nach Paris, verließ aber nach dem Frieden den Militärdienst und lebte der Pflege von Kunst und Wissenschaft sowie der Förderung der Landwirtschaft und der Wohltätigkeit; so gründete er ein Krankenhaus in Donaueschingen, ein Blindeninstitut in Neidingen, eine Rettungsanstalt für verwahrloste Kinder etc. Mit dem Großherzog Leopold, als dem Bruder seiner Gemahlin, nahe verwandt, vermittelte Fürstenberg auf dem badischen Landtag 1831 zwischen Fürst und Volk, verhalf im Verein mit Wessenberg und Zell der Preßfreiheit zum Sieg und nahm als Vizepräsident der Kammer und guter Redner eine hervorragende Stellung ein.
Dennoch vielfach angefeindet und bei Ausbruch der Revolution von 1848 verunglimpft, schied er, nachdem er noch am ersten Landtag nach Unterdrückung des Aufstandes teilgenommen, aus der Kammer aus und lebte abwechselnd in Böhmen, Wien und Berlin. Er hatte viel Sinn für Musik, in seiner Kapelle dirigierten Konradin Kreutzer und Wenzel Kalliwoda. Ein dichterisches Denkmal setzte ihm sein Bibliothekar Karl Egon Ebert (Prag 1855). Ihm folgte sein gleichfalls um Kunst und Wissenschaft hochverdienter Sohn Karl Egon von Fürstenberg, geb. 4. März 1820, gest. 15. März 1892. Dessen Sohn, Karl Egon, starb 27. Nov. 1896 in Nizza.

Mit ihm erlosch die Hauptlinie in Donaueschingen; es folgte ihm in den schwäbischen Besitzungen das Haupt der Pürglitzer Linie, Fürst Maximilian Egon, der ins preußische Herrenhaus berufen und in die deutsche Armee aufgenommen wurde.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 7. Leipzig 1907, S. 220-221.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006643973

Fürstenberg (Herders, 1854)

Name eines mediatisirten u. großentheils unter bad. Landeshoheit stehenden Fürstenthums. Hauptbestandtheile sind
1) die Landgrafschaft Baar mit der Hauptst. Donaueschingen und mit der Ruine des Stammschlosses Fürstenberg, welche auf das Städtlein Fürstenberg herabschaut, das wegen seiner ungünstigen Lage und Wassermangel niemals gedieh, 1841 abbrannte und an den Fuß des Bergkegels verlegt wurde (Neu-Fürstenberg).
2) Die Landgrafschaft Stühlingen mit den Städten Stühlingen, Engen, Neustadt auf dem Schwarzwald.
3) Die ehemal. Grafschaft (jetzt bad. Bezirksamt) Heiligenberg am Bodensee, mit gleichnamigem Orte und Sommerschloß, das eine herrliche Aussicht auf die Tyroler u. Schweizer Alpen darbietet.
4) Die Herrschaft Mößkirch. Dazu kommen Besitzungen unter hohenzollern-sigmaringischer (preußischer) u. württemberg. Hoheit; das Ganze umfaßt 361/2 QM. mit etwa 120000 meist kathol. Einw. und wirst mit den böhm. Besitzungen (Kruschowitz, Nischburg, Pürglowitz u.a.) des Fürsten jährlich über 1/2 Mill. Gulden rh. ab.

Das Geschlecht der Fürstenberge, dessen Stammvater ein um 670 lebender Egen, Eck oder Egon sein soll und das mit dem der Grafen von Urach urkundlich zusammenfällt, nahm im 13. Jahrh. den Namen Fürstenberg an, theilte sich in mehre Linien, die Hauptlinie aber durch Friedrich III., geb. 1496, gest. 1559, in eine jüngere Heiligenberger, welche im 17. Jahrh. in den Reichsfürstenstand erhoben wurde und 1713 ausstarb, und in eine ältere Kinzigthaler. Letztere verzweigte sich wiederum in die Mößkircherlinie, welche 1744 erlosch und in die Stühlingerlinie, aus welcher die Subsidiallinie der Landgrafen von Weitra hervorging, während Josef Wilhelm Ernst alle Besitzungen vereinigte und kurz vor seinem Tode 1762 vom Kaiser erhielt, daß fortan alle ehelichen Söhne der Fürstenberge Fürsten waren, während bis dahin nur der jeweils Regierende Fürst, die übrigen Landgrafen von Fürstenberg geheißen hatten. Sein Sohn Josef Wenzel setzte die Fürstliche Reichslinie fort, welche 1804 ausstarb; ein jüngerer Sohn, Karl Egon, stiftete die fürstlich böhm. Subsidiallinie und starb 1787, sein Enkel, Karl Egon, erbte 1804 alle Lande der Reichsfürstenlinie, wurde jedoch schon 1806 von der Mediatisation betroffen.

Das Geschlecht der Fürstenberge ist reich an Männern, die sich im Dienste der Kirche oder des Staates auszeichneten. Merkwürdig: Kuno, wahrscheinlich noch durch Gregor VII. Cardinal und Bischof von Präneste; als päpstl. Legat sprach er 1111 in Palästina den Bannfluch über Kaiser Heinrich V. aus und verurtheilte 1121 den Abälard zum Widerruf.
Egino, Graf von Freiburg u. Urach, stand im Kampfe der Ghibellinen und Guelfen mit seinen Brüdern auf Seite der letzteren, sein Bruder Berthold starb 1242 als Abt zu Salem, Kuno II. zeichnete sich durch Eifer gegen die Albigenser aus, strafte die Mörder Engelbrechts von Köln, wurde aus einem Ordensgeneral der Cistercienser Cardinal und 1227 Papst, verzichtete jedoch und lenkte die Wahl auf Gregor IX., wurde als Legat nach Palästina gesandt und nach seinem Tode selig gesprochen (Gedächtnißtag 30. Sept.).
Heinrich I., der sich zuerst Graf von Fürstenberg nannte, war ein Freund Rudolfs von Habsburg, trug auf dem Marchfelde das Reichsbanner, erwarb die Landgrafschaft Baar, trat damit in die Reihe der regierenden Geschlechter und starb 1284.
Heinrich VI. mehrte durch kluge Wirthschaft sein Hausgut, verschönerte seine Städte, erwarb als Ritter den Beinamen des »Edeln«, war ein Stifter der Rittervereinigung »zum Fisch u. Falken« und starb 1490 unvermählt.
Heinrich VII. kaufte Donaueschingen, erwarb das verlorene Stammgut Lenzkirch u. fiel 1490 bei Dornach.
Wilhelm I., 1523 mit Sickingen verbündet und nach dessen Tod Beschützer seiner Kinder, führte ein unstätes Kriegerleben, bald als franz. bald als kaiserl. Oberst, begünstigte die Reformation, trat auch dem schmalkaldischen Bündniß bei und starb 1549.
Jakob Ludwig war 1620 bayer. Artilleriegeneral und schlug den Dänenkönig Christian bei Lahna, sein Bruder Egon VIII. focht gegen Mansfeld, befehligte mit Tilly, zeichnete sich bei Breitenfeld aus und starb 1635 als kaiserl. Generalfeldzeugmeister. Seine Söhne Franz Egon und Wilhelm Egon wurden beide geistlich, 1664 beide vom Kaiser zu Reichsfürsten gemacht, beide blieben aber nach wie vor Handlanger franz. Interessen. Wilhelm trat aus französ. Diensten in den geistl. Stand mit Beibehaltung seines Regimentes, schwang sich zum Minister des Kurfürsten von Köln empor, war die Seele aller Ränke, welche dem holländ. Krieg vorangingen und trieb den Kaiser so weit, daß dieser ihn in Köln aufheben ließ.
Vor heimlicher Hinrichtung schützte ihn der Nuntius, aber Frankreich, England und Schweden vermochten nicht, ihm die Freiheit vor dem Nimwegerfrieden zu geben. Er wurde 1682 Bischof von Straßburg, 1686 Cardinal, 1688 Coadjutor von Köln. Den Kurhut erlangte er nicht, bot dadurch Ludwig XIV. einen Anlaß zu einer neuen Kriegserklärung an Deutschland und starb 1704. Franz half seinem Bruder, lebte nach dessen Aufhebung als Flüchtling in Paris, wurde 1680 wieder in sein Bisthum Straßburg eingesetzt, half diese Reichsstadt an Ludwig XIV. verrathen und starb 1682.

Ausnehmend viele Fürstenberge fanden den Soldatentod, so Albrecht II. bei der Belagerung von Hohentwiel 1640, Max Josef in den Laufgräben von Philippsburg, Emmanuel Franz Egon vor Belgrad 1676, Franz Christoph bei Ofen 1684, Karl Egon Eugen, geb. 1665, kaiserl. Feldmarschallieutenant, an den Folgen seiner 1702 bei Friedlingen empfangenen Wunden, Prosper Ferdinand, der unter Eugen in Italien gefochten, 1704 vor Landau, Karl Josef Aloys 1799 bei Liplingen.
Karl Egon, geb. 1796, war seit 1818 vermählt mit Amalie Christine Karoline, Tochter des Großherzogs Karl Friedrich von Baden, bad. General, starb im October 1854; von seinen 3 Söhnen folgte ihm in der Regierung Karl Egon, geb. 1820, seit 1844 vermählt mit der Prinzessin Elisabeth Henriette von Reuß-Greiz.

Die landgräfl. Linie zu Weitra hat Besitzungen in Niederösterreich, Mähren und preuß. Schlesien, ihr Stifter war Ludwig August Egon, geb. 1705, gest. 1795 als Reichsgeneralfeldzeugmeister. Sein Sohn Joachim Egon, geb. 1749, gest. 1828, legte das große Hüttenwerk Joachimsthal in Böhmen an, sein Enkel Friedrich Michael Johann Josef, geb. 1793, ist k. k. österr. Feldmarschallieutenant, ein anderer Enkel, Friedrich Karl Johann Nepomuk, geb. 1774, ist das Haupt seiner Familie u. k. k. Obersthofmarschall. Von den 5 Söhnen des letzteren ist Joh. Nepom. Joachim Egon, geb. 1802, k. k. Oberst-Ceremonienmeister, Josef Ernst Egon, geb. 1808, Präsident des Oberlandesgerichts zu Linz, Karl Egon, geb. 1809, Deutschordens-Großcapitular-Comthur, Friedrich Egon, geb. 1813, Erzbischof von Olmütz.
Quelle: Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 823-825.
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