Am Sonntag nach Aschermittwoch lodern in Oberschwaben auf den Hügeln Flammen der „Funken“ in den dunklen Abendhimmel. Die Fasnet wird feierlich verbrannt.
Ähnliche Feuer („Johannisfeuer“) werden zur Sommersonnenwende (Sankt Johannis am 24.Juni) entzündet.

Aufbau des Funken

Oft ist am mittleren Stamm eine Hexen- oder Narrenfigur befestigt und erinnert an die gruselige Herkunft dieser Tradition: die Hexenverbrennungen des Mittelalters.

Sparsame Schwaben verwenden als Mittelstamm den „entsorgten Narrenbaum“, der traditionell zur Eröffnung der heißen Phase der Faschingszeit am „Gumpigen Dunschtig“ aufgestellt wird und aus einer bis zu 30 Meter hohen Fichte besteht. Der Funken selbst besteht aus Strohballen, Paletten, Reisig und anderen brennbaren Materialien. Große Funken haben im Inneren einen Raum als Besenwirtschaft. Dort übernachtet von Samstag auf Sonntag die Funkenwache, die verhindern soll, dass Brandstifter aus dem Nachbardorf den Funken frühzeitig entflammen.

Am Sonntagabend sieht man besonders im Allgäu die brennenden Funken weit über die Endmoränenhügel leuchten.

Sagen, Mythen und Geschichten

Der Funkentag – Johannis

Zu den uralt hergebrachten Gebräuchen unseres Schwabenlandes gehört namentlich das »Funken-« oder »Scheibenschlagen« und das Johannisfeuer (24. Juni). Jenes findet am ersten Sonntag in der Fasten statt; der Tag heißt der weiße Sonntag. Woher dieser Name kommt, weiß ich nicht; er ist nicht in allen Gegenden gebräuchlich und muß wohl unterschieden werden von dem weißen Sonntag nach Ostern, dessen Namen aus der kirchlichen Feier des Tages hervorgegangen ist. Aber auch an dem leztgenannten weißen Sonntag kann, jedoch selten, das Scheiblenschlagen, oder wie man gewöhnlich sagt, das Scheibenschlagen stattfinden. So in Ertingen bei Riedlingen. Bei weitem das Häufigere ist das Funkenschlagen, gleichbedeutend mit dem Scheibenschlagen, am ersten Fastensonntag. Es ist also zwischen beiden blos ein Unterschied in der Zeit.

An Volksthümlichkeit steht das Funkenfeuer, wie man’s auch nennen kann, dem Johannisfeuer ebenbürtig zur Seite. Nur ist die Verbreitung des leztern eine viel weitere. Fast in ganz Schwaben das Land auf und ab mußten Johannisfeuer auf den Bergen ringsum gelodert haben; das bestätigen jezt noch in vielen Gegenden die wiederkehrenden Feuer, bald Himmelsfeuer, bald Zündel feuer (Ehingen a.D.), bald Kanzfeuer (Neckarsulm), bald Sinkafeuer (Federsee) geheißen, an denen das Volk noch mit vieler Wärme hängt, und die es sich nicht sogleich nehmen läßt. Nicht weniger beliebt ist das Funkenschlagen in Oberschwaben, das so tiefe Wurzeln im Volksleben getrieben, daß erst noch kürzlich in der Umgegend von Leutkirch die Jugend es wieder erneuerte. Gemeinsam ist beiden, dem Funken- wie Johannisfeuer, die Anzündung nächtlicher Feuer auf Bergen, in Städten und Dörfern. Doch kann man deutlich wahrnehmen, daß ersteres fast immer ohne Ausnahme auf Bergen und Anhöhen in der Nähe einer Stadt, eines Dorfes vorkommt, ähnlich den Osterfeuern Norddeutschlands, denen nach Grimm (Myth. II. 593) auch Berg und Hügel wesentlich waren. Lezteres dagegen konnte wohl auch auf Bergen und Anhöhen stattfinden; wir finden es aber eben so häufig auf Straßen, Märkten, hinter den Stadtmauern, im Stadtgraben, vor dem Dorfe draußen.

Ueberhaupt scheint mir das norddeutsche Osterfeuer, wie es Grimm charakterisirt, dem Funkenfeuer verwandte Züge darzubieten. Beim Funkenschlagen ging es roher, möchte sagen ernsthafter her, während die Johannisfeuer »zierlicher und anmuthiger« verliefen. So wenigstens nach frühern Schilderungen älterer Leute. Heutzutage ist freilich schwer mehr zu unterscheiden; wo das Johannisfeuer noch vorkommt, haben vielfach Kinder die Rolle übernommen, und da unterlaufen nicht selten Absichten, die man früher nicht kannte. Seit erdenklichen Zeiten spielt beim Funken- und Johannisfeuer die »Liebe« die Hauptrolle. Die Liebste muß dabei sein, wie beim Johannisfeuer, indem man an ihrer Hand über das Feuer juckt und springt; ist sie aber nicht dabei, wie beim Funkenschlagen, so wird doch ihr zu Ehren und um die Liebe zu bemessen der Funken geschlagen und ihr Name genannt. Dies läßt auch auf das Alter der Leute schließen, die bei der Feierlichkeit mitwirkend und anwesend sind; es reicht so ungefähr vom 16ten bis 24sten Jahr. Wo Alles nur mehr Kindern überlassen, wie wir es häufig noch treffen, fällt dieser Punkt natürlich weg und die Feuer haben ihre Bedeutung verloren und sind so viel als keine.

Beim schwäbischen Johannisfeuer, besonders im Allgäu, tritt aber noch ein dem Funkenfeuer fremder Zug hinzu: es ist das Anflehen St. Johannis um seinen Segen für Getreide, besonders Werg. In einer Unzahl von uralten Reimereien, sinnigen Strophen mitunter, ist die Bitte und mehreres Andere abgefaßt, die sich forterben bis heutzutage. Gemeinsam ist beiden Feuern noch, daß da, wo sich alterthümliche Züge nicht ganz verwischt haben, gewisse Figuren, symbolische Gestalten verbrannt wurden, ja daß man die Feuer geradezu nach der Gestalt benennen konnte, die verbrannt wurde. Beispiele folgen weiter unten. Endlich ist noch zu erwähnen, daß brennende »Strohräder« beim Johannisfeuer früher in’s Thal hinabgerollt wurden, beim Funkenfeuer dies aber niemals vorkam. Von künstlich zuwege gebrachtem Feuer, etwa durch Holzreiben etc., wie beim sog. Notfeuer, kommt hier keine Spur mehr vor.

Eigenthümlich ist auch, daß sich dies Feuer fast ausschließlich nur in katholischen Gegenden noch vorfindet. In den meisten protestantischen Gegenden, mit weniger Ausnahme (Blauthal), sind gar keine oder höchst unbedeutende Spuren zu entdecken. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß derlei Volksfeste, wie gerade diese Johannisfeuer und das Funkenschlagen, schon ganz frühe als von der Kirche herrührend protestantischerseits mit Anderem aufgegeben worden sind. Diesem Schicksale erlagen sicherlich noch viele schöne Volksbräuche und Sitten. Was aber im Allgemeinen zerstörend auf sie einwirkte, das ist die mißliche Kriegszeit zu Ende des vorigen und Anfang dieses Jahrhunderts. Wer mochte da mehr an solche Sachen denken, sagte mir mein 90jähriger Hausherr Seb. Stadel in Rottenburg, wenn es jeden Augenblick hieß, der Feind sei nur noch zwei Stunden entfernt. Nach beinahe 20jähriger Unterbrechung war wenig Sympathie für derlei Sachen mehr zu finden, und wollte es nicht aufhören, so machte ihm die moderne Polizei vollends ein Ende. So sind wir um unsere schönsten Volksbräuche gekommen, und nur zerstreut im ganzen Schwabenland lassen sich Züge des großen schönen Gemäldes auffinden und mit nicht wenig Mühe zusammenflicken. Auch ich habe mich bemüht, Einiges zu retten, und gebe hier getreu zum Beweis des Gesagten einen »Funkentag«, wie er noch vor etwa 30 Jahren in Wurzach begangen wurde:

Mittags 12 Uhr gehen einige ledige Bursche im Städtchen herum; hinter ihnen ein mit Pferden bespannter Wagen. Vor jedem Haus wird gehalten und sie rufen hinauf:
Holz und Stroh
Wird der Funken hoh!

Kommen keine Scheiter, so wird die Hausfrau als Hexe verschimpfirt. Hatte man den Wagen voll, so ging’s einer nahen Anhöhe zu. Oben angekommen, wurde eine mitgebrachte lange Stange an der Spitze mit Stroh umbunden, eine Weibsfigur gemacht und als Hexe getauft und zulezt ein alter Hut ihr aufgesezt. Die Stange wurde fest in den Boden eingetrieben und rings unten herum die Scheiter aufgestellt. An fest eingerammelte Pfähle, die außerhalb im Kreise herumstanden, wurden Bretter schief befestigt. Schlag Betglocke wurde der Funken angezündet, so hieß man das Feuer, und das Funken- oder Scheibenschlagen begann. Die Scheiben oder Scheiblen waren dünne viereckige Brettchen, in der Mitte durchbohrt. Solcher Scheiben konnte ein Bursche oft 40 bis 50 an einer Schnur umhängen haben. Eine nach der andern ward dann herausgenommen und an einen Stock gestellt, der aber immer von einer Haselrute sein mußte. Die Scheibe wurde in’s Feuer gehalten, sobald sie brannte, getrillert, um und über sich geschwungen und endlich am schiefen Brett aufwärts geschlagen, daß sie in die Höhe flog, und so ging’s fort und fort. Dabei rief man jedesmal:
Scheib‘ aus, Scheib‘ ein,
Das soll der N. zum Lädele nein!

Wessen Scheibe am höchsten ging, der war Sieger und laut gepriesen und stund bei seiner Liebsten in der höchsten Gnade. So konnte es lange fortdauern, bis endlich die Hexe fiel. Auf welche Seite sie fiel, hieß es: »da ist eine Hexe!« Dann ging’s nach Hause, wo die Mädchen ihren Liebsten unterdessen Funkenringe bucken. Man saß im Wirtshaus oder in einem Privathaus oft bis weit in die Nacht hinein zusammen. In andern Gegenden wurde früher getanzt, welcher Unfug in der Fasten doch bald aufhören mußte. In Gornhofen im Allgäu hörte es erst anno 1846 auf.

Ein Scheibenschlagen am weißen Sonntag nach Ostern, ohne Zweifel dasselbe mit dem Funkenschlagen und nur in[60] der Zeit verschieden, findet statt in Ertingen bei Riedlingen. In der Nähe von Ertingen ist der sogenannte »Scheiblenberg«. Da hinauf ziehen die ledigen Bursche nach der Betglocke, machen ein großes Feuer auf und sitzen um es herum. Dann wenn’s hell aufbrennt, werfen sie Pechrädchen hinein und ermessen aus der Höhe, die sie erreichen, die Liebe ihrer Mädchen. Dabei singen sie immer, bis das Feuer erloschen ist:
Scheible auf,
Scheible ab,
Gåt krumm, gåt grad,
Gåt reacht, gåt schleacht,
Gåt über älle Aecker und Wiese na,
Der N.N. eine tausend guete Nacht!

Lezteres, das Scheibenschlagen, ist bei weitem nicht so vollkommen auf uns gekommen, wie das Funkenschlagen. In der Anführung beider Beispiele aber haben wir die wesentlichen Züge beisammen, die seit alten Zeiten am Funken- oder Scheibentag stattfanden. Es ist nur zu verwundern, daß dieses ächt volksthümliche und seit uralten Zeiten im schwäbischen Oberland so festgewurzelte, beliebte Funkenschlagen so wenig Erwähnung bisher gefunden hat. Grimm kennt es erst aus Schmeller (I. 544), führt aber seine Verbreitung auch im Rheingau an, wo es »Hallfeuer« heißt; auch in Frankreich soll es vorkommen als »La fête des brandons«. Im Bayrischen besonders muß der Funkentag weit verbreitet sein, als Fortsetzung der oberschwäbischen Funkenfeuer.

Daß wir ein uraltes Volksfest vor uns haben im Funkensonntag, ist wahrscheinlich. Ob früher auch das ältere Volk und die höhern Stände daran Theil genommen, ist ungewiß; Spuren lassen sich keine finden. Schon bald scheint die Feierlichkeit der Jugend überwiesen worden zu sein. Wenn wir die zahlreichen Winter- und Sommerfeste unserer deutschen Vorzeit betrachten, so wird es uns nicht entgehen, im Funkensonntag ein solches wieder zu erkennen. Schon die Jahreszeit berechtigt uns zu dieser Annahme und läßt in ihm ein Fest zu Ehren des anbrechenden Frühlings, der wieder aufgeschlossenen Erde, wenn die Saaten überall hin hervorkeimen, nicht unwahrscheinlich ahnen. Von dieser Zeit an zeigen sich hin und wieder schon Gewitter, der erste Blitz und Donner beginnt sich hören zu lassen und die Saaten gedeihen sichtlich in seinem Segen; was anders liegt näher, als den Tag der Funken auf einen alten Göttercult zurückzuführen? Auf Donar und seine Attribute, seinen Blitzstrahl deutet ohne Zweifel das Funken-oder Scheibenschlagen, wie das Bolzenschlagen beim »Sunnewendfeuer« (Wolf, Beiträge 37).

Bei Panzer (211) wird es auch schon um Ostern getrieben. Dazu kommt noch, daß Berg und Hügel wesentlich waren. Donar ist Berg- und Felsengott; auf Berggipfeln thronend, schleudert er seinen Blitz. Wie dies auf den anbrechenden Frühling zu deuten sein mag, so erkennen wir im Funkenfeuer zugleich den scheidenden Winter. Das Verbrennen der Hexe läßt es errathen. Wie schon angedeutet, ist derlei Feuern, besonders auch in Schwaben, das Verbrennen symbolischer Figuren eigen. So heißt oft die Festlichkeit geradezu das »Judasverbrennen«, statt Osterfeuer (Mergentheim), »Ostermannbrennen« (Freising.) bei Panzer 213. Die »Hexe verbrennen« (in der Eifel), Simrock M. 558. Es wurde beim celtischen Bealaine Jemand verbrannt (M. 579). In Spanien wurde bei solchen Feuern eine alte, entzwei gesägte Frau verbrannt.

Gehen wir der früher grausamen, nach und nach nur symbolischen Sitte auf den Grund, so erblicken wir in den Strohfiguren und andern puppenartigen Gestalten sicherlich nichts Anderes, als die winterliche Zeit, die gern in deutschen Winter- und Frühlingsfesten also vorgestellt wurde. Ich erinnere hier nur an das Tod- und Götteraustragen (M. 727 ff. u. 723). Ist aber das Aufsuchen und Zersägen der allerältesten Frau in Barcelona (M. 742), ferner das Ersäufen der slavischen Marzana (M. 723), in mehreren polnischen Oertern gleichbedeutend mit dem Todaustragen, wie M. 742 darthut, unter dem Tod der Winter, ein Riese verstanden, so sind wir vollkommen berechtigt, unter der alten Frau, die man oft in Schwaben geradezu »alte Hexe« heißt, den Winter zu verstehen. Die verbrannte alte Frau heißt aber in der Eifel, an der Mosel und Saum geradezu »Hexe«, und so hätten wir die Bedeutung unserer symbolischen Figur beim Funkenfeuer. Ja, im Luxenburgischen und in der Eifel hat das Zünden solcher Feuer gar keinen andern Namen, als »die Hexe brennen« (S.M. 558). Die rechte Bedeutung dieses Brauchs ging ohne Zweifel dem Volksbewußtsein schon frühe ab und an seine Stelle trat irgend ein aus dem Hexenglauben der drei lezten Jahrhunderte entsprungener symbolischer Gebrauch. Der tief wurzelnde Glaube, durch allerlei Feuer Hexen von sich ferne zu halten, scheint hervorzutreten bei derartigen Gelegenheiten.

Wichtig und vielleicht nicht ganz ohne Bedeutung für die Erklärung des Funkensonntags ist für Oberschwaben das Backwerk, welches die Mädchen ihren Liebsten geben: es sind die vielgepriesenen »Funkenringe«, die je nach Gunst, Reichthum und Größe der Liebe verschieden ausfallen können. Sie haben die Form von Brezeln ohne Einschlag, müssen aus Hefenteig sein, mit Butter und Milch zugerichtet; in einer Pfanne werden sie gebacken, sechs bis zehn Mal in geschlagenen Eiern umgekehrt und jedesmal wieder in die Pfanne gelegt. Weinbeeren müssen darauf sein; um die gäbe das Mädchen sogar seinen Rock. Am Funkensonntag Abends kommt jeder Liebste zu seinem Mädchen vor der Betglocke und holt seinen Funkenring. Sie führt ihn in ihre Kammer an den Kasten und gibt ihm Kirschengeist oder Obstbranntwein aus dem Gläschen, das er ihr am Kirchweihmarkt vorher gekauft hat. Nach dem Betläuten geht’s von allen Seiten zum Berg, wo der Funken angezündet wird.

Nachher geht’s wieder zu den Mädchen, wo Kaffee, Schnaps, Birnenbrod und geräuchertes Fleisch nicht fehlen darf. Dann geht der Tanz an, der auf dem Hausgang, in Kammern und Stuben stattfindet, und wo die Mädchen alle ohne Ausnahme in Strümpfen tanzen.

Ein anderes Backwerk sind die keulförmigen »gebackenen Schnitten«. Sie sind von weißem, mürbem, gutem Brod geschnitten, werden ebenso behandelt, wie die Funkenringe; sie werden überstrichen mit zerhackten »Birnschnitzle« und Weinbeeren, zulezt mit Zucker und Zimmt reichlich bestreut. Aermere schneiden ihre Schnitten von gewöhnlichem Hausbrod herunter, ohne besondern Teig dazu zu nehmen. Die Birnzelten spielen eine große Rolle. In Wirtshäusern kann am Funkensonntag jeder Gast unentgeltlich derlei Backwerke genießen, so viel er will. Endlich spielen auch die »Aepfelküchle« eine große Rolle an diesem Tag; mag man die Aepfel nehmen, woher man will, sie müssen beigeschafft werden. So ist es der Brauch von Friedrichshafen ganz an der Grenze herunter bis Weissenau, Wangen etc.; ferner herunter bis Ravensburg.

Eine Art Funkentag fand ich gleichfalls am ersten Sonntag in der Fasten, auch weißen Sonntag dort genannt, auf dem sog. Heuberg. Um Spaichingen ringsum in den Ortschaften Aixheim, Denkingen, Balgheim, Dürbheim, Frittlingen bis herunter zum Plettenberg findet der »Fackelgang«, oder wie es Andere heißen, »das Saatleuchten« statt. Seit uralten Zeiten ist es bräuchig, daß Buben von 10-18 Jahren scharenweise Abends nach dem Betläuten in den Kornösch hinausziehen, und jeder ist stolz auf die schönste und längste Fackel. Draußen zündet man unter großem Jubel an und zieht auf und ab im Saatfeld.

Es soll dieses Leuchten oder dieser »Fackelzug« die eben aufkeimenden Saaten künftigen Sommer vor Blitz und Hagel schützen. Dieser Brauch scheint ein uralter zu sein, dessen Sinn dem Volke jedoch abhanden gekommen ist. Er scheint auch schon früher, vermuthlich wegen alter, vielleicht noch heidnischer Elemente auf eine christliche Anschauung übertragen worden zu sein. Alte Leute aus dieser Gegend wissen davon, es sei der Fackelzug eine Erinnerung an den nächtlichen Zug Jesu und seiner Jünger im Fackelschein auf den Oelberg. So scheint auch der Name Fackelzug ganz mit dem christlichen Sinn zu harmoniren, wogegen das »Saatleuchten« etwas Anderes vermuthen läßt. Wäre der Fackelgang wirklich in dem christlichen Leben entsprossen, so müßte jedenfalls von kirchlicher Seite aus die Sitte gehandhabt worden sein, und es hätten ältere Leute daran Theil genommen; allein dies ist eben so wenig nachweisbar. Betrachten wir aber den andern Sinn, der uns noch übrig bleibt, und mit dem Worte »Saatleuchten« verbunden ist, »daß das Getreide wachse«, so finden wir anderwärts Analogien. Im Feuer scheint besondere Kraft zu liegen, besonders wenn es kirchliche Weihung erhalten; aber auch ohne diese hat es besondere Wirkungen. Nach Kuhn, M. Sagen 313, gedeiht das[65] Korn, so weit man das Feuer leuchten sieht.

Der vom Notfeuer aufsteigende Rauch galt für heilbringend (Mythol. 574); Obstbäume und Netze damit geräuchert, wurden fruchtbar und fingen Fische (Mythol. 574); die auf die Felder gestreute Asche machte fruchtbar. In Rottenburg zündete man in gewissen Nächten und bei drohenden Gewittern ein aus geweihten Kräutern und Palmen zusammengemachtes Büschelein an, und so weit der Rauch ging, schlug das Wetter nicht. So trieb man in andern Gegenden das Vieh durch’s Feuer, um es vor Hexerei zu sichern, weil die Fruchtbarkeit blos davon abhing, wenn keine Hexe Gewalt hatte. Daß wir auch bei dem uralten Saatleuchten eine Hinweisung auf den Blitz und Donner, seinen Segen und Unheil anzunehmen haben, geht klar aus dem Angeführten hervor. Diese Bedeutung des Gewitters für das eben aufkeimende Getreide läßt wie beim Funkenfeuer auf eine Art von altem Donarcult schließen. – Wie hier alle Anzeichen auf Verehrung des Donner-und Blitzgottes, so finden wir beim schwäbischen Johannisfeuer solche auf alten Sonnencult hinweisen.
Quelle: Birlinger, Anton: Sitten und Gebräuche. Freiburg im Breisgau 1862, S. 56-66.
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St. Johannistag

St. Johannistag (24. Juni) fällt in die Sommersonnwende. Dieser Zeitpunkt spielt in den religiösen Anschauungen der alten germanischen Völker eine große Rolle. In diesen Augenblicken dachte man sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleich geworden; daher die vielen abergläubischen Sitten, die Zukunft zu erforschen und sein Schicksal zu erfragen. Die ganze Natur nimmt einen andern Lauf. Der schöne Sommer, dessen Einzug mit dem Austreiben des Winters in zahllosen Frühlingsfesten gefeiert worden, beginnt am St. Johannistag schon ein wenig zu weichen, um dem unerbittlichen Winter allmählich Platz zu machen.

Im schwäbischen Oberland und Unterland wird dieser wichtige Tag mit zahllosen Festlichkeiten feierlich begangen. Die größte Rolle spielen die sog. Johannisfeuer, wie sie in Oberschwaben heißen. In der Gmünder Gegend heißen sie Himmelsfeuer, bei Ehingen Zündelfeuer, in Neckarsulm und Umgegend Kanzfeuer, beim Federsee das Sinkenfeuer. In andern Gegenden fallen die Johannisfeuer auf St. Jakobi, St. Michaeli, behalten aber immer ihren Namen Johannisfeuer. In der Umgegend von Waldsee, früher in Wurzach, gab es ein Muc kenfeuer, wahrscheinlich zu Ehren St. Johann Nepomuks, welcher Tag auf den 18. Mai fällt. Abends wurden zwei Holzhaufen errichtet auf irgend einem freien Platz vor dem Städtchen Wurzach oder auf einer benachbarten Höhe. Der eine Holzhaufen war für Erwachsene und darum höher, der andere für Kleinere und niederer. Der große konnte oft drei bis vier Fuß hoch sein. Alsbald wurden die Stöße angezündet, und das Jucken über das brennende Feuer ging an. Meistens sprangen die Bursche an der Hand ihrer Mädchen hinüber; getraute sie sich nicht, so sprang sie nebenher und er allein hinüber. So juckten oft 40 bis 50 Paare über das Johannisfeuer. Wer am höchsten jucken konnte, der war der Held des Tages. Nach Hause gekommen, zechte man bei seinem Mädchen oder gemeinschaftlich im Wirtshaus.

In den Ortschaften an dem Federsee herum sprang man über das hochaufbrennende Feuer, das oft von mehreren Haufen aufloderte, und rief:

Sankt Johanns Segen,
Laß mir mein Werg
Drei Ellen lang werden,
Bollen wie Baumnuß.

So dauert das Johannisfeuer oft acht Tage.

In Neckarsulm ziehen die Bursche von Haus zu Haus und fordern Holz. Sie ziehen die zerrissensten Kleider an, mit Prügeln auf den Schultern; ernsthaften Gesichts machen sie vor jedem Hause Halt und rufen allesammt:

Ist eine gute Frâ im Haus?
Schmeist ein Büschele Holz heraus,
Oder man läßt den Marder in’s Hühnerhaus.

Wird nichts verabreicht, so folgt gleich eine häßliche Katzenmusik. Gewöhnlich werden Rebbüschelein gegeben, diese hinausgeführt und in Haufen geschichtet, worauf das Feuerspringen beginnt. Hier sind es blos jüngere Buben, und die Feierlichkeit selbst ist kaum mehr ein Nachklang der alten Johannisfeier, indem zugleich andere Absichten mit unterlaufen. Zu bemerken ist noch, daß, je ärmlicher gekleidet, je bettelhaftiger die Buben daherkommen, die Feier um so sinnvoller sein soll, was eher auf ein altes Winterfest schließen ließe. Daß derlei Feuerspringen und Feuerjucken auf einen alten Sonnencult zurückzuführen sei, ist unzweifelhaft. Die Sitte, brennende Strohräder von Bergen herabzulassen, wie wir in der Gegend von Gerhausen, auf dem Frauenberg und um den Hohenstaufen es ehemals sehen konnten, hat sicherlich Bezug auf die Sonne, ebenso wie die brennenden Scheiben des weißen Sonntags. Charakteristisch ist das Beten um Gedeihen des Werges in Gegenden Oberschwabens, wo die Wergcultur besonders zu Hause ist. Man sieht hieraus, wie das Volk die Wergernte so sehr von der Gunst der Sonne abhängig macht.

Eigenthümlich seit uralter Zeit ist die Johannisfeier in Rottenburg und dauerte bis zu dem Anfang dieses Jahrhunderts herein. Schon um die Mittagszeit gingen Haufen Buben in der Stadt herum, theilten sich in verschiedene Stadttheile und Gassen, zogen Armen und Reichen in die Häuser hinauf. Einer mit papierner Fahne, ein zweiter mit weißem Teller und schneeweißem Tüchlein darauf gedeckt, ein dritter mit dem Degen. Diese drei gingen in’s Haus, die andern blieben draußen.

Zur Stubenthür eingetreten, hub der mit dem Degen also an: „Sankt Johann bin ich genannt, – Ich trag den Degen in meiner Hand, – Wer um den Degen streit, – Der macht die allerbeste Beut!“
Der mit der Fahne hub an: „Sankt Johannes sacrata – Muß den Martin Luther braten, – Muß ihn mit Zibeben spicken, – Muß ihn dem Teufel zum Jahr schicken.“
Oder: „Sankt Johannes saffrata, – Komm, wir wollen den Luther braten, – Hat er gessen Käs und Butter, – Muß er schnupfen Stubenkutter!“
Dann kam der mit dem Teller und weißen Tüchlein darauf: „Wie! gebt uns auch einen Thaler, drei oder vier, – Können wir trinken Wein oder Bier!“

Diese Sitte des Einsammelns mit dem Degen in der Hand dauerte bis zum Jahre 1807 und 1808, in welcher Zeit der neue württembergische Oberamtmann Marz dem sog. Unfug dadurch ein Ende machte, daß er, den Stock in der Hand, die Buben von der Thüre trieb. War auf diese Weise die Runde gemacht, was so bis gegen Abend dauerte, so wurde das Gesammelte gezählt. Auf einem freien Platze, oft mitten in der Stadt, auf der Schütte, vor dem Silcherthor, auf dem Wört, auf dem Ehingerplatz ward Anstalt gemacht zum Engelmann köpfen. Man trieb einen Stotzen fest in den Boden hinein und umwickelte ihn mit Stroh und bildete eine Art menschlicher Figur mit Armen, Kopf und Gesicht. Den Kopf, gar feine und zierliche Arbeit, lieferte der Hafner. Jeder der Buben brachte eine Handvoll Sträuße; diese steckte man um den Engelmann herum, so daß er von Blumen ganz überdeckt war. Unten herum wurde Holz aufgeschichtet, Johannisscheiter geheißen. Eine endlose Masse von Buben stand rings herum, voll Kampfesmuth, mit dem Degen in der Hand, und wartet auf das Zeichen zum Losschlagen. Der Holzstoß wird angezündet, und wenn der Engelmann hell auflodert, hauen alle auf gegebenes Commando[100] ein und jeder will der Tapferste sein. Ist der Engelmann bereits abgebrannt und zerhauen, so springt man über die brennenden Scheiter hinüber und herüber; es konnte oft lang andauern.

Das Eingesammelte verwendeten die Buben, um Bier, Wein, Käs und Wurst zu kaufen. Abends wurden vor dem Hause irgend eines von ihnen Tische und Stühle aufgestellt und das Gekaufte aufgetischt. Eltern, Nachbarn, Alles saß zusammen: brachte der einen Krug Bauzemer, Neckarhalder oder Mâtisberger, und so er leer war, jener wieder einen. So wurde das Fest ein gemeinsames; die Alten freuten sich jezt des Abends, nachdem die Jungen ausgetobt hatten. Auch nachdem das Einsammeln mit dem Degen schon längst aufgehört hatte, dauerte die nächtliche Feierlichkeit an den Tischen noch fort bis auf die lezten Jahre herein. Innungen und Zünfte, Nachbarn, Bekannte, Freunde und Verwandte saßen zusammen. Wirte hielten ihre Stammgäste in dieser Nacht frei. Alle die, welche zum Spital sahen, bekamen in der Johannisnacht Wein und Brod an Tischen unter freiem Himmel; der Herrschaftskeller in der obern Gasse verabreichte den Nachbarn ebenfalls Wein und Brod. Es war Ein Friede und Eine Freundschaft: alles Maßleidige wurde wieder gut gemacht, und alte Leute können nicht genug erzählen, wie schön es da gewesen ist.

Betrachten wir diese einzelnen Züge in den aufgezählten Sitten, so haben wir in den etwas rohen Versen des Spottes auf Luther wol pasquillartige Ueberbleibsel aus der Reformationszeit. Nicht zu vergessen ist dabei, daß die vorderösterreichischen Grenzbewohner, die Rottenburger, abgesagte Feinde alles Lutherthums waren, und es mag zwischen den Württembergern und den Rottenburgern zu manchem Strauß gekommen sein. Das Engelmannköpfen scheint noch Spuren einer uralten heidnischen Zeit an sich zu tragen, wiewol die ganze Darstellung auf die Hinrichtung des hl. Johannis geht. Der blumenumsteckte Engelmann, der geköpft und zerhauen wird, ist ohne Zweifel eine Hinweisung auf den schon wieder das Scheiden antretenden Sommer mit seinen Blumen und Blüten. Der Sitte wurde ein christlicher Sinn unterschoben, daher die ganze Sache eine Mischung von Heidnischem und Christlichem. – Was den Minnetrunk anbelangt, wie man in Rottenburg bis auf unsere Zeit herein zu thun pflegte, so darf man nicht vergessen, daß das Minnetrinken sowol zu Ehren des Johannes des Evangelisten, wie zu Ehren des Täufers geschah: beide wurden zusammen genommen, wie bei kirchlichen Stiftungen. Aehnliche Schmausereien waren in Heilbronn auf den Straßen, in Ueberlingen gemeinsames Essen der Zünfte, in Tettnang Festessen, den Bürgern von den Montfort gegeben, in Blaubeuren wurde ein Eimer Wein unter die Jugend vertheilt, von der Gräfin Anna auf dem Frauenberge gestiftet24.

So traulich und lustig diese Feierlichkeiten waren, so furchtbar war die Johannisnacht. Keine Zeit im ganzen Jahre hatte solche Schrecken, wie diese: des Teufels ganze Sippe, Geister und Hexen hatten freien Lauf und konnten den Menschen schaden. Gleich nach dem Nachtgebetläuten wurden darum Thüren, Fenster und Läden sorgfältig verschlossen; denn durch jede Spalte, jede Ritze, wo Luft eindringen kann, ist es diesen Ungeheuern möglich, einzudringen. Die Nacht durch wurde mit allen Glocken geläutet; Läuten nimmt den bösen Geistern ihre Macht und macht die Hexen unfahrbar. In einem Kirchenbuche heißt es von den Zehntknechten, daß sie am Johannisabend von Abends 9 Uhr bis Morgens 3 Uhr läuten müssen; dafür erhielten sie sieben Maas Wein und ein Laib Brod vom Spital25. Weissangen wurden auf dem Herde verbrennt; so weit der Rauch dringt, kann nichts Böses.

Zauberei aller Art konnte in dieser Nacht getrieben werden; zwischen 11 und 12 Uhr holten Zauberkundige den Fahrsamen, der in dieser Stunde blüht, reift und abfällt (Puspers Hexenprotokolle). Jezt weiß man davon fast gar nichts mehr, und von dem ganzen Schrecken der Nacht und von der ganzen Johannisfeier hat sich nur noch der schöne Brauch bis vor wenige Jahre hin erhalten, daß man gemeinschaftlich in aller Lustigkeit zusammensaß und zechte.

»Zweimal des Jahrs wendet die Sonne ihren Lauf: im Sommer, um zu sinken; im Winter, um zu steigen. Diese Sonnwenden beging das Heidenthum feierlichst; von dem sommerlichen Fest ist noch jezt die Johannisfeier übrig.« Grimm, Mythol. S. 683.
In Augsburger Ausrufzetteln aus den Jahren 1530-1540 werden öfters die Simentsfeuer verboten. Vgl. einen solchen hinten in den Anmerkungen.
Noch in neueren Zeiten feierte die Jugend den Johannisabend auf dem Frauenberge mit Freudenfeuer. Aus Stroh geflochtene Räder wurden dabei den Berg hinabgerollt. Also auch hier wie zu Saulgau Johannisfeuer. Blaub. O.A. Beschr. S. 155.
Auf dem Frauenberg bei Gerhausen soll die Gräfin Anna einen Wohnsitz gehabt und alljährlich am Tage St. Johannes d.T. daselbst unter die Jugend einen Eimer Wein vertheilt haben.

Quelle: Birlinger, Anton: Sitten und Gebräuche. Freiburg im Breisgau 1862, S. 96-103.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004574737

Fastnacht

Der Funkensonntag

Der erste Sonntag, welcher auf Aschermittwoch folgt, heißt in Oberschwaben Funkentag, Funkensonntag, auch Scheibensonntag oder weißer Sonntag – verschieden von dem weißen Sonntag nach Ostern. An diesem Funkensonntage werden auf Bergen „Funkenfeuer“ gemacht und feurige Scheiben in die Luft geschlagen. Früher hielt man es so: Man sammelte Holz im ganzen Orte, baute auf einem nahen hohen Berge einen Scheiterhaufen, steckte eine Stange hinein und befestigte an derselben ein mit lumpigen Kleidern und mit einem Strohhute bedecktes Strohbild, das eine Hexe vorstellte. Zugleich war an dem Strohbilde eine Rakete angebracht; bei deren Losknallen nachher ein großer Jubel entstand. Der Holzstoß wurde sodann angezündet und die Hexe verbrannt. Es waren dabei immer mehre hundert Menschen, alte und junge, anwesend und sangen ein geistliches Lied.
Hierauf begann die Hauptfeierlichkeit, das „Scheibenschlagen“. Man machte nämlich runde dünne Holzscheiben von dem Umfange einer Faust, steckte sie, da sie in der Mitte ein Loch hatten, an zugespitzte Stöcke, hielt sie so ins Feuer und wenn sie brannten, schwang man sie einige Male und schleuderte sie mit dem Stocke in die Höhe. Dabei hatte man eine längliche „Scheibenbank“ mit drei Füßen, die man im Boden befestigte, aber so, dass die Bank eine schräge Linie bildete. Um die Schwungkraft zu vermehren und die Scheibe recht hoch zu treiben, streifte man alsdann hart mit dem Stocke die Fläche der Bank, sobald die Scheibe abspringen sollte. Jede Scheibe, die aufstieg, wurde Jemanden verehrt. Die erste wurde sonst immer zu Ehren der höchsten Dreifaltigkeit geschlagen. Während des Schwingens sagte man jedesmal folgenden Spruch: „Scheible aus und ein – Wem soll die Scheibe sein? Die Scheibe soll der höchsten Dreifaltigkeit sein!“
So in Tettnang, im Kloster Weingarten und sonst. Die zweite Scheibe verehrte man der Landesregierung, dann wohl eine dem Pfarrer, dem Schultheis, dem Schatz und andern guten Freunden. (Tettnang)
Ernst Heinrich Meier: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, Stuttgart 1852, Band 3, Nr. 21

Funkenküchle

Beim Einsammeln des Holzes und Strohes zum Funkenfeuer sangen die Kinder sonst: „Stroh, Heu, Heu! – Und das Funkenküchle auch dabei!“
Ernst Heinrich Meier: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, Stuttgart 1852, Band 3, Nr. 26

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Fastnacht Hexen
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