88422 Bad Buchau : |

Allgemeines

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Wikisource: Historische Quellen zu Bad Buchau

Fotos & Abbildungen

Die hier gezeigten Bilder wurden von mir erstellt, falls nicht anders vermerkt oder aus anderen Quellen eingebunden.
© Wolfgang Autenrieth

Federseesteg. Im Hintergrund die Stiftskirche und die Federseeklinik

 

Stiftskirche St.Cornelius und Cyprian und die Federseeklinik


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Kunst, Kultur und Brauchtum

Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
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Geschichte

Buchau (Merian).jpg
Public Domain, Matthäus Merian: Topographia Sueviae, 1643, Tafel 7 commons.wikimedia.org (PD)

Ausflüge und Sehenswertes


Eiszeitmuseum am Federsee Bad Buchau

Federseemuseum – August Gröber Platz – 88422 Bad Buchau
Google-Maps

Das Museum bietet neben der Ausstellung ein archäologisches Freigelände mit 12 rekonstruierten stein- und bronzezeitlichen Häusern. Es werden viele Aktionen angeboten, bei denen man das Leben der vorgeschichtlichen Zeit hautnah kennenlernen kann. Der archäologische Lehrpfad rundet dieses Angebot ab. Das Museum bietet museumspädagogische Angebote:
Steinzeitmuseum – gebuchte Führungen, z.B. „Homo Pfifficus“: Steinzeit mit Erfindergeist (1,5 Stunden). Das museumspädagogische Programm ist sehr ansprechend, besonders die praktischen Übungen.
Je nach Zeitpunkt der Buchung kann man davor oder danach den „Wackelwald“ besuchen (ca. 1 km vom Federseemuseum entfernt) Man läuft auf Moorboden, der Wald ist über einem See gewachsen, beim Hüpfen wackeln die Bäume. Die Bewegungsfreude der Schüler lässt sich dort ausleben.
Man kann auch einen Spaziergang auf dem Steg beim Federsee (Eintritt!) oder im Kurpark (Jungbrunnen, Enten, verschiedene Baumarten) machen

Fundstücke von Keramik aus der Jungsteinzeit im Moor

Information Federseemuseum 07582.8350
Preis 2010: Führung 60 Euro (1,5h), plus 2 Euro Eintritt pro Schüler, Lehrer frei
Angebote für Schulklassen
Federseemuseum Bad Buchau
Wikipedia: Federseemuseum
Wikipedia: Federsee


Bachritterburg Kanzach

Bachritterburg Kanzach (Website)
Bachritterburg Kanzach (Wikipedia)

Karten

Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Bad Buchau, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi

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Karte eingebunden mit Plugin OSM aus https://www.openstreetmap.de/

Nachbargemeinden

angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Teilorte / Teilgemeinden

Ortschaften und Wohnplätze von Bad Buchau (aus Wikipedia)


1 Informationen zusammengestellt bzw. zitiert aus Wikipedia (Quelle siehe „Allgemeines“)

 

Sagen, Mythen und Geschichten

Der Reiter ohne Kopf und Gräfin Adelinde

Südlich von Buchau, da wo’s in’s Wiesenthal hinausgeht, auf dem schönen Berge, liegt der Ueberrest eines uralten Kirchleins. Die vier Wände stehen noch davon. Die Sage erzählt, es habe mal vor uralten Zeiten eine Gräfin »Adelinde« in der Umgegend gewohnt, von der die Kapelle gestiftet worden sei. Es seien mal die Hunnen bis in diese Gegend gekommen, wo es eine furchtbare Schlacht absezte. Auch der Gemahl Adelindens, der Graf, sei in Kampf gezogen und umgekommen. Bevor er Abschied nahm, gab er seiner Herrin noch das Versprechen, da und da werde er ihr erscheinen, entweder lebend zurückkehren, oder gefallen als Geist. Als er zu lange nicht wiederkehrte, zog die Gräfin mit ihrem Gefolge ihm entgegen, und siehe! auf dem blutigen Feld nach der Schlacht begegnete ihr ein Reiter hoch zu Rosse, sein Haupt auf einem weißen Teller tragend. In selbigem Augenblick rief die Gräfin aus:

Windle Windle wehe,
Bis daß ich meinen Herrn wieder sehe!

Auf der Stelle verschwand er, als die Gräfin die Worte sagte:

Windle Windle wehe,
Bis daß ich meinen Herrn nicht mehr sehe!

Da, wo dieses sich zugetragen, ließ Adelinde ein Kirchlein bauen, und das ganze Thal hieß von wegen ihren vielen vergossenen Thränen »Sankenthal«, d.h. Thränenthal. So oft man aber zwischen die noch stehenden Mauern tritt, so geht immer ein leises zartes »Windle«, auch wenn sonst kein Wind geht. Die Gräfin ging in’s Kloster nach Buchau, das sie gründete, und soll Aebtissin geworden sein.

[Die kopflosen Schimmelreiter, wilden Jäger und andere Geister sind gekennzeichnet als verstorbene, seelenlose. Vgl. Th. Vernaleken, Mythen und Bräuche, S. 47. Nr. 23 ff.In der Buchauer Stadtpfarrkirche ist oben am Plafond eine Inschrift: Beata Adelindis fundavit circa Ann. DCCLXX. Riedlinger Oberamts-Beschrbg. S. 137. 138. Hatto, Enkel des als Knabe nach Deutschland gebrachten Bonosius von Tarent, soll mit seiner jungen Gattin bei Warthausen, wo sie einen Kessel voll Gold und Silber erhoben, die Kesselburg erbaut haben. Die Gemahlin soll »Adelinde«, Tochter des schwäb. Herzogs Hildebrand, gewesen sein. Mit ihr soll Hatto drei Söhne gezeugt haben. Vater und Söhne sollen im Kampf gegen die Hunnen gefallen sein und die trauernde Adelinde deren Gebeine in der Kirche zu Buchau begraben, daselbst ein Kloster gestiftet und in diesem bis zu ihrem Tode anno 809 das Amt einer Aebtissin verwaltet haben. Die Gefallenen sind auf einem Plafondgemälde in der Kirche zu Buchau zu sehen. – In der Oberamts-Beschrbg. S. 203 lese ich weiter: »S von Kappel auf einer Anhöhe steht einsam und verwittert eine Kapelle, welche 1560 von der Aebtissin zu Buchau neu hergestellt worden ist. Sie beherrscht das Wiesthal, welches von dem Tode Atto’s und seiner Söhne das ›Plankenthal‹, vallis planctus (Thränenthal), genannt wird.« In der Episkopalkarte von Konstanz kommt die Kapelle vor unter dem Namen planctus Allemannorum = die Klage der Deutschen, wo sie a. 903 gegen die Avaren eine Schlacht verloren. Der Wahlplatz wird soeben zu einem Hopfengarten aus einem Wald umgewandelt. Vgl. über die »Adelinde-Sage« Ströbele in den wirtemb. Jahrb. 1824. S. 391 ff. Adelinde ist in Lebensgröße auf einem Oelgemälde im Rathausgange in Buchau.]

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 22-23. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004560981

Stadt im Federsee

Wo jezt der Federsee liegt, war vor alten Zeiten eine Stadt. Ob des gottlosen Lebenswandels der Einwohner ging sie unter. Bei hellem Wetter und niederem Wasserstand sieht man die Thurmspitze der Kirche aus dem Wasser ragen. Andere wollten auch läuten gehört haben. In diesem See ist eine Insel, mit der man die Leute aufzieht; man sagt dann: »das und das ist auf der Insel Bibbî im Federasai geschehen, und die sieht der zehnte Mann nicht!« Drauf soll’s lustig hergehen, wie vordem in der untergegangenen Stadt (Mündlich von Alleshausen.).

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 231, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004565991

Feurige Hand in der Mulde

In Kappel (am Federsee) lebte vor nicht gar vielen Jahren eine fromme Weibsperson, die »Geister-Mariann’«. Von ihrem Fenster aus habe sie mal einen Geist, den sie in der Ferne sah, gefragt, wie sie ihn erlösen könnte. Sie solle, sagte er ihr, eine Wallfahrt nach Einsiedeln machen, dann könne er Erlösung erhalten. Sie ging wallfahren. Kam heim, der Geist kam auch wieder; er sei noch nicht erlöset, sie habe den Zoll umgangen. So war es: bei Meersburg. Die Person ging zum zweiten Mal gen Einsiedeln und that Alles recht. Kam abermalen heim und der Geist erschien auch abermalen wieder. Sie knetete eines Morgens den Brodteig, da stand der Geist schneeweiß ganz verklärt vor ihr, dankte ihr und wollte die Hand reichen. Mariann‘ hieß ihn die Mulde berühren; fünf Finger brannten hinein, die man noch jezt zeigt.

[Im Weggenthal hing vor 50 Jahren noch der Sitz von einem Stuhl, in den eine Hand eingebrannt war.]
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 297-298, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004567404

Volksglaube, Wetter und Gestirne

Wenn es donnert, sagt man in Buchau:

»Unser Herrgott fährt in’s Heu, der Wisbaum kläppert schon.«

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 195, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004564928