Hettingen – Sehenswertes, Geschichte, Sagen, Mythen… Das „etwas andere“ Portal mit Links, Landkarten, historischen Ansichtskarten …
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Update: 18. August 2026
Allgemeines
➥ Internetauftritt der Stadt / Gemeinde
➥ Wikipediaeintrag
➥ Alemannische Wikipedia
➥ Wikisource: Historische Quellen und Schriften
Historische Lexikoneinträge
Hettingen, Stadt im preuß. Regbez. Sigmaringen, Oberamt Gammertingen, an der Lauchart, hat eine alte gotische kath. Kirche, ein Bergschloß des Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen, Bierbrauerei, Getreide-, Öl- und Sägemühlen und (1900) 591 Einwohner.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 9. Leipzig 1907, S. 285. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006770088
Hettingen, Stadt an der Lauchart, im preuß. Fürstenthum Hohenzollern-Sigmaringen; Schloß, jetzt zu einer Seidenspinnerei eingerichtet; 600 Ew.
Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 8. Altenburg 1859, S. 347. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20010110259
Karten
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Fotos & Abbildungen
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Hettingen auf Ansichtskarten um 1900
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Viel Spaß bei der Zeitreise!
Kunst, Kultur, Ausflugsziele und Sehenswertes
➥ Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
➥ Abbildungen auf ‚Bildindex‘
➥ Bilder auf ‚Google-Art‘
➥ Hettingen auf ‚Zeno-Org‘
➥ Suchfunktion nutzen für Hettingen auf leo-bw.de
(Karten, Archivmaterialien und Luftaufnahmen vom Landesarchiv Baden-Württemberg)
➥ Alphabetisch sortiertes Verzeichnis auf www.kloester-bw.de
➥ Wikivoyage – Projekt der Wikimedia
➥ Wikitravel – der freie Reiseführer
Sehenswert
Schloss Hettingen: Das imposante Schloss thront auf einem Felsrücken oberhalb des Laucherttals und geht auf eine Burganlage aus dem 12. Jahrhundert zurück. Heute dient das historische Gebäude als kultureller Treffpunkt für Veranstaltungen und Konzerte.
St. Oswald-Kirche: Die katholische Pfarrkirche prägt mit ihrem markanten Kirchturm das Ortsbild von Hettingen. Sie besitzt eine historische Architektur und beherbergt wertvolle sakrale Kunstwerke aus vergangenen Jahrhunderten.
Museen in Hettingen
Fastnachtsmuseum Narrenburg
Das Fastnachtsmuseum Narrenburg in Hettingen entführt Besucher in die farbenfrohe Welt der schwäbisch-alemannischen Fasnet und zeigt eindrucksvoll Masken, Kostüme und Bräuche des Narrenrings Alb-Lauchert. Untergebracht in der historischen Zehntscheuer, bietet das Museum spannende Einblicke in regionale Fastnachtstraditionen und deren europäische Bezüge.
Schloss
72513 Hettingen
Tel. +49 174 / 5788973
http://www.fastnachtsmuseum-narrenburg.de/
Puppenmuseum
Das Puppenmuseum in Hettingen zeigt eine liebevoll kuratierte Sammlung von Künstlerpuppen, Trachtenpuppen, Puppenhäusern, Marionetten und historischen Spielwaren aus dem Jahr 1840 bis heute. Die Ausstellung lädt Besucher auf eine nostalgische Reise durch die Welt der Miniaturen und Kindheitsträume ein.
Im Tal 14
72513 Hettingen
Tel. +49 7574 / 93390
info@miniaturen.de
https://www.puppenmuseum.de
Gewandhaus-Museum Inneringen
Das Gewandhaus-Museum bietet eine faszinierende Zeitreise durch 500 Jahre Modegeschichte, präsentiert in elf stilvoll gestalteten Räumen mit prunkvollen Gewändern und handgemalten Tapeten. Untergebracht in einem liebevoll sanierten Fachwerkhaus von 1790, zelebriert das Museum den Glanz europäischer Stilepochen – von Gotik über Rokoko bis zur Renaissance – und verbindet Kunst, Handwerk und Geschichte auf eindrucksvolle Weise.
Sigmaringer Straße 9
72513 Inneringen
Tel. +49 7577 8609276
gewandhaus-inneringen@gmx.de
https://www.gewandhaus-Inneringen.de
Teilgemeinden und Ortschaften
➥ Ortschaften und Wohnplätze von Hettingen (aus Wikipedia)
Nachbargemeinden
➥ angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)
Geschichte
Ortsbeschreibung von Merian: ➥ https://de.wikisource.org/wiki/Topographia_Sueviae:_Hettingen
Schloss Hettingen
Ein entscheidendes Kapitel in der Geschichte der Anlage schlossen ab Mitte des 13. Jahrhunderts die mächtigen Grafen von Veringen auf, die das Herrschaftsgebiet von 1240 bis 1311 dominierten. Unter ihrer Herrschaft wurde die Burg im Jahr 1267 erstmals urkundlich als „castrum“ erwähnt. Die Grafen von Veringen bauten die Anlage massiv zu einer militärischen Festung und zum strategischen Hauptsitz ihrer Grafschaft aus. In diese Epoche fällt auch die Anlage der städtischen Siedlung Hettingen am Fuße des Berges sowie der Bau der gewaltigen Schildmauer im Norden, die bis heute das Erscheinungsbild prägt. Aus dieser Zeit ist zudem überliefert, dass die Grafen die Burg zeitweise als härteres Gefängnis nutzten und dort unter anderem Ordensbrüder des Deutschordensklosters Althausen festhielten, um Lösegeld zu erpressen. Im Jahr 1415 verstarb schließlich der letzte Vertreter der Veringer Linie auf der Hettinger Burg, dessen Grabmal noch heute in der örtlichen Pfarrkirche besichtigt werden kann.
Nach dem Aussterben der Veringer wechselten die Besitzer häufig. Über Pfandbesitz der Grafen von Reichenau und der Herren von Rechberg gelangte die Anlage 1447 an den württembergischen Grafen Ulrich. Da dieser seine Residenz jedoch weit entfernt in Stuttgart unterhielt, zeigte er wenig Interesse an der Festung und veräußerte sie im Jahr 1468 an die Herren von Bubenhofen. Diese machten die Burg zum repräsentativen Stammsitz ihres Familienzweigs und gaben ihr im späten 15. Jahrhundert wesentliche architektonische Impulse.
Wegen finanzieller Überlastung der Bubenhofer übernahmen im Jahr 1524 die Freiherren von Speth die Herrschaft. In dem entsprechenden historischen Kaufbrief wurde die Anlage aufgrund ihrer herrschaftlichen Ausstrahlung erstmals offiziell als „Schloss“ bezeichnet. Die Familie von Speth prägte das Schloss über Jahrhunderte hinweg. Nach schweren Verwüstungen und Plünderungen während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648), bei denen zeitweise ein schwedischer Kommandant im Schloss hauste, folgte im frühen 18. Jahrhundert ein tiefgreifender Umbau. Um 1720 ließ Freiherr Franz Anton von Speth den alten Wohnbau bis auf das Erdgeschoss abtragen und setzte zwei Stockwerke im modernen Barockstil auf. Auch eine Schlosskapelle sowie ein repräsentativer Rittersaal entstanden in dieser Epoche, deren Rokokostuckdecken aus dem Jahr 1777 bis heute von dieser glanzvollen Phase zeugen.
Im 19. Jahrhundert verlor das Schloss seine adlige Funktion: 1827 kauften die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen den Besitz der Freiherren von Speth. Da sie keine direkte Verwendung dafür hatten, diente das Gebäude in den folgenden Jahrzehnten zeitweise als Seidenweberei, Försterwohnung oder Fabrikgebäude. Nach einer Nutzung als Flüchtlingsunterkunft nach dem Zweiten Weltkrieg kaufte schließlich die Stadt Hettingen im Jahr 1978 das historische Anwesen. Durch eine umfassende und denkmalgerechte Sanierung in den Jahren 1991 bis 1994 wurde das einstige Wehrsitz- und Adelsgebäude vor dem Verfall gerettet und dient seitdem als modernes Rathaus der Stadt.
(Text erstellt mit KI Gemini)
Webcams
➥ Webcams in Hettingen und Umgebung
Sagen und Legenden
Zum Schloss Hettingen gibt es folgende Sagen und historische Überlieferungen:
Die Schloss-Spuk-Tradition (Fasnet)
Die wohl bekannteste „sagehafte“ Verbindung zu Schloss Hettingen lebt in der schwäbisch-alemannischen Fasnet weiter.
Die Schloss-Hexen: Im Jahr 1974 wurde die alte Hettinger Sage rund um ein spukendes Schloss aufgegriffen, um eine offizielle Fasnetsfigur zu kreieren – die Hettinger Hexen.
Der Legende nach soll es im alten Gemäuer früher nicht ganz geheuer gewesen sein, was bis heute in närrischer Form gefeiert wird.
Gefangene Ordensbrüder
Im Mittelalter (zur Zeit der Grafen von Veringen im 13. Jahrhundert) diente die damalige Burg zeitweise als härteres Gefängnis. Damals wurden unter anderem Ordensbrüder des Deutschordensklosters Althausen dort festgehalten, um Lösegeld für sie zu erpressen.
Der schwedische Kommandant
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) wurde das Schloss stark in Mitleidenschaft gezogen. Damals hauste zeitweise ein schwedischer Kommandant in den Räumen, was bei der Dorfbevölkerung für viel Angst und zahlreiche Geschichten über strenge Herrschaft und Plünderungen sorgte.
Verrat und Rache
Im Jahr 1534 entzog der berüchtigte Herzog Ulrich von Württemberg dem damaligen Burgherrn Dietrich von Speth die gesamte Herrschaft, weil dieser ihn verraten hatte. Solche Machtkämpfe zwischen Herzögen, Rittern und Vasallen boten früher natürlich viel Stoff für lokale Erzählungen.
(Einträge generiert mit KI-Gemini)
Anmerkung – Verwechslungsgefahr
Es gibt in Baden-Württemberg noch einen weiteren Ort namens Hettingen (heute ein Stadtteil von Buchen im Odenwald). Dessen berühmteste Sagengestalt ist das Hechenimännle – ein kleines, grün gekleidetes Waldmännchen vom Eulsberg, das Wanderern gerne mal Stolpersteine in den Weg legt. Das hat allerdings direkt nichts mit dem Schloss auf der Alb zu tun.

