Rot an der Rot – Sehenswertes, Geschichte, Sagen, Mythen… Das „etwas andere“ Portal mit Links, Landkarten, historischen Ansichtskarten …
Inhalt
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Update: 18. August 2026
Allgemeines
➥ Internetauftritt der Stadt / Gemeinde
➥ Wikipediaeintrag
➥ Alemannische Wikipedia
➥ Wikisource: Historische Quellen und Schriften
Historische Lexikoneinträge
Roth, 1) Stadt im Landgericht Pleinfeld des baierischen Kreises Mittelfranken, an der Roth; Lateinische Schule, Eisen- u. Glaswaaren, Tuch-, Borden-, Spitzen-, Sammtmanufactur, Leonische Drahtfabrik; 2500 Ew.; Geburtsort von J. M. Gesner. Bei R. 1459 Sieg des Herzogs Ludwig des Reichen von Niederbaiern über Albrecht Achill[387] von Brandenburg-Ansbach; 2) Flüßchen hier, fällt in die Rednitz; 3) rechter Nebenfluß der Donau im baierischen Kreise Schwaben, entspringt unweit Fellheim u. mündet bei Fahlheim; 4) Herrschaft im Oberamte Leutkirch des württembergischen Donaukreises; 11/2 QM., 3000 Ew.; gehörte sonst zu einer reichsfreien Prämonstratenserabtei, welche 1803 secularisirt u. als Entschädigung dem Grafen von Wartenberg gegeben wurde; seit 1806 Standesherrschaft, gehört sie jetzt dem Grafen von Erbach-Erbach; 5) (Mönchroth), Dorf hier, an der Roth, mit 525 Ew., u. Hauptort der Grafschaft Wartenberg-Roth; 6) Fluß in diesem Kreise, fällt unter Dellmensingen in die Donau;
Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 14. Altenburg 1862, S. 387-388. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20010775269
Karten
➥ Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Rot_an_der_Rot, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi
Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL
Fotos & Abbildungen
➥ Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
➥ Abbildungen auf Tumblr
➥ Infos und Fotos auf Pinterest
➥ Filme in der ARD-Retro-Mediathek (Filmbeiträge der 60er-Jahre)
Rot an der Rot auf Ansichtskarten um 1900
Ein Klick ins Bild zeigt die vergrößerte Darstellung und startet den Slideshow-Browser mit Titel und Jahr des Poststempels. Mit dem Pfeil in der rechten und linken Bildmitte können Sie vor- und zurückblättern. Die Karten wurden von mir digital „aufgehübscht“, farbkorrigiert und von Schmutz und Beschriftung befreit.
Viel Spaß bei der Zeitreise!
Die gezeigten Ansichtskarten sind retuschiert. Die Originalversionen wurden dabei digital verändert.
These are retouched pictures, which means that they have been digitally altered from their original version.
Kunst, Kultur und Brauchtum
➥ Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
➥ Abbildungen auf ‚Bildindex‘
➥ Bilder auf ‚Google-Art‘
➥ Suchfunktion nutzen für Rot_an_der_Rot auf leo-bw.de (Karten, Archivmaterialien und Luftaufnahmen vom Landesarchiv Baden-Württemberg)
➥ Alphabetisch sortiertes Verzeichnis auf www.kloester-bw.de Beschreibungen vom Landesarchiv Baden-Württemberg
Ausflüge und Sehenswertes
➥ Wikivoyage – Projekt der Wikimedia
➥ Wikitravel – der freie Reiseführer
Klosterkirche St. Verena
Das prunkvolle Gotteshaus beeindruckt im Inneren mit prächtigen Deckenfresken, kunstvollen Stuckarbeiten und einer berühmten Holzhey-Orgel. Die beiden charakteristischen Kirchtürme sind schon von Weitem im Rottal sichtbar.
Ökonomiegebäude und Torbauten
Zur weitläufigen Klosteranlage gehören historische Wirtschaftsgebäude und Torkomplexe, die das einstige autarke Leben der Mönche erahnen lassen. Ein Spaziergang durch die Tore führt Besucher direkt in die ruhige, von Natur umgebene Klosterlandschaft.
Aussichtspunkt und Kapelle auf dem Norbertusberg
Auf der Anhöhe nahe dem Kloster bietet sich ein malerischer Panoramablick über das gesamte Ensemble und das umliegende Tal. Die kleine Kapelle lädt als friedlicher Ort zum Innehalten ein.
Natur- und Wandergebiet entlang der Rot
Das Tal des Flusses Rot rund um die Gemeinde bietet idyllische Wander- und Radwege durch oberschwäbische Wiesen und Wälder. Der gut ausgeschilderte Prämonstratenser-Weg verbindet dabei Naturerlebnis mit regionaler Kulturgeschichte.
Ehemalige Prämonstratenser-Reichsabtei
Die imposante barocke Klosteranlage prägt das Ortsbild von Rot an der Rot maßgeblich und gilt als eine der ältesten Niederlassungen des Ordens in Süddeutschland.
Die Reichsabtei Rot an der Rot (früher Roth, Münchroth oder Mönchroth) in Rot an der Rot im heutigen Landkreis Biberach war eines der ersten Prämonstratenserklöster in Oberschwaben. Das geistliche Territorium grenzte im Westen an die Reichsabtei Ochsenhausen, im Norden an das Zisterzienserinnenstift Gutenzell, im Osten „über der Iller“ an die Reichskartause Buxheim und die freie Reichsstadt Memmingen und im Süden an das weltliche Territorium Waldburg-Zeil-Wurzach. Nach der Zerstörung von Teilen des Klosters im Dreißigjährigen Krieg und der Vernichtung der gesamten Klosteranlage am 6. Mai 1681 durch Brandstiftung wurde das größtenteils noch bestehende barocke Kloster in den Jahren 1681–1702 neu errichtet. (zit. nach Wikipedia). Heute befindet sich in den Gebäuden das „Jugendhaus St. Norbert“ (Bildungs- und Begegnungsstätte) der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Webcams
➥ Webcams in Rot_an_der_Rot und Umgebung
Nachbargemeinden
➥ angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)
Teilgemeinden und Ortschaften
➥ Ellwangen, ➥ Spindelwag und ➥ Haslach
Sagen, Mythen und Geschichten
Der Bobbele
Der Bobole ist der Geist des Abtes Peter, der einst im Kloster Rot an der Rot im Oberland geherrscht und dort übel gewirtschaftet hat. Er sei von Haus aus ein getaufter Jude gewesen. Er fuhr ehedem vierspännig in den Klosterhof ein und lärmte im Kloster herum, bis ihn ein Mönch in eine Gieskanne bannte und im Wald vergrub. Seitdem spukt er dort. Auf dem benachbarten Verenahof wirft er nachts Heu vom Barn auf die Scheuerntanne. Wenn dann der Knecht morgens in der Dunkelheit darüber stolpert, lacht der Bobole laut hinter seinem Rücken.
Quelle: Rudolf Kapff: Schwäbische Sagen, Jena, 1926 Permalink: https://archive.org/details/kapff-schwaebische-sagen/page/25
Der Boppôle in Roth
In Münchroth war einstens ein Prämonstratenser-Kloster. Mal schlich sich auch ein Jude im Kloster ein, gab sich für einen Christen aus, lebte anscheinend recht fromm und ließ sich nicht das Mindeste anmerken, dass er kein Christ sei. Alles geschah nur, um Abt zu werden und »gute Pfründe« zu haben. Richtig, dem Juden ging’s nach Wunsch. Der Abt war gestorben und der Jude wurde zum Abt gewählt. Auch er starb bald. Da fand man in einem seiner Kästen eine silberne Katze und eine silberne Maus. Die Katze sprang auf die Maus los; die Maus aber hatte einen Zettel im Maul, auf dem stand:
So wenig als die Katz die Maus erwischt,
So wenig wird und bleibt ein Jud‘ ein Christ.
Von seinem Tode an ging der Jude um im Ökonomiegebäude. Er tat Übles, wo er immer konnte. Oft, wenn die Knechte und Mägde über den Gang liefen, legte sich Boppôle den gestreckten Weg auf den Boden, dass man über ihn fiel. Des freute er sich herzlich und lachte hell auf und spottete. Man bannte jedoch den Boppôle mal in eine Gießkanne, die ein Mann in den Wald zwischen Roth und Haßlach tragen musste, durfte aber nicht umschauen. Konnte es nicht verheben, schaute herum und rückwärts und sah zu seinem Schrecken, dass der Geistliche nicht bei ihm war. Der Träger warf die Kanne mit dem Boppôle weg. Der Boppôle ist seitdem ein böser Geist im Wald. Anno 1848 hat er’s Einem übel gemacht: warf ihn im Wald, nahm ihn und drückte ihn in der Luft zusammen.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 50-51. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004561422
Diese Sagen sind Zeugnis dafür, wie Verleumdungen über Menschen jüdischen Glaubens kolportiert wurden und Stimmung gegen sie gemacht wurde.
³ Die historischen Texte habe ich zur besseren Lesbarkeit „sachte“ an die gültige Rechtschreibung angepasst, historisch überholte Begriffe jedoch belassen. Die historischen Postkarten wurden von mir retuschiert, Flecken und Schrift habe ich entfernt und die Karten in Farbe und Kontrast geändert, manche auch digital coloriert.


