Oberschwaben – historische Ortsansichten & regionale Sagen

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Laupheim – Sehenswertes, Geschichte, Sagen, Mythen und Gebräuche der Region. Das „etwas andere“ Portal mit Links, Landkarten, historischen Ansichtskarten, Fotos, Ausflugszielen.

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Grüße aus Laupheim, Karte von Eugen Felle, 1894

Grüße aus Laupheim, Karte von Eugen Felle, 1894


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Update: 18. August 2026

Allgemeines

➥ Internetauftritt der Stadt / Gemeinde
➥ Wikipediaeintrag
➥ Alemannische Wikipedia
➥ Wikisource: Historische Quellen und Schriften

Lexikoneinträge

Laupheim (Meyers Enzyklop. Lexikon, 1905)
Oberamtsstadt im württemberg. Donaukreis, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Bretten-Friedrichshafen und Laupheim-Schwendi, hat eine evangelische und 2 kath. Kirchen, Synagoge, Amtsgericht, Fabrikation von Holzwerkzeugen, Hobeleisen, Schrauben, Öl und Fettwaren, ein Elektrizitätswerk und (1900) 4859 meist kath. Einwohner. Laupheim ist Stadt seit 1869
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 12. Leipzig 1908, S. 246.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006981062

Laupheim (Pierer’s Universal-Lexikon, 1860)
1) Oberamt im württembergischen Donaukreis, gegen 6 QM.; Ackerbau, Pferde- u. Rindviehzucht; Obstbau, Holz- u. Hopfenhandel; 23.700 Ew.;
2) Pfarrdorf darin an der Rottum, Sitz des Oberamts u. des Oberamtsgerichts, 2 Schlösser, Spital, Wallfahrt; Zitherfabrikation; Weberei in Leinen u. Halbleinen, Baumwolle u. Halbwolle; Bandweberei, Bierbrauereien; 3710 Ew.; L. kam 1805 in den Besitz von Baiern u. 1806 unter die Landeshoheit von Württemberg.
Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 10. Altenburg 1860, S. 164
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20010319867

Karten

➥ Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Laupheim, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi

Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

Fotos & Abbildungen

Laupheim Schloss Grosslaupheim 1915 Laupheim Oberamt um 1910 Laupheim Schloss Grosslaupheim 1907 Laupheim 1911 Gruesse aus Laupheim, Felle 1894 Laupheim Kapellenstrasse 1905 Gruss aus Laupheim 1898 Laupheim Bahnhofstrasse 1906
[Zeige Vorschaubilder]
➥ Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
➥ Abbildungen auf Tumblr
➥ Bilder auf Pinterest
➥ Laupheim auf leo-bw.de (Karten, Archivmaterialien und Luftaufnahmen vom Landesarchiv Baden-Württemberg)
➥ Luftaufnahmen von Laupheim und historische Aufnahmen von 1890-2009

Kunst, Kultur und Brauchtum

➥ Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
➥ Laupheim auf ‚Bildindex‘
➥ Abbildungen auf ‚Google-Art‘
➥ Laupheim auf ‚Zeno-Org‘

Geschichte

Ortsbeschreibung von Merian: ➥ https://de.wikisource.org/wiki/Topographia_Sueviae:_Laupheim

Ausflüge und Sehenswertes

➥ Wikivoyage – Projekt der Wikimedia
➥ Wikitravel – der freie Reiseführer

Webcams

➥ Webcams in Laupheim und Umgebung

Nachbargemeinden

➥ angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Teilorte / Teilgemeinden

➥ Ortschaften und Wohnplätze von Laupheim (aus Wikipedia)

Sagen und Mythen

Der Schimmelreiter bei Biberach

Ein Schimmelreiter ritt einst auch in stürmischen Nächten auf der Straße zwischen Laupheim und Biberach, bis ihn ein Kapuziner in eine Gießkanne bannte und unter dem Bildstöckchen zur hl. Dreifaltigkeit beim ehemaligen Laupheimer Galgen vergrub.
Quelle: Rudolf Kapff: Schwäbische Sagen, Jena, 1926 Permalink: https://archive.org/details/kapff-schwaebische-sagen/page/26

Die St.Leonhardskette in Laupheim

In Laupheim herrschte einst unter den Pferden eine schwere Seuche. Schließlich hörte sie auf, als man zur Mutter Gottes, zu St.Georg und St.Leonhard betete. Zum Dank dafür ließ man aus den Hufeisen der gefallenen Pferde eine schwere, wohl fünfzig Meter lange Kette schmieden und sie um die Liebfrauenkapelle legen. Noch heute ist sie dort zu sehen; man heißt sie die St.Leonhardskette.

Andere sagen, ein Fuhrmann sei zur Strafe dafür, dass er geflucht habe, an dem Platz mit seinem Fuhrwerk stecken geblieben. Als er dann an der Liebfrauenkapelle wieder weitergekommen sei, habe er zum Dank dafür und zugleich als Sühne die Kette gestiftet.
Rudolf Kapff: Schwäbische Sagen, Jena 1926 (Deutscher Sagenschatz) Link: https://books.google.com/books?id=T7xZAAAAMAAJ, S.118

Geist ruft aus dem Fläschchen

Der Greutmâte (Greutmartin) ging mal Morgens in aller Früh in seinen Garten hinunter (bei Laupheim), um zu mähen. Da hörte er aus der nahen Hecke immer rufen: »Mâte, nimm mî mit, Mâte, nimm mî mit!« Greutmâte ging hin und fand ein gläsern Fläschchen, gut zugepfropft, das er mit heim nahm, lange Zeit im Hause aufbehielt in seinem Kasten. Nach einiger Zeit rief es wieder aus dem Fläschchen: »Mâte, laß mî ‚rauß, î zeig dir viel Geld!« Mal gab der Greutmâte nach und machte auf, der Geist mußte ihm vorher den Ort, wo Geld liege, sagen. Mit Zischen und Brausen gings zum Gütterlein heraus, der Decke oben zu und wie das Donneretter hinaus; eine Oeffnung blieb, die man heutzutage noch sieht. Mit dem Geld war’s nicht weit her. Der Greutmâte und einige andere Männer, die in die Mitwissenschaft gezogen worden, fanden nichts, als eine große Eisenkiste, hautleer.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 294-295, Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456734X

Sitten und Gebräuche

Dreschersitten

In Laupheim war es von jeher Sitte, dass man dem Nachbar nach dem »Ausdreschen« einen Schabernack zu spielen suchte. Waren beide Nachbarn fertig, so wartete der eine, bis der andere beim »Brot« war. Er schickte seinen Knecht hinüber und ließ einige Schmidfeuer-Schlacken hineinwerfen. Kommt der Täter, der Knecht, mit heiler Haut durch, so lacht man den Nachbar brav aus. Passt aber einer und fasst den Knecht auf der Tat ab oder erwischt ihn, so wird der Gefangene in Stroh eingebunden am ganzen Leibe, sein Gesicht schwarz gemacht und er auf einen Schlitten oder Karren gebunden. Das Ross muss auch das schlechteste sein, das man bekommt, ebenso das Geschirr, und so führt man den Angebundenen in Stadt oder Ort herum.

In Dietenheim sagt man beim Hineinwerfen des in Stroh gebundenen Steins oder der Schmideschlacken: »då heõ-n-î d’Saumogg.l.«

Bei Ehingen in Baiern heißt die Sitte »Mogelvertragen« oder »Drescherin vertragen«. In Oberschwaben »Saukesseln«. Im Schwarzwald »Mokelspiel«.  »Sauaufschlagen«.
Quelle: Birlinger, Anton: Sitten und Gebräuche. Freiburg im Breisgau 1862, S. 427. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004578147

Volksglaube, Wetter und Gestirne

Ein recht starkes Gewitter

… macht Niemand anders, als der Teufel. (Laupheim)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 278, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004567048

³ Die historischen Texte habe ich zur besseren Lesbarkeit „sachte“ an die gültige Rechtschreibung angepasst, historisch überholte Begriffe jedoch belassen. Zahlreiche historischen Postkarten habe ich retuschiert, Flecken entfernt und einige farblich angepasst

Literatur

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Die zitierten, historischen Texte des 19.Jahrhunderts habe ich aus freien Quellen und/oder Fraktur- und Kurrentschrift in heutige Normschrift transkribiert, dabei in Rechtschreibung, Satzbau und Grammatik angepasst und ergänzt,  die historischen Ansichtskarten sind retuschiert und farblich "aufgehübscht", teilweise coloriert.

Für die Webseite, Texte und Abbildungen gilt das Copyright: © CC BY-NC-ND (Namensnennung, Nicht kommerziell, Keine Bearbeitung) edition Wolfgang Autenrieth, Krauchenwies, https://oberschwabenschau.info, 2024


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Copyright der dargestellten historischen Ansichtskarten
Ein Werk wie ein Foto, eine Grafik oder ein Kunstwerk ist bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers urheberrechtlich geschützt. Auf einigen der eingestellten historischen Ansichten ist kein Urheber vermerkt. Ich habe nur solche Karten der Jahrhundertwende 1900 verwendet, bei denen nach menschlichem Ermessen der Urheber bereits vor mehr als 70 Jahren verstorben ist. Sollte bei eingestellten Abbildungen, für die ich trotz meiner Recherchen keine Rechteinhaber ausfindig machen konnte noch solche existieren, bitte ich diese nachträglich um Erlaubnis und um eine Mitteilung. Ich werde dann die Werke zeitnah entfernen oder auf Wunsch mit einem entsprechenden Copyrightvermerk versehen. Ich verfolge keine kommerziellen Interessen. Die eingeblendete Werbung dient lediglich der (teilweisen) Deckung der Unkosten. Es geht mir einzig darum, diese interessanten Zeitdokumente der Nachwelt zu zeigen und zu erhalten. Und das dürfte auch im Sinne der Urheber sein!

Die Retusche der Ansichtskarten war SEHR zeitaufwändig und setzt Fachwissen voraus. Dasselbe gilt für die Recherche,  Transkription und Überarbeitung der Texte und Bilder aus historischen Quellen und Frakturschrift. Die Umarbeitung ergibt für die hier eingestellten Ansichtskarten und Texte ein neues Copyright, da es sich nicht mehr um die ursprünglich gemeinfreien Werke handelt. Es steht Ihnen frei, nach den historischen Abbildungen zu forschen und diese zu verwenden. Dass jemand ohne mein Einverständnis aus meiner Arbeit Kapital schlägt, werde ich nicht akzeptieren.

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