Oberschwaben – historische Ortsansichten & regionale Sagen

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Kressbronn – Sehenswertes, Geschichte, Sagen, Mythen und Gebräuche der Region. Das „etwas andere“ Portal: Links, Landkarten, historische Ansichtskarten, Fotos, Ausflugsziele …

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Kressbronn am Bodensee 1921

Kressbronn am Bodensee 1921


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Update: 18. August 2026

Allgemeines

➥ Internetauftritt der Stadt / Gemeinde
➥ Wikipediaeintrag
➥ Alemannische Wikipedia
➥ Wikisource: Historische Quellen und Schriften

Karten

➥ Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Kressbronn, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi

[cbxgooglemap width=“100%“ height=“300″ zoom=“13″ scrollwheel=“1″ showinfo=“0″ infow_open=“1″ maptype=“roadmap“ lat=“47.596408,9.599278″]
Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

Teilorte / Teilgemeinden

Die Gemeinde Kressbronn ging 1934 aus der Vereinigung der Orte Hemigkofen (Hemighofen) und Nonnenbach sowie der umliegenden Teilorte und Weiler hervor. Die Gemeinde besteht heute aus dem Hauptort und den 19 Ortsteilen Arensweiler, Atlashofen, Berg, Betznau, Döllen, Gattnau, Gießenbrücke, Gohren, Gottmannsbühl, Hüttmannsberg, Kalkähren, Kochermühle, Kümmertsweiler, Nitzenweiler, Poppis, Retterschen, Riedensweiler, Schleinsee (gehörte bis 1829 zur Gemeinde Tannau)[2] und Tunau.  Dazu gehören auch die neun Weiler Gießen, Haltmaier- und Heiligenhof, Krummensteg, Linderhof, Mittelmühle, Obermühle, Reute und Schnaidt.

Nachbargemeinden

➥ Angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Historische Ansichtskarten

Ein Klick ins Bild zeigt die vergrößerte Darstellung  und startet den Slideshow-Browser.

Diese Ansichtskarten von der Jahrhundertwende 1900 wurden von mir digital von Schmutz, Beschriftung und Knicken befreit. Durch einen Klick in die Karte öffnet sich die vergrößerte Darstellung mit Titel und Jahr des Poststempels. Im Bild erscheint in der rechten und linken Bildmitte ein Pfeil, mit dem man vor- und zurückblättern kann.
Viel Spaß bei der Zeitreise! © Wolfgang Autenrieth

Kressbronn

Kressbronn_Landungssteg_und_Hotel_Schiff_um_1910_800
Kressbronn_Schulausflug_Klasse_2_Waltraud_Leopold_Ravensburg_um_1924_800
Kressbronn-Hotel-Schiff_um_1910_800
Kressbronn_Hotel_Schiff_mit_Ausflugsdampfer_um_1918_800
Kressbronn_Anlegestelle_mit_Gasthaus_Schiff_1901_800
Kressbronn_Hotel_Schiff_Mehrbildkarte_1911_800
Kressbronn_am_Bodense_1921_800
Gruss_aus_Kressbronn_um_1900_800
Gruss_aus_Gattnau_um_1910_800
Gruss_aus_Kressbronn_Kuenstlerkarte_M_Kalee_1904_800
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Hemigkofen

Kressbronn_Hemigkofen_Erholungsheim_Sonenhof_um_1920_800
Hemigkofen-Zeppelin-ueberquert-den-Ort_1914_800
Hemigkofen_Pension_Sonnenhof_1912_800
Hemigkofen_Bodensee_Ortsansicht_mit_See_und_Bergpanorama_um_1900_800
Hemigkofen_Kressbronn_mit_Saentis_1912_800
Hemighofen_mit_Luftschiff_und_Panorama_um_1915_800
Gruss_aus_Hemigkofen_Nonnenbach_1900_800
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Schleinsee

Gruss_aus_Schleinsee_Kressbronn_1901_800
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Fotos

Schleinsee

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Fotos vom Aussichtspunkt in Schleinsee zum Alpenpanorama

➥ Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
➥ Bilder auf Pinterest

Kunst, Kultur und Brauchtum

➥ Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
➥ ‚Bildindex‘
➥ Abbildungen auf ‚Google-Art‘
➥‚Zeno-Org‘

Geschichte

aus: Meyers Enzyklop. Lexikon, 1905. http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Kressbronn?hl=Kressbronn

Gemeinde Hemigkofen

bestehend aus 15 Parzellen mit 1458 Einwohnern.

Der Gemeindebezirk liegt an der südlichen Grenze des Oberamts und des Königreichs und grenzt dort an den Bodensee und das Königreich Bayern. Die von Friedrichshafen heraufziehende Ebene zieht sich hier zusammen und ist durch nicht unbeträchtliche Höhen begrenzt, deren Hänge mit Reben bepflanzt sind. Der Bezirk ist einer der fruchtbarsten des Landes, reich an Obst und Wein; er trägt ganz den Charakter südlicher Natur und bietet überdieß die herrlichsten Aussichten gegen den See, die Schweizer- und Tyroler-Alpen und Vorarlberg dar. Er wird von der Lindauer Straße und der Ach durchschnitten. Den Überschwemmungen der letztern ist durch vielfache Canäle begegnet. Der Bezirk ist auch einer der gesündesten. Das Verhältniß der Gestorbenen zur Bevölkerung ist im Durchschnitt wie 1:437/10 und das der Geborenen zur Bevölkerung wie 1:337/10. Der ganze Bezirk wurde in den Jahren 1792 und 1803 vereinödet, die Güter sind überall allodificirt. Der Zustand der Gemeindekörperschaft ist übrigens nicht der beste, s. S. 79. Die ganze Gemeinde gehört zu dem C. A. Tettnang und in die Pfarrei Gattnau. Schulen sind in Hemigkofen, Betznau und Gattnau. Die Zehnten haben der Staat und die Pfarrei Gattnau, in Betznau die Spitäler Lindau und Langenargen, die Klein-Zehnten in der Regel die Pfarrei Gattnau zu beziehen, welche in ältern Zeiten auch den herrschaftlichen Groß-Zehnten bezog. Die meisten Gefälle hat der Staat, der Spital Lindau und der Spital Wangen zu beziehen. Der Bezirk gehörte früher zur Herrschaft Tettnang und kam mit dieser 1810 von Bayern an Würtemberg.

1) Hemigkofen, Dorf mit Marktgerechtigkeit und 583 kath. Einw., an der Lindauer Straße liegend, 21/2 St. südlich von Tettnang und eben so weit von Lindau, und wird von dem Fallenbach bewässert. Es hängt mit Nonnenbach fast ganz zusammen. Die Lage ist ausnehmend schön; die ganze Umgebung gleicht einem Garten. Wein und Obst sind die Haupterzeugnisse, es werden insbesondere viele Kirschen erzeugt und H. ist einer der bedeutendsten Kirschgeist-Orte. Es befindet sich daselbst eine Kapelle zum heil. Eulogius und eine Schule. 1708 stifteten Graf Anton von Montfort und seine Gemahlin, eine geb. Gräfin von Thun, eine ewige Pfründe. 1748 wurde die Kapelle auf Kosten der Stiftung und durch Beiträge neu erbaut. Der in Gattnau wohnende Kaplan liest wöchentlich 3 Messen und jährlich 38 Stiftungsmessen darin. Die Unterhaltung der Kapelle liegt der Stiftungspflege und bei ihrer Unzulänglichkeit der Ortsgemeinde ob. Der Ort hat 3 Schildwirthschaften, 1 Bierbrauerei, 1 Hammerschmiede, 2 Mahlmühlen und 1 Sägemühle, und sonst mehrere Gewerbe, namentlich 10 Leinen- und 1 Baumwollenweber, auch wird die Musselinstickerei etwas betrieben. Ferner hat der Ort 2 Vieh- und Krämermärkte, wozu er das Recht 1836 erhalten hat. H. erscheint urkundlich schon im Jahr 813 unter dem Namen Hebinchova, sowie 866 unter dem Namen Heminis hoba, Neugart, Cod. Dipl. No. 178 u. 438.

2) Arensweiler, W. mit 24 k. Einw., bestehend aus 2 Höfen.

3) Atlashofen, W. mit 16 k. Einw., aus 2 Höfen bestehend.

4) Berg, W. mit 68 k. Einw. und 1 Schildwirthschaft. Daselbst war ein Hof-Lehen der Landcommende Altshausen. Unweit Berg war ein Schloß, Lehenspurg genannt.

5) Betznau, ein kath. W. mit 274 Einw., an der Lindauer Landstraße, 2 St. südlich von Tettnang, in gleicher schöner Lage, wie Hemigkofen. Der Ort hat eine Schule und Kapelle und zwei Schildwirthschaften. Die Kapelle zum h. Sebastian steht außerhalb des Orts, sie wurde i. J. 1600 von einem Grafen v. Montfort erbaut und hat ein kleines Stiftungsvermögen.

6) Gattnau, k. Pfarrweiler mit 208 Einw., 21/2 St. von Tettnang, in einem kleinen Weinberg-Thälchen. Die Pfarrkirche zum h. Gall wurde 1788 auf Kosten der Großzehntherren neu erbaut, sie hat Fresko-Gemälde von Brugger. G. hat 1 Schule mit Schulhaus und 1 Schildwirthschaft. Zu der Pfarrei gehören sämmtliche Parzellen der Gemeinde und 3 Parzellen der Gemeinde Nonnenbach. Neben dem Pfarrer ist auch ein Kaplan in G. angestellt, ein zweiter Kaplan in der Pfarrei befindet sich zu Schleinsee. Das Patronat hatte von jeher der Landesherr. Die Pfarrei G. ist sehr alt und hatte einen großen Umfang, denn auch ein beträchtlicher Theil von der (Bayerischen) Gemeinde Nonnenhorn gehörte dazu, der aber schon 1616 zu Wasserburg kam. Einem alten Manuscript de origine Parochiae in Gattnau zufolge baute Marzell, ein Freund Willimars von Arbon, welcher den h. Gall bei sich aufnahm, im 7ten Jahrhundert eine Kapelle und Zelle zu G. und wurde der Verkündiger des Christenthums für die umliegenden Orte. Die Kaplanei wurde 1714 von Graf Anton v. Montfort und seiner Gemahlin, geb. Gräfin v. Thun, gestiftet. Die Benennung Gattnau wird von Gottes-Au hergeleitet. – Die 3 Höfe Döllen liegen ganz nahe an G., und können füglich dazu gerechnet werden.

7) Gottmannsbühl, zwei entfernt von einander gelegene Einödhöfe, die noch zu Hemigkofen gerechnet werden, weil die Besitzer vor der Erbauung dort wohnten.

8) Hüttmannsberg, W. mit 33 k. Einw. Die Höfe waren meist früher Lehen der Landcommende Altshausen und kamen mit andern am Bodensee gelegenen Gütern 1811 durch Tausch von der K. Hofkammer an die K. Finanzkammer.

9) Kümmertsweiler, W. mit 108 k. Einw. und 1 Schildwirthschaft. Das Reichsstift Isny hatte hier vormals 5 Lehen.

10) Mittelmühle, eine Mahlmühle, die mit dem dazu gehörigen Gut auf Gattnauer Markung liegt und von dem Fallenbach getrieben wird, sie ist Erblehen der Reichsstadt Wangen.

11) Nitzenweiler, W. mit 55 k. Einw. Ein Eberhardus de Nitzenwiler unterzeichnet als Zeuge die Stiftungsurkunde des Klosters Langnau. Das Kloster Isny besaß daselbst einen Zehnten, welchen er mit andern im Jahr 1468 an das Kloster Langnau verkaufte.

12) Obermühle, eine eigenthümliche Mahlmühle, ebenfalls auf Gattnauer Markung, am Fallenbach.

13) Poppis, W. mit 51 k. Einw. Eine dritte Mühle am Fallenbach, die Untermühle genannt, gehört zu Nonnenbach.

14) Riedensweiler, W. mit 17 k. Einw. Das Kloster Langnau hatte hier ein Erblehen, s. Summerau und Degersee.

15) Schleinsee, W. mit 21 k. Einw., an einem See gleichen Namens, mit einem Kaplan und einer Kapelle zur h. Maria, erbaut und gestiftet 1737 von dem Pfarrer und Dekan Melchior Sauter zu Wasserburg, gebürtig aus Schleinsee. Die Baulast ruht auf dem Stiftungsfond. Sauter stiftete auch 1746 ein Capital für Studirende, und in Ermangelung solcher, für Handwerks-Lehrlinge aus seiner Verwandtschaft mit 1600 fl. Im Jahr 1813 wurde die Stiftung zwischen der Bayerischen und Würtembergischen Linie in gleichen Theilen vertheilt; der diesseitige Antheil beträgt dermalen 1016 fl., und wird von dem jeweiligen Kaplan verwaltet. Das Patronat der Kaplanei steht dem Landesherrn, mit Rücksicht auf ein etwa taugliches Subjekt aus der Verwandtschaft des Stifters, zu. Der Ort gehörte bis 1829 zur Gemeinde Tannau.
Quelle: Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Tettnang, Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta, 1838, Kapitel: Beschreibung des Oberamts Tettnang/Kapitel B 8, Permalink: https://de.wikisource.org/wiki/Beschreibung_des_Oberamts_Tettnang/Kapitel_B_8

Ausflüge und Sehenswertes

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Webcams

➥ Webcams in Kressbronn und Umgebung

 

Sagen und Mythen

Sagen und Mythen Oberschwabens

Die weiße Frau bei Gießen

In der Nähe des Schlosses Gießen, das in dem gleichnamigen Weiler, nicht weit von Tettnang liegt, zeigte sich sonst oftmals den Knechten, wenn sie auf dem Felde ackerten, eine wunderschöne, weiße Frau, brachte ihnen Brot und allerlei Gutes zu essen  und reichte ihnen außerdem dazu silberne Messer und Gabeln. Sie war sehr freundlich und die Knechte unterhielten sich gern mit ihr. Einst jedoch stahl ihr der eine Knecht ein silbernes Messer; seitdem ist sie nicht wieder gekommen. (Mündlich aus Tettnang.)
Quelle: Ernst Heinrich Meier: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, Stuttgart, Metzler, 1852, S.25 Link: https://books.google.de/books?id=i1sKAAAAIAAJ

Weiße Frau

Den Ackerknechten soll bei Gießen eine weißgekleidete Frau Essen gebracht haben. Als man ihr einen silbernen Löffel stehlet, erscheint sie nicht wieder.
Quelle: pangloss.de/cms/index.php?page=schwabische-sagen

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Die zitierten, historischen Texte des 19.Jahrhunderts habe ich aus freien Quellen und/oder Fraktur- und Kurrentschrift in heutige Normschrift transkribiert, dabei in Rechtschreibung, Satzbau und Grammatik angepasst und ergänzt,  die historischen Ansichtskarten sind retuschiert und farblich "aufgehübscht", teilweise coloriert.

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Die Retusche der Ansichtskarten war SEHR zeitaufwändig und setzt Fachwissen voraus. Dasselbe gilt für die Recherche,  Transkription und Überarbeitung der Texte und Bilder aus historischen Quellen und Frakturschrift. Die Umarbeitung ergibt für die hier eingestellten Ansichtskarten und Texte ein neues Copyright, da es sich nicht mehr um die ursprünglich gemeinfreien Werke handelt. Es steht Ihnen frei, nach den historischen Abbildungen zu forschen und diese zu verwenden. Dass jemand ohne mein Einverständnis aus meiner Arbeit Kapital schlägt, werde ich nicht akzeptieren.

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