Oberschwaben – historische Ortsansichten & regionale Sagen

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Markdorf – Sehenswertes, Geschichte, Sagen, Mythen und Gebräuche der Region. Das „etwas andere“ Portal: Links, Landkarten, historische Ansichtskarten, Fotos, Ausflugsziele …

Inhalt

Gliederung

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Update: 18. August 2026

Allgemeines

➥ Internetauftritt der Stadt / Gemeinde
➥ Wikipediaeintrag
➥ Alemannische Wikipedia
➥ Wikisource: Historische Quellen und Schriften

Lexikoneinträge

Markdorf (Meyers Großes Konversations-Lexikon 1908)
Stadt im badischen Kreis Konstanz, Amt Überlingen, an der Staatsbahnlinie Radolfzell-Friedrichshafen, 455 m ü. M. Hat eine neue evangelische und 2 katholische Kirchen, ein ehemaliges Frauenkloster mit schöner Kirche (jetzt Spital), Schloß, Heilanstalt, Bezirksforstei, Aussichtswarte auf dem nahen, 756 m hohen Göhrenberg mit großartiger Fernsicht über den Bodensee und nach den Alpen, Weinbau, besuchte Viehmärkte und (1900) 2438 meist katholische Einwohner. Markdorf kam 1414 an das Hochstift Konstanz.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 318. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20007053916

Markdorf (Pierer’s Universal-Lexikon 1860)
Stadt im Amte Meersburg des badischen Seekreises, am Bodensee; Schloß, 3 Kirchen, Collegiatstift; 1600 Einwohner; Weinbau. Hier am 10. u. 11. Juli 1842 große Feuersbrunst.
Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 10. Altenburg 1860, S. 898. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20010402799

Einwohner (2021): 14.284 (Quelle:Wikipedia)

Karten

➥ Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Markdorf, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi

Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

Fotos & Abbildungen

Gruss_aus_Markdorf_1911
[Zeige Vorschaubilder]

➥ Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
➥ Abbildungen auf Tumblr
➥ Bilder auf Pinterest

Kunst, Kultur und Brauchtum

➥ Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
➥ Markdorf auf ‚Bildindex‘
➥ Abbildungen auf ‚Google-Art‘
➥ Markdorf auf ‚Zeno-Org‘

Geschichte von und in Markdorf

aus: Meyers Enzyklop. Lexikon, 1905. http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Markdorf?hl=Markdorf

Ausflüge und Sehenswertes

➥ Wikivoyage – Projekt der Wikimedia
➥ Wikitravel – der freie Reiseführer

Natur & Parks in Markdorf

Von Markdorf aus kann man direkt hinter der Kirche auf einer schmalen Straße zum Gehrenbergturm hoch fahren.
Der Gehrenbergturm liegt 704 Meter ü.NHN., der Bodensee auf 395 m, Markdorf auf 453 m ü. NHN. Somit sind auf 3,6 Kilometer Straßendistanz ziemlich genau 250 Höhenmeter zu überwinden. Fahrradfahrer finden diese Strecke auf „quäl-dich.de“ 😉 Der Turm selbst wurde 1903 erbaut und ist 30 Meter hoch.

Blick auf den Gehrenberg bei Markdorf
Blick von Heiligenberg auf den Gehrenberg und das Säntismassiv © Wolfgang Autenrieth

Gehrenbergturm bei Markdorf

Gehrenbergturm © Wolfgang Autenrieth


Blick vom Gehrenberg bei Markdorf auf den Säntis

Blick vom Gehrenbergturm über den See © Wolfgang Autenrieth

Webcams zu Markdorf

➥ Webcams in Markdorf und Umgebung

Nachbargemeinden

➥ angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Teilorte / Teilgemeinden

➥ Ortschaften und Wohnplätze von Markdorf (aus Wikipedia)

Sagen und Mythen

Sagen und Mythen Oberschwabens

Das weiße Fräulein

Bei Markdorf am Bodensee stand auf einem Hügel in alten Zeiten ein Schloss, von dem noch Spuren zu sehen sind. Da zeigte sich noch vor einigen Jahren ein weißes Fräulein und lief auf dem Walle hin und her und streute, wie wenn der Landmann die Frucht aussät, glänzendes Silbergeld auf den Boden, eine Handvoll nach der andern. Wenn man dann Tags darauf nachsuchte, so hat man wohl hie und da noch ein Geldstück gefunden.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 75-76. In Wolfs Zeitschrift I. S. 440 von E. Meier mitgeteilt Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004561864

Der feurige Fischer

Früher sah man auf dem Bodensee zur Nachtzeit oftmals einen feurigen Mann, den man nur den »feurigen Fischer« nannte. Derselbe lief auf der ganzen Fläche des See’s umher und neckte die Fischer, welche bei Nacht fuhren, und setzte das oft so lange fort, bis sie ihm ein Band oder ein gewobenes Seil zuwarfen und ihm zuriefen: »Fischer, hier hast du ein Bändel!« Dann kam er sogleich an’s Schiff und nahm das Bändel oder Seil und zündete es an und soll manchmal gesagt haben: »so lang dies Bändel brennt, so lang darf ich ruhen von meinen höllischen Qualen.«

Man hat ihn an allen Orten, die am Bodensee liegen, schon gesehen. Da geschah es dann wohl, dass die Spinnerinnen, die den feurigen Fischer auf dem See erblickten, ihm zuweilen einen lang und dick gesponnenen Faden zum Fenster hinaus hielten und ihm zuriefen. Augenblicklich stand er hinter dem Fenster und nahm den Faden, und wenn derselbe recht lang war, so schlug er ein helles Freudengelächter auf und begab sich wieder auf den See und zündete den Faden an. (Eriskirch und Markdorf)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 134-135. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004563433

Geremännle

Bewohner des Geremännleslochs am Fuß des Gerenbergs, der einen von einer Kröte bewachten Schatz besitzt oder diesen Schatz selbst bewacht und demjenigen schenkt, der es erlöst. (Tettnang)
Quelle: https://www.pangloss.de/cms/index.php?page=schwabische-sagen

Das Geremännle

An der Westgrenze des Oberamts Tettnang liegt der Gerenberg. Am Fuße dieses Berges, in der Nähe von Hefigkofen, befindet sich das Geremännlesloch, darin das Geremännle wohnt. In diesem Loche soll auch ein Schatz verborgen sein; eine große Krott sitzt auf einer Truhe und hütet ihn; wer aber die Krott fortjagen kann, der hebt den Schatz. Andre sagen, das Geremännle selbst sitze auf einer Kiste und harre auf Erlösung; die werde erfolgen, sobald ihm jemand die Kiste unter dem Leibe fortziehen könne. So viel ist gewiss, dass schon einmal jemand das Geremännle erlösen wollte; allein so wie er an der Kiste zog, ward sie immer schwerer und das Geremännle so groß und furchtbar, dass der Mann, obwohl er sonst beherzt war, Angst bekam und davon lief. Indes sagt man noch, dass ein Müller aus der Nachbarschaft einstmals gebeichtet, dann in das Geremännlesloch gegangen und nachher plötzlich sehr reich geworden sei. Wahrscheinlich ist diesem die Erlösung gelungen. (Mündlich aus Tettnang)
Quelle: Ernst Heinrich Meier: Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben, Stuttgart 1852, Band 1, Nr. 95, Link: https://books.google.de/books?id=i1sKAAAAIAAJ

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