Oberschwaben – historische Ortsansichten & regionale Sagen

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Zwiefalten in Oberschwaben – Sehenswertes, Geschichte, Sagen und Mythen, im „etwas anderen“ Portal zu Oberschwaben. Hier gibt es nützliche Links, Insidertipps, (alte und neue) Karten, Fotos …

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    • Von unterirdischen Gängen
    • Wassergeist bei Zwiefalten
    • Zauberer blindet
    • Zu Baach…
  • Volksglaube, Wetter und Gestirne
    • An den Lostagen wird in zwölf Zwiebelkächelchen Salz gestreut;
    • Das »Leere« im Ei,
    • Der Regenbogen heißt »Himmelring«
    • Die Zeit von Mariä Kräuterweihung bis Mariä Geburt
    • Gegen Feuersgefahr schützt der Blitzstein oder Wetterstein
    • Hat man gerade Geld im Sack…
    • Im neunten Lebensjahr..
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    • Verkauft man ein Kalb…
    • Wenn die Magd Nachts zwölf Uhr das Feuer aufmacht,
    • Wenn eine Kuh gekalbt hat
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    • Wenn man das Saugkalb abgewöhnt und »anbindet«…
    • Will ein Hexenmeister das Pferd eines Fuhrmanns »krumm« machen,

Zwiefalten 1890
Zwiefalten, Ort und Kloster, Fotografie von Paul Sinner 1890, via Commons Wikimedia


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Update: 18. August 2026

Allgemeines

➥ Internetauftritt der Stadt Zwiefalten
➥ Wikipedia:Zwiefalten
➥ Wikipedia-Kategorie:Zwiefalten
➥ Alemannische Wikipedia:Zwiefalten
➥ Wikisource: Historische Quellen zu Zwiefalten

Karten

Links oben in der Karte können Sie mit + und – den Maßstab der Darstellung ändern. Durch Festhalten des Mauszeigers lässt sich der Ausschnitt verschieben.

Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL.
➥ Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar.

Fotos & Abbildungen

Die hier gezeigten Bilder wurden von mir erstellt, falls nicht anders vermerkt oder aus anderen Quellen eingebunden.
© Wolfgang Autenrieth

Münster Zwiefalten: Die Steinigung des Hl.Stephanus, © Wolfgang Autenrieth

Das Münster Unserer Lieben Frau in Zwiefalten ist ein beeindruckendes Beispiel spätbarocker Baukunst. Es wurde zwischen 1739 und 1765 als einschiffige Wandpfeilerkirche mit seitlichen Kapellen und Emporen neu errichtet. Besonders auffällig sind die paarweise angeordneten Säulen aus rosa- und graumeliertem Stuckmarmor sowie die großartigen Deckenfresken, die sich dem Thema der Marienwallfahrt widmen.
Ein bedeutendes Kunstwerk im Münster ist die Darstellung der Steinigung des hl. Stephanus, die sich am Hauptaltar auf der Nordseite des Querhauses befindet. Die Szene zeigt den ersten christlichen Märtyrer in seinem letzten Moment, umgeben von seinen Peinigern. Die dramatische Komposition und die kunstvolle Ausführung machen dieses Bild zu einem eindrucksvollen Zeugnis barocker Bildsprache.
Quelle Text: KI-generiert durch Microsoft Copilot (Bing-Chat)

➥ Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
➥ Zwiefalten auf Tumblr
➥ Zwiefalten auf Pinterest

Kunst, Kultur und Brauchtum

➥ Zwiefalten auf ‚Bildindex‘
➥ Zwiefalten auf ‚Google-Art‘
➥ Zwiefalten auf ‚Zeno-Org‘

Geschichte

Zwiefalten 1826.jpg

Zwiefalten 1826

➥ Wikipedia – Zwiefalten#Geschichte
➥ Matthäus Merian, Topographia_Sueviae: _Zwifalten (Wikisource)

➥ Geschichte Zwiefaltens – auf der Website des Psychiatriemuseums

Ausflüge und Sehenswertes

➥ Wikivoyage: Zwiefalten (Projekt der Wikimedia)
➥ Wikitravel: Zwiefalten
➥ Tripadvisor: Zwiefalten


➥ Beschreibung vom Kloster Zwiefalten
➥ Kloster Zwiefalten (Wikipedia)
➥ Würtzembergisches Psychiatriemuseum

Natur & Parks

Naturschutzgebiet Tannenhalde

Nachbargemeinden

➥ angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Teilorte / Teilgemeinden

➥ Ortschaften und Wohnplätze von Zwiefalten (aus Wikipedia)

Sagen, Mythen und Geschichten

Der große Ochse in der Kesselquelle

Hinter dem Kloster Zwiefalten kommt ein zweiter Quellfluss der „zwiesfältigen Ach“ aus dem Kesseltobel, der sich vom Kloster gegen Abend in der Richtung auf Upflamör hinzieht. Der Kessel ist ein großer Quelltopf, der dem Blautopf an Umfang wenig nachgibt. Er soll bis auf den Grund der Hölle hinuntergehen.

Dort weidete einmal ein riesiger Ochse, von dem niemand wusste, woher er gekommen. Ein fahrender Schüler, der zufällig des Wegs daher wanderte, wollte den Ochsen an den Hörnern fassen. Alsbald konnte er diese nicht mehr los lassen, und der Ochse rannte mit ihm dem Kessel zu und verschwand darin. Seitdem hat man von beiden kein Dinglein mehr gesehen.
Rudolf Kapff: Schwäbische Sagen, Jena 1926 (Deutscher Sagenschatz) Link: https://books.google.com/books?id=T7xZAAAAMAAJ, S.82

Die Zwiefalter Kirche

Als man die Zwiefalter Kirche, »’s Meẽşter«, bauen wollte, hatten sich die Klosterherren vorgenommen, die Kirche auf den Berg zu bauen. Allein bei Nacht trugen die Engel alles Bauholz wieder in das Thal hinab. Dreimal thaten sie dergleichen, bis die Herren das Münster im Thal aufbauten.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 402, Permalink:  http://www.zeno.org/nid/20004569393

Drei Krauthäfen als Schatz

Einst wuschen Weiber an der Aach. Da schwammen drei volle Krauthäfen den Bach herab. Eben ging der alte Gerber über die Brücke und rief dem Weib, das einen Hafen herausnehmen wollte, zu, was es mache? Im nämlichen Augenblick versanken aber alle drei Häfen, man sah noch das Gold in ihnen blinken – aber dann waren sie spurlos verschwunden. (Von Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 95. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456216X

Glucker zu Gold geworden

Es trug ein Schusterstöchterlein von Zwiefalten etliche Paar »Bossen« nach Attenhöfen zum Christesbaur. Da fand es am Attenhöfer Fußweg mitten im sprichwörtlichen Morast ein überaus zierlich gearbeitetes Kästchen, voll von schönen farbigen »Gluckern«. Es war aber für das Mädchen ungeschickt, das Kästchen gleich mitzunehmen, steckte drum nur ein paar Glucker zu sich und gedachte das Uebrige auf dem Heimweg mitzunehmen. Als es aber im Herweg begriffen war, sah es von den schönen Sachen nichts mehr und griff rasch in die Tasche, um nach den anfänglich mitgenommenen Gluckern zu sehen. Diese waren aber nun zu lauter Gold geworden.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 97-98. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004562216

Verwünschungen

Eine Bäurin war sehr geizig und mochte den Armen nichts geben. Kam eine arme Person, legte sie das, was sie als Almosen hätte hergeben sollen, in eine Truhe zum Aufbewahren. Da fluchte ihr einmal ein armer Mann, daß Alles, was sie in ihrer Truhe zusammengeknausert hatte, zu lauter Würmern werden sollte. Als sie nun die Truhe wieder öffnete, sah der Bauer mit Entsetzen, daß der Fluch des Mannes wahr geworden, und stieß die Bäurin in die Truhe hinein und schloß ab. Als man später nachsah, war Alles drin verschwunden und eine weiße Taube flog zum Fenster hinaus, gen Himmel. Es war die Seele der Bäurin, welche durch den gräßlichen Tod von ihren Sünden erlöst worden war. (Attenhöfen, Ortsteil von Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 246, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004566327

Von unterirdischen Gängen

Von unterirdischen Gängen sagt man auch sonst da und dort im Schwäbischen; so gehe einer vom Pfarrhaus in Winterstettenstadt im Oberland bis zur Kirche in Unteressendorf, von der Märzenburg zum Hirschzeller Schloss in Bayrisch-Schwaben, von der Propstei Nellingen auf den Fildern einer zum Kloster Weil bei Esslingen im Neckartal, von der Belsener Kapelle zur ehemaligen Burg Andeck auf dem Farrenberg und von der Wurmlinger Kapelle unter dem Neckartal und Neckarbett durch bis zur Weilerburg bei Rottenburg auf der anderen Neckarseite auf eine Strecke von sechs Kilometern, oder einer von den Zisterzienserinnen in Gnadental in den Waldenburger Bergen nach dem zwei Stunden entfernten Paulinereremitenkloster Goldbach, oder gar — auf 25 Kilometer Entfernung — vom Nonnenkloster Offenhausen zu den Benediktinern nach Zwiefalten.
Rudolf Kapff: Schwäbische sagen, Jena 1926 (Deutscher Sagenschatz) Link: https://books.google.com/books?id=T7xZAAAAMAAJ, s.144

Wassergeist bei Zwiefalten

Am »Kessel«, einer riesigen Quelle bei Zwiefalten, weidete einst eine Viehherde. Ein Student ging an ihr vorüber und fasste einen schönen Stier beim Schwanz. Aber der Stier lief, was er vermochte, mit dem Studenten dem Kessel zu. Der Studio konnte seine Hand nicht mehr loslassen und ward von dem Stier in’s Wasser geschleppt. Beide versanken alsbald spurlos im Kessel. Die Quelle soll bis in die Hölle hinabreichen, so tief soll sie sein. Man glaubt, jener Stier, der Niemand gehörte, sei der Teufel gewesen.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 130. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456331X

Zauberer blindet

Ein Komödiant, der zu Baach spielte, verblendete die Leute so, dass sie der Meinung waren, er schiebe auf dem Seil einen Karren auf das Dach des Wirtshauses, auch, als ob er einen Balken auf der Nase umhertrage. Da kam ein Mädchen vom Grasen heim, trug das Bündel auf dem Kopf und sah dem Komödianten zu. Nun wanderte es sich sehr, warum die Leute so viel »Luse« (Wesens) aus der Sache machten; derselbe schiebe ja nur einen »Gockeler« (Hahn) vor sich hin auf dem Seile, und trage einen Strohhalm auf der Nase. Der Komödiant, welcher bald merkte, dass das Mädchen einen siebenblätterigen Klee in ihrem Grasbund habe, wandte nun eine stärkere Verblendung auf dasselbe an, so daß es glaubte, es müsse beim Heimgehen durch ein Wasser waten. Das Mägdlein hob deshalb seine Röcklein über Gebühr in die Höhe zum allgemeinen Gelächter der gaffenden Menge. So rächte sich der Komödiant (Mündlich von Baach).
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 335-336, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004568567

Zu Baach…

… hatte ein Bauer einen Bindnagel (zum Garbenbinden) anererbt, der die gute Eigenschaft hatte, dass sich in den Garben, die mit ihm gebunden worden, keine Mäuse aufhalten konnten. Noch jammert der Enkel des Glücklichen um den verlorenen Bindnagel mit der Tugend von wegen der Mäuse.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 120. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004562836

Volksglaube, Wetter und Gestirne

An den Lostagen wird in zwölf Zwiebelkächelchen Salz gestreut;

… jedes Kächelchen bedeutet einen Monat; wo das Salzwasser auszieht, zeigt es einen nassen Monat an. (Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 469. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004570812

Das »Leere« im Ei,

… eine kleine Luftschichte an der stumpfen Spitze des Eies, nennt man Muttergottesgrüble, weil die Mutter Gottes drinn sitze. – Andere sagen, weil davon die Mutter Gottes getrunken habe. (Baach.) – In Erbstetten nennt man jenen Raum »Himmel«, weil das Jesuskindlein drinn sitze.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 381, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004569113

Der Regenbogen heißt »Himmelring«

… Auf ihm steigen die Engel, wie auf einer Brücke, vom Himmel auf die Erde herab. Da, wo er die Erde berührt, lassen die Engel ein goldenes Schüssele fallen, das von der Größe eines ausgehöhlten Halblotgewichtleins ist. Ein Mann in Zwiefalten bewahrt deren ihrer drei auf, die ich selbst gesehen habe.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 196-197,Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004565053

Die Zeit von Mariä Kräuterweihung bis Mariä Geburt

… heißt man: »’s Dreißgnist«. Da haben die Hexen ihre Gewalt. Die Eier, welche in dieser Zeit gelegt werden, tut man bei Seite, weil man glaubt, dass sie den Winter über am besten halten. (Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 326, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004568230

Gegen Feuersgefahr schützt der Blitzstein oder Wetterstein

Jeder Streich des Blitzes, welcher einen Gegenstand trifft, führt einen kristallhellen, dreiseitigen Stein mit sich, der das Blitzloch verursacht und sehr hart ist. Er fährt neun Klafter tief in die Erde und kommt in eben so viel Jahren wieder an die Oberfläche. Am neunten Jahrestag liegt er offen am Tag, und wer ihn findet, soll ihn aufbewahren. Ein altes Weib von Ertingen hatte einen solchen an ihrem Nuster. Der Blitzstein fährt sieben Klafter tief in die Erde, nach sieben Jahren scharrt ihn ein »Gockeler« heraus, wer ihn findet, kann ihn gegen alle Schäden gebrauchen. (Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 194, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004564863

Hat man gerade Geld im Sack…

… wenn man im Frühjahr den Guckigau zum ersten Mal schreien hört, wird man das ganze Jahr Geld im Sack haben. (Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 124. Permalink:http://www.zeno.org/nid/20004563123

Im neunten Lebensjahr..

… legt der »Gockeler« ein krummes Ei in die Miste, aus welchem eine Schlange hervorkriecht. (Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 122-123. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004562992

Pfeifen die Mädchen

… so muss die Mutter Gottes weinen. (Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 381, Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456913X

Schlangen

Die Schlangen haben ihren eigenen König, der ist so groß wie ein »Wiesbaum« und trägt eine goldene Krone auf dem Kopf; wer sie herab schlägt und zu Händen nimmt, bekommt damit einen großen Schatz. Allein wenn der König sich in Gefahr sieht, pfeift er, und alle Schlangen der ganzen Umgegend eilen ihm zu Hilfe. Wenn die Schlangen baden, speien sie ihr Gift inzwischen auf einen Stein. Kehrt Jemand den Stein um, während die Schlange badet und findet dieselbe nachher ihr Gift nicht wieder, um es wieder zu sich zu nehmen, stößt sie so lange mit dem Kopf an den Stein, bis sie tot ist, denn ohne Gift darf sich die Schlange vor dem König nicht sehen lassen. (Mündlich von Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 102. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004562305

Verkauft man ein Kalb…

… soll man demselben mit einem Wisch Heu über den Rücken hinabfahren, diesen Wisch der Kuh zu fressen geben, so bekommt sie keine Langweil nach dem Kalb. (von Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 121. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004562909

Wenn die Magd Nachts zwölf Uhr das Feuer aufmacht,

…um Brot zu backen, so soll sie, ehe sie den Strohwisch anzündet, Weihwasser auf ihn spritzen, damit das Feuer nicht wild wird und zum Backofen herausschlägt. (Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 198-199,Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004565142

Wenn eine Kuh gekalbt hat

… muss die Stallmagd in der Nachgeburt der Kuh, d’Richte genannt, den »Nutzen« suchen. Dieser ist ein kleines, zungenförmig gestaltetes rotes Häutchen, welches hernach die Magd der Kälberkuh zu fressen geben muss. Geschieht dies regelrecht, so kann keine Hexe den Kuhnutzen nehmen (Milch und Fett), und für diesen Dienst muss die Bäurin der Magd ein Trinkgeld geben. (Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 323, Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456796X

Wenn Jemand krank ist,

… so pflegen die Besuchenden in Baach manchmal zu scherzen: He Alterlẽ! håşt de Mäkeler no it gsëe? Beim Tode soll eine ganze Masse Teufel erscheinen. (Baach)
Quelle:Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 277, Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456698X

Wenn man das Ei von einer schwarzen Henne …

… unter dem Arm ausbrütet, kommt eine Schlange heraus. Das Ei muss aber am grünen Donnerstag gelegt sein, und wer diese Schlange aufbewahrt, kann hexen. (Baach)
Lonicerus, Kräuterbuch, Ulm 1679 S. 629: »Der Basilisk ist der König unter den Schlangen; wenn er einen Menschen ansieht, tötet er ihn. Hat einen gekrönten Kopf, zwo Spannen lang, und fast spitzige rote Augen, sein Farb zeucht sich auf die schwarze und gelbe. Er soll etwann von einem Hahn geboren werden, dann der Hahn in seinem letzten Alter legt ein Ei, daraus der Basilisk entspringt. Von den Wieseln wird er überwunden und getötet.« (Von ihm schreibt ein Mehreres Ambrosius Pareus, Chirurgia lib. XX. cap. 19. Galenus. Antius. Erasistratus.)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 123. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456300X

Wenn man das Saugkalb abgewöhnt und »anbindet«…

… zieht man ihm einen Wisch Heu durch’s Maul und gibt denselben der Kuh zu fressen, damit sie nicht aus Langweil nach dem Kalbe schreit. Das muss aber im zunehmenden Mond geschehen, wenn das Kalb gedeihen (gronen) soll. (von Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 121-122. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004562917

Will ein Hexenmeister das Pferd eines Fuhrmanns »krumm« machen,

… so schlägt er einen Nagel in das Wagenleis. Auf welcher Seite der Gaul geht, muss dies aber geschehen. (von Baach)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 325, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004568133


1 Informationen zusammengestellt bzw. zitiert aus Wikipedia (Quelle siehe „Allgemeines“)

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