Oberschwaben – historische Ortsansichten & regionale Sagen

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Ehingen in Oberschwaben – Informationen, Linktipps, historische Abbildungen, Sagen, Mythen und Gebräuche

Inhalt

Gliederung

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      • Römermuseum in der Schule
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    • Nachbargemeinden
  • Geschichte
  • Sagen, Mythen und Geschichten
    • Das durchschossene Kruzifix
    • Das Ehinger Mirakelbild
    • Das Krokenthal
    • Das Malefizkreuz auf dem Käppelisberg
    • Der Schatz im Schlosse Niedernau
    • Schatz im alten Schloß in Erbstetten
    • Toter schaut zum Dachladen heraus
  • Volksglaube, Wetter und Gestirne
    • Hört man die Wachtel zum ersten Mal…
    • In der Neujahrsnacht kann ein Mädchen ihren Zukünftigen
    • Um jemand langsam zu töten,
    • Wenn es regnet während die Sonne scheint,
Ehingen Vorstadt 1913

Ehingen Vorstadt 1913


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Update: 18. August 2026

Allgemeines

➥ Wikipedia
➥ Internetauftritt der Stadt
➥ Alemannische Wikipedia
➥ Wikisource: Historische Quellen

Lexikoneinträge

Ehingen an der Donau (Meyers 1906)

Oberamtsstadt im württemberg. Donaukreis, am Südfuß der Alb, an der Schmieche, unweit der Donau und an der Staatsbahnlinie Ulm-Immendingen, mit evangelischer und 3 kath. Kirchen, Gymnasium mit kath. Konvikt, Realschule, Amtsgericht und Forstamt, betreibt Zement-, Seifen-, Holzziegel-, Uhren- und Kunststeinfabrikation, Baumwollspinnerei, Bierbrauerei, Wachszieherei, Bleicherei, Hopfenbau und hat (1900) 4734 meist kath. Einwohner. Ehingen kommt schon 961 vor, war seit 1228 Stadt und fiel 1805 von Österreich an Württemberg.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906, S. 409.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006531342

Karten

➥ Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Ehingen, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi
[cbxgooglemap width=“100%“ height=“300″ zoom=“13″ scrollwheel=“1″ showinfo=“0″ infow_open=“1″ maptype=“roadmap“ lat=“48.2848″ lng=“9.6810″]
Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

Fotos & Abbildungen

➥ Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
➥ Tumblr
➥ Pinterest

Kunst, Kultur und Brauchtum

➥ Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
➥ ‚Bildindex‘
➥ ‚Google-Art‘
➥ ‚Zeno-Org‘
➥ Wikivoyage: (Projekt der Wikimedia)
➥ Tipps von Tripadvisor

Museen in Ehingen

Franziskanerkloster

Das Franziskanerkloster Ehingen wurde zwischen 1650 und 1653 erbaut und zählt zu den bedeutenden frühbarocken Bauwerken der Region, mit der kunstvoll umgestalteten Liebfrauenkirche als geistlichem Zentrum. Heute dient das ehemalige Kloster als städtisches Kulturzentrum, beherbergt Kunstausstellungen und verbindet historische Architektur mit kultureller Vielfalt.

Spitalstraße 30
89584 Ehingen (Donau)
Tel. +49 7391 503503
https://www.ehingen.de

Museum Ehingen

Das Museum Ehingen am Viehmarkt befindet sich im historischen Heilig-Geist-Spital und bietet einen vielfältigen Einblick in die Stadtgeschichte mit Exponaten aus Archäologie, Kunst, Handwerk und Geologie. Besonders sehenswert sind die gotischen Wandmalereien in der ehemaligen Spitalkapelle sowie die geologische Abteilung mit farbenprächtigen Darstellungen des Jurameeres und regionalen Gesteinen.

Am Viehmarkt 1
89584 Ehingen (Donau)
Tel. +49 7391 50353
museum@ehingen.de
https://museum.ehingen.de

Römermuseum in der Schule

Das Römermuseum in der Schule im Ehinger Stadtteil Rißtissen zeigt archäologische Funde aus dem ehemaligen römischen Kastell und der Römersiedlung Riusiava, darunter Münzen, Öllampen, Waffen und Tonformen einer Falschmünzerwerkstatt. In der Grundschule untergebracht, bietet das Museum einen kompakten, aber eindrucksvollen Einblick in das römische Leben und ist während der Unterrichtszeit sowie nach Vereinbarung zugänglich.

Römerweg 38
89584 Ehingen-Rißtissen
Tel. +49 7392 4740
museum@ehingen.de
https://www.ehingen.de

Städtische Galerie Ehingen

Die Städtische Galerie Ehingen befindet sich im barocken Speth’schen Hof von 1624 und präsentiert moderne Kunst aus dem deutschen Südwesten und die Sammlung Doris Nöth in wechselnden Ausstellungen mit rund 700 Werken. Das Zusammenspiel von historischer Architektur und zeitgenössischer Kunst macht die Galerie zu einem kulturellen Kleinod im Alb-Donau-Kreis.

Tränkberg 9
89584 Ehingen (Donau)
Tel. +49 7391 7714375
galerie@ehingen.de
https://www.galerie-ehingen.de

Nachbargemeinden

➥ Angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Geschichte

Meyers Enzyklop. Lexikon, 1905. http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Ehingen?hl=Ehingen

 

Sagen, Mythen und Geschichten

Das durchschossene Kruzifix

Geht man von Ehingen die Donaubrücke hinüber nach Berg, so steht am Ausgang derselben links ein Kruzifix, das noch heute eine Schusswunde zeigt, die nicht renoviert werden kann. Davon geht die Sage, es sei zu Kriegszeiten mal ein Franzose über die Brücke geritten und habe unter Spotten und Höhnen seinen »Pistol« gegen das Bild abgedrückt, und im nämlichen Augenblicke sei sein Pferd über die Brücke hinabgesprungen und nicht mehr mit seinem Reiter gesehen worden.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 426-427. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004569725

Das Ehinger Mirakelbild

Ehingen, sage ich, verehret ein von undenklichen Jahren her mit vielen Gnaden und Guttaten berühmtes Mutter-Gottes-Bild, welches aus dem im Württembergischen zunächst Blaubeuren gelegenen Blauental durch 2 Ochsen nicht ohne Wunder anhero gebracht worden; maß solches nicht nur aus einer unbekannten, einem Stein gleichenden Materie sieben Schuh hoch, folglich über 20 Zentner schwer, sondern auf dem nunmehr befindlichen von darum sogen. Ochsenberg dermaßen unbeweglich geworden ist, dass selbes durch keine menschliche Gewalt könnte von dannen gebracht werden. Auf welchem sodann, weil man daraus abgenommen, die große Himmelskönigin müsse ihr diesen Ort für ihren Gnadensitz erwählet haben.
Marianisches Ehrenkränzlein. Von dem Ursprung, Gnaden usw. des wundertätigen Gnadenbilds U. L. Frauen zu Ehingen a. D. Constanz 1762.
Anton Birlinger: Das Ehinger Mirakelbild aus: Rechtsrheinische Sagen, in: Alemannia, Band XI, S. 38, 1886, Quelle: https://de.wikisource.org/wiki/Das_Ehinger_Mirakelbild

Das Krokenthal

Bei Ehingen ist das sogenannte Krokenthal, von der Schmiech gebildet; ein Teil der Stadt heißt sogar das »Krokenthal«. Da soll einst ein abscheuliches Gewürm gehaust haben: die Leute sagen, es sei ein Krokodil gewesen, woher der Name kommt. Dieses Tier habe in dem Sumpf gehaust, den die Schmiech bei Ehingen einst bildete, wovon jetzt noch ein grundloser Gumpen da ist. Das Krokodil sei allemal die Schmiech heraufgeschwommen, habe Vieh und Menschen gefressen, bis man es endlich erlegte. Wer dieses getan, konnte ich nicht erfahren.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 107, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004562372

Das Malefizkreuz auf dem Käppelisberg

Hinter Schönau auf dem Käppelisberg steht am Wege ein steinern Kreuz, genannt »Malefizkreuz«. Vor vielen Jahren arbeitete eine leichtsinnige Magd im Heu; da kam auf einmal eine Windsbraut von der Jaxt her, erfaßte der Magd Röcke, führte sie durch die Lüfte und ließ sie etwa 800 Schritte weiter tot herab fallen. Auf dem Platze errichtete man das Kreuz, das unten zwei Scheiben hat, die zwei weiblichen Brüste vorstellend.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 168-169, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004564081

Der Schatz im Schlosse Niedernau

Auf der alten Burg »Ehingen« bei Niedernau soll ein Schatz begraben sein. Ein Bauer von Dettingen ging von der Niedernauer Mühle heim durch die Siebenthäle hinauf. Als er unten an den Ruinen vorbei ging, kam ein Herr und eine Frau zu ihm. Die redeten ihn an, er solle mit ihnen gehen, sie wollten ihm viel Geld geben und werden selber erlöst sein. Der Bauer erschrak darüber und ging nicht auf den Antrag ein. Er hatte acht Tage Bedenkzeit ausgebeten, ging heim, bereitete sich zum Tode vor und ging hinauf auf das alte Schloss. Er sah drunten eine große Truhe voll Geldes, darauf lag ein Pudel und den sollte er herunter hauen. Wie er dieses tun wollte, fuhr der wie wütend auf ihn los; der Mann erschrak dermaßen, dass er heim ging, sich legte und starb.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 91-92. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004562070

Schatz im alten Schloß in Erbstetten

Zu Erbstetten ist ein altes Schloss, da sizt nachts zwölf Uhr ein Pudel mit einem feurigen Rachen auf der Geldkiste. Wer den Mut hat, an ihm vorüber zu gehen und ein Stänglein auf der Achsel zu tragen, dem hängt der Pudel den Schlüssel an das Stänglein. Man darf sich aber nicht umsehen. Der Kuhhirt von Erbstetten hat die Schlossfräulein schon am hellen Tag singen hören.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 93. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004562119

Toter schaut zum Dachladen heraus

Zu Ehingen hatte sich ein Mann erschossen; als man die Leiche aus dem Haus schaffte, sah der Mann oben beim Dachladen heraus. Dies wird da und dort von solchen erzählt, welche man des Teufels glaubt.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 301, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004567463

Volksglaube, Wetter und Gestirne

Hört man die Wachtel zum ersten Mal…

…soll man horchen, wie oft sie schlägt; denn so oft als sie schlägt, so viel Gulden kostet in diesem Jahr das Malter Korn. (Erbstetten)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 125. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004563166

In der Neujahrsnacht kann ein Mädchen ihren Zukünftigen

… auf diese Weise erkennen: sie kehre Nachts um 12 Uhr nackt und rücklings die Stube aus, dann erscheint im Spiegel oder Fenster das Bild des Bräutigams. (Ehingen)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 469. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004570839

Um jemand langsam zu töten,

… schneidet man die Fußstapfen des betreffenden Menschen, namentlich auf einer betauten Wiese, aus, hängt sie in den Rauch und in dem Maß, als der Rasen dorrt, siecht der Unglückliche dahin. (Ehingen)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 198, Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456510X

Wenn es regnet während die Sonne scheint,

… fällt das »Millthau«, so ein Gift ist, vom Himmel. Wo es hinfällt, dorren die Gewächse ab. Wem es aber auf die Nase oder ins Gesicht fällt, bekommt »Roßmucken« (Sommersprossen). Man sagt daher, wenn es regnet und die Sonne scheint: »Bhüet dî Gott våer em Milldau, dass de nit g’schëeket wëeşt!« (Erbstett)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 196, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004564995

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Die zitierten, historischen Texte des 19.Jahrhunderts habe ich aus freien Quellen und/oder Fraktur- und Kurrentschrift in heutige Normschrift transkribiert, dabei in Rechtschreibung, Satzbau und Grammatik angepasst und ergänzt,  die historischen Ansichtskarten sind retuschiert und farblich "aufgehübscht", teilweise coloriert.

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Die Retusche der Ansichtskarten war SEHR zeitaufwändig und setzt Fachwissen voraus. Dasselbe gilt für die Recherche,  Transkription und Überarbeitung der Texte und Bilder aus historischen Quellen und Frakturschrift. Die Umarbeitung ergibt für die hier eingestellten Ansichtskarten und Texte ein neues Copyright, da es sich nicht mehr um die ursprünglich gemeinfreien Werke handelt. Es steht Ihnen frei, nach den historischen Abbildungen zu forschen und diese zu verwenden. Dass jemand ohne mein Einverständnis aus meiner Arbeit Kapital schlägt, werde ich nicht akzeptieren.

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