Schelklingen – Sehenswertes, Geschichte, Sagen, Mythen… Das „etwas andere“ Portal mit Links, Landkarten, historischen Ansichtskarten …

Kloster Urspring Schelklingen, fotografiert von Arthur von der Trappen (1870-1945), aus der Serie „Unser Land“ B65, 1925
Inhalt
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Update: 18. August 2026
Allgemeines
➥ Internetauftritt der Stadt / Gemeinde
➥ Wikipediaeintrag
➥ Alemannische Wikipedia
➥ Wikisource: Historische Quellen und Schriften
Historische Lexikoneinträge
Schelklingen, Stadt im württemberg. Donaukreis, Oberamt Blaubeuren, an der Aach, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Ulm-Tuttlingen und Reutlingen-S., 538 m ü. M., hat 2 kath. Kirchen, eine Schlossruine (Muschenwang), eine Erziehungsanstalt für katholische Knaben, Baumwollweberei, Zementfabrikation und (1905) 1633 Einw. Dazu gehört das säkularisierte Benediktinerkloster Urspring (jetzt mechanische Baumwollweberei)
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 17. Leipzig 1909, S. 729. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20007416512
Schelklingen, württemb. Stadt 4 St. von Ulm. mit 1100 E., Töpferei. Baumwolle- u. Zündhölzchenfabrikation, Ruinen der Burg Hohen-Schelklingen, einst Sitz der mächtigen Grafen von Berg oder Schelklingen. Die Herrschaft kam 1343 an Österreich, 1681 als Pfandschaft. 1732 als Mannszinslehen unter österr. Landeshoheit an die Grafen Schenk-Castell, 1806 an Württemberg.
Quelle: Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1857, Band 5, S. 69. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20003505928
Schelklingen, Stadt an der Aach, im Oberamte Blaubeuern des württembergischen Donaukreises; Trümmer des Schlosses Muschenberg (Ober-S.); Töpferei, Spinnerei, Strohflechterei; 1100 Ew.; gehört geteilt mit dem Staat den Grafen Schenk v. Castell-Dischingen.
Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 125. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20010837531
Karten
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Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL.
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Fotos & Abbildungen
➥ Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
➥ Abbildungen auf Tumblr
➥ Infos und Fotos auf Pinterest
➥ Filme in der ARD-Retro-Mediathek (Filmbeiträge der 60er-Jahre)
Schelklingen auf Fotos & Ansichtskarten um 1900
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Viel Spaß bei der Zeitreise!

Kloster Urspring Schelklingen mit Karl-Eugen-Stolz, Foto von Arthur von der Trappen (1870-1945), entstanden spätestens 1923
Kunst, Kultur, Ausflugsziele und Sehenswertes
➥ Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
➥ Abbildungen auf ‚Bildindex‘
➥ Bilder auf ‚Google-Art‘
➥ Schelklingen auf ‚Zeno-Org‘
➥ Suchfunktion nutzen für Schelklingen auf leo-bw.de
(Karten, Archivmaterialien und Luftaufnahmen vom Landesarchiv Baden-Württemberg)
➥ Alphabetisch sortiertes Verzeichnis auf www.kloester-bw.de
➥ Wikivoyage – Projekt der Wikimedia
➥ Wikitravel – der freie Reiseführer
Kloster Urspring / Urspringschule
Das im Jahr 1127 gegründete ehemalige Benediktinerinnenkloster Urspring liegt idyllisch an der Quelle des Flüsschens Ach nahe Schelklingen auf der Schwäbischen Alb. Nach einer wechselvollen Geschichte und der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts beherbergt die historische Anlage seit 1930 die Urspringschule, ein staatlich anerkanntes Gymnasium mit Internat. Sehenswert ist die gut erhaltene Klosteranlage und der Urspringtopf.
Karstquelle Urspringtopf
Der Urspringtopf (auch Urspringquelle) ist eine Karstquelle direkt auf dem Gelände des Klosters Urspring in Schelklingen. Er bildet den Ursprung des etwa 2,2 Kilometer langen Flüsschens Ach, das bei Schelklingen in die Schelklinger Aach mündet. Ähnlich wie der nahegelegene, berühmtere Blautopf in Blaubeuren schimmert das kristallklare Wasser je nach Lichteinfall in leuchtenden Blau- und Grüntönen. Die verlässliche Wasserkraft und die gute Wasserqualität waren 1127 einer der Hauptgründe für die Gründung des Klosters an genau dieser Stelle. Später trieb das Quellwasser auch eine klostereigene Mühle an.
Teilgemeinden und Ortschaften
➥ Ortschaften und Wohnplätze von Schelklingen (aus Wikipedia)
Nachbargemeinden
➥ Angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)
Geschichte
Schelklingen
Bey Blawbeuren nahendt / darbey ein Schloß gar hoch gelegen. Es ist nicht weit davon / vnd ein MeilWegs vnter Ehingen / das FrawenKloster Vrspringen / welches drey Ritter vnd Herren von Schelcklingen gestifftet / die auch desselben Advocaten gewesen / nach deren Abgang ist dieses Stättlein Schelcklingen / sampt dem Kloster / an das Hauß Oesterreich kommen. Vnd gehören der Zeit diese drey Herrschafften Ehingen / Schelklingen / vnd Berg / in die Inßbruckische Regierung. Zun Zeiten Felicis Fabri, deß Vlmischen Mönchs / vnd Historici, hatte diesen Ort Burckard von Stadion Pfandstweiß innen. Wann man auß dem Stättlein das Thal / nach dem Wasser Acha / hinab gehet / so ist ein hoher runder Felsen / wie eine Säul / da zu vnterst ein schröckliche Höl / so zu eusserst ein Liecht durch ein Kluntzen hat. G. Bruschius de Monaster. Germ. Crusius in Annal. Suev. d. Felix Fab. in hist. Suevorum.
An. 1646. ist Schelklingen von den Hohendwielern geplündert worden. Als aber die Bäyrisch-Bissingerische Partheyen nachgesetzt / wurden sie mehrertheils / niedergemacht / die Beuten abgenommen / vnd die dabey sich befindende / vnnd geraubte Kirchen-Güter / den Geistlichen restituirt.
Ortsbeschreibung aus Merian Topographia Suevia: ➥ https://de.wikisource.org/wiki/Topographia_Sueviae:_Schelklingen
Sagen, Mythen und Geschichten
Das Burrenweible.
In Schmiechen bei Schelklingen ist ein Berg, in dem haust das »Burrenweible«, und zwar in dem großen Felsen drinnen. Ehmals kam Burrenweible von seinem Steine herunter in ein Haus, das vor Schmiechen draußen steht, und verrichtete da alle Hausgeschäfte, besorgte gerne die Wäsche. Abends richtete man alles hin, Morgens war alles fein und klar gewaschen, dass es eine Freude war. Burrenweible kam hinten zum Haus herein durch ein eigenes Türlein, das jetzt noch gezeigt wird. Von seinem Steine ging’s herab, nicht der Straße nach, sondern von der Straß ab, feldeinwärts; und dies sein Weglein war so kerzengerade, wie mit dem Lineal gemessen, dem Haustürlein zu. Wenn die Saaten stehen, sieht man das Weglein am besten, weil alles dort kürzer wächst. Das Burrenweible kam gewöhnlich hautnackt. Des erbarmte die Leute, weil es so gar arg fror, und legten ein Hemdlein hin. Weible ließ Hemdlein liegen und kam von da an nie und nimmer mehr.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 61-62. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004561635
