Oberschwaben – historische Ortsansichten & regionale Sagen

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Das Literaturverzeichnisse zum Allgäu

Inhalt

Gliederung

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  • Inhalt
  • Vorbemerkung
  • Kommentierte Literaturverzeichnisse – Band 1-15
  • Literaturverzeichnis – Band 12
    • Vorwort des Herausgebers
    • Das Verzeichnis

Vorbemerkung

Dr. Otto Merkt hat Anfang des 20.Jahrhunderts eine Literaturliste mit einem interessanten „Hauptordnungspunkt“ kreiert:
Verzeichnet ist, was von Autoren verfasst wurden, die im Allgäu gebürtig sind. Dadurch ist eine kunterbunte Mischung aus Wanderführern, Doktorarbeiten, geschichtlichen Abhandlungen und technischen Beschreibungen entstanden. Die Liste verwende ich, um Hinweise zu meinem Forschungsgebiet zu entdecken: Dem Verbleib der Altarretabel aus den Isnyer Kirchen nach dem Bildersturm der Reformation 1534 sowie der Räumung von Klöstern und Kirchen nach der Säkularisierung 1805. Zudem suche ich nach Informationen zu Sagen und Brauchtum in Oberschwaben, um diese in die Webseite zu übernehmen.

Die Liste habe ich aus Fraktur transkribiert und in Rechtschreibung sowie Hervorhebungen angepasst.
Quelle: https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-12.pdf

Kommentierte Literaturverzeichnisse – Band 1-15

Insgesamt sind in diesen 25 Bänden – erstellt von Dr. Otto Merkt –  9932 Titel gelistet und mit Kommentaren versehen.

https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/09/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-1.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/09/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-2.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/09/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-3.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/09/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-4.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/09/Band-1-bis-4.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/09/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-6.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/09/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-7.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-8.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/09/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-9.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/09/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-11.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-12.pdf

https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/09/Verzeichnis-der-Gemeinden-und-Ortsnamen-des-Allgaeus.pdf

https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-14.pdf

https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-15.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-16.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-17.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-18.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-19.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-20.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-21.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-22.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-23.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-24.pdf
https://www.forschergruppe-oberschwaben.de/wp-content/uploads/2022/10/Neuere-Allgaeuer-Literatur-Band-25.pdf

Vorteil dieser Liste: Sie lässt sich am Computer einfach mit <strg>-<f > nach Schlagworten durchsuchen. Mancher Text könnte in Wikisource, zeno.org oder auf archive.org als Digitalisat abrufbar sein.

Literaturverzeichnis – Band 12


„Neuere Allgäuer Literatur“

XII. Folge, Nr. 2524–3059

gesammelt im Auftrag des Historischen Vereins Allgäu

von Dr. Otto Merkt

gedruckt in Kempten im Jahr 1929


Vorwort des Herausgebers

Voraussuchung gegenwärtiger Sammlertätigkeit ist Klarheit hinsichtlich der Grenzen des Allgäus. In der Einleitung zur VI. Folge Seite 108 ff. ist der Begriff „Allgäu“ nach den geographischen Grenzen, sodann nach Maßgabe der geschichtlichen Entwicklung, endlich hinsichtlich der heutigen politischen Gemeindezugehörigkeit umrissen worden.

In der Einleitung zur VII. Folge Seite 204 ff. wurde ein Verzeichnis der Gemeinden des Allgäus gegeben. Die beiden Zusammenstellungen haben eine kleine Änderung erfahren durch die Einleitung zur IX. Folge Seite 333, indem die zum Oberamt Leutkirch gehörige Gemeinde Mooshausen als Allgäuer Gemeinde nachgewiesen wurde. Heute müssen wir zwei weitere Berichtigungen bringen, hoffentlich die letzten. Aber so geht es wohl bei jeder Sache. Je mehr man sich in sie vertieft, desto klarer gestalten sich auch Einzelheiten.

Die eine betrifft die Gemeinde.Praßberg** des Oberamtes Wangen. Praßberg, der ehemalige Herrschaftssitz, ist heute unbewohnte Schloßruine mit Kapelle.
Der größte Ort der Gemeinde ist.Leupolz**. Diese Gemeinde Leupolz ist Seite 118 als nicht zum Allgäu gehörig genannt, weil der Ort Leupolz jenseits der damals gezogenen Grenze liegt. Richtigerweise wird sie jedoch zum Allgäu gezählt.

Baumann behandelt die Herrschaft Praßberg als Allgäuer Herrschaft, und in der Karte, die dem III. Bande seiner „Geschichte des Allgäus“ beigegeben ist, wird das ganze Gebiet um Praßberg und Leupolz zum Allgäu gerechnet. Auch unsere eigene Zusammenstellung der Allgäuer Gebiete nach ihrem historischen Werdegang erwähnt Seite 111 die Herrschaft Praßberg-Leupolz der Grafen von Waldburg-Wolfegg als zum Allgäu gehörig. Demgemäß zählt das Oberamt Leutkirch 12 Allgäuer Gemeinden und das Oberamt Wangen 17 Allgäuer Gemeinden.

Die andere Berichtigung bezieht sich auf die zum Bezirksamte Schongau gehörige Gemeinde Altenstadt, die wir Seite 117 als jenseits der damals gezogenen Grenze des Allgäus gelegen bezeichnet haben. Dagegen wendet sich temperamentvoll der Kemptener Stadtarchivar und Schriftführer des Historischen Vereins Allgäu, Pfarrer Hacker, in einem Heimgarten-Artikel (1928, Nr. 17), betitelt „Die Eroberung von Altenstadt für das Allgäu“. Er weist darauf hin, dass Altenstadt nichts anderes sei als.Alt-Schongau** und dass Schongau doch unzweifelhaft zum Allgäu zähle. Das ist richtig. Ebenso richtig ist, dass Baumann im I. Bande seiner „Geschichte des Allgäus“ Altenstadt zum Allgäu rechnet.

Wenn wir selbst nach den Seite 115 oben geschilderten Grundsätzen zu einem anderen Ergebnisse gekommen sind, so war das in Ordnung, weil der Gemeinderiss außerhalb der geraden Linie lag. Doch keine Regel ohne Ausnahme. Der Zusammenhang mit Schongau bedeutet einen Fall, der sonst nicht mehr vorkommen kann. Dazu Baumann, dessen Autorität über uns allen steht. Wir kapitulieren. Wenn aber Altenstadt zum Allgäu zu rechnen ist, dann natürlich die ganze Gemeinde; vgl. Seite 115.
— In Bayern haben wir damit 182, in Württemberg 29, in Österreich 9 Gemeinden. Im ganzen besteht das Allgäu somit aus 220 Gemeinden.

Dazu kommt selbstverständlich Klarheit über den Begriff „Allgäuer“. Früher war man in dieser Beziehung manchmal nachsichtig und ließ als Allgäuer auch denjenigen gelten, der sich selbst als solchen betrachtete, sei es, weil er bei uns aufgewachsen oder lange Jahre tätig war. Doch wo ist hier die Grenze? Sie lässt sich schlechterdings nicht ziehen, man kommt ins Uferlose, wenn man die Meinung eines jeden einzelnen als maßgebend gelten lässt.

Das hat im Laufe der Jahre dazu gezwungen, streng und unnachsichtlich als Allgäuer den zu betrachten, der im Allgäu geboren ist, gleichviel, ob nach acht Tagen ausgewandert. Damit bekommt man eine klare Regel, mag sie auch manchem nicht gefallen. Sie deckt sich vielleicht mit medizinischen Anschauungen über Erbmasse und nachträglich erworbene Eigenschaften. Freilich nur in der Regel, in 99 Prozent der Fälle. Wenn Vater und Mutter keine Allgäuer sind, der Mann nur zufällig im Allgäu geboren wurde, stimmt es wieder nicht, ebensowenig wie in dem wohl ebenso seltenen Falle, dass die Eltern Allgäuer sind, die Mutter aber zum Zwecke der Entbindung das Allgäu verließ.

Doch wer könnte alles stimmend machen, alle Menschen zufriedenstellen? Der Herausgeber weiß, dass man das nicht kann. Demgemäß sind, um einige in der Literatur häufig vorkommende Namen zu nennen, keine Allgäuer z. B. Peter Dörfler, Dr. Hermann Hefele, Dr. Alfred Holl in München, Schriftsteller G. Jakob in Brochenzell, Professor der Theologie Alois Knöpfler selig, Dr. phil. Laubmann in München, Hauptlehrerin M. Leeb in Memmingen, Kunstmaler Adolf Martin in Isny, der Dichter und Schriftsteller Artur Maximilian Miller in Immenstadt, Dr. Max Ofner, nun in Günzburg, Frau Erika Rheinsch-Spann in Wien, Kunstmaler Nett in Kempten, Ministerialrat Dr. Rudolf von Schelhorn in München, Dr. Schiele in Leutkirch, Lehrer Karl Steinle, Pfarrer a. D. Dr. Franz Xaver Thalhofer, Dr. Franz Uhl in Kaufbeuren und der bekannte gelehrte und politische Schriftsteller Johannes Unold in Starnberg.

Druckfehler-Berichtigung:** Seite 311 Nr. 1316 heißt es: Seiler Josef. Der Pfarrer in Dösingen heißt richtig: Sieber. Demgemäß ist auch im Personenregister Seite 559 „Seiler“ zu streichen und Seite 560 bei „Sieber“ die Nummer 1316 beizuschreiben.


Das Verzeichnis

2524. Abhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft zu Danzig. 1. Danzig 1923:.Sedimentationsrhythmus im Molassettrog des bayerischen Allgäu. Von E. Kraus.

2525. Albrecht, Dr. Hans, Privatdozent für Gynäkologie und Geburtshilfe, München:.Die umschriebene Herabsetzung** des Gleichstromwiderstandes der menschlichen Haut bei gynäkologischen Neurosen. Ein objektiv nachweisbares Symptom der Projektion nervöser Organstörungen in die Hautperipherie. Mit 8 Tafeln und 1 Textfigur. Leipzig, Verlag von F. C. Vogel. 1921. Großoktav, 36 Seiten. Broschiert.
Geboren am 24. Juni 1878 in Sonthofen, nun außerordentlicher Universitätsprofessor in München, Bruder des in Frankfurt verstorbenen Professors der Medizin Dr. Eugen Albrecht. Der Vater war einst Bezirkstierarzt in Sonthofen und stammte aus dem oberen Allgäu, gestorben als Geheimer Hofrat in München.

2526. Allgäu, Das bayerische, Prospekt, umfassend 6 Seiten mit folgenden Bildern: Oberstdorf — Bad Wörishofen — Füssen. Naturbäder im Faulenbacher Tal.
— Immenstadt — Hindelang — Bad Oberdorf — Sonthofen — Einödsbach bei Oberstdorf — Schloß Neuschwanstein bei Füssen. Etwa 1927.

2527. Allgäu, Das bayerische. Deutschland. Bayerische Alpen. Prospekt, umfassend 20 Doppelseiten, mit Bildern und Beschreibungen von: Einödsbach bei Oberstdorf — Oberstdorf — Tiefenbach — Fischen — Schöllang — Sonthofen — Altstädten — Hindelang — Bad-Oberdorf — Hinterstein — Das Kleine Walsertal mit Riezlern und Hirschegg — Mittelberg — Burgberg — Bihlerdorf — Seifriedsberg — Gunzesried — Rettenberg am Grünten — Vorderburg — Immenstadt — Blaichach — Bühl am Alpsee — Thal-kirchdorf — Oberstaufen — Missen — Lindenberg — Heimenkirch — Weiler — Scheidegg — Zih — Simmerberg — Kempten — Grönenbach — Wertach — Mittelberg an der Gerhalde — Nesselwang — Buching bei Füssen — Füssen, städtische Naturbäder im Faulenbacher Tal — Weißensee bei Füssen — Pfronten — Seeg bei Füssen — Roßhaupten — Bießenhofen — Markt Oberdorf — Lechbruck — Nesselwängle — Oltoberunge — Kaufbeuren — Aitrang, Freimoorbad Elbsee — Obergünzburg. Mit 2 Eisenbahn-Orientierungsrkarten und 1 Pensions- und Zimmerpreis-Übersicht. Schmaloktav. Geheftet. 1927. Titelbild von Henel.

2528. Allgäu, Das bayerische, Werbeschrift, herausgegeben vom Verband Allgäuer Verkehrsvereine e. V. Sitz Immenstadt. Oktav breit, 32 Seiten mit 3 Karten und vielen Bildern.
Die neue, gegenüber ihren Vorgängerinnen beträchtlich vermehrte Werbeschrift berichtet von jedem Orte, der im Allgäu Fremdenverkehr hat. Auch die täglichen Zimmer- und Pensionspreise eines jeden Ortes sind zusammengestellt.

2529. Allgäus, Die Bäder des bayerischen — Prospekt, umfassend 12 Seiten, mit Bildern von Bad Wörishofen, Prinz Luitpold-Bad in Bad Oberdorf, Heilbad Bad Siebers, Bad Rain bei Oberstaufen, Sonthofen, Badeanstalt, Pfronten, Hohenschwangau, Füssen, Oberstdorf (Freibergsee, Badeanstalt), Immenstadt (Badeanstalt im kleinen Alpsee). Faltblatt. Schmaloktav. 1927. Titelbild von Henel.

2530. Allgäu-Kempten, Sektion des D. u. Ö. Alpenvereins. 55. Jahresbericht, erstattet der Hauptversammlung am 15. Dezember 1926. Oktav, 8 Seiten. Mit Bild der Kemptner Skihütte am Bolsterlanger Horn.

2531. Desgl. 56. Jahresbericht, erstattet in der Hauptversammlung am 21. Dezember 1927. Geheftet.

2532. Allgäuer Alpen, Die, vom Flugzeug aus gesehen. Zwölf der interessantesten Ansichten in Kupfertiefdruck: Die Höfats im Allgäu — Jochstraße bei Hindelang — Allgäu, Hohes Licht — Mädelegabel im Allgäu — Der Hochvogelgipfel im Allgäu — Gebirgspanorama vom Allgäu, Nebelmeer — Trettachspitze mit Mädelegabel — Panorama mit Hochvogelgipfel — Nebelhorn — Der Höfatsgipfel im Allgäu — Gipfel vom Himmelseck — Kratzer im Allgäu. Druck und Verlag Dr. Trenkler & Co., A.-G., Leipzig-Stötteritz. Miniatur. Preis 1 M.

Die Betrachtung von oben ist uns noch fremd. Die Aufnahmen ergeben durchaus neuartige Bilder, welche die Schönheit unserer Alpenwelt erst recht ahnen lassen. Auch wichtig für die Geologie und insbesondere für den Schneeschuhfahrer, der ja von Jahr zu Jahr mehr unsere Gipfel im Winter zu erobern sich anschickt.

2533. Allgäuer Bauern-Kalender 1927. Herausgegeben von R. Scholter, Landwirtschaftsrat 1. Klasse, Vorstand der Landwirtschaftsstelle Immenstadt. Nachdruck, auch auszugsweise, verboten. Verlag „Allgäuer Bauernblatt“, Kempten. Kleinoktav, 306 Seiten. Gebunden 1,75 M.
Dieser Kalender wird wirklich von Jahr zu Jahr unentbehrlicher für den Allgäuer Bauern. Er behandelt naturgemäß alle Bauernangelegenheiten und bringt infolgedessen auch viel, was auch anderwärts gilt. Aber er gilt doch unserem Allgäuer Bauernstande und bringt zu diesem Zweck manches, was nur für das Allgäu Bedeutung hat. Wir erwähnen beispielsweise: der Grassamenbau im Allgäu, die Allgäuer Melkmethode, die Käsereitauglichkeit der Milch und die Allgäuer Milchlieferungsordnung im Gebiete der Emmentalerkäserei. Die amtlichen, die genossenschaftlichen und die Vereinseinrichtungen unserer Landwirtschaft und Milchwirtschaft sind sämtlich ziemlich eingehend dargestellt. Auf die Verwendung des Kalenders für Zwecke der landwirtschaftlichen Buchführung wurde früher schon hingewiesen.

2534. Desgl. 1928. 320 Seiten. In Leinwand gebunden 1,75 M.
In Wirklichkeit ist das längst kein Kalender mehr, sondern ein Jahrbuch für den Allgäuer Bauern. Es bringt alles, was der Bauer braucht, und dient ihm überdies als Hilfsmittel und Grundlage für seine gesamte Buchführung. Aus dem reichen Inhalt seien die folgenden Kapitel erwähnt: Das Melken nach der Allgäuer Methode — Der Milchwirtschaftliche Verein im Allgäu — Der Allgäuer Bauernverband — Die Allgäuer Herdbuchgesellschaft — Der Alpwirtschaftliche Verein im Allgäu — Der Zuchtverband für das norische Pferd in Schwaben — Die Allgäuer Butter- und Käsebörse. Der Kalender schreibt „Herdbuchgesellschaft“, wahrscheinlich weil die Gesellschaft selbst gleichfalls eine Zeitlang so schrieb. Das hat man von Norddeutschland übernommen. Ein Herdbuch ist ein Buch, in welches die Leistungen eines Herdes eingetragen werden. Hier handelt es sich um eine Gesellschaft, welche die Allgäuer Viehherde buchmäßig erfaßt, und infolgedessen ist der Ausdruck Herdbuch ein Unsinn und muß es richtig heißen: Herdebuch. Wann endlich werden unsere Allgäuer Bauern soviel Selbständigkeit aufbringen, dass sie sich den Namen ihres Zuchtverbandes nicht länger verhunzen lassen? Zum Kapitel über das Holzmessen sei der Wunsch erlaubt, es möchte die neue staatliche Sortierung im nächsten Jahr aufgenommen werden. Unsere Bauern im Allgäu haben mit Holzmachen und Holzkaufen viel zu tun und interessieren sich für diese Neuerung.

2535. Allgäuer Bezirks-Lichtbildstelle. Serien-Verzeichnis. Angeschlossen dem Historischen Verein Allgäu und der amtlichen Bayerischen Lichtbildstelle. Kempten, neben der Hauptpost. Oktav, 15 Seiten, mit 3 schwarzen Bildern. Geheftet.
Enthält viel wertvolles Material zur Heimatgeschichte: Ausgrabungen in Cambodunum, Baudenkmäler, Wald und Feld, Geologie, alte Gewerbe, Alpenansichten, Wildbachverbauungen, Illerindustrie, Allgäuer Köpfe, Flachsverarbeitung usw. Der verdiente Pfleger dieser Sammlung ist Hauptlehrer Vollheimer.

2536. Allgäuer Herdebuchgesellschaft und Tierzuchtinspektionen Immenstadt, Kaufbeuren und Tierzuchtaußenstelle Kempten: Jahresbericht 1926. Zusammengestellt von Landwirtschaftsrat Dr. Wolf in Immenstadt. Oktav, 27 Seiten. Geheftet. Mit 10 Bildern.

2537. Desgleichen 1927. Von Tierzuchtdirektor Dr. Wolf. Oktav, 36 Seiten. Geheftet. Mit 14 Bildern.

2538. Allgäuer Bote. Illustrierter Volkskalender auf das Jahr 1928. F. Ochelhäuser, Papier- und Schreibwaren, Kempten. Großoktav. Mit farbigen und schwarzen Bildern. Preis 50 Pfennig.
Der Kalender nennt sich „Allgäuer Bote“, hat aber mit dem Allgäu außer dem wenig geschmackvollen Titelbilde nichts zu tun. Es fehlen die Mitarbeiter aus dem Allgäu und es fehlt vollkommen der Allgäuer Inhalt. Es ist ein klein wenig grober Unfug, wenn man in einem Allgäuer Kalender folgendes als Allgäuer Dialekt produziert: „Als wia a Vögcla“, während es allgäuerisch heißen müßte: Grad wie a Vögele. Seite 41 finden wir das Bild eines Kirmestages, eine Einrichtung, die man im Allgäu nun einmal nicht kennt. Seite 52 beschreibt irgend jemand aus der Tschechoslowakei eine Liebfrauenwallfahrt im Donaugebiet. Was den Allgäuer Leser der Jahrmarkt in Windischeschenbach in der Oberpfalz oder in Wurmannsquick in Niederbayern angehen soll, ist nicht recht einzusehen.

2539. Allgäuer Melkmethode, Anleitung für die nach den von Melklehrer Etz-München und den Gutsbesitzern F. und G. Mader in Mayerhöfen gegebenen Richtlinien zusammengestellt von dem staatlichen Melklehrer L. Streicher-München. Herausgegeben vom bayer. Staatsministerium für Landwirtschaft. Verlag der Süddeutschen Molkerei-Zeitung, Kempten im Allgäu. Großoktav, 15 Seiten, mit 30 Abbildungen. Geheftet 0,50 M.

2540. Allgäuer Wanderfreund: Illustrierte Monatsschrift für Heimat, alpine und Wander-Touristik, umfassend das Allgäu, angrenzende Gebiete von Tirol und Vorarlberg. Herausgegeben von Wilhelm Martin, Kempten (Allgäu). Druck: Ferd. Ochelhäusersche Buchdruckerei, Kempten im Allgäu. Großoktav. Geheftet. Jede Nummer 40 Pfennig. 1. Jahrgang, August 1928
— Nr. 1: Aus der Geschichte des Allgäus.
— Nr. 1, Seite 7—11: Von Fischen nach Einödsbach. Wanderskizze aus dem Allgäu. Mit Bildern: Tiefenbach bei Oberstdorf — Der Freibergsee — Szenerie aus der Breitachklamm.
— Seite 11 bis 15: Eine Bergfahrt in die Tannheimer Berge. Mit Bildern: Die Kellenspitze vom Neintale aus — Musauer Alpe.
— Mit 1 Bildbeilage: Einödsbach mit Trettachspitze und Mädelegabel.
— Das Unternehmen scheint nicht fortgesetzt worden zu sein.

2541. Allgäuer Zeitung**, Kempten. 1927, Nr. 290 vom 17. Dezember:.Bestrahlte Milch als Vorbeugungs- und Heilmittel gegen Rachitis. Von Dr. Theodor Henkel, Professor für Agrikulturchemie und Milchwirtschaft an der Technischen Hochschule München, Geheimer Regierungsrat. (Das bestrahlte Milchpulver „Ultractina“ wird im Edelweiß-Milchwerk Schlachters von Karl Höfelmayr hergestellt.)

2542. Allgäuer Zeitung**, Obergünzburger Volkszeitung, Kaufbeurer Volkszeitung und Tagblatt, Lindauer Volkszeitung: Wochenbeilage „Soziale Hilfe“, Organ für die Interessen der christlich-nationalen Arbeiterbewegung im Allgäu.
– 3. Jahrgang, 12. Februar 1927, Nr. 4: Alpursa, A.-G., Kondensmilch- und Schokoladenfabrik Biessenhofen-Allg.

2543. Allgäuer Zeitung. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, Kommandit-Gesellschaft, Kempten.
Hochvogel. Wochenschrift zur Allgäuer Zeitung, Kaufbeurer Volkszeitung und Lindauer Volkszeitung. Schriftleitung: Dr. Tilly-Lindner, Kempten.
1927, 4. Jahrgang Nr. 1: Pioniere der Heimat: Martin Kellnberger und August Ullrich. Letzterer geboren am 27. Januar 1857 in Kempten. Mit 2 Bildern.
— Nr. 2: Aus der Chronik der Seelenkapelle von Eggenthal. Von J. Erdt. Mit Bild.
— Nr. 3: Aus Adolf Hengelers Kriegstagebuch. Von Max Offner. Mit 3 Bildern.
— Aus der Chronik der Präparandenschule Markt Oberdorf. Eine Sechzig-Jahr-Erinnerung. Von M. Karg, Mindelheim.
— Pfarrer, Vikare und Lehrer in Kleinweiler. Ein ortsgeschichtlicher Beitrag. Von Ludwig Gammel.
— Nr. 4: Bartholomäus Schönleben, Abt zu Göttweig in Niederösterreich (1533 bis 1541), geboren 1499 zu Altdorf bei Biessenhofen. Mit Medaille des Bartholomäus Schönleben.
— Nr. 5: Vom Schaffen und Schauen der Allgäuer Künstlerzunft. Mit 3 Bildern von Karl Gehring, geboren am 14. Oktober 1893 zu Sonthofen.
— Nr. 6: F. X. Haggenmüller, dem Altallgäuer Original. Mit Bild. Ein Nachruf von Hermann Marte, Wiggensbach.
— Nr. 8: Das Geschlecht der Heberlin von Altusried. Ein Beitrag zur Familienkunde von Dr. Joseph Heberle, Kempten (Allgäu). Mit Bild.
— Nr. 9: Eine alte Kleiderordnung. (Weitnau, den 28. August 1730.) Von J. Boneberger.
— Die Kaufbeurer „Bürgerliche Komödianten- und Agententafel“ aus dem Jahre 1691. Von Studiendirektor Ritter.
— Der Wildsee bei Lindenberg. Von Celida Sesselmann.
— Wie’s Hermännle dem Teufel begegnete. Eine wahre Obergünzburger Historie aus vorwitziger Jugendzeit, von H. Marte, Wiggensbach.
— Nr. 11: Neues über Karl Ziegelmeier in Sonthofen. Mit 3 Bildern.
— Nr. 13: O guldig’s Kaufbeura! Jugenderinnerungen an meine Kaufbeurer Heimat, von Hermann Lingg. Mit Bild.
— Das römische Kastell auf der „Betmauer“ bei Isny. Von Karl Pfeilsticker, Isny. Mit Plan.
— Golgatha im Allgäu. Eine heimatkundliche Betrachtung, von Max Prutscher. (Füssen, Immenstadt, Sonthofen.) — Nr. 14: Dokumente über „Falschmiete“ in Unterthingau. Von Georg Waibel.
— Nr. 16: Von der Allgäuer Bienenzucht im 18. Jahrhundert. Zugleich ein Gedenkblatt für einen Allgäuer Idealisten. Von M. Wiedemann, Bodolz. Mit Bild: Anton Immler aus Weitnau.
— Nr. 17: Allgäuer Gesichter. Von Ludwig Eberle (aus Grönenbach). Mit 5 Bildern.
— Zur Geschichte der Allgäuer Holzrechte. Von K. Grünbauer.
— Siedlungsgeographie und Siedlungsgeschichte im Bezirksamt Lindau. (Mit vielen Einzelheiten auch für die Orte des Allgäuer Teiles des Bezirkes.) Von Eugen Ganzenmüller.
— Aber Fickler Sebastian, geboren in Steinbach bei Memmingen am 20. Januar 1763. Von L. Mayr-Steinbach.
— Nr. 18: St. Mang. Gedicht von Celida Sesselmann.
— Nr. 19: Eine Reise auf den Grünten (vom 6. April 1811). Von F. Geiger, Oberlehrer, Augsburg.
— Allgäuer Volkswitz. (Aus dem Oberstdorfer Gemeinde- und Fremdenblatt.) — Nr. 20: Merkwürdige Geschichtsurkunden in Steinbach. Ein Beitrag zur Heimatforschung, von L. Mayr, Steinbach.
— Nr. 23: Oberstaufener Redensarten und G’schichteln. Dem Vater Aichele-Raufenberg nacherzählt.
— Nr. 25: Zur Geschichte der Post im westlichen Allgäu. Von M. Wiedemann, Bodolz.
— Nr. 26: Flurnamen in der Markung Wangen. Von Weinmann.
— Nr. 27/28: Pfarrer und Pfarrvikare in Niederstaufen. Von Johann B. Wolfgruber.
— Nr. 28: Der Aggenstein. Wandererlebnisse von Gustav Meyer, Kempten. Mit Bild.
— Nr. 28/29: O guldig’s Kaufbeura. Jugenderinnerungen an meine Kaufbeurer Heimat, von Hermann Lingg.
— Nr. 29: Dornier im deutschen Flugzeugbau. Mit Bild.
— Nr. 30: Hohenfreiberg und Eisenberg. Eine heimatkundliche und geschichtliche Studie von Markus Singer. Mit 5 Bildern.
— Nr. 31: Imberg bei Sonthofen. Ein ortsgeschichtlicher Beitrag von J. Boneberger. Mit 2 Bildern.
— Bauernsitten und Bauernbräuche meiner Heimat. Von F. J. Ehleuter. Theinselberg, in der Flur meiner Heimatgemeinde Lachen, südlich von Memmingen und westlich von Ottobeuren.
— Nr. 32: Wie das Jägerdenkmal auf dem Grünten erbaut wurde. Eine Erinnerung zum Weihetag am 14. August 1927. Mit 2 Bildern.
— Das „Rubensbild“ im Fürstensaal zu Kempten. Von J. Boneberger.
— Allgäuer Sprachdenkmale aus alter Zeit. Aus dem zwischen 1480 und 1490 angefertigten pergamentenen Kalendarium der Pfarrei Altstätten bei Sonthofen. Von A. Uertle.
— Ein bäuerlicher Erntetag im unteren Allgäu. Von F. J. Ehleuter.
— Wie der Baschtle Vathla eine Kuh durchleuchtet hat. Eine Pfuschergeschichte von M. E. in Allgäuer Mundart.
— Nr. 33: Martin Leichtle. Ein Lebensbild von Max Förderreuther. Mit Bild.
— Die Sage vom Alpsee bei Immenstadt.
— Nr. 34: Einiges über Meister Franz Georg Hermann aus Kempten. Ein Beitrag zur Allgäuer Freskomalerei von K. Grünbauer.
— Das religiöse Leben im Allgäu in früheren Zeiten. Von Josef Nebholz, Geistlicher Rat. (Mit vielen Ortsangaben.) — Nr. 35: Heimatkundliches aus dem Pfrontener Tal. Von Max Förderreuther. Mit 3 Bildern.
— Nr. 36: Balderschwang. Von Artur Maximilian Miller. Mit Bild.
— Heiteres vom alten Prinzregenten. (Oberstdorf, Ostrachtal bei Hindelang.) Erzählt von K. Grünbauer.
— Nr. 37: Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Rain. Von Georg Ott.
— Nr. 38: Vom Pestfriedhof in Seeg. Ein Gedenkblatt von Markus Singer. Mit Bild.
— Vor 200 Jahren auf dem Kemptener Wochenmarkt. Von M. Wiedemann.
— Die Georgeninsel in der Iller bei Kempten. Von L. Rűdißer.
— Nr. 39: Auf historischen Pfaden in die Kurnach. Von Dr. Brack. Mit 3 Bildern.
— Das Kleine Walsertal. Von Konrad Haumann.
— Nr. 40: Bischof Sailer und der Stelzenmann J. M. Feneberg. Eine Allgäuer Studie von Friedrich H. Hacker. Mit Bild. Christoph von Schmid war Fenebergs „Pfarrgehilfe“ in Seeg. Professor Sailer in Pfronten. Feneberg ist am 9. Februar 1751 zu Markt Oberdorf geboren. „Als sich der Himmel in Dillingen getrübt hatte“, ging er auf die Pfarrei Seeg bei Füssen.
— Erlebnis meines Urgroßvaters im Jahre 1806 in Adelharz bei Kempten. Von L. Rűdißer.
— Beim Kachelofen. (Rechnungsbuch der Pfarrregistratur Apfeltrang.) — Badstube in Apfeltrang.
— Nr. 41: Der Kohlsepp vom Falkenstein. Ein Allgäuer Erinnerungsblatt von Max Prutscher. Mit 3 Bildern.
— Nr. 42: Die St. Blasiuskirche zu Kaufbeuren. Ein Schatzkästlein gotischer Kunst. Von Hans Huber, Augsburg. Mit Bild.
— Nr. 43: Der Allgäuer Geigenbauer Johann Fürst von Blaichach. Von Eugen Egger. Mit Bildern.
— Nr. 44–48: Siebenhundert Jahre Hoheneggisches Amtshaus. Von M. Wiedemann, Hauptlehrer in Bodolz. Mit 6 Bildern.
— Nr. 44: Auf der Walz im Allgäu. Von Oskar Pavelt.
— Nr. 45: Markt, Kirche und Kloster in Ottobeuren. Von Josef Hofmiller.
— Nr. 46: Die Ulrichskapelle bei Möggers. Zur Rettung eines Heimatdenkmals, von Dr. Tilly Lindner. Mit 4 Bildern.
— Die Ulrichskapelle bei Möggers. Legende von Celida Sesselmann.
— Nr. 47: Die alte Wielandin. Eine vergessene Wohltäterin. Eine Jugenderinnerung von Jakob Baur, Kempten. Mit Bild.
— Wem gehörte der Kemptener Wald? Von Dr. J. Rottenkolber.
— Nr. 48: Tauf- und Rufnamen der Kemptener Landschaft um 1526. Von M. Raich.
— Nr. 49: Der Gedenkstein auf der Ruine Hohenthann. Mit Bild.
— Nr. 50: Die St. Blasiuskirche in Kaufbeuren. Von Richard Wiebel, Irsee. Mit 2 Bildern.
— Die Römerstadt Cambodunum. Die Grabungen auf dem Lindenberger Osch bei Kempten im Herbst 1927. Von P. Reinecke.
5. Jahrgang 1928.
— Nr. 4: Die Waldkapelle zwischen Stein und Bezigau. Ein heimatkundlicher Beitrag von J. G. Mit Bild.
— Nr. 5: Vom Memminger Mau. Von Dr. J. Riedel. Mit Bild.
— Nr. 6: Heimatgeschichtliches vom Tanzen. Von J. Boneberger. Der Augsburger Bischof Joseph (1740–68) seinen Allgäuer Pflegeämtern.
— Nr. 7: Allgäuer Holzzieher. Mit Bild.
— Marstetten — ein kemptischer Grenzposten. Von L. Mayr.
— Joh. Althaus und die Allgäuer Milchwirtschaft. Ein hundertjähriger Gedenktag von H. K.
— Nr. 8: Die Pfarrer von Hellengerst. Nach einem Verzeichnis von Pfarrer Thoma († 1877).
— Nr. 9: D’hoinze. Von Justizrat Dr. Hans Stölzle.
— Nr. 10: Frühe Firmungen im Allgäu. Von G. Grünbauer.
— Nr. 12: Christliche Kunst im Allgäu. Das Hubertuskruzifix des akademischen Bildhauers Josef Mayer-Altusried. Mit Bild.
— Nr. 13: Komplimente auf Kempten.
— D’hoinze. Eine Entgegnung von Dr. J. Riedel.
— Nr. 14–18: Ein Allgäuer Femegerichts-Prozeß. Nach Akten des Ulmer Stadtarchivs von Dr. J. Rottenkolber.
— Nr. 15–20: Aus Stift-Kemptner Zunftbriefen. Von M. Wiedemann. Mit Bild.
— Nr. 17: Eine Stunde mit Peter Dörfler im Vaterhaus, von Pfarrer Michael Bickel (von Rechtis).
— Peter Dörfler und das Allgäu, von Fritz H. Hacker.
— Nr. 18: Verleabt’s und Verloset’s. Anekdoten in Allgäuer Mundart von —.
— Die koize Hoize. Von Dr. Karl Weitnauer.
— Nr. 19: Allgäuer Natur und Kultur im Lichtbilde. Ein Aufruf zur Sammlung und Verbreitung von Heimaterleben und Heimatgeschichte.
— Die Marienquelle bei Seeg. Ein heimatkundlicher Hinweis von Markus Singer.
— Nr. 20: Die Wallfahrtskirchlein in Bühl bei Immenstadt. Von Eugen Witt. Mit Bild.
— Noch einmal die „Hoize“. Von Dr. F. Großhauser.
— Nr. 22: Frühe Firmungen im Allgäu.
— Nr. 23/24: Die Sage von der Wertachsee. Von Hans Jakob Schuhmann. Mit Bild.
— Nr. 23: Bayerisch-schwäbische Landsleute am Rhein. Ein Beitrag zur Geschichte schwäbischer Familien von Dr. Richard Dertsch. (Hindelang von Oberstdorf, Ruf von Hindelang, Aschlehner von Dietmannsried, Hörmüller von Ebenhofen, Wind von Hausen bei Aildorf, Martin von Kaufbeuren, Martin von Memmingen.)
— Nr. 24: Walzerhochzeit. Bild. Georg Burger aus Wolfsried, Pfarrei Stiefenhofen, Johann Hauber von Oberstaufen, Simpert Merz von Pfronten-Steinach.
— Nr. 25: Das Güter- und Lastfuhrwesen im Allgäu. Von F. J. Ehleuter.
— Verleabt’s und Verloset’s. Anekdoten in Allgäuer Mundart.
— Nr. 28: Der Pflanzenschutz im Allgäu. Eine Rechtfertigung der Bergwacht, von Cg. Frey.
— Nr. 31: Als Füssen kurbayerisch wurde … Von Dr. J. Deißer.
— Nr. 32: Neue Graphik über das Allgäu. Von dem Münchener Graphiker Hans Frey.
— Nr. 33: Theinselberg und Lachen. Eine heimatkundliche Betrachtung von F. J. Ehleuter.
— Nr. 34: Eine neue Epoche der Pfarrer-Kneippbewegung.
— Nr. 36: Verleabt’s und Verloset’s. Anekdoten in Allgäuer Mundart.
— Nr. 37: Von der ehemaligen Schäferei im Allgäu. Eine heimatkundliche Betrachtung von F. J. Ehleuter.
— Nr. 38: Ein historisches Kirchlein auf dem Kinberg bei Niederstaufen.

2543. Allgemeiner Anzeiger für Reise und Verkehr. Verlag und Redaktion: Süddeutsche Verkehrs-Rellame-G.m.b.H., München, Neuturmstraße Nr. 1. Großoktav, 16 Seiten. Geheftet. 1928, Nr. 1 vom 1.—15. Januar, Seite 1 ff.: Winter im Allgäu. Von Dr. Weigl, Geschäftsführer des Verbandes Allgäuer Verkehrsvereine. Mit Bildern: Winter am Horn im Allgäu — Immenstadt im Allgäu.
— Seite 3 f.: Allgäuer Skimeisterschaften 1928 in Immenstadt. Von Dr. Weigl, Immenstadt.
— Seite 5: Bild von Füssen im Allgäu.

2544. Allgemeine Zeitschrift für Psychiatrie und psychisch-gerichtliche Medizin. Herausgegeben von Deutschlands Irrenärzten durch Georg Ilberg, Sonnenstein bei Pirna a. E. Verlagsbuchhandlung Walter de Gruyter & Co., Berlin und Leipzig 1928. 88. Band, 1928, Seite 232–242:
Die neueren Erkenntnisse in der Tuberkulose-Fraige und ihre Folgerungen für unsere Heil- und Pflegeanstalten. Von Oberarzt Adolf Fuchs-Kaufbeuren. Aus den Heil- und Pflegeanstalten bei Kaufbeuren, Direktor: Obermedizinalrat Dr. Alfred Prinzing.

2545. Alpensfreund, Der. Illustrierte Halbmonatsschrift für Bergsteigen, Wintersport und Reisen. Alpine Verlagsanstalt, nun Bergverlag Rudolf Rother, München 19.
1920, S. 12: Vignette „Auerhahn“ von E. L. Hoeß.
— S. 22: Mutterglück. Von E. L. Hoeß.
1921, Januarheft: Bergzauber, Aquarell von E. L. Hoeß.
1927, 8. Jahrgang, 9. Heft: Bergzauber. Bild von Eugen Ludwig Hoeß.
— Mittelberg im Walsertal. Lichtbild von Gebhard Bischofberger.
— 15. und 16. Heft: Franz Nieberl: Aus Allgäuer Karen. Mit Bildern.
9. Jahrgang 1928, Nr. 13, Seite 73 ff.: Die Fernpaß-Reschenscheideck-Alpenbahn. Von Eugen Schraudh, Kempten.
— Seite 337: Blick vom Glasfelderkopf zum Hochvogel. Bild. Von E. Baumann, Augsburg, photographiert.
— Seite 337–342: Erstmals zu Berg. Wanderungen im Allgäu von Bernharda Zettler. Mit 7 Bildern.
— Seite 348–352: Allgäuer Land und Leut’. Von Tilly Lindner; mit Bildern zeitgenössischer Künstler (Ludwig Eberle, Otto Keck, Richard Mahn).

2546. Alpenländische Illustrierte. Tiroler Bilder-Presse. Nr. 4 vom 15. Juli 1928: Ein Hochzeitspaar im Walsertal (Bild mit Text).

2547. Alpenländische Monatshefte für das deutsche Haus. Alpenland-Buchhandlung Südmark, Graz. 1925, Seite 368–371: Ein Malerweidmann. Von Adalbert Drašenovich. Mit 6 Federzeichnungen von Hoeß.

2548. Alpenwirtschaftlicher Verein im Allgäu. Statuten, genehmigt durch die Gründungsversammlung am 8. März 1925. Kleinoktav, 7 Seiten. Sitz Immenstadt.

2549. Desgl. Alpenwanderkurse 1927. Quart, 3 Seiten.

2550. Alt, Dr. Karl, Pfarrer in Kaufbeuren: Kaufbeurer Kaiserbriefe aus den Jahren 1545 bis 1551. Ein Beitrag zur Interimspolitik Karls V. Ohne Jahr (1926). Oktav, 16 Seiten. Geheftet.

2551. Altstätten im bayerischen Allgäu. 750 Meter über dem Meer. Prospekt, umfassend 2 Seiten. Zur Gemeinde gehören die Ortschaften Beilenberg, Hinnang und Hochweiler. Bahnstation der Linie Immenstadt—Oberstdorf. Auskunftsstelle: Fremdenverkehrsverein Altstädten. Druck: Allgäuer Anzeigeblatt, Sonthofen. Oktav schmal. Mit 2 schwarzen Bildern.

2552. Altusried:** Wochenblatt amtlicher Bekanntmachungen und Anzeigen in der Gemeinde. 1926. Nr. 1—6. Erscheint jeden Sonntag. Preis vierteljährlich 75 Pfennig. Druck von Xaver Diet, Altusried. Quart, 2 Seiten.

2553. Desgl. 1927. Nr. 1—52.
Ein derartiges Amtsblatt für eine einzelne Landgemeinde ist etwas Neues. Der Gedanke ist zu begrüßen, nicht nur vom Standpunkte der Gemeindebürger und ihrer Gemeindeverwaltung, sondern auch vom Standpunkte der Geschichts- und Heimatpflege. Wenn man diese Blätter durchsieht, so erfährt man alles, was das öffentliche Leben in dieser Gemeinde bewegt hat, und nach Jahr und Tag werden die Blätter dem Familienforscher wie dem Kulturhistoriker wertvolle Fundgrube. Urheber des Unternehmens im Falle Altusried wie im Falle Wiggensbach ist die rührige Buchdruckerei Xaver Diet in Altusried.

2554. Amschler, Dr. Johann Wolfgang**, Privatdozent am Institut für Tierzucht, Technische Hochschule München:.Zur Absatzfrage des graubraunen Gebirgsviehes. Sonderdruck aus dem „Allgäuer Bauernblatt“ Kempten. Nr. 25 vom 23. Juni 1928. Mit 8 Originalaufnahmen aus dem Kaukasus. Oktav, 8 Seiten. Broschiert.
Der Artikel ist wichtig für die.Allgäuer Viehzüchter**, weil er ihnen mitteilt, unter welchen Voraussetzungen sie exportieren können und wohin. Es ist überraschend, wie sehr ausländische Viehrassen unserem helleren Allgäuer Typ gleichen. Dafür hat der Verfasser, der im Auslande viel gereist ist, durch die beigegebenen Bilder den Nachweis geliefert. Auch die Landschaften des Hochkaukasus, wohin unser Allgäuer Vieh in Meisterexemplaren ausgeführt werden soll, sind überraschend ähnlich denen des Oberallgäus.

2555. Anthropologischer Anzeiger. Jahrgang V. Heft 1. 1928, Seite 45—49:.Beobachtungen über Kropf und Schädelindex. Von Dr. Th. Lang, Kaufbeuren. Mit 2 Abbildungen und 2 Tabellen im Text. Aus der genealogisch-demographischen Abteilung der Deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie in München. Kaiser-Wilhelm-Institut.
Die Arbeit ist entstanden aus Anlass der Untersuchungen über Kropf und Kretinismus im Allgäu. Der Verfasser ist der vom schwäbischen Kreistag mit diesen Untersuchungen betraute Arzt. Grundlage der Arbeit sind die Sektionsprotokolle des Krankenhauses rechts der Isar in München. Das Ergebnis der Arbeit soll verglichen werden mit noch zu gewinnendem Allgäuer Material über das Verhältnis von Schädelbildung und Kropfhäufigkeit.

2556. Archiv des Historischen Vereins von Unterfranken und Aschaffenburg. Würzburg. Verlag des Vereins. Vierundsechzigster Band. 1924. Seite 37—66:.
Julius Echter von Mespelbrunn. Ein Baustein zu seiner Biographie. Von Dr. Friedrich Hefele (von Waltenhofen).

2557. Archiv für Kriminalanthropologie und Kriminalistik.
Band 50, Seite 297: Körperliche Mißbildung als Fetisch. Von Dr. Adolf Fuchs, Oberarzt an den Heil- und Pflegeanstalten bei Kaufbeuren.
Band 55, Seite 345: Versuchter Familienmord einer Schwangeren. Von Dr. Adolf Fuchs, Oberarzt an den Heil- und Pflegeanstalten bei Kaufbeuren.

2558. Archiv für Postgeschichte in Bayern. Herausgegeben von der Gesellschaft zur Erforschung der Postgeschichte in Bayern in Verbindung mit der Abteilung München des Reichs-Postministeriums. Quart.1927,
— S. 113: Die Poststraße Lindau — Leutkirch — Augsburg.
— S. 121 ff.: Die Poststraße Augsburg — Füssen — Innsbruck.

2559. Archiv für Rechts- und Wirtschaftsphilosophie. 1927: Grenzgebiete der Rechtspsychologie, speziell zur Lehre der Handelsfähigkeit. Von Professor Dr. Karl Haff (von Pfronten).

2560. Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten. Redigiert von E. Siemeling und O. Bumke. Berlin, Verlag von Julius Springer. 1927. Band 80,
Seite 586–598: Schwere progressive anankastische Entwicklung bei einem Falle von genuiner Epilepsie. Von Dr. Adolf Fuchs, Oberarzt. (Aus den Heil- und Pflegeanstalten bei Kaufbeuren.)

2561. Archiv für Reformationsgeschichte. Texte und Untersuchungen. Herausgegeben von D. Dr. Dr. Walter Friedensburg. Leipzig, M. Heinsius Nachfolger.
23. Jahrgang 1926, S. 161 ff.: Zwei Wiener evangelische Stammbücher aus der Zeit der Gegenreformation (Besitzer des ersten Stammesbuches David Steudlin, später Pfarrer in Kempten).

2562. Aufsberg, Th., Instruktor an der Lehrsennerei in Sonthofen:.Von der Milchwage und ihrem Gebrauch. Eine Anleitung für Sennen. 3. Auflage. Sonthofen, Selbstverlag des Verfassers. Oktav, 8 Seiten. Geheftet. Ohne Jahr.

2563. Augsburger Postzeitung. Sonntagsbeilage. Jahrgang 1923, Nr. 4–20:.Die Kemptener Malerfamilie Herrmann. Von F. Schildhauer, Oberregierungsbaurat a. D., Augsburg.

2564. Aus dem Pfaffenwinkel. Ein Heimatbuch. Sammlung heimatkundlicher Abhandlungen aus dem Gebiet zwischen Lech und Isar. Druck und Verlag Weilheimer Tagblatt, G.m.b.H., Weilheim, Oberbayern. 1926. Oktav, 279 Seiten. Mit Bildern. Gebunden.
Ein eigenartig Buch. Eigenartig wegen des selbstgewählten Titels, dem der Mitarbeiterkreis entspricht. Es sind fast lauter Geistliche. Pfaffenwinkel nennt man die Gegend zwischen Landsberg, Schongau, Weilheim und dem Starnberger- oder Würmsee, ein Gebiet reich an herrlichen Kirchen und ehrwürdigen Klöstern. Es sei nur an die „Wies“ erinnert. Ein schönes und wohlhabendes Stück Land. Von ihm erzählen diese Artikel, zumeist zuerst erschienen im Weilheimer Sonntagsblatt. Der Pfaffenwinkel ist die Ostgrenze des Allgäus. Deswegen finden wir mancherlei Hinweise auf das Allgäu. Einer beschreibt die letzten Tage König Ludwigs II. und erzählt von der damaligen Aufregung in der Füssener Gegend. In den Aufzeichnungen eines Probstes vom Jahre 1744 finden sich Nachrichten über den Tod der Klosterfrau Kreszentia in Kaufbeuren. Wir erfahren Näheres über die Säkularisation eines Klosters des Pfaffenwinkels, wie sie vom Landgerichte Schongau 1808 durchgeführt wurde. Ein Prälat aus dem Pfaffenwinkel macht 1746 den Nachbarklöstern Irsee und Ottobeuren seinen Besuch. Über den Friedensschluss zu Füssen zwischen Bayern und Österreich vom Jahre 1745 erfährt man interessante Einzelheiten.

2565. Aus dem Ulmer Winkel. Mitteilungen des Historischen Vereins Neu-Ulm. Beilage zum Neu-Ulmer Anzeiger.
Von dem.Grönenbacher** Georg Buck, städt. Oberinspektor in Neu-Ulm finden wir folgende Artikel:
— Zusammenlegung von Gemeinden (1921),
— Grabmal der Frau Mörike in Neu-Ulm und des Grafen Arco in Ulm (1921),
— Aus dem Geschichtsbuch der Heimat (1921),
— Straßen-, Wege- und Flurnamen im Stadtbezirk Neu-Ulm (1921/22),
— Der Besen’er Zweig der Bernstädter Buck (1922),
— Das Brandenburgische Neu-Ulm (1924),
— Die Pfarrer der Ulrichskirche in Pfuhl (1924),
— Der Neu-Ulmer Zweig der Holzschwanger Benz (1925),
— Der Neu-Ulmer Anzeiger (1925),
— Pfarrer K. Fuchs von Burlafingen beziehungsweise Oberelchingen (1925),
— Auszüge aus einer handgeschriebenen Chronik von Holzschwang (1925),
— Hausnamen in 17 Gemeinden im Ulmer Winkel (1926. Vorbildliche Arbeit!),
— Der Pfuhler Friedhof (1926),
— Hausinschriften (1926), Die Einteilung des Bezirks Neu-Ulm vor 100 Jahren (1926),
— Neu-Ulm im Sturmjahr 1848 (1927).
Von dem.Röthenbacher** Dr. Rottenkolber, Studienrat in Neu-Ulm finden wir folgende Artikel:
— Die Beziehungen Ulms zur Reichsstadt Kempten im Mittelalter (1920),
— Zur Geschichte der ehemaligen Herrschaft Dellmensingen (1921),
— Die Unionspolitik der Reichsstadt Ulm (1922/23),
— Ein schwäbischer Femegerichtsprozeß (1924).

1927, Nr. 4:.Hausinschriften von Georg Buck. (Betrifft auch Hausinschriften aus dem Allgäu, z. B..Bühlhof**, Gemeinde.Lachen**;.Ittelsburg**, Gemeinde Grönenbach;.Schulerloch**, Gemeinde Grönenbach,.Theinselberg**, Gemeinde Lachen;.Thal**, Gemeinde Grönenbach, Ebratshofen.)
— Nr. 5: Wie die Grenze zwischen Bayern und Württemberg entstand. Mitgeteilt von Benz dem Älteren. (Beschreibt eingehend die Grenzbildung zwischen dem bayerischen und württembergischen Allgäu.)
— Nr. 9: Gefecht in der Nähe von Kempten am 13. Januar 1797.
— Soldatenbeerdigung in Füssen im Jahre 1799.
— Nr. 11: Neu-Ulmer Sturmjahr 1848. Von Georg Buck.
— Nr. 12: Ausmarsch des bayerischen 11. Linien Infanterie Regimentes I. Bataillon. Seit 1810 in Kempten, im Jahre 1812 nach Rußland und Rückkehr nach Kempten im Juni 1813.
— Inhaltsverzeichnis der Vereinszeitschrift „Aus dem Ulmer Winkel“ 1913–1927 mit Zusammenstellung der Arbeiten von Georg Buck aus Grönenbach, städtischer Oberinspektor in Neu-Ulm. Eine gleiche Zusammenstellung der Arbeiten von Dr. Rottenkolber aus Röthenbach, Studienrat in Neu-Ulm.

1928, Nr. 1: Aus den Anfängen Neu-Ulms. Von Dr. J. Rottenkolber.

2566. Ausferner Bote**, zugleich Amtsblatt des Bezirkes Reutte. Verwaltung: Reutte, Hauptstraße 76, erscheint jeden Donnerstag.
Vom Ausßerfern gehört bekanntlich ein kleiner Teil im Vils zum Allgäu. Deshalb sei diese Zeitung erwähnt. Sie bringt außer den laufenden Tagesnachrichten gelegentlich auch heimatkundliche Beiträge über die Geschichte des Gebietes, den Dialekt usw.

2567. Bad Oberdorf bei Hindelang im bayerischen Allgäu. Station Sonthofen. 900 Meter über dem Meere. Prospekt, umfassend 10 Seiten. Mit einem farbigen Bild: Schwefelbad und Höhenluftkur-Hotel Prinz-Luitpold-Bad und 10 schwarzen Bildern und 1 Eisenbahn-Ubersichtskarte. Faltblatt, Schmaloktav. 1927.

2568. Baedeker, Karl:** Tirol, Vorarlberg usw. Handbuch für Reisende. Mit 57 Karten, 11 Plänen und 11 Panoramen. 38. Auflage. Leipzig, Verlag Karl Baedeker 1926. In Leinwand gebunden 10 Mark.
Einschlägig für das Allgäu sind die folgenden Kapitel: Von München oder Augsburg nach Lindau — von Immenstadt nach Oberstdorf — von Sonthofen über Thannheim nach Reutte — von Kempten nach Reutte — von Kaufbeuren nach Füssen. Mit dieser Beschreibung der Zufahrtswege nach Nordtirol ist auch das Kleine Walsertal erledigt, dem im Abschnitt Vorarlberg kein eigenes Kapitel gewidmet ist. Dazu gehört die Karte der Umgebung von Oberstdorf und die Karte der nördlichen Allgäuer- und Thannheimer-Alpen, beide im Maßstabe 1:125000, endlich die Karte der Kalkalpen zwischen Füssen und Oberinntal im Maßstabe 1:250000. Die beiden Maßstäbe sind für den praktischen Gebrauch selbstverständlich ungeeignet; sie bedeuten lediglich eine Übersicht. Aber auch für eine solche wäre 100000 besser wie 125000, schon der leichteren Umrechnungsmöglichkeit der Zentimeter in Kilometer wegen. Im übrigen sind die hervorragenden Eigenschaften der Baedeker-Bücher bekannt. Was früher galt, gilt auch noch heute.

2569. Varth, Hermann von, Freiherr: Gesammelte Schriften des —. Herausgegeben von Carl Bünsch und Mar Rohrer. Alpine Verlagsanstalt, München 2, NW. 12. Großoktav, 1206 Seiten. Mit Bildern. Gebunden 30 M.
Seite 409–602 sind die Allgäuer Alpen behandelt. Wir finden Artikel aus Hermann von Barths „Allgäuer Wegweiser“ vom Jahre 1869 und aus seinem großen Werke „Die Nördlichen Kalkalpen“, endlich aus einem Aufsatz, der 1874 in der Zeitschrift „Alpenfreund“ erschienen ist. Die touristische Erschließungsarbeit dieses großen Bergsteigers galt dem Grünten, der Kellenspitze, Gehrenspitze und dem Gimpel in der Tannheimer Gruppe, der Höfats, der Trettachspitze, dem Hohen Licht, dem Hohen Ifen mit Diedamskopf, dem Kleinen Walsertal vom Widderstein bis zu den Schafsalpenköpfen, dem Großen Krottenkopf mit Umgebung, der Marchspitze bei Hinterhornbach und der Urbeleskarspitze. Bekannt und immer wieder schön zu lesen ist Hermann von Barths „Eine Nacht auf dem Hochvogel“. Die Herausgeber haben seiner Darstellung Anmerkungen beigefügt. Er war ab 1. Mai 1869 Rechtspraktikant am königlichen Bezirksamte Sonthofen und erstieg in diesem Sommer im Allgäu 44 Gipfel, davon 3 als erster Besucher. Aber seine Sonthofener Zeit, welche im September 1869 schloß, enthält der Lebenslauf mancherlei Angaben, auch einen charakteristischen Brief. Für die alpine Forschung dankenswert ist ein Verzeichnis der gesamten Literatur über Hermann von Barth sowie vor allem ein Verzeichnis seiner sämtlichen Schriften. Das Werk ist mit Bildern reich ausgestattet, auch solchen aus der Allgäuer Gebirgswelt, aus welcher insbesondere Barths Anstiegsrouten seinen Tagebüchern entnommen sind.

2570. Bauzeitung, Die. Vereinigt mit Süddeutsche Bauzeitung. Stuttgart-München.
Jahrgang XXIV, Heft 48 vom 3. Dezember 1927, Seite 431 ff.:.Bauten der Brüder Heydecker – Kempten – Überlingen. Mit 3 Bildern vom Wohnhaus Frau Kommerzienrat Weizler in Kempten. Von Dr. G. Steinlein.

2571. Bayerischer Heimatschutz. Zeitschrift des bayerischen Landesvereins für Heimatschutz — Verein für Volkskunst und Volkskunde — in München. Verlag von Carl August Seyfried & Co., München. 21. Jahrgang 1925, Seite 141 f.: Postdienstgebäude in Schongau und Hindelang.
— Seite 112: Ein Schabblatt im Stil des Malers Johann Martin Will (geb. 24. X. 1727 in Kempten, † 1. V. 1806 in Augsburg).
— 22. Jahrgang, II. Halbjahr 1926, Seite 75:.Der Maierhof im Allgäu**, insbesondere in Apfeltrang.
— 23. Jahrgang. Jubiläumsausgabe 1927, Seite 158:.Die Kapellen zu St. Loretto bei Oberstdorf. — Seite 207 ff.: Bayerische heimatkundliche Zeitungsbeilagen. Zusammengestellt von Dr. O. Handwerker. In dieser Zusammenstellung schneidet das Allgäu gut ab. Man hat daraus den Eindruck, dass im Allgäu mehr wie in anderen Gebieten Sinn für Heimatpflege vorhanden sei. Der Wissenschaft wegen zählen wir die heimatkundlichen Zeitungsbeilagen unseres Gebietes nach dem Stande von 1927 vollständig auf.
Füssen:.Alt-Füssen. Historische Beilage zum „Füssener Blatt“. Organ des Vereins „Alt-Füssen“. Schriftleitung: Dr. J. Deißer, Füssen. Druck und Verlag: B. Holdenrieds Buchdruckerei, Füssen. 1. Jahrgang 1925 ff. Vierzehntäglich.
Immenstadt:.Oberländer Erzähler. Unterhaltungsbeilage zum „Allgäuer Anzeigeblatt“ (mit heimatkundlichen Beiträgen). 46. Jahrgang 1927.
Kempten:.1. Hochvogel. Wochenschrift zur „Allgäuer Zeitung“, „Kaufbeurer Volkszeitung“ und „Lindauer Volkszeitung“ und zur „Obergünzburger Volkszeitung“. Schriftleitung: Dr. Tilly Lindner, Kempten. Druck und Verlag: Kösel & Pustet, Kempten. 1. Jahrgang 1924 ff.
2. Heimgarten. Kostenlose Wochenbeilage zum „Allgäuer Tagblatt“ (mit heimatkundlichen Beiträgen). Schriftleitung: Fritz Brand, Kempten. Druck und Verlag: Ferd. Ochelhäuser, Kempten. 12. Jahrgang 1927.
Legau: Heimatblätter. Beilage zum „Legauer Anzeiger“. Schriftleitung: Hauptlehrer Mayr, Steinbach, Post Lautrach.
Lindenberg: Heimat-Kunde. Beilage zum „Lindenberger Tagblatt“.
Markt Oberdorf: Heimat und Welt. Wochenbeilage zum „Markt Oberdorfer Landboten“. Schriftleitung: Lehrer Regner, Markt Oberdorf. 1. Jahrgang 1924 ff.
Memmingen: Schwäbischer Erzähler (mit heimatkundlichen Beiträgen). Beilage zur „Memminger“ und „Ottobeurer Zeitung“. Schriftleitung: Ferd. Mayr. Druck: Verlags- und Druckerei-Genossenschaft Memmingen e. G.m.b.H.
Obergünzburg: Heimatkundliche Mitteilungen aus dem oberen Günztal. Beilage zum „Obergünzburger Tagblatt“. Herausgegeben unter Leitung der „Heimatlergemeinde“ Obergünzburg.
Ottobeuren: Schwäbischer Erzähler. Beilage zur „Ottobeurer Zeitung“, siehe bei Memmingen.
Schongau: Für Feierstunden. Zur Unterhaltung und Belehrung am häuslichen Herd. Beilage zu „Schongauer Nachrichten“ (mit heimatkundlichen Beiträgen). Wöchentlich.
Weiler:* Westallgäuer Heimatblätter. Zeitschrift des Vereins für Heimatkunde im Westallgäu e. V. Beilage zum „Anzeige-Blatt für das westliche Allgäu“, Weiler. Nebenausgaben: „Oberstaufener Anzeiger“, „Anzeigeblatt für Scheidegg und Umgebung“, „Heimenkircher Anzeigeblatt“. Schriftleitung: Fridolin Holzer, Weiler. 2. Band 1926/27 (Die Beilage „D’Hostube“ ist Unterhaltungsblatt).
Wertach: Unsere Heimat. Beilage zum „Wertacher Landbote“ und „Gerhalde-Bote“. Monatlich.

2572. Bayerischer Landesausschuß für Naturpflege. XIX. mit XXI. Jahresbericht 1924/26.
Seite 6:.Das Reichholdsrieder Moos und die Moore bei Füssen als botanisch und landschaftlich wertvolle Naturdenkmäler.

2573. Bayerland, Das. Illustrierte Halbmonatsschrift für Bayerns Land und Volk. Herausgegeben von Dr. Fridolin Solleder. Bayerland-Verlag, G.m.b.H., München.

Band 29, Seite 22:.Die Benediktinerabtei Irsee von Richard Wiebel.

38. Jahrgang, Nr. 24, 2. Dezember-Heft 1927. Bild: Blick vom Bockkarkopf.
— Herrgottswinkel Allgäu. Landschaftssilhouetten von Konrad Haumann, Leipzig.
— Bild:.Füssen: Der Narr an der Decke des Festsaales von St. Mang, heute Rathaus, dessen Augen den Beschauer verfolgen, wo immer er steht. — Bild:.Füssen: Eckturm am Hohen Schloß.
— Bild:.Füssen: Hohes Schloß. —.Rund um Füssen. Von Dr. Paul Krasnopolski, Prag.
— Bild:.Totentanz in der zur Stadtpfarrkirche Füssen gehörenden Annakapelle.
— Bild:.Oberstdorf: Wallfahrtskapelle St. Loretto.
— Eine Wanderung in den Oberstdorfer Bergen. Von G. Sedelmayr, Wembding.
— Bild:.Oberstdorf: Blick vom Kapf aus über die Heilstätte Wasach nach Oberstdorf.
— Bild:.Oberstdorf im Bayerischen Allgäu. — Bild:.Blick vom Bockkarkopf gegen Trettach, Mädelegabel und Hochfrottspitze. — Bild:.Heilbronner Weg. — Bild:.Allgäu: Marchspitze und Hermannkarspitze (gehören nicht zum Allgäu).
—.Der Dichter als Erzieher. Aus meiner Sommersfrische Sonthofen. Von Joseph Baillet, Sonthofen.
—.Zwei Bilder vom Heilbronner Weg und Lechleiten mit Biberkopf.
—.Bild: Heilbronner Weg, Blick vom Hohen Licht nach Süden.
—.Bilder aus Allgäuer Städten. Von Erich Günther, Dillingen (Leutkirch, Isny, Wangen, Immenstadt, Memmingen, Kempten, Kaufbeuren). Mit Bildern von:.Sonthofen, Wangen, Isny, Leutkirch.
—.Zwei Bilder: Memmingen, Straße zum Ulmer Tor, und Memmingen, Ulmer Tor. Außenansicht.
—.Bild: Memmingen, Harmoniegebäude am Marktplatz.
—.Bild: Riedkapelle im Benninger Ried bei Memmingen.
—.Bild: Kempten, Abendstimmung an der Iller.
—.Bild: Memmingen, Marktplatz mit Martinsturm.
—.Bild: Kempten, St. Lorenzkirche.
—.Bild: Kempten: St. Mangkirche.
—.Bild: Alt-Kempten, St. Mang und Pfarrhof von Norden her.
—.Bild: Kempten, Heimische Plastik in der Stiftskirche St. Lorenz.
—.Bild: Der Christbaum für Alle in Immenstadt.
—.Bild von Professor Adolf Hengeler.

39. Jahrgang 1928 Nr. 8:.Füssen. Mit 35 einschlägigen Bildern und einer Beilage:.Der Füssener Totentanz in der St. Anna-Kapelle. Gemalt von Jakob Hiebeler um 1600.
Das Heft bringt Artikel über die Seele der Füssener Kirchen von Dr. Hager, über ein Füssener Vagantenlied von Dr. Zöpfl, über das alte und neue Füssen von Bürgermeister Dr. Moser, über den Füssener Totentanz und Füssen im Zusammenhang mit der Lechflösserei von Dr. Deißer, endlich über die städtischen Naturbäder in Füssen vom Bürgermeister der Stadt. Historisch das wertvollste ist ein Artikel.„Die Füssener Geige und Laute“** ohne Verfasserangabe.

2574. Bayernheft. Nr. 2. Bodensee. Herausgeber A. Enzinger. Verlag R. Oldenbourg, München. Oktav, II und 48 Seiten. Geheftet 40 Pfennig.

Aus dem Inhalte:.Sankt Mang in Scheidegg. Von A. Schöppner.
—.Lindenbergs Strohhutindustrie. Von Karl Gnugesser.
—.Das Freigericht bei Schönau. Von J. P. Boneberger.
—.Die Ruppertskapelle in Tropars bei Heimenkirch. Von K. Reiser.
—.Der Eistobel bei Grünnenbach. Von C. Bopp.

2575. „Belvedere“, Zeitschrift**, 1925, Band 8, Heft 8, Seite 33, Anmerkung 4:.Bernhardin Strigel als Zeichner. Von K. Parker und W. Hugelshofer. Mit Abbildung 5.

2576. Berg, Der. Illustrierte Monatsschrift für Hochtouristik. Schriftleiter: Max Rohrer. Alpine Verlagsanstalt München 2 NW. 12. 1926. Großoktav. Preis pro Heft 50 Pfg.

1927, 5. Jahrgang, 1. Heft, Seite 3 f.:.Hermann von Barth im Spiegel des alpinen Schrifttums und in Sonthofen als Rechtspraktikant.
—.S. 5: Oberstdorf im Allgäu zur Zeit Hermann von Barths.
—.S. 9: Freilager. (Auf dem Gipfel des.Hochvogel**, 19/20. Juli 1869.)
—.S. 21: Die Tannheimer Berge von Nordwesten: Gehrenspitze, Kellenspitze, Gimpel und Rote Flüh. Nach einer Zeichnung von E. T. Compton in der Alpenvereinszeitschrift 1899.
—.Der Gimpel und die Kellenspitze in den Tannheimer Bergen. Aus Hermann von Barths ungedrucktem „Allgäuer Wegweiser“ (1869).
— S. 28: 1. Hermann von Barth, Die Tannheimer Berge, vom Grate östlich der Grünspitze gesehen. 2. Schäfer, Nesselwängler Scharte, Kellespitze, Kelleschrofen, Judenscharte.
— S. 29: Sonthofen mit dem Grünten zur Zeit Hermann von Barths. Holzschnitt nach einer Zeichnung von Richard Püttner.

2577. Bergland. Verlag der Wagnerschen Universitäts-Buchdruckerei zu Innsbruck, Erlerstraße 5. IX. Jahrgang 1927 Nr. 8 Seite 42 f.:.Bils im Tirol. Zur Feier des 600jährigen Bestandes der Stadt. Von Professor Otto Stolz. Mit sechs Bildern.

2578. Bergsteiger, Der. Zeitschrift des Sächsischen Bergsteigerbundes Dresden. Verlag Karl Trenzburg, Dresden-Altstadt. 1927. Nr. 9:.Bei Neuschnee auf die Rappenseehütte. Von H. Moldenhauer.

2579. Bericht des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schwaben und Neuburg (E. V.), früher Naturhistorischen Vereins in Augsburg.
43. Bericht. Veröffentlicht im Jahre 1924. Seite 1—118:.Orchis Traunsteineri Saut. Monographie von Alfred Fuchs und Hermann Ziegenspeck, Augsburg. (Diese ungemein gründliche systematische Arbeit berührt auch das Allgäu. Als Fundorte für verschiedene Sorten sind genannt: Seeg, Stötten am Auerberg, Füssen, der Auerberg, Markt Oberdorf, auch Immenstadt. Es wäre sehr zu wünschen, dass endlich auch einmal wieder über das Allgäu botanisch gearbeitet würde. Die vorliegende Arbeit auf das Allgäu auszudehnen und unsere diesbezüglichen Verhältnisse systematisch zu untersuchen, müßte eine schöne Aufgabe für einen Botaniker sein.)
Desgl. 45. Bericht. Veröffentlicht im Jahre 1927. Seite 1—154:.Moosflora des Bayerischen Bodenseegebietes** von G. Hoock, Oberstudiendirektor. (Fortsetzung der Arbeit aus dem 44. Bericht mit dem gleichen Untersuchungsgebiet, so dass wir als Fundorte finden.Haus** bei Lindenberg,.Scheidegg**,.Weiler**,.Grünenbach**,.Steibis**, den.Hochgrat**, die.Gottesackerwände**,.Ellhofen**,.Harbatshofen**,.Balderschwang**,.Maria-Thann**,.Hergatz** usw., vgl. Nr. 2369.)

2580. Blaisch, Erich** (Pseudonym: Dr. Owlglas), Dr. med., praktischer Arzt und Redakteur am Simplicissimus, Druch [Anm.: Druck] bei München (geboren am 19. Januar 1873 in Leutkirch):.Der saure Apfel. Simplicissimus-Geschichte. Oktav, 92 Seiten. A. Langen, München, 1904. Vergriffen.

2581. Aristophanes, Die Vögel. In deutsche Reime gebracht von Dr. O. Oktav, 109 Seiten. E. Diederichs, Jena, 1910. Gebunden 3,50 M.

2582. Gottes Blasbalg. Verse. Oktav. 88 Seiten. A. Langen, München, 1910. Gebunden 3 M.

2583. Von Lichtmeß bis Dreikönig. Ein Album mit Bildern von Rudolf Sieck. 50 Seiten. A. Langen, München, 1912. Gebunden 10 M.

2584. Sebastian Sailers biblische und weltliche Komödien. Neu herausgegeben von Dr. O. Öktav (XXIV und 275 Seiten mit Notenanhang). A. Langen, München, 1913. Gebunden 5 M. (Sailer predigte auch im Allgäu.)

2585. Alte deutsche Schwänke. Ausgewählt von Dr. Ö., mit Holzschnitten von Max Unold (von Memmingen). Oktav. 369 Seiten. A. Langen, München, 1914.

2. Auflage 1926. Broschiert 8 M.

2586. Käuze. Skizzen und Reime. Oktav. Strecker & Schröder, Stuttgart, 1917.

2. Auflage 1919. 140 Seiten. Gebunden 1,50 M.

2587. Schlage die Trommel und fürchte dich nicht!** Politische Gedichte, ausgewählt von Dr. Ö. Öktav, 126 Seiten. Strecker & Schröder, Stuttgart 1919. Vergriffen.

2588. Hermann Kurz, Erzählungen und Schwänke. Ausgewählt und herausgegeben von Dr. Ö. (In der Sammlung „Schönste Erzählungen“, Band 21.) Oktav, 230 Seiten. Albert Langen, München, 1925. Gebunden 3 M.

2589. Montaigne, Von der Kinderzucht bis zum Sterbenlernen. Essays. Ausgewählt und herausgegeben von Dr. Ö. (In der Sammlung „Bücher der Bildung“, Band 20.) Oktav, 228 Seiten. A. Langen, München, 1925. Gebunden 3 M.

2590. Allotria. Gedichte. Oktav, 120 Seiten. Curt Pechstein, Verlag, München, 1927. Gebunden 2,75 M.

2591. Charles de Coster, Die Legende vom lustigen Schmied Smetse Smee. Verdeutscht von Dr. Ö., mit sechs Holzschnitten von E. Lörcher. Oktav, 104 Seiten. Verlag Alexander Fischer, Tübingen, 1927. Gebunden 3,60 M.

2592. Cervantes, Schelmen- und Liebesgeschichten. Ausgewählt und herausgegeben von Dr. Ö. (In der Sammlung „Langens Schönste Erzählungen“, Band 26.) Oktav, 189 Seiten. A. Langen, München 1927. Gebunden 3 M.
Der biedere Allgäuer wird sagen, es sei keine Ehre, Mitarbeiter und Redakteur am „Simplicissimus“ zu sein. Manchem mag auch der scharfe Spott dieses unseres Landsmannes, dessen Vater und Großvater Stadtschultheiß von Leutkirch war, nicht gefallen. Doch gemach! Wer tiefer eindringt, findet, dass Dr. Owlglas unendlich mehr sieht als andere und vor allem, dass er alles, was er sieht, sich zu sagen traut, wenn’s auch mißfällt. Das letztere allein schon ist eine Tugend, so selten geworden in unserer Zeit, dass man ihren Inhaber nicht nur achten muß, sondern gesetzlich schützen sollte. Aber bekanntlich liebt das Gesetz solche Männer nicht, am wenigsten, wenn sie, wie dieser, „in politicis“ sich ergehen. Die erstere Eigenschaft aber erklärt sich aus seiner Eigenschaft als Arzt. Wie der Arzt gewohnt ist und die Pflicht hat, nicht danach zu fragen, ob der Befund dem Patienten genehm sei oder nicht, sondern die Wahrheit festzustellen, und wenn ein Übel wahrnehmbar, es zu beseitigen mit Messer und Feuer, Höllenstein oder Fasten, so arbeitet dieser ärztliche Dichter und Schriftsteller. Er seziert das Leben und die Zeit und attackiert ihre Krankheiten, unbekümmert darum, ob der Patient auweh! schreit. Die literaturgeschichtlichen Bücher von Dr. Owlglas zeigen seinen weiten Gesichtskreis und seine Freude am rein Menschlichen, unabhängig von Ort und Zeit. So möchte man hoffen, dass er, der ein warmer Freund der Allgäuer Heimat geblieben ist und fast jedes Jahr sie aufsucht, seinen Landsleuten bekannter werde wie bisher. Man lese die Einführung zu Sebastian Sailer, den er uns wieder zugänglich gemacht hat, den berühmten Prediger, der die schwäbische Mundart in Wort und Schrift beherrschte und anwendete wie kaum einer vor ihm und nach ihm, der wohl wußte, warum er zu den Bauern in ihrer Sprache sprach, und man findet, dass Dr. Owlglas mit Stolz sich als Allgäuer bekennt. So wollen auch wir zu ihm uns bekennen. Auch das unterhaltsame Buch über den Schwaben Hermann Kurz konnte nur der Schwabe Dr. Owlglas zusammenstellen.

2593. Blätter des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde. Schriftleitung: Egon Freiherr von Berchem. Mayr Kellerers Verlag, München.
1928, 6. Jahrgang, Seite 17–20:.Geschichte einer Allgäuer Bauernsippe. Von Studienrat Franz Schachle-Diessen. (Die Familie Schühle oder Schelle stammt aus der Gegend um Wangen und Eßloß, kommt auch in Schongau vor.)

2594. Blätter für Naturschutz und Naturpflege. Herausgegeben vom Bund Naturschutz in Bayern. München.

9. Jahrgang 1926, 2. Heft, S. 77:.Steinadler bei Oberstdorf.
— S. 79:.Naturverwüstung in Füssen.
— S. 80:.Edelweißräuber auf der Höfats bei Oberstdorf.
— 3. Heft S. 92 ff.:.Moderne Vogelschutzbestprebungen. Von Dr. Alfred Laubmann, Konservator der Zoologischen Staatssammlung, München.
— S. 99 f.:.Schützet die Bergblumen!** (Betrifft das Allgäu.) Für die Jugend von Johann Rueß.
— S. 121:.Vergehen gegen die Verordnung zum Schutz der Alpenpflanzen in Immenstadt.

2595. Bock, Dr. Ernst: Der Schwäbische Bund und seine Verfassungen (1488–1534). Ein Beitrag zur Geschichte der Zeit der Reichsreform. Untersuchungen zur Deutschen Staats- und Rechtsgeschichte, begründet von Otto v. Gierke, herausgegeben von Dr. Julius v. Gierke, Professor der Rechte an der Universität Göttingen. 137. Heft. Breslau, Verlag von M. & H. Marcus. 1927. Großoktav, X und 224 Seiten. Broschiert 8 M.

Wer wußte bisher Genaues vom Schwäbischen Bund? Man konnte annehmen, er sei eine Zusammenfassung der schwäbischen Städte oder der schwäbischen Stände gewesen, vielleicht gegen den Kaiser als Organ der Selbstbehauptung. Nun erfahren wir, dass er mehr oder weniger vom Kaiser gegründet war, dass der Kaiser jeweils seine Verlängerung, namentlich bei den Städten, fast mit Gewalt erzwang, dass der Bund im Laufe der Jahre ein Instrument wurde, die Politik des Kaisers, vielfach freilich die Politik der Habsburger, zu unterstützen. So erklärt sich sein rasches Aufblühen. Vom Kaiser begünstigt, wurde er eine Macht mit Reichsrechten im Reiche, der, um einen Ausdruck aus der jüngsten Revolution zu gebrauchen, für Ruhe und Ordnung sorgte, weil niemand anderer dies tat, der sogar von 1496 ab ein wohltätig wirkendes Bundesgericht neben dem Reichskammergericht unterhielt.

So erklärt sich auch, dass diese ursprünglich schwäbische Einrichtung bald weit über Schwaben hinausgriff, vom Schwabenlande nur noch den Namen hatte. Wir finden als Mitglieder des Schwäbischen Bundes die bayerischen Herzöge, den Kurfürst von Brandenburg und den von Mainz, die Reichsstädte Nürnberg und Straßburg usw. Diese Ausdehnung war wohl auch die Ursache des Zerfalles. Den man sollte den politischen, dynastischen und militärischen Belangen hier und dort dienen, und da widersprachen sich sich denn manchmal. Philipp von Hessen war es, der um 1531 den Schwäbischen Bund sprengte. Er hatte zuvor mit anderen evangelischen Ständen zum Schutze des neuen Glaubens den Schmalkaldischen Bund geschlossen. Das Buch lässt uns manchmal einen Blick hinter die Kulissen der Zeit tun, die für uns Allgäuer als die Zeit des Bauernkrieges von besonderem Interesse ist.

Wir erfahren die Gründe für die Nachgiebigkeit des Erzherzogs Ferdinand gegenüber den aufständischen Bauern im Allgäu. Seine Gegner waren die bayerischen Herzöge, die den gegenteiligen Standpunkt einnahmen. Bezeichnend ist, dass der damals allgewaltige bayerische Kanzler Leonhard von Eck als Haupt der Kriegspartei ein Vorgehen mit Feuer und Schwert gegen die Bauern verlangte, während der Bundesfeldhauptmann Jörg Truchseß das Eigentumsrecht des Bundes auf die hälfte aller Güter, deren Inhaber sich am Bauernkriege beteiligt hatten, dekretierte. Als man das zu hart fand, drohte der Bund mit Plünderung und Gewalt, da er sich bei der Gelegenheit bereichern wollte. Über die Geschichte einzelner Bundesmitglieder aus dem Allgäu enthält die Arbeit wenig, doch werden die Städte Wangen, Leutkirch, Isny, Kempten, Kaufbeuren und Memmingen wiederholt genannt, letztere als federführend. Auch Füssen kommt vor. dass der Verfasser das Wort Allgäu einigemal noch mit einem „l“ schreibt, ist zu rügen. Wer schreibt die Ergänzung zu diesem Buch, die Geschichte der in der Gesellschaft vom St. Georgenschild vereinigten schwäbischen Prälaten, Grafen und Herren?

2596. Bohatta, Hofrat Dr. Hanns, Wien. Liturgische Drucke und Liturgische Drucker. Festschrift zum 100jährigen Jubiläum des Verlags Friedrich Pustet, Regensburg. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, Typograph des hl. Apost. Stuhles und der Kongregation der hl. Riten. Oktav, 75 Seiten, 26 Tafeln. Broschiert.
S. 65–70: Die liturgischen Drucke des Verlags Kösel in Kempten. Tafel 22–24: Arbeiten der Kemptener Druckerei aus dem XVII. Jahrhundert, von 1720 und von 1683.

2597. Bonner Zeitschrift für Theologie und Seelsorge. Verlag von L. Schwann, Düsseldorf.
Jahrgang 1924 Heft 3 Seite 232–250: Ein Bild des religiösen und sittlichen Lebens in der altspanischen Kirche. Von Stadtpfarrer Dr. D. Stiefenhofer in Dinkelsbühl.

Jahrgang 1925 Heft 4 Seite 293–321: Eine alte reichsstädtische Liturgie. Von Stadtpfarrer Dr. D. Stiefenhofer in Dinkelsbühl.

2598. Brack, Dr. Pius, Studienprofessor in Memmingen:** Zwischen Iller und Lech. Schwäbische Heimathefte. Erstes Bändchen (Juli bis September). 1. Wanderungen. Druck und Verlag: Josef Feiner & Co., G.m.b.H., Memmingen und Neu-Ulm. 1926. Großoktav. 108 Seiten. Mit einer Übersichtskarte von Schwaben und Neuburg. Broschiert 1 M.
Eine Zusammenstellung von heimatkundlichen Aufsätzen des Verfassers in verschiedenen mittelschwäbischen Tageszeitungen, insbesondere im Memminger Volksblatt. Behandelt werden: Die Iller — Memmingen beim Mondenschein — Die Teufelsküche bei Obergünzburg — Das Griebtal bei Ronsberg — Auf den Blender — In der Kürnach — Schrattenbacher Höhen — Das Memminger Trocental — Der Illergletscher — Die Iller. Der heimatfrohe Verfasser hat Sinn für die Schönheit der Natur, vergißt die Geschichte nicht und kennt die Geologie. Der größere Teil des Buches gilt noch dem Allgäuer Gebiet, nur der kleinere dem sogenannten Unterland. Eine gute Art, der Jugend und dem Volke die Heimat näher zu bringen, nicht zu viel Gelehrsamkeit, aber auch nicht ohne das nun einmal notwendige Fachwissen.

2599. -.Zweites Bändchen. Sonderdrucke aus: Memminger Volksblatt, Ottobeurer Tagblatt, Illergau-Zeitung, Babenhauser Tagblatt. Oktav, 120 Seiten. 1927. Broschiert 1 M.
Das 2. Bändchen berichtet vom Ort und Fluß Wertach, von einer Wanderung in der Gegend Markt Rettenbach bis Obergünzburg, vom Benninger Ried, von Ottobeurer Festlichkeiten des Jahres 1766 und von dem Wallfahrtsort Maria Elbern (Erlen) bei Ottobeuren, endlich von der Bildung des Löffelgabelstallehmes in Schwaben.

2600. Brunner, Karl:** Beiträge zu vergleichenden bakteriologischen Untersuchungen an der Mundschleimhaut mit besonderer Berücksichtigung der praktischen Verwertbarkeit für den therapeutischen Erfolg. Aus der Universitätsklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten der Hamburgischen Universität am Allgemeinen Krankenhaus St. Georg, Hamburg. Quart, 66 Seiten. Maschinenschrift. Auszug: Kiel 1921, Schmidt & klaunig. Oktav, 3 Seiten. Kiel, Medizinische Dissertation vom 18. Januar 1921.
Geboren 9. Februar 1890 in Kempten.

2601. Buchner, Dr. Georg, Oberstudienrat a. D.: Bibliographie zur Ortsnamenkunde der Ostalpenländer. Mit Unterstützung des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins herausgegeben von —. München 1927. Alpine Verlagsanstalt H. Stock & Co., Kommanditgesellschaft, Amlienstraße 9. Oktav. 36 Seiten. Broschiert 1,50 M.
Aus dem Allgäu kommen die folgenden Ortsnamen in dem Hefte vor, das nicht erklärt, wie sie entstanden sind und was sie bedeuten, wohl aber die Literatur über sie angibt, also wo zu lesen steht, wie sie entstanden sind und was sie bedeuten:.Alpgau, Allgäu, Burgheim, Füssen, Kalbsangst, Kempten, Kennel s, Memmingen, Legau, Grönenbach, Memmingerberg, Mittelberg im Walsertal, Pfronten, Raun s, Rohrdorf, Seifriedsberg**. Dazu kommen die Ortsnamen des oberen Illertales, die Tannheimer Berge und Flurnamen und die Weiler-Orte.

2602. Bühne und Welt. Verlag von Bühne und Welt, G.m.b.H., Hamburg 36. 18. Jahrgang 1916 Nr. 11: Hubert Wilm. Von Fritz Droop. Mit zwei Abbildungen von Exlibris.

2603. Bund, Der Schwäbische. Eine Monatsschrift aus Oberdeutschland. Schriftleitung: Hermann Missenharter. Verlag „Der Schwäbische Bund“ (Strecker & Schröder), G.m.b.H. in Stuttgart. Vierter Band 1921 Seite 236: Langholzflößerei auf der Iller.
— Seite 280: Barockkirche in Isny.

2604. Cartellieri, Dr. Phil. Walter:** Die römischen Alpenstraßen über den Brenner, Reschen-Scheideck und Plöckenpaß mit ihren Nebenlinien. (Philologus, Supplementband XVIII, Heft 1.) Leipzig, Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung 1926. Oktav, 186 Seiten und 8 Kartenbeilagen. Preis gebunden 14 M.

Seite 81 ff.: Von Landeck über den Fernpaß nach Füssen und von Füssen zur Donau. In dem Buche kommen die folgenden Allgäuer Orte vor: Bernbeuren, Campodunum, Faulenbach, Füssen, Hindelang, Immenstadt, Lechbruck, Mangmühle, Rieden, Roßhaupten, Roßschlagpaß, das Tannheimertal, der Bilsrain, Wertach und der Auerberg. Der Verfasser benützt manchmal veraltetes Material. dass er den römischen Namen von Kempten falsch schreibt, hätte nicht vorkommen dürfen. Wertvoll sind die beigegebenen Karten der römischen Wege. Für das Allgäu ist Karte VII einschlägig.

2605. Centralblatt für Mineralogie, Geologie und Paläontologie. E. Schweizerbartsche Verlagsbuchhandlung (Erwin Nägele), G.m.b.H., Stuttgart.

Jahrgang 1925 Abteilung B Nr. 10 S. 309–314: Über die untere Meeresmolasse zwischen Lech und Rhein. Von Max Richter, Bonn. (Wagneritz am Grünten, Nesselwang, Blaichach.)

2606. Cramer, Max, Professor in Heilbronn:** Zellerbuch, enthaltend sämtliche Angehörige der Familie Zeller aus Martinszell. Stuttgart 1927. Kommissionsverlag von Carl Grüninger Nachf. Ernst Klett. Oktav, VI und 217 Seiten. Mit vier Tafeln. Broschiert 8 M.
Diese Familie Zeller hat, was wenige deutsche bürgerliche Familien haben werden, nämlich urkundliche Stammbaumnachweise auf Jahrhunderte zurück. Das vorliegende Buch ist nicht das erste seiner Art, sondern es gibt eine ganze Reihe von Werken, welche sich mit der Geschichte dieser Familie befassen. Um 1500 lebte in Martinszell im Gebiete der Fürstabtei Kempten ein Konrad Zeller als Steinmetzmeister, der nach den Zerstörungen des Bauernkrieges in der Fürstabtei und im Bistum Augsburg viele Burgen und Klöster wieder aufbaute. Er und sein Sohn Johannes wurde vom Herzog Ulrich von Württemberg als Baumeister auf die von letzterem vor kurzem läuflich erworbene Feste Hohentwiel berufen. Konrad kehrte nach Vollendung des Auftrages nach Martinszell zurück, während der Sohn Johannes in Württemberg blieb und sich in Tuttlingen niederließ. Er schloß sich dort der evangelischen Lehre an und bestimmte seinen Sohn Johann zum Studium der Theologie. Seitdem sind die Zeller evangelische Pfarrer, aber auch Ärzte und Offiziere. Sie haben einen gut organisierten Familientag.

2607. Deutsche Alpenzeitung. Bergverlag R. Rother, München. 1927, 22. Jahrgang, 5. Heft Seite 141: Alfred Holl, Gimpelspitze – Nordwand. Mit zwei Bildern.
— Almhütten im Allgäu. Kunstblatt von A. Stoiß.
— Trettach-Westwand. Von Ernst Klemm.

2608. Deutsche Gaue. Heimatzeitschrift. Schriftleitung und Verlag in Kaufbeuren. Herausgeber: Christian Frank, Kaufbeuren. Jährlich 3,40 M. Jahrgang 1926/27. Band Seite 168: Besondere Berufe und Originale in Thalhofen, Ebenhofen, Markt Oberdorf, Schwenden, Gemeinde Leuterschach.
— Seite 174: Totschlag und Eid in Linden, Gemeinde Eggenthal.
— Seite 215: Die Salve-Regina-Stiftung in Steinbach bei Memmingen und in der Pfarrkirche zu Kaufbeuren.
— Seite 217: Doppeldecken der Wohnräume in Kempten.
— Seite 218: Eine Krage aus dem Beghinenhaus in Kempten und in Schongau.
— Seite 220: Eingemauerte Eidechse in Immenstadt.
— Seite 224: Volkstümlicher Scherz in Wertach, Greuth bei Kronburg.
— Seite 236: Heimatkundliche Zeitungsbeilagen im Allgäu, nämlich zum Füssener Blatt: Alt-Füssen, zum Allgäuer Anzeigeblatt in Immenstadt: Oberländer Erzähler, zum Lindenberger Tagblatt: Heimatkunde, zum Obergünzburger Tagblatt: Heimatkundliche Mitteilungen aus dem obersten Günztal, zum Ottobeurer Volksblatt: Unterhaltungsblatt.

28. Band 1927 S. 14 f.: Befestigung westlich Burk, Gemeinde Seeg.
— Der Lehenbühl östlich Legau.
— S. 15: Befestigung bei Hirschzell.
— S. 21: Alte und neue Heiligen-Tage im Allgäu.
— S. 28: Ziegelsteinmaße in Kaufbeuren.
— S. 29: Verκεhrte Grabplatte in der Pfarrkirche zu Irsee.
— S. 31: Die Schlögelmühle in Pfronten-Kappel und in Leuterschach.
— S. 32: Kapelle St. Mang bei Leuterschach.
— S. 53: Die Erdhausenburg in Burg (Burk?) im Bezirk Füssen.
— S. 57: Ruine Falkenstein mit Grundriß.
— S. 61: Brautgasse und Brauttüre in Kaufbeuren.
— S. 77: Franzosendurchmarsch in Irsee.
— S. 79: Holzkapellen in Geratsried und Rohrmoos.
— S. 80: Stange mit Sichel in Irsee.
— S. 96: Kaiserbesuch in Vils, Kempten, Kaufbeuren und Memmingen.
— S. 118: Die Heiligenfestfigur auf dem Auerberg.
— S. 127: Nächtliches Licht in der Kirche zu Wangen, Kempten, Füssen, Thannheim.
— S. 139: Eine Flachsdörre bei Kleinkemnat, Dörrhütten in Bärnbach, Stötten am Auerberg, Bertoldshofen, Bidingen und anderen Orten des Bezirks Markt Oberdorf; Brand der Dörrhütte zu Thalhofen, sowie eine Dörrhütte in Jungensberg bei Weiler.
— S. 141 f.: Der Kimratshofer Bauer im Himmel, Tiroler Scherze aus Füssen.
— S. 144: Die neue Gasse in Kaufbeuren, eine Tuchlaterne in Isny.
— S. 156: Der Rennweg in Kaufbeuren.
— Jerusalemsgräber in Bühl bei Immenstadt, Sameister bei Füssen, Eggenthal bei Kaufbeuren.
— S. 170 ist die Rede von Vogelherden. Dazu wäre nachzutragen der Hof „Vogelherd“ nordöstlich Vehigau.
— S. 178: Die Würgate in Schlichten, Gemeinde Eisenharz, und in Thalkirchdorf.
— S. 189: Schlägelmühlen oder Ölmühlen, auch Gipsmühlen in Pfronten-Kappel und in Leuterschach.
— S. 209 ff.: Der Urmaier. (Diese überaus wichtige Abhandlung wird allen Heimatforschern zur Beachtung empfohlen. Wir wissen über Urmaier im Allgäu noch so gut wie nichts. Das wäre ein dankbares Gebiet für eine Dissertation.) — S. 222: Blendung eines Ritters durch die Bauern nach der Ottobeurer Chronik.
— S. 233: Das Geschlecht der Buder in Memmingen und in Leutkirch.
— Eschemer, ein unbekanntes Wort in einem Vers aus der Kemptener Gegend.
— Der Magnusstab in Füssen.

29. Band 1928 S. 8: Limburgerkäse und Lüncburger.
— S. 14: Verdrängung der Sichel durch die Sense in der Gegend von Kaufbeuren und Füssen.
— Kuhnamen in Altusried.
— S. 15: Geäder aus der Abdeckerei in Schongau und in Kempten.
— S. 16: Flliche Anno 1482 in Burk, Gemeinde Bertoldshofen.
— Die Orgelpfeifen in Steinbach.
— Eine zweite Zimerdecke in Kempten und in Markt Oberdorf.
— Merians Illerbrücke bei Kempten.
— S. 23: Tanzhäuser in Friesenried, Blöcktach und Altdorf.
— S. 28: Bierkeller und die Zeit ihrer Erbauung in Kaufbeuren, Bertoldshofen und Irsee.
— S. 37: Stange mit Sichel gegen den Hennenvogel in Irsee.
— S. 69: Volksscherz in Sonthofen und Kempten.
— S. 72: Ausgehöhltes Kruzifix in Kaufbeuren.
— S. 75: Martinsturm in Kaufbeuren.
— S. 46 ff.: Bahingefährdung in Dietmannsried, Illerbrücke in Kempten, Jahrmarkt in Markt Oberdorf 1656.
— S. 91: Kirche zu Altenstadt.
— S. 93 ff.: St. Martin in Kaufbeuren, Eisern Vieh in Nuderatshofen, Kempten und der Furtenbachische Hof zu Ried.

2609. Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst. E. V. München, Wittelsbacherplatz 8. XXXV. Jahresmappe 1927.
Der Umschlag enthält die Wiedergabe einer Plakette Ludwig Eberles: St. Georg. In der Mappe selbst begegnen wir dem Fresko Eberles, „Christus am Kreuz mit Maria und St. Rochus“ aus der Feldkapelle in der Ewiesmühle. Beide Abbildungen sind charakteristisch für die wuchtig-herbe Art des Künstlers. Außerdem enthält die Mappe die Kriegergedächtniskapelle zu Hindelang von Thomas Wechs.

2610. Deutsche Glocke, Die. Jahrbuch 1926, Band II. Verlag Hans Rehhing, Ulm a. D. Gebunden 5 M.
Behandelt u. a. die Allgäuer Alpenwelt.

2611. Deutsche Illustrierte Rundschau. Hanns Eder Verlag, München, Schellingstraße 39. 1924 Nr. 5: Der rote Bock von der Hölle. Von Eugen Ludwig Hoeß, Immenstadt. Mit Bild des Verfassers.

1927 Nr. 5/6: Mater Maria Helena Rathgeber vom Institut der Englischen Fräulein in Kempten. Mit zwei Bildern.
— Die Regimentsdichterin Frau Else.Eberhard-Schobacher**. Mit Bild.

1927 Nr. 18/19, Sonderheft: Kath. Kinder- und Jugendfürsorge. Der Beitrag „Tuberkulose im Kindesalter und Kinderheilstätte“ enthält auf S. 685 ein Bild der Kinderheilstätte Mittelberg im bayerischen Allgäu (1050 m über dem Meere), „Die Fürsorge für nicht vollsinnige und schwachsinnige Kinder“, eine Gesamtansicht der Wohltätigkeitsanstalten von Ursberg (Seite 691), um deren Ausbau und Leitung sich der in Eggenthal bei Kaufbeuren geborene Monsignore Maurus Gerle hohe Verdienste erworben hat, auf Seite 692 ein Bild aus „Schwachsinnige-Mädchen-Anstalt Lautrach“ und der Aufsatz „Wegbereiter katholischer Jugendhilfe“ auf Seite 772/773, eine Darstellung der Arbeit des Abtes und späteren Bischofs Haneberg (geb. auf der Tanne bei Kempten) in dem genannten Bereiche mit einem Bilde Hanebergs.

Nr. 22–24: Franz Xaver.Unterscher** (Studienrat an der Oberrealschule in Kempten). Von Dr. Tilly Lindner. Mit Bild: ‚Ich wollt‘, dass ich daheime wär‘. Nach einem Pastell.
— Altärchen, geöffnet. Aus dem Allgäuer Heimatmuseum in Kempten.
— Kunstgewerbliche Schatulle.
— Nocturno.
— St. Johannes, Bronceplakette.
— Schicksalsfaust.
— Truhe und Büfett in Schnitzerei.

2612. Deutscher Bauvereins-Kalender 1928. Düsseldorf 1927. Kommissionsverlag von A. Bagel AG. Beiheft Seite 183 ff.: Die Baugenossenschaften des Regierungsbezirkes Schwaben. (Nach dieser Zusammenstellung gab es in den genannten Jahre im Allgäu die folgenden Baugenossenschaften, über welche der Kalender Einzelangaben bringt. Diese Einzelangaben beziehen sich auf Gründungsjahr, Mitglieder, Geschäftsanteile, gebaute Wohnungen, Geschäftsguthaben, Rücklagen, fremdes Kapital: Gemeinnützige Baugenossenschaft Kaufbeuren e. G.m.b.H., Baugenossenschaft für Verkehrsangehörige in Kempten, Bau- und Siedlungsgenossenschaft Kempten und Umgebung, e. G.m.b.H., Gemeinnützige Baugenossenschaft Kempten, Baugenossenschaft Memmingen, e. G.m.b.H.)

2613. Deutsches Archiv für Klinische Medizin. Verlag von F. C. W. Vogel, Leipzig.
106. Band, 1912, S. 442–461:.Klinische Untersuchungen über das Auftreten der Cutis anserina. Von Dr. Harry Koenigßelb und Dr. Fritz Bierl. Mit einer Abbildung. Sonderabdruck.

2614. „**Deutsches Volkstum**“ Februar 1927 Seite 109–116: Ludwig Thoma. Ein paar Briefe und Erinnerungen. Von Dr. Owlglas.

2615. Donau-Bote:** Sonderausgabe des 103. Jahrgangs zum Studiengenossensest Dillingen vom 13.–15. Juli 1927.
Studienrat Joseph.Bucher** (geb. am 17. Mai 1884 in Eich bei Kempten): Eine kunsthistorische Wanderung durch Dillingens Umgebung. Franz Kleinhans aus Binswangen bei Sonthofen 1751–53 als Erbauer der Kirche in Donau-Altheim.

2616. Dörfler, Peter:** Die Braut des Alexius. Novelle. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet KG., München. Kleinoktav. 70 Seiten. Gebunden. 1926.
Der zweite Teil der Erzählung spielt — wie bei Dörfler so oft — im Allgäu, doch ohne viel Beziehung zu Land und Leuten. Das Ganze ein feines Seelengemälde. Der tapfere Dörfler weiß solchen Dingen nachzuspüren und verschweigt nichts.

2617. Am Eichentisch. Erzählungen. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, Kommanditgesellschaft, München. 1927. Oktav. 253 Seiten. Gebunden 5 M.
Wie alle Bücher von Dörfler in seiner Heimat wurzelnd, das Volk, und zwar das Bauernvolk trefflich schildernd. Die Dinge spielen an der Nordostgrenze des Allgäus, in der Gegend um Füssen und Schongau. Man liest Dörfler immer wieder gern, selbst derjenige, dem er allzu viel Phantasie hat, freut sich seines Gemütes.

2618. Dörfler Peter zum 50. Geburtstag, 1878 29. April 1928. Ein Almanach mit Originalbeiträgen von Professor Karl Muth, Heinrich Federer, Johannes Mumbauer, Franz Herwig, Ruth Schaumann, Dr. Friedrich Fuchs, Dr. Josef Bernhart, Dr. Karl Linzen, Professor Wilhelm Weigand, Professor Max Ettlinger, Georg Schäfer, Dr. Anton Mayer-Pfannholz, Dr. Wilhelm Spael und anderen. Mit einer Tief- und 17 Kunstdrucktafeln, Verlag Josef Kösel & Fr. Pustet, München. 1928. Oktav, VI und 130 Seiten. Broschiert 1,20 M.
Peter Dörfler ist bekanntlich kein Allgäuer, vergleiche unsere Nummer 1531, doch in der Nähe des Allgäus zu Hause. In seinen Erzählungen berichtet er manchmal vom Allgäu. Ob ihm mit dieser Festschrift zum 50. Geburtstag ein Gefallen geschehen ist? Wir möchten es fast bezweifeln. Auf jeder zehnten Seite sein eigenes Bild in irgendeiner Ausmachung zu finden, ist Geschmackssache. Doch wollen wir ihm keinen Vorwurf machen, auch keinem seiner Freunde und Verchrer, welche zu dem Buche beigetragen haben. Schuld ist der Verlag, und der ist eben stolz auf diesen seinen Autor. Von den Beiträgen interessiert uns „Eine Stunde mit Peter Dörfler im Vaterhaus“ von Pfarrer Michael Bickel, weil dieser Autor Allgäuer ist und mit seinem Beitrag der sympathischen Persönlichkeit Dörflers eine Huldigung dargebracht hat, die nicht wie andere dieser Beiträge durch Überschwenglichkeit den Leser zurückhaltend macht. dass Bickel im Titel nicht genannt ist, freut uns. Er paßt auch nicht zu den andern.

2619. Dorn, Dr. oec. publ. Hanns,** ordentlicher Professor der Technischen Hochschule München:.Zur Einteilung der Versicherung. Sonderabdruck aus der Festgabe für Alfred Manes. Berlin 1927. Verlegt bei E. S. Mittler u. Sohn. Großoktav, 47 Seiten. Broschiert.
Geboren 8. Juli 1878 zu Kempten, Gymnasium dort absolviert.

2620. Dornier-Metall-Flugzeuge. Dornier-Metallbauten G.m.b.H., Friedrichshafen a. B. Quart, VI und 48 Seiten, 85 Bilder von Dornier-Flugzeugen und ihren Erfolgen in aller Welt. Broschiert. 1926.

2621. Dürkheim-Montmartin, Graf Wilfried von, in Steingaden:.
Die Milchwirtschaft im bayerischen Allgäu.
Eine Darstellung ihrer Organisation im Vergleich zu den analogen Verhältnissen der Schweiz. Bonn 1927. Aus dem Institut für Volkswirtschaftslehre der Landwirtschaftlichen Hochschule Bonn-Poppelsdorf. Institutsdirektor: Professor Dr. Beckmann. Vom Senat der Landwirtschaftlichen Hochschule Bonn-Poppelsdorf genehmigte Dissertation zur Erlangung der Würde eines Doktors der Landwirtschaft vorgelegt. Oktav, II und 81 Seiten, eine Kurventafel. Broschiert.

Die Literatur über den Begriff Allgäu (vgl. unsere Sammlung S. 108 ff.) war dem Verfasser nicht bekannt. Er schildert in großen Zügen die Entwicklung der Allgäuer Milchwirtschaft auf Grund ihrer Produktionsgrundlagen und unter Eingehen auf die technische Seite, wobei naturgemäß manche Frage unbeantwortet bleibt; auch etliche Ungenauigkeiten mit unterlaufen. Sodann bringt er eine wertvolle Darstellung der schweizerischen Milchwirtschaft und ihrer Organisationsformen bis zur Gegenwart, um schließlich zu vergleichen, wobei selbstverständlich das auf seinen Lorbeeren ausruhende, ewig streitende, von der Spekulation leben wollende Allgäu schlecht abschneidet. Etliche Male ist die geschäftliche Art des Allgäuers und sind die Ursachen des Tiefstandes unseres Käseabsatzes trefflich aufgezeigt.

2622. Egersdörfer, Konrad:** Die Städte auf den Reichstagen Maximilians I. seit dem Tode Bertholds von Mainz 1505–1518. Maschinenschrift 76 Seiten, 4 Quart. Auszug nicht gedruckt. Freiburg im Breisgau: Philosophische Dissertation vom 26. Februar 1923. (Die Städte des Schwäbischen Bundes werden stets als Gesamtheit erwähnt, genannt als nicht erschienen wird Isny.)

2623. Egner, Hans:** Der Nebenerwerb der bayerischen Volksschullehrer, seine Entstehung, Entwicklung und Bedeutung. München 1924. 37 Seiten. Quart. Auch in Zeitschrift des Bayerischen Statistischen Landesamtes. Jahrgang 56. München, Staatswirtschaftliche Dissertation vom 28. Juli 1921. Universität 24. 7417.
Egner geboren 14. März 1894 in Oberthingau.

2624. Ehren-Rangliste des ehemaligen deutschen Heeres** auf Grund der Ranglisten von 1914 mit den inzwischen eingetretenen Veränderungen. Herausgegeben vom Deutschen Offizier-Bund. Verlegt bei E. S. Mittler & Sohn, Berlin 1926. Oktav, XX und 1292 Seiten. Gebunden 21 M.
Das Buch enthält Seite 811 f. das 20. Infanterie-Regiment Prinz Franz, dessen II. Bataillon von Kempten ausmarschierte und das mit dem Allgäu so vielfach persönlich und sachlich verbunden ist. Wir lesen die Namen aller Offiziere und, was während des Krieges und nach dem Kriege aus ihnen geworden ist. Traditionstruppenteil des 20. Infanterie-Regiments ist die 9. Kompagnie des Reichswehr-Infanterie-Regiments 19 in Lindau, während die 10. und 12. Kompagnie dieses Regiments, beide in Kempten, die Tradition des 1. bayerischen Jägerbataillons, ehemals in Kempten, zu wahren haben.

2625. Eldain, Dr. Heinrich:** Deutschlands Besetzung durch die Römer. 1928. Druck und Verlag von Alired Kröner, Dinkelsbühl (Bayern). Oktav, 80 Seiten. Mit Bildern und einer Karte (Der Limes und seine Entwicklung). Broschiert 1,95 M.

Der Verfasser hat, weil in der Nähe des römischen Limes wohnhaft, sich mit den Verhältnissen der römischen Zeit in Deutschland befasst. Die Ergebnisse jahrzehntelanger Studien sind in diesem Büchlein niedergelegt, und zwar in einer auch für den Laien recht anschaulichen und verständlichen Weise. Es gibt so einen trefflichen Überblick über die Zeit, da die Römer in Süddeutschland regierten, über die Mittel, welche sie anwendeten, das Land zu beherrschen, und über die Zusammenhänge, die heute noch auf die Römerzeit hinweisen. Naturgemäß ist auch das Allgäu vertreten. Wir finden erwähnt die Orte Cambodunum = Kempten, Füssen, Memmingen, Stichlings bei Kempten, den Auerberg und die Betmauer bei Isny.

2626. Elhardt, Walter, Diplom-Ingenieur, Kempten:** Beiträge zur Kenntnis der Glukose und Maltose. Dissertation zur Erlangung der Würde des Doktors der Landwirtschaft bei der Bayerischen Hochschule für Landwirtschaft und Brauerei in Weihenstephan, eingereicht am 3. Februar 1928. Druck Tobias Dannheimer, Kempten. Oktav, 66 Seiten. Broschiert. Mit Lebenslauf.
Geboren am 11. Mai 1898 in Kempten.

2627. Emig, Dr. Kurt, Referendar am Amtsgericht zu Bamberg:** Die Bekämpfung der Kapitalflucht. Inaugural-Dissertation der juristischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität zu Erlangen. Approbiert am 24. März 1925. X, 139 Seiten in Maschinenschrift.
Geboren am 18. Januar 1902 in Kempten.

2628. Evangelisches Gemeindeblatt für das Allgäu. Verantwortlicher Leiter: R. Bauer, Pfarrer, Kempten, Reichsstraße.
11. Jahrgang 1926 Nr. 10: Dekanat Kempten.
— Nr. 12: Grundsteinlegung der evangelischen Kirche in Kottern.
12. Jahrgang 1927 Nr. 1: Evangelisches Schülerheim in Kempten.
— Nr. 3: Verein evangelisches Schülerheim Kempten.
— Nr. 4: Dekanat Kempten.
— Nr. 7: Evangelischer Jugendtag am 16. Juni 1927 in Kempten.
— Gabenstatistik des Dekanats Kempten.
— Nr. 8: Bezirkssynode des Dekanats Kempten am 29. Juni 1927.
— Kirchenweihe in Kottern am 17. Juli 1927.
— Nr. 9: 6. Hauptversammlung des Deutsch-Evangelischen Verbandes sozialer Jugendgruppen zu Kaufbeuren vom 4.–9. August 1927.
— Nr. 12 ff.: Die Allgäuer Glocke auf der Reise nach Gonja.
13. Jahrgang 1928 Nr. 3 und 4: Abschiedsfeier für Herrn Kirchenrat Erhard am 22. Januar 1928.
— Nr. 4: Kirchenrat Dekan D. Erhard †.
— Nr. 7 und 8: Aus der Geschichte der St.-Mang-Kirche Kempten.

2629. Exlibris. Berlin 1913. Heft 4, S. 171–178: Hubert Wilm. Mit zahlreichen Bildern und Graphikmustern.

2630. Falkenstein, Der, bei Pfronten. Deutsches Land. Bayerisches Allgäu!** Burghotel 1277 Meter über dem Meere. Post und Bahnstation: Pfronten-Ried. Prospekt, umfassend 8 Seiten mit 11 Bildern und Gedicht von Else Eberhard-Schobacher, Eisenbahn-Übersichtskarte. Schmaloktav. Beilage: Pensionspreise 1928.

2631. Forschungen und Fortschritte. Nachrichtenblatt der Deutschen Wissenschaft und Technik mit Unterstützung der deutschen wissenschaftlichen Körperschaften herausgegeben von Karl Kerkhof. 4. Jahrgang Nr. 21 vom 20. Juli 1928 Seite 213:.Ausgrabungen in Cambodunum (Kempten im Allgäu). Von Professor Dr. Friedrich Wagner, München.

2632. Forstverwaltung Bayerns. Sonderdruck aus Heft 1 der —, herausgegeben von der Bayerischen Ministerialforstabteilung (1927):.Das bayerische Staatswaldgebiet auf geschichtlicher Grundlage. Mit einer Karte. Überreicht vom Verein zur Herausgabe eines Historischen Atlasses von Bayern. 1927. Großoktav. 18 Seiten. Broschiert.

Wir erfahren, wie der bayerische Staat seine Waldungen im Laufe der Jahrhunderte zusammengebracht hat. Im Allgäu sind worden durch den Reichsdeputations-Rezess vom 25. Februar 1803 erworben worden vom Hochstift Augsburg die Ämter Markttoberdorf, Füssen, Sonthofen, Hindelang, Oberstdorf, die Abteien Kempten, Irsee, Ottobeuren, die Reichsstädte Kempten, Kaufbeuren, Memmingen; durch den Pressburger Frieden vom 26. Dezember 1805 die Herrschaften Bregenz (Weiler) und Hohenegg und die Herrschaft Königseck-Rothenfels im Immenstadt und Oberstaufen, endlich durch den Vertrag mit dem Königreich Württemberg vom 18. Mai 1810 zum Grenzausgleich die Herrschaft Trauchburg.

2633. Frank, Christian: Heimatarbeit und Heimatforschung. Festgabe für — zum 60. Geburtstag. Herausgegeben von Karl von Manz, Alois Mitterwieser, Hans Zeiß. 1927, Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, K.-G., München. Kleinoktav, 210 Seiten. Broschiert 5 M.

Hurat Frank oder, wie man jetzt schreibt, Oberpfarrer Dr. h. c. Christian Frank in Kaufbeuren hat am 26. Mai 1927 den 60. Geburtstag gehabt. Er ist kein Allgäuer, aber er lebt und wirkt im Allgäu und nimmt sein Material häufig aus der Umgebung seiner Stadt. Auf die Person und ihr Werk einzugehen, ist hier nicht der Ort. Wir haben lediglich zu registrieren, was in diesem Buche vom Allgäu handelt. R. Dertsch, der selbst Allgäuer ist, schreibt über landwirtschaftliche Zählungen und Inventuren des 16. Jahrhunderts, wobei er ein wahrscheinlich aus dem Jahre 1527 stammendes fürststiftisch-kemptisches Salbuch behandelt, welches die Verhältnisse um Kempten in damaliger Zeit ersehen lässt. Wir erfahren z. B. für Krugzell, St. Mang, St. Lorenz, Waltenhofen, Martinszell, Sulzberg die Verhältniszahlen der Pferde zum Vieh und damit des Getreidebaues zur Milchwirtschaft.
— Seite 57: Hildegard, die Gemahlin Karls des Großen, als Waldschenkerin im kemptischen Gebiete.
— Auch Veneziat Eberl, der Obergünzburger vielseitige Gelehrte, ist kein Allgäuer. Doch auch er nimmt sein Material aus der Umgebung. Er schreibt in dem Buche Seite 59 ff. über den Boden der Heimat. Auf diesem Gebiete ist er ja Bahnbrecher. Keiner wohl hat vor ihm so klar den Zusammenhang zwischen Geologie und Botanik oder die Abhängigkeit der Wirtschaft vom Boden erkannt und beschrieben.
— Der Bauernschriftsteller J. F. Ehleuter kennt das Bauerntum um Memmingen wie kein anderer von den Leuten, welche mit der Feder umgehen. Er hat sich als Thema gewählt: Wie ein Bauer Heimarbeit treiben kann und soll und wie ich dazu kam. Er bringt Erinnerungen von Theinselberg, Gemeinde Lachen, und vom Pater Kuhn seligen Angedenkens im Kloster Ottobeuren, aber auch von der Stadt Memmingen aus der Zeit vor der Jahrhundertwende. Im übrigen erzählt er von der Heimatpflege auf dem Lande in neuerer Zeit.
— Oberstudienrat F. Miedel berichtet unter dem Titel „Die Wohnsiedelungen an der oberen Westgünz“ vom Sinn und Wert der Ortsnamenunde, über Alter und Herkunft zahlreicher Ortsnamen der Ottobeurer Gegend in der bei ihm üblichen anschaulichen Weise.
— Professor Reinecke erwähnt in seinem Artikel über südbayerische Römerstraßenforschung aus dem Allgäu: Epfach, Schongau und Füssen.
— L. Riedmüller schreibt über die Reichsstädte Kaufbeuren als Künstlerstadt, wobei er auch den Bildhauer Jörg Lederer in Füssen, die Pestkapelle Oberdorf bei Hindelang und den Pfarrhof zu Altstädten bei Sonthofen erwähnt. dass er das Wort „Allgäu“ beharrlich mit einem „l“ schreibt und dabei sogar Baumanns Geschichte des Allgäus anders schreibt wie Baumann selbst, ist nicht schön von ihm.
— Richard Wiebel, Pfarrherr in Irsee, erzählt über lebende Quellen in seinem Pfarrorte.

2634. Franz, Hugo: Studien über den militärischen Charakter des Bauernkrieges in Oberschwaben und im Allgäu. Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde bei der Philosophischen Fakultät der Hessischen Ludwigs-Universität zu Gießen. Gießen 1924. Oktav, 57 Seiten und 4 Skizzen. Geheftet.
Die Arbeit bringt naturgemäß viel über das Allgäu.
Abschnitt IV beschäftigt sich mit den Bauern im Allgäu und dem Vertrag von Weingarten,
Abschnitt V berichtet erschöpfend und unter Zusammenfassung der gesamten Quellen und Literatur über den Verlauf und Ausgang der Kanonade bei Leubas. Neu ist, dass in diesem Falle das Problem des Allgäuer Bauernaufstandes vom militärisch-taktischen Standpunkte aus untersucht worden ist. Es braucht ja nicht gerade ein pensionierter General zu sein, der das tut; einer, der als Offizier den ganzen langen letzten Krieg mitgemacht hat, versteht auch etliches. So gibt uns die Arbeit wertvolle neue Gesichtspunkte zur Beurteilung der damaligen Zeit. Der größte Fehler, den die Bauern machten, war der, dass sie schon bei Beginn ihres Kampfes das Landsknechtelement ausschalteten. Die Landsknechte wären zur Verfügung gestanden, weil nach der Schlacht von Pavia abgelohnt. Sie hätten mit den Bauern sympathisiert, weil zum größten Teil aus bäuerlichen Verhältnissen hervorgegangen.

Es ist hochinteressant zu erfahren, dass die Knechte des Bundesheeres als unzuverlässig galten, nicht gegen die Bauern kämpfen wollten, dass der Truchsess verschiedene militärische Aktionen unterlassen musste, weil er seinen eigenen Leuten nicht traute. Lediglich seine Reisigen, das heißt seine Kavallerie, wären fest in seiner Hand, weil vorzugsweise aus ritterlichen Elementen bestehend. Ihnen konnte man zumuten, in Erwartung eines Überfalles der Bauern die ganze Nacht in Schlachtordnung auszuharren. So verhinderte die Kurzsichtigkeit der Bauern, welche die Landsknechte als Herrendiener haßten und ihnen nicht trauten, den Sieg der Bauernsache, der leicht zu erringen gewesen wäre, wenn man für eine Zeit das finanzielle Opfer der Besoldung dieser Knechte übernommen hätte.

Der Verfasser kommt zu dem Ergebnisse, dass von einem Verrat des Bauernführers Walter Bach keine Rede sein könne. Was er tat, war militärisch begreiflich. Er fasste den Entschluss zum Rückzug, weil seine Massen an Proviantmangel litten und weil Frundsberg, der Sieger von Pavia, mit 3000 erprobten Landsknechten anrückte, seinen Schlachtunruhm und sein kriegerisches Können zugunsten des Schwäbischen Bundes in die Wagschale werfend, vor allem aber, weil das Bauernheer nicht stärker war, wie die Chronisten vielfach übertreibend bisher angenommen haben, als das bündische Heer.

Was Walter Bach als Hauptmann der Bauern tat, war ein Akt der Überlegung; wenn Jörg Schmid von Leubas die letzten Reste der Aufständischen sammelte und sich mit ihnen auf dem Kohlerberg bei Sulzberg verschanzte, so war das ein Akt der Verzweiflung. Dabei darf nicht übersehen werden, dass sich die militärische Lage des Truchsess vor Leubas eine denkbar ungünstige war. An ein Erzwingen des Überganges über die Leubas an der von den Bauern gewählten Stelle war nicht zu denken; hätten die Bauern ausgehalten und sich inzwischen in das Vobetrige zurückgezogen, so wäre dem Truchsess ein langwieriger Bandenkrieg unter für ihn ungünstigen Verhältnissen nicht erspart geblieben.

Von besonderem Interesse für den Kriegsteilnehmer von gestern ist das, was der Verfasser erzählt über die Wirkung der dritten Hauptwaffe, der Artillerie, von damals. Bei Wurzach lässt der Truchsess drei Salven abgeben, und die Standhaftigkeit der Bauern ist gebrochen, in voller Auflösung fliehen sie in das Ried. Auch bei Leubas beobachten wir eine ungeheure moralische Wirkung des Artilleriefeuers. Dabei erfahren wir, dass die ganze Kanonade dem Heere der Bauern höchstens 40 Mann gekostet hat. Man denke an diese Geschütze und an die des Weltkrieges und denke daran, was die Teilnehmer des Weltkrieges an Trommelfeuer erlebt haben, ohne dass sie davonliefen. Allerdings hatten die Bauern noch keinen Schützengraben und keinen Unterstand.

Sind nun die Nerven der Soldaten von gestern bessere wie die der Bauern von 1525? Sicherlich ist das Gegenteil richtig. Wenn trotzdem der moderne Mensch gegenüber den Schrecken des Artilleriefeuers heute mehr Widerstand zu leisten vermag, so ist das wohl zurückzuführen auf die bessere Einsicht über Treffernöglichkeit und den stärkeren Willen, mit anderen Worten, auf die Überlegenheit der Seele über den Körper.

2635. Freiburg im Breisgau: Stadttheater. 1926/27 Heft 36 Seite 301–305..Alemannen und Schwaben. Von Dr. Fr. Hefele.

2636. Zur Baugeschichte des Freiburger Kaufhauses. Von Stadtarchivar Dr. Friedrich Hefele. Sonderabdruck aus Schauinsland. Jahrlauf 51–53. Seite 1–24. Quart. Broschiert. Mit 31 Abbildungen und 1 Umschlagbilde.

2637. Einwohnerbuch 1927/28. I. 1–29:.Ein politisches Paßquill aus dem Jahre 1671. Eine stadt- und kulturgeschichtliche Betrachtung. Von Stadtarchivar Dr. Friedrich Hefele.

2638. Freie Bahn. Wochenschrift für alle Volkskreise. München. Verlag Volksaufklärung. 1. Jahrgang Nr. 23: Hubert.Wilm** als Radierer. Mit 6 Bildern. Von Dr. Jos. Aug. Beringer.

2639. Fund-Berichte aus Schwaben,** umfassend die vorgeschichtlichen, römischen und merowingischen Altertümer. Unter der Leitung von Dr. Peter Goessler in Stuttgart. Stuttgart, E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung.
– XVII. Jahrgang 1909 S. 15:.Eine bronzene Lappenart aus einem der Grabhügel bei Ratzenried.
– XIX. Jahrgang 1911 S. 77 f.:.Leutkirch. — S. 139:.Kißlegg.
– XXII.–XXIV. Jahrgang 1914 bis 1916 S. 33 f.:.Fund einer Agrippa-Münze in Isny.
— S. 64:.Isny (Vemania) und Kempten (Cambodunum) im Besitz der Alamannen.
— S. 65:.Ehrendenkmal für den Kaiser Antonius Pius in Isny.
Neue Folge. Stuttgart, E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung G.m.b.H.
Band I (1917–1922)
— S. 25:.Kißlegg.
— S. 31:.Marstetten der Gemeinde Mooshausen im Oberamt Leutkirch und Herfaz der Gemeinde Preßberg im Oberamt Wangen.
Band III 1924–1926
— S. 4:.Ein Pollendiagramm über den Blütenstaubgehalt und die Entwicklung des Waldes nach Abschluss der Eiszeit vom Riedmüller Moos bei Isny.
— S. 42:.Fund eines Bronze-Schwertes in der Iller bei Mooshausen, Oberamt Leutkirch. Mit Bild.

2640. Funk, Josef, Inspektor:**.Das bischöfliche Knabenseminar St. Josef in Dillingen. Jubiläumsfestschrift. Dillingen 1912. Selbstverlag des Knabenseminars. Oktav, X und 299 Seiten. Mit vielen Bildern.
Dieses Buch hätte in unserer Sammlung schon längst erwähnt und besprochen werden sollen. Denn am bischöflichen Knabenseminar in Dillingen haben die Allgäuer beträchtlichen Anteil. Zunächst sei erwähnt der erste Inspektor.Johann Georg Weinhart**, geboren 8. Juni 1825 zu.Bergen, Pfarrei Waltenhofen**, der noch unter dem Rektor Böhm das Gymnasium Kempten 1844 absolvierte. Dieser Mann hat dem Knabenseminar so recht den Stempel seines Geistes aufgedrückt. Von ihm ist in dem Buche Seite 27 ff., ferner Seite 59 ff. und Seite 133 ff. eingehend die Rede.

Desgleichen von seinem Helfer in der Ökonomie,.Michael Kienle** aus Reicholzried. Auch das Bild von Weinhart sei erwähnt. Ein anderer Allgäuer Präfekt war.Dr. Gebhard Räbler**, geboren 1831 in.Weiler**, gestorben 1907 als Mitglied der Gesellschaft Jesu in Brasilien. Ebenso war Präfekt.Karl Keßler**, geboren 1857 zu.Aitrang**, ferner.Adam Wiedemann**, geboren 1857 zu Missen und gleichfalls Absolvent des Kemptener Gymnasiums, ferner Michael Raich, geboren 1864 zu Ottobeuren. Das Buch bringt, was eine mühselige Arbeit war, die Liste aller früheren Angehörigen des Knabenseminars mit Angabe von Ort und Zeit der Geburt und vor allem mit Nachricht, was aus ihnen geworden ist. Diese dankenswerte Liste enthält natürlich die Namen von vielen, vielen Allgäuern.

Darüber hinaus sagt das Buch uns auch, was die früheren Zöglinge des Seminars literarisch gearbeitet haben. Auch unter diesen Schriftstellern des Seminars sind manche Allgäuer, ohne dass es möglich wäre, an dieser Stelle sie alle zu nennen oder gar ihre Veröffentlichungen aufzuzählen. Erwähnt seien lediglich Professor Cölestin Schmid von Obergünzburg, der Zisterzienser Pater Gallus Weiher von Niedhof bei Bernbeuren, Dr. Richard Ledermann von Kaufbeuren, der Pater in St. Ottilien Cyrillus Wehrmeister von Füssen, Pfarrer Michael Raich von Ottobeuren, Dr. Anton Gulielminetti von Markt Oberdorf, Lyzealprofessor Dr. Stephan Schindele von Kleinkemnat, Oberstudiendirektor Dr. Johann Nepomuk Wößle von Ottobeuren, Professor Philipp Guggemos von Weißensee und der Stadtarchivar in Freiburg Dr. Friedrich Hefele von Waltenhofen.

2641. Füssen: Alpenansicht vom Galgenbichl (846 m) in 81,5 x 11,5 cm. Zeichnung von Willi Kaiser, Kempten. Aus Lama-RoggENhofer, Wegweiser für Füssen-Hohenschwangau. J. Gruber’s Verlag, Füssen. Preis 45 Pfennig.

2642. Alt-Füssen. Historische Beilage zum „Füssener Blatt“. Organ des Vereins „Alt-Füssen“.
2. Jahrgang 1926 Nr. 18 f.: Der Festsaal des St. Mangklosters von Universitätsprofessor Dr. Königer in Bonn.
— Nr. 20/21: Der Museums- und Denkmalspflegekurs in Füssen. Stadtverwaltung und Alt-Füssen.
— Nr. 22: Füssen und das Kloster St. Mang während der Drangsale des Dreißigjährigen Krieges. Von Prälat Dr. Leistle (Schluß).
3. Jahrgang 1927
— Nr. 1–3: Fortsetzung der Materialien zur Geschichte der Stadt Füssen. Von Josef Feistle, Lehrer in Füssen.
— Nr. 3: St. Mang in Füssen und St. Jakob in Innsbruck.
— Nr. 4/5: Dem Füssener Chronikschreiber Josef Feistle zum Gedächtnis. Zum 50. Todestag. Mit Bild.
— Aus meinem Leben. Von Josef Feistle. Stammtafel von Max, Hermann und Ida Feistle.
— Nr. 4/5–7: Füssen im Jahre 1861. Geschildert von Josef Feistle.
— Nr. 6: Eine Füssener Sage aus dem Dreißigjährigen Kriege. Von Josef Feistle.
— Der Falkenstein bei Füssen. Von Josef Feistle.
— Nr. 7: Benedikt Bauer (Agricola), Abt des St. Magnusstiftes in Füssen (1661–1696). Von Prälat Dr. Leistle.
— Nr. 8: Das „gemähl in der Kirche St. Walburg“ zu Weißensee.
— Burklard Furtenbach, Abt des Benediktinerstiftes Lambach in Österreich ob der Enns. (Geboren im Jahre 1544 in Füssen.) Von Prälat Dr. Leistle.
— Die Barensteiner, Uhrmacher zu Kirchthal der Pfarrei Seeg. Von Prälat Dr. Leistle.
— Nr. 9–18: Das Bürgermilitär im ehemaligen Landgerichtsbezirk Füssen. Mit 4 Bildern Von J. Keller.
— Nr. 11/12: Distrikts- und späterer Kreisinspektor Oberst Josef Freiherr v. Freyberg. Mit Bild.
— Nr. 19: Wie die Feste Ernberg zweimal gestürmt wurde und wie Füssen beinahe österreichisch geworden wäre. Von Erich Günther, Dillingen-Kempten.
— Nr. 20/21–7/8 von 1928: Trift und Flößerei auf Lech und Wertach von 1500–1900. Von Dr. Deißer, Füssen. (Äußerst verdienstliche, geradezu vorbildliche Arbeit zur Wirtschaftsgeschichte des Allgäus. Wer schreibt die Flößereigeschichte der Iller?)
4. Jahrgang 1928 Nr. 1/2: Die Wein- und Bierwirte in Füssen vor 300 Jahren.
— Nr. 9: Das bürgerliche Leben in der bischöflichen Stadt Füssen. Von M. Prosch.
— Der Pestfriedhof bei Hubmannsegg, Gemeinde Weißensee.
— Nr. 10: Füssen oder Füssen? Ein Beitrag zur Erklärung und Schreibung des Stadtnamens von Studiendirektor Müller.
— Ein altes Tiroler Künstlerheim in Reutte. Von Hans von der Trisanna. (Behandelt die Malersfamilie Zeiller. Paul Johann Jakob Zeiller ist geboren im Jahre 1653. Arbeiten von ihm finden sich in Wängle und in Tannheim. Sein Sohn Johann Jakob ist geboren 1710. Er schuf u. a. ein Werk für die Klosterkirche zu Ottobeuren. Dessen Vetter Franz Anton Z. ist 1716 geboren und half bei der Ausmalung der Kirche in Ottobeuren mit.)
— Nr. 11: Eine alte Füssener Feuer-Ordnung. Von Jos. Keller.
— Ein Gelöbnis der Gemeinde Böbing nach St. Mang in Füssen.
— Nr. 12: Eine alte Handwerksordnung aus Nesselwang. Von Josef Keller.
— Der größte Eiszeitfindling Europas im Allgäu. Von Dr. Erich Wasmund-Lindau.
— Nr. 13/14: Der Falkenstein in Geschichte und Sage. Von J. B. Doser und Ludwig Holzner. Mit 4 Bildern.
— Nr. 15/16: Die Nesselburg bei Nesselwang. Von Studienrat Ludwig Holzner, Pfronten.

2643. Das Bürgermilitär im ehemaligen Landgerichtsbezirk Füssen. Von Josef Keller, Füssen. Sonderabdruck aus „Alt-Füssen“. Historische Beilage zum „Füssener Blatt“. 3. Jahrgang Nr. 9 vom 6. Mai 1927.
— Nr. 18 vom 27. Oktober 1927. Mit Bildern. Verlag der B. Holdenried’schen Buchdruckerei in Füssen.

Eine dankenswerte Arbeit, die zugleich als Vorbild für andere Allgäuer Städte dienen kann. Unseres Wissens ist Füssen der erste Landgerichts- und Amtsgerichtsbezirk, dessen Bürgermilitär historisch erfaßt ist. Keller, bekannt als Förderer der Heimatpflege, hat ungemein gründlich gearbeitet und sich nicht nur auf die äußeren Geschicke des Füssener Bürgermilitärs beschränkt; er gibt uns einen Einblick in Geist und Wert dieser Einrichtung, wie er erschöpfender nicht gegeben werden konnte. Falsch wäre es, für den Begriff „Bürgermilitär“ nur ein Lächeln zu haben. Denn mag auch manche Begleiterscheinung unerfreulich gewesen sein, so ist doch auf der anderen Seite viel Arbeit und viel vaterländische Hingabe festzustellen, und vor allem müssen die Schwierigkeiten einer solchen Einrichtung wohl beachtet werden. Am wenigsten hat unsere Zeit Veranlassung, zu spotten. Denn wir haben gar nichts und wären heute froh, wenn wir nur eine Bürgerwehr hätten.

2644. Festsaal, Der Füssener, im St. Mangkloster**, beschrieben von Universitätsprofessor Dr. A. M. Koeniger, Bonn. Kommissions-Verlag Joh. Grubers Buchhandlung, Füssen. 1926. Miniatur, 31 Seiten.
Den Saal anschauen ohne diesen Führer hat keinen Sinn.

2645. Festschrift zum II. Bayer.-Allgäuer Bundes-Musik-Fest**, verbunden mit Internationalem Musikwettstreit in — im Allgäu am 4., 5. und 6. Juni 1927. Oktav, 40 Seiten. Mit schwarzen Bildern. Geheftet. Seite 2 f.: Zum 2. Bayer.-Allgäuer Musik-Bundesfest in Füssen. Gedicht von Fritz Gantner-Kempten. (Enthält Material zur Musikgeschichte von Füssen.)

2646. Geschäftsbericht der Hanfwerke Füssen-Immenstadt A.-G. für das Jahr 1926. Füssen, B. Holdenrieds Buchdruckerei (Gebr. Keller). Quart, II und 7 Seiten. Geheftet.

2647. Desgl. Geschäftsbericht und Bilanzvorlage über das Jahr 1927 für die 68. ordentliche Generalversammlung. Quart, II und 7 Seiten. Geheftet.

2648. Hanfwerke —Immenstadt, A.-G. Füssen 1926. Miniatur, 22 Seiten. Gebunden.
So etwas sollte jede größere Fabrik herausgeben. Das solid ausgestattete Heft sagt dem Kunden und dem Laien, was die Hanfwerke herstellen, woher der Rohstoff kommt, wie er aussieht, welchen Anforderungen er entspricht, in welchen Maßen jeder Artikel fabriziert wird usw. Gute Abbildungen machen die Sache vollends geläufig.

2649. Jahresberichte 1914–1920 der Sektion des D. u. De. Alpenvereins e. V. in —. Bericht über die Kriegsjahre 1914–1918. Gehalten in der Sektions-Hauptversammlung am 8. Juli 1919. Jahresbericht 1919/20. Gehalten in der Sektionshauptversammlung am 2. Mai 1921. Oktav, II und 15 Seiten. Broschiert.

2650. 6. Jahresbericht über die Städtische Real-schule mit Latein- und Handelsabteilung in — im Allgäu. Ausgegeben am Schlusse des Schuljahres 1926/27. Oktav, II und 23 Seiten. Mit fünf schwarzen Bildern. Geheftet.
Im April 1927 absolvierten zum ersten Male Schüler die sechsklassige Anstalt.

2651. Desgl. 7. Jahresbericht 1927/28. II und 16 Seiten.

2652. Kirchen, Die, Füssens. 15 Postkarten. J. Grubers Verlag, Füssen im Allgäu. In blauem Umschlag mit Stadtwappen.

2653. Königsschloß Neuschwanstein, Füssen und das Lechtal. 48 ganzseitige Bilder in Duplexdruck. Buchdruckerei und Verlagsanstalt Bonitas-Bauer, Würzburg. 1928. Preis 2,40 M.

2654. Sektion — des D. u. De. Alpenvereins e. V. in Füssen. Vereinsjahr 1921. Oktav, 8 Seiten. Geheftet.

2655. Auszug aus dem Jahresbericht der Sektion — des D. u. De. Alpenvereins 1922. Oktav, 1 Seite.

2656. Jahresbericht, gehalten in der Sektionshauptversammlung vom 16. Dezember 1924. Oktav, 7 Seiten. Geheftet.

2657. Desgleichen Jahresbericht pro 1925, erstattet in der ordentlichen Hauptversammlung am 26. Februar 1926. Oktav, 8 Seiten. Geheftet.

2658. Füssener Blatt. 1926 Nr. 239: Zur Baugeschichte der Krippkirche in Füssen. Von Bürgermeister Dr. Moser.

2659. Galerien Thannhauser in Berlin, München und Luzern. Eröffnungs-Ausstellung des neuen Berliner Hauses 3 Juni 1927. Oktav, 156 Seiten, zahlreiche Bilder. Gebunden.

Seite 154 Nummer 351: Der Fischzug von Max Unold (geboren 1. Oktober 1885 in Memmingen).

2660. Die Gartenlaube. Verlag Ernst Keil’s Nachfolger, G.m.b.H., Leipzig-Berlin. 1926
Nr. 50: Im Stall zu Bethlehem — Die Flucht nach Ägypten — Ruhe auf der Flucht — Das Christkind ist unterwegs — Ankunft im Dorf. Farbige Bilder nach Gemälden von Josef Madlener.

2661. Geologische Karte von Württemberg. Herausgegeben vom Statistischen Landesamt. Maßstab 1:1 000 000, 23×30 cm. 30 Pf. umfasst auch das württembergische und beträchtliche Teile des bayerischen Allgäus.

2662. Geologische Rundschau. Berlin. Verlag von Gebrüder Borntraeger: Band XVIIa. 1926. S. 317–362: Beiträge zur Stratigraphie und Tektonik der subalpinen Allgäuer Molasse. Von Max Richter (Bonn). Mit 1 Textfigur und Tafel VIII und IX. Als Sonderabdruck zu 3 M. vom Allgäuverlag A. Gumstein-Brack in Grünenbach. Die Karte umfasst etwa das Gebiet: Oberstaufen—Kempten—Schongau—Roßhaupten—Sonthofen.

2663. Geologisches Archiv. Herausgegeben von Prof. Dr. Ernst Kraus, Riga. Verlag: R. Oldenbourg-München-Berlin, Piloth & Lösle-München. 4. Jahrgang 1926 Seite 1–14: Das Klippengebiet von Balderschwang im Allgäu. Von H. B. Cornelius, Wien (Mit 1 geologischen Spezialkarte 1:25 000, 1 Profiltafel, 13 Textfiguren).
— Seite 61–70, 124–141, 168–223: Geologische Forschungen im Allgäu. Von Dr. E. Kraus, o. Professor der Geologie und Paläontologie, Riga. Mit 1 Tafel, darstellend Profile durch die Immenstädter Molasse, und 16 Abbildungen.

2664. Goldhasen, Post Rückholz, Allgäu. Bahnstation Seeg oder Nesselwang. 856 Meter über dem Meer. Werbeblatt, umfassend 2 Seiten mit 2 schwarzen Bildern. Großoktav.

2665. Grieben-Bücher für Natur und Kunst. Herausgegeben von Viktor Goldschmidt. Die Bayerischen Alpen. Mit 13 geologischen Abbildungen. Miniatur, 157 Seiten. Broschiert 1,80 M. Grieben-Verlag Albert Goldschmidt, Berlin 1926.
Es gibt Reiseführer des bekannten Verlages Grieben. Hier handelt es sich nicht um einen Reiseführer, sondern um etwas Neues und Gutes, nämlich einen Reisebegleiter oder Reisevorbereiter. Das vorliegende Bändchen behandelt die bayerischen Alpen. Es hat den Zweck, demjenigen, der nicht nur schauen und essen und trinken will, sondern der mit der Landschaft, welche er durchwandert, vertwachsen [sic] will, näheres zu erzählen. Das Bändchen behandelt im Rahmen der bayerischen Alpen auch die Allgäuer Alpen vom Bodensee bis zum Lech. Wir finden zunächst eine eingehende Darstellung der Geologie des bayerischen Hochlandes, dann eine solche der Pflanzenwelt der bayerischen Alpen, dann eine solche der Tierwelt. Verfasser sind Münchner Gelehrte, so dass Gewähr gegeben ist für Gediegenheit der Darstellung. Wesentlicher ist, dass letztere auch dem Laien halbwegs verständlich geschrieben ist.

Der allgemeine Teil über die Entstehungsgeschichte der bayerischen Alpen berücksichtigt das Allgäu gebührend, es folgt dann ein besonderer Teil Seite 30 ff. mit Bildern. Auch in der Abhandlung über die Oberflächengestaltung (Morphologie), die gleichfalls durch Verständlichkeit der Darstellung sich auszeichnet, finden wir das Allgäu gut vertreten. Doch wird der Ausdruck „die Karen“ zu beanstanden sein, es heißt: die Kare. Seite 50 f. finden wir eine geologische Wanderung im Gebiet der Mädelegabel, Seite 61 f. die Pflanzengeographie der Allgäuer Alpen, Seite 78 f. die Pflanzenschutzbezirke des Allgäus, nämlich im Bezirksamt Sonthofen das Gerstrubener-Tal und das Traufbach-Tal mit 2000 Hektar, das Bacherloch bei Einödsbach mit 600 Hektar und rund 4000 Hektar umfassendes Gebiet südlich von Immenstadt. Auf den Artikel über die Tierwelt der bayerischen Alpen sei lediglich hingewiesen, er wird dem Fachmanne Freude machen. Dieses gilt nicht von der weiteren Abhandlung über die Wirtschaftsentwicklung in den bayerischen Alpen. Diese hat ein zwar offenbar sehr gelehrter, aber mit den Verhältnissen offenbar ebenso wenig vertrauter Würzburger Universitätsprofessor geschrieben.

Zunächst kennt er den längst festgelegten Begriff Allgäu nicht, dann gebraucht er fortgesetzt den Ausdruck Almen, der oberbayerisch, aber nicht schwäbisch ist. Als Handelspflanzen sollen im Allgäu vorkommen: Senf und Hopfen. Bitte vorzeigen! Es gibt keine Allgäuer Herdbuchgesellschaft, sondern sie heißt: Herdebuchgesellschaft. Interessant ist, dass schon der selige Gaius Julius Cäsar sich über die Allgäuer Milchwirtschaft geäußert haben soll. Die Allgäuer Kindermehlsfabriken werden durcheinandergebracht, statt Ronsberg schreibt der Mann: Roßberg und statt Seltmanns: Seltenaus. Die Holzstofffabrik Aumenpten besteht seit Jahren nicht mehr. Das in der ganzen Welt bekannte Mathematisch-Mechanische Institut Adolf Ott in Kempten fehlt ebenso wie die in den letzten Jahren entstandenen Käseschmelzwerke usf. Auch der Artikel über die Kunst des bayerischen Alpengebietes muß beanstandet werden. Es ist ein Artikel über die Kunst des oberbayerischen Alpengebietes einschließlich Salzburg, während das Allgäu so ziemlich fehlt, insbesondere die doch sicherlich bemerkenswerte Stiftskirche zu Kempten nicht erwähnt ist. Dagegen ist eingehend die Rede von Augsburg, das mit alpiner Kunst nichts mehr zu tun hat. Nicht gesagt ist, dass Hans Multscher aus dem Allgäu stammt. Die eingehende Behandlung der Münchner Kunst ist fehl am Platze. Entweder gilt der Artikel der bayerischen Kunst oder München muss, weil nicht in den Alpen gelegen, wegbleiben. Lediglich Ottobeuren ist Seite 131 und 143 ein klein wenig erwähnt.

2666. Griebens Reiseführer. Verlag Albert Goldschmidt, Berlin W 35. Miniatur. Broschiert.
Band 181..Allgäu** (mit bayerischem und württembergischem Vorland), Oberes Lechthal und Bregenzer Wald. 4. Auflage. Mit 7 Karten. 1927. 194 Seiten. 3 Mark.

2667. Desgl. Band 182..Oberstdorf im Allgäu mit Anhang: Oberstdorf im Winter. Mit 3 Karten. 3. Auflage. 1927. 63 Seiten. 1,25 Mark.
Diese Führer sagen nicht, wer sie gemacht hat, wer für sie haftet. Der übers Allgäu bringt einen Abschnitt über die Literatur, kurz, systemlos, wertlos und kennt die Sammlung „Neuere Allgäuer Literatur“ nicht. Die Karte von Kempten ist vollkommen unzulänglich. Der Verfasser glaubt nicht, dass „Allgäu“ von „Alpgau“ komme und dass die Kaiserin Hildegard die Stifterin der Abtei Kempten sei. Nun ja, die Herren in Berlin wissen eben alles besser. Die Grenzen des Allgäus sind nicht ganz richtig angegeben. So wäre noch manches zu berichtigen. Es scheinen die einheimischen Mitarbeiter zu fehlen. Sonst sind die Reiseführer von Grieben doch so gut.

2668. Desgl..München und das Bayerische Hochland** (mit Allgäu). Kleine Ausgabe mit 8 Karten. Preis 2,25 Mark. Verlag Adolf Goldschmidt, Berlin.

2669. Großmann, August und Dr. Merkt, Das K. B. Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 17. Auszüge aus den amtlichen Kriegstagebüchern. Herausgegeben vom bayerischen Kriegsarchiv. Heft 16a II. Teil der Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. München 1926. Druck von D. Eisele u. Sohn, Augsburg. Im Eigenverlage des Bundes ehemaliger Angehöriger des K. B. Reserve-Infanterie-Regimentes Nr. 17. Großoktav, VI und 150 Seiten. Broschiert 1,50 Mark.

Vergleiche Nr. 1079 dieser Sammlung. Das Buch enthält viele Namen von Allgäuern, weil ja die 3. und 4. Kompagnie des Reserve-Regimentes 17 ursprünglich aus Allgäuern bestand. Abgesehen vom Persönlichen ist das Wertvolle an dem Buche die Schilderung der Taten, durch welche sich Regimentsangehörige die Bayerische Militärverdienst-Medaille, die sogenannte Tapferkeitsmedaille erworben haben. Diese Schilderungen sind geeignet, der Jugend für alle Zeiten zu zeigen, dass nicht Sparta allein es war, wo Heldentum gedich, dass Vaterlandsliebe durch die Tat und unter Ausopferung des Lebens auch bei uns zu Hause ist und im großen Kriege von der Allgäuer Jugend, mag sie dem Gymnasium entsprungen oder vom Bauernhofe gekommen sein, Taten vollbracht wurden, würdig denen, von welchen uns die Geschichte meldet. Dabei darf nicht übersehen werden, dass das, was in Form einer Ordensauszeichnung aktenmäßig gemacht wurde, immer das geringere ist, nämlich die Tat derer, welche am Leben blieben. Die ungezählten Heldentaten derer, welche ihr Leben ließen, waren größer und sind nicht aufgezeichnet. S. 77 ff. kommen folgende Allgäuer vor: Vizefeldwebel Ludwig Moog aus Haslach bei Oy, Unteroffizier Ulrich Hipp aus Nieden bei Markt Oberdorf, Vizefeldwebel Artur Herb aus Pfronten, Vizefeldwebel Sebastian Kirmaier aus Kempten, der ungemein beliebte und hervorragend tapsere Mann, der später leider gefallen ist, Gefreiter.Johann Nottach** aus Immenstadt, Sanitätssoldat.Albert Haas** aus Lindenberg, Vizefeldwebel.Josef Listl** aus Kaufbeuren.

2670. Grubers Wanderkarte von Füssen, Hohenschwangau, Reutte, Lermos, dem Lechthal und den angrenzenden Gebieten. Maßstab 1:75000. J. Grubers Verlag, Füssen im Allgäu. Kartographische Anstalt der Hofbuchdruckerei Eisenach, H. Kahle, A.-G. 1928. Die Karte wird begrenzt von Ammergau—Roßhaupten—Mittelberg im Norden, Sorgschrofen—Gaishorn—Hochvogel—Hinterhornbach—Elbigenalpe im Westen, umfasst also einen Teil des Allgäus. Höhenschichten, die von 100 zu 100 Meter abgetönt sind. — Vgl. Nr. 1614.

2671. Gunzesried im bayerischen Allgäu. Werbefaltblatt, Großoktav. 8 Seiten. Mit 1 farbigen und 10 schwarzen Bildern. Gunzesried liegt bei Sonthofen im bayer. Allgäu, 890 Meter über dem Meer. Druck: Gg. Moser, Immenstadt.

2672. Haeuser, Dr. Josef, Oberregierungsrat, in Verbindung mit Pater Dr. Damasus Aigner, Bezirksgärtner M. Haß, Hauptlehrer Jos. Brunhuber und Pfarrer Jos. Harraßer von Ludwig Lechner: Das Leipachtal. 25 Bogen mit 55 Abbildungen und der Generalstabskarte im Ausmaß 1:100000. 2. Auflage. In Ganzleinen gebunden RM. 6.—. Heimatbücher-Verlag Müller & Königer, München 13.

2673. Haß, Karl, ordentlicher Universitätsprofessor in Hamburg:** Institutionen des deutschen Privatrechts auf rechtsvergleichender und soziologischer Grundlage, zugleich Einführung in bürgerliche Recht. Band I: Personen- und Sachenrecht vornehmlich Deutschlands und der Schweiz von —. 1927. Verlag von Ferdinand Enke in Stuttgart. Großoktav, XVI und 224 Seiten. Gebunden 13,50 M.

2674. Schwedisches Recht. Sonderabdruck aus dem Handwörterbuch der Rechtswissenschaft. 1927.

2675. Norwegisches Recht. Sonderabdruck aus dem Handwörterbuch der Rechtswissenschaft. 1927.

2676. Norwegisches Aktienrecht. Erschienen in der Zeitschrift für Handelsrecht. 1928.

2677. Hammerschmid, Pater Anton, Franziskanerordenspriester, Ehrenmitglied des D. u. E. Alpenvereins und der Bayerischen Botanischen Gesellschaft: Exkursionsflora für die deutschen Alpen und das nächstliegende Vorland. München 1928. Druck und Verlag der Graphischen Kunstanstalt A. Huber, Neuturmstraße 2a. Kleinoktav, VII und 479 Seiten. Gebunden 6 M.
Dieses umfangreiche Pflanzenbuch umfasst die deutschen Alpen und das Alpenvorland bis ungefähr zu einer Linie Kempten—Schongau—Holzkirchen—Rosenheim—Laufen. Die.Allgäuer Alpen** vom Lech bis zum Bodensee haben eine eigene Signatur. So finden wir denn manchen Allgäuer Ort als Fundort. Nachdem bei uns im Allgäu zur Zeit niemand ist, der die Allgäuer Botanik literarisch bearbeitet, wäre wünschenswert, wenn dieses Buch die Grundlage bilden würde für weitere botanische Betätigung heimischer Naturwissenschaftler, so dass in die nächste Auflage möglichst viele Angaben aus dem Allgäu dazu kommen.

2678. Handbuch des Deutschen Ski-Verbandes 1928. Amtliche Ausgabe. Im Eigenverlag. Bearbeitet von Ewald Wunderlich. Kleinoktav, broschiert.

Seite 90 f.:.Allgäuer Ski-Verband. Gegründet im Oktober 1908. Vorstand ist Adolf Kögl in Kempten. Der Verband hat Ausschüsse für Sport, Touristik, Jugendpflege und Verkehrswesen. Vereine bestehen in Altstädten, Fischen, Füssen, Gunzesried, Hindelang, Immenstadt, Kaufbeuren, Kempten (Skiklub und Skiabteilung der Alpenversektion), Kottern, Legau, Lindenberg, Markt Oberdorf, Memmingen, Nesselwang, Obergünzburg, Oberreute, Oberstaufen, Oberstdorf, Pfronten, Rettenberg, Riezlern, Sonthofen, Thalkirchdorf, Wangen, Weiler, Weißensee und Wertach. Außerdem sind dem Verbande auch verschiedene Vereine angeschlossen außerhalb des Allgäus, z. B. in Augsburg, Lindau, Mindelheim.
— Seite 123 ff.:.Schwäbischer Schneelaufbund, Sitz Stuttgart. Gau Oberschwaben mit dem Sitz in Isny. Dieser Gau hat Vereine an folgenden Orten des württembergischen Allgäus: Eisenbach-Kreuzthal, Friesenhofen, Isny, Kißlegg und Leutkirch.

2679. Handwerk, Das Bayerische, in seinen alten Zunftordnungen. Ein Beitrag zur Geschichte des bayerischen Handwerks und Zunftwesens. Beiträge zur bayerischen Kulturgeschichte. Band I. Herausgegeben von W. Zils, München. Heimatbücher-Verlag Müller & Königer, München, Schellingstraße 41. Preis kartoniert 3 RM.

Seite 96:.Meßgerordnung in der Reichsstadt Kempten von 1573**, mitgeteilt von Oberarchivrat Dr. Eg. Schrötter.
— Seite 123:.Ordnung des Seilerhandwerks zu Memmingen vom 16. Jahrhundert**, mit Nachträgen von 1563, 1567, 1607, 1660, 1661, mitgeteilt von Oberarchivrat Dr. Eg. Schrötter.

2680. Handwörterbuch der Staatswissenschaften. Vierte Auflage. Verlag von Gustav Fischer in Jena. Band VIII, 1926, Seite 436–452:.Private Unfallversicherung. Von Dr. Hanns Dorn.
— 1927, Seite 697–710:.Viehversicherung. Von Dr. Hanns Dorn.

2681. Hartmann, P. Maurus, O. S. B.: Lebensbild eines Missionärs unserer Zeit. Missionsverlag von St. Ottilien, Post Geltendorf (Oberbayern). Druck von Franz X. Seiß, München, Buttermelcherstraße 16. Großoktav, 63 Seiten. Mit schwarzen Bildern. Broschiert.
Geboren am 21. November 1865 beim unteren Wirt des Pfarrdorfes Wald, Bezirk Markt Oberdorf.

2682. Hecht, Joseph, Der romanische Kirchenbau des Bodenseegebietes von seinen Anfängen bis zum Ausklingen. Mit einer Einführung von Professor Josef Sauer, Freiburg i. Br. Zwei Bände in Großoktav. Frobenius A.-G. Verlag, Basel (Schweiz).

Als Vergleichsbau ist unter anderem Isny herangezogen.

2683. Hefele Dr. Friedrich, Wie Freiburg Bischofsstadt wurde. Mit 18 Bildern. 1927. Herder & Co., G.m.b.H. Verlagsbuchhandlung Freiburg im Breisgau. Großoktav, XII und 48 Seiten. Broschiert.

2684. Hege und Jagd. München, Rumfordstraße 19.

1925 Heft 22: Kopfleiste „Gamßbod“. Von E. L. Hoeß.
— Nr. 30 vom 25. Juli 1925: Vollblatt „Sommergams am Widderstein“, Aquarell. S. 1039 eine Federzeichnung. S. 1054: Vollblatt „Berggnomen“. Sämtlich von Eugen Ludwig Hoeß.

2685. Hellmeyer, Alexander:.Augsburg und Bayerisch-Schwaben. Bayerische Reisebücher IV. Band. Mit 70 Abbildungen, 4 Plänen und 1 Karte. 1927. Verlag Knorr & Hirth, G.m.b.H., München. Oktav, 168 Seiten. Broschiert 2,80 M.

Das Büchlein erzählt von den beiden Allgäuer Lechstädten Füssen und Schongau und behandelt vom schwäbischen Oberland Memmingen ziemlich ausführlich, ferner Ottobeuren, Kaufbeuren und Kempten. Es schließt mit einem kleinen Ausblick auf die Gegend südlich Kempten, der besser weggeblieben wäre, weil zu dürftig. Der Verfasser hat eine ansprechende Art, dem Fremden eine Gegend zu zeigen. Er betrachtet sie selbst mit Augen, die mehr sehen wie der Durchschnitt der Reisenden. Die Grenzen des Allgäus kennt er nicht. Was er über die drei Städte schreibt, aus denen Kempten besteht, ist neu, doch richtig.

2686. Von deutschen Bergen und Seen. Die Schönheit der Bergwelt, gesehen mit Maleraugen. 24 Gemälde moderner Meister, wiedergegeben im farbigen Kupfertiefdruck (Hausifdruck). Mit einem Begleitwort vom Herausgeber. Verlag der Münchener Graphischen Gesellschaft Pick & Co., A.-G. Quart. Gebunden 12 Mark.
Nr. 7: Professor Bürgers Motiv bei Oberstdorf im Allgäu.

2687. Heimat. Volkstümliche Beiträge zur Kultur- und Naturkunde Vorarlbergs. Dr. H. Helboks Selbstverlag in Innsbruck, Universität.

2. Jahrgang S. 19 f.: ’s Fraile vu Ruckburg (Gemeinde Möggers).
— S. 55: Der Schriftsteller Albert Ritter aus Weiler.
3. Jahrgang 1922 S. 57 f.: Sagen aus der Gegend von Rucksteig (Gemeinde Möggers). Mitgeteilt von Franz Dieth. VGl. dazu 1924 S. 88.
4. Jahrgang 1923. S. 116 ff.: Wörter und Sagen beim Heumachen. Von Dr. Leo Fuß. (Auch für das benachbarte Allgäu von Belang.) — S. 169: Bild aus dem Kleinen Walsertale.
Diese Zeitschrift ist die heimatpflegliche Vollendung. Man liebt das Land allein der Zeitschrift wegen, die volkstümlich ist bei aller Gediegenheit.

2688. Heimat, Die Bayerische. Bildtafeln für Heimatkunde und Heimatkunst von Julius Kempf. Verlag Georg D. W. Callwey, München, Finkenstraße 2/0. 1928.
10. Lieferung, Folge 3 Blatt 17: Erdgeschoßgrundriss eines Bauernhauses bei Füssen, dazu Giebel- und Längsansicht, zwei Bauernhäuser im oberen Allgäu, Bauernhaus aus der Pfrontner Gegend.

2689. Heimatkundliche Mitteilungen aus dem obersten Günztal. Zwanglos erscheinende Beilage zum „Obergünzburger Tagblatt“. Herausgegeben von der „Heimatlergemeinde“ Obergünzburg.

1926 Nr. 1:.Abt Albert Keuslin aus Liebenthan. Zur Erinnerung an seine Erwähnung zum Abt vor 300 Jahren. Von Ludwig Bernhardt, München. Geboren am 7. Mai 1591 auf dem Schlosse Liebenthan, Rektor der Universität Salzburg, gewählt zum Abte der Abtei Sankt Peter in Salzburg am 30. April 1626.
— Nr. 1 bis Nr. 18:.Die Tier- und Pflanzenwelt der Obergünzburger Gegend und des Bezirksamtes Markt Oberdorf. Von J. Sohler, Oberlehrer, Untrasried. Vorbildlich sorgfältige, kenntnisreiche Arbeit!
— Nr. 2:.Die Fischerei in der Günz und ihren Nebenbächen 1791. Instruktion. Stift Kempten, den 30ten May 1791.
— Nr. 4 bis Nr. 13:.Geschichtliche Notizen über Ebersbach, B.-A. Markt Oberdorf. Herausgegeben von August Goerler, Pfarrer und Kammerer in Ebersbach.
— Nr. 18:.Aus dem Ronsberger Gerichtsbuch.
— Nr. 19:.Die Römerstraße Obergünzburg — Augsburg. Von Eberl.
— Nr. 19 bis 21:.Der Zustand der Landwirtschaft um Obergünzburg und im Allgäu überhaupt vor 120 Jahren.
— Nr. 21 f.:.Der heutige Zustand der Landwirtschaft um Obergünzburg und im Bezirksamte Markt Oberdorf.
— Nr. 24 ff.:.Beschreibung der Pflege Liebenthanh 1714. 2. Teil.

2690. Heimenkirch: Hundert-Jahr-Feier der Strohhut-Fabrik Franz Xaver Hagspiel’s Nachfolger — (bayer. Allgäu). 1827–1927. Kleinoktav breit, 16 Seiten. Mit Bildern. Broschiert.

Am Beispiele eines einzelnen Geschäftes wird die Entwicklung der Westallgäuer Strohhutindustrie aufgezeigt. Ein intelligenter und unternehmender Küsergeselle Hagspiel von Lindenberg wird 1827 „Spekulant“, er fängt den Strohhuthandel an. 1912 machte die Firma 340 000 Hüte.

2691. Prospekt,** umfassend 6 Seiten mit 5 Bildern und 1 Eisenbahnübersichtskarte. Schmaloktav, Faltblatt.

2692. Helbok, Professor Dr. Adolf: Geschichte Vorarlbergs von der Urzeit bis zur Gegenwart. Heimatkunde von Vorarlberg. Herausgegeben vom Vorarlberger Landesmuseum unter Schriftleitung von Dr. Adolf Helbok, Professor an der Universität Innsbruck. Heft 11. Schulwissenschaftlicher Verlag Haase, Leipzig, Wien, Prag. Schruns 1925. Großoktav, IV und 205 Seiten. Broschiert 7,20 Mark.
Diese Geschichte Vorarlbergs interessiert uns Allgäuer natürlich erheblich, weil die Wechselbeziehungen zwischen Allgäu und Vorarlberg zahlreich sind, im Buche auch oft erwähnt. Wir erfahren manches über das Kloster Kempten, die Herrschaften Hohenegg und Königsegg, Weiler und Altenburg, die Einfälle der Vorarlberger zur Zeit der Franzosenkriege ins Bayerische, die Behördenorganisation Bayerns zu der Zeit, da ganz Vorarlberg in der Verwaltung unter Kempten und in der Justiz unter Memmingen stand. Die Kirchen in Röthenbach und Grünenbach und Gestraz gehörten zur Mehrereu.

Vorarlberg war verkehrspolitisch wichtig als Übergang vom Reich nach Italien, von der Schweiz in die habsburgische Monarchie. Da erfahren wir allerhand über den Allgäuer Pferdehandel ins Welschland und andere wirtschaftliche Verhältnisse. Wie Vorarlberg wurden durch die Politik der Habsburger die Allgäuer Städte Wangen, Isny, Leutkirch, Kempten geängstigt, so dass man Abwehrbündnisse schloss. Die Hospizstiftung des Heinrich Findelkind aus Kempten vom Jahre 1386 ist erwähnt usw. Das Buch fesselt als das Muster vollendeter Geschichtsschreibung. Wir denken an unseren Baumann und seine Geschichte des Allgäus. Das war damals das Beste, was es geben konnte. War eine unendlich sorgfältige und darum unendlich dankenswerte Zusammenstellung aller Nachrichten über das Allgäu, die aus Büchern und Archiven erhältlich waren. Dies gab 3 Bände.

Diese Geschichte von Vorarlberg ist dem Umfange nach ein halber solcher Band. Der Verfasser hat es meisterhaft verstanden, das, was er über sein Land vorzubringen hat, einzubinden in die politische und wirtschaftliche Zeitgeschichte. Er eröffnet uns wertvolle Ausblicke, welche ersehen lassen, wie die einzelne Landschaft abhängig ist vom allgemeinen Zeitgeschehen, vom allgemeinen Zeitgeist. Doch nirgends war er breit; ein halbes Sätzlein oder ein Satz, und man hat den Zusammenhang mit dem großen Ganzen, man erkennt die Gründe. Vorbildlich ist diese Geschichte auch hinsichtlich Zurückhaltung des Verfassers gegenüber Dingen, die zur Kritik herausfordern. Er erzählt, deckt die Zusammenhänge auf, die Kritik überlässt er dem Leser. So kann man unser Nachbarland nur beglückwünschen zu diesem Buch und zu dem Manne, der in treuer Heimatliebe es schuf. Nur eine Ausstellung muß gemacht werden: es fehlt Inhaltsverzeichnis und Ortsregister und Sachregister. Dazu eine Karte. Jeder, der das Buch hat, würde sich einen diesbezüglichen Nachtrag wohl gerne anschaffen.

2693. Hengeler, Adolf: Frühling. Farbiger Faksimiledruck. Bildgröße 39×46 cm. Verlag Scherl, Abteilung Kunstverlag. Berlin SW. 68. 35 Mark. Signiert: A. Hengeler 97.
Die Landschaft erinnert stark an den Grünten.

2694. Henkel, Dr. Theodor, senior, Professor für Agrikulturchemie und Milchwirtschaft an der Technischen Hochschule München, Geheimer Regierungsrat: Die Versorgung der Städte mit Frischmilch durch Milchsammelstellen. Sonderdruck aus der „Süddeutschen Molkerei-Zeitung, Kempten im Allgäu“, Nr. 26 und 27 von 1927. Oktav, 14 Seiten. Geheftet 0,40 Mark.

2695. Rohe und pasteurisierte Milch. S. 27 bis 35 der Schrift: Rohe oder pasteurisierte Milch? Eine Sammlung fachwissenschaftlicher Abhandlungen. Herausgegeben von der „Süddeutschen Molkereizeitung“ Kempten im Allgäu 1927.

2696. Die Geilstellen. Nachdruck verboten. Sonderdruck aus dem „Allgäuer Bauernblatt“ Kempten, Nr. 48 vom 3. Dezember 1927. Druck der Allgäuer Druckerei und Verlagsanstalt Kempten. Oktav. 10 Seiten. Mit Bildern. Geheftet.

2697. Melken in alter und neuer Zeit. Sonderdruck aus der „Süddeutschen Molkerei-Zeitung, Kempten im Allgäu“, Nr. 1 vom 5. Januar 1928. Nachdruck verboten. Druckereiabteilung der Süddeutschen Molkereizeitung, Kempten. Oktav, 7 Seiten. Mit Bildern. Geheftet.

2698. Hertlein, Friedrich: Die Römer in Württemberg. Herausgegeben vom Württembergischen Landesamt für Denkmalpflege. 1. Teil: Die Geschichte der Besetzung des römischen Württemberg. Verlag von W. Kohlhammer in Stuttgart. 1928. Mit 14 Tafeln, darunter 3 Karten und 5 Textfiguren. Großoktav, XVI und 200 Seiten.
Eine ausgezeichnete Übersicht, die auch das benachbarte bayerische Allgäu berücksichtigt. Wir lesen von dem Hauptorte Cambodunum oder Kempten des Stammes der Estionen, von der Via Claudia Augusta, welche von Verona über den Fernpaß nach Füssen (Foetibus) führte, weiteres über die römische Siedelung einerseits auf dem Lindenberg, andererseits auf der Burghalde. Das gallische Wort Cambodunum bedeutet die Stadt an der Flußkrümmung, weil damals die Iller um den Nordfuß der Burghalde herumfloss. Die Wasserscheide zwischen Argen und Iller bildete die Grenze zwischen den Stämmen der Brigantier und der Estionen. In der Nachkriegszeit lief die Grenze vom Rhein über die Iller zur Donau. Die Grenzschutzstraße ist nachgewiesen über Vemania in der Nähe von Isny nach Cambodunum.
Eingehend behandelt wird der Verlauf der Straße an Maierhöfen vorbei, in dessen Nähe Vemania und ein Castell für eine Ala zu suchen sind. Erwähnt sind ein Töpferofen bei Großholzleute, römische Münzen bei der Schweineburg, römische Scherben bei Lengersau, beide 3 Kilometer südwestlich von Isny. In Kempten damals der Stab einer Legionsabteilung von tausend Mann. Die Grenzschutzstraße führte von Kempten über Memmingen bis zur Einmündung der Memminger Aach in die Iller, und zwar meist einige Kilometer hinter der Iller. Außerdem kommen vor der Auerberg, die Betmauer bei Isny und der Meilenstein vom Jahre 201, der angibt, dass Kempten noch 11 000 Schritte seien. Er stammt aus der Isnyer Gegend, das Original steht jetzt in Stuttgart. Ein Abdruck findet sich im Allgäuer Heimatmuseum.

2699. Herz, Dr. Alfred, Über komplexe Eisenverbindungen der Benzoesäure und der Salizylsäure. Inaugural-Dissertation, zur Erlangung der Doktorwürde einer Hohenschein Naturwissenschaftlichen Fakultät der Bernhard-Karls-Universität Tübingen vorgelegt von —. Leipzig, C. F. Winter’sche Verlagshandlung 1913. Oktav, VIII und 92 Seiten. Broschiert.
Dr. Alfred Herz ist geboren am 19. August 1884 in Immenstadt im Allgäu. Er lebt jetzt in Niederau bei Meissen.

2700. Hindelang — Bad Oberdorf, Wintersportplatz. Bayerisches Allgäu. Bahnstation Sonthofen. 851 Meter über dem Meere. Prospekt, umfassend 4 Seiten, mit 1 farbigen, 5 schwarzen Bildern und 1 Zufahrtslinienkarte. Schmaloktav. Zu beziehen vom Verkehrsbüro.

2701. Hinterstein / bayer. Allgäu, bei Hindelang, 865 Meter über dem Meere, Bahnstation Sonthofen, Autoverbindung Sonthofen—Hindelang, Omnibusverkehr von Hindelang nach Hinterstein. Prospekt, umfassend 6 Seiten. Mit 1 farbigen und 6 schwarzen Bildern sowie 1 Eisenbahn-Zufahrtslinienkarte nach Hinterstein. Schmaloktav, Faltblatt. Herausgegeben vom Verkehrsverein.

2702. Hpelberger, Franz Xaver:** Über Gummenbildung in den Lymphdrüsen. Maschinenschrift. Quart, 13 Seiten. Auszug nicht gedruckt. München, Medizinische Dissertation vom 28. Juni 1921. Universität 22.8369.
Geboren 1. Mai 1894 in Sonthofen.

2703. Hoeß, Eugen Ludwig:** Kunstblätter der „Jugend“. G. Hirth’s Verlag, München, Lessingstraße 1.
– Nr. 4738: Der alte Spielhahn vom Printschen. 1920.
– Nr. 4690: SpielhahnpalZ.

2704. Hummel, Benedikt:** Über einen Fall von tumorähnlicher Bildung im Mesocolon transversum nach Fettgewebsnekrose. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde bei der Medizinischen Fakultät der Bayerischen Ludwig-Maximilians-Universität zu München eingereicht von — aus Kempten im Allgäu. Universitätsverlag von Robert Noske in Borna-Leipzig 1927. Oktav, 25 Seiten. Geheftet.
Geboren am 1. Oktober 1901 in Kempten im Allgäu.

2705. Heiligtümer. Ein Spiel aus des Allgäus trübsten Tagen in fünf Akten. Allgäuer Heimatbücher. 2. Bändchen. 1926. Verlag von Ferd. Oechelhäuser, Kempten im Allgäu. Oktav. IV und 47 Seiten. 3 Bilder: Des heyligen Reichs Statt Kempten — Gordian Seuter — Matthias Waibel. Grün broschiert 2,50 M.
Das ist etwas ganz Besonderes, etwas noch nie Dagewesenes in der Allgäuer Literatur. Zunächst wegen der Person des jugendlichen Verfassers. Ein Waisenbub, ein Kempten Kind, also ein Sohn des Allgäus, aber doch schon in jungen Jahren viel herumgekommen in der Welt. Bald hier, bald dort ausgenommen. Der schrieb schon als Student am Gymnasium ein Theaterstück, das im Gesellenverein zu Kempten ausgeführt wurde und starke Wirkung hatte. Gleichfalls ein Stoff aus der deutschen Kirchengeschichte, aus einer Zeit menschlicher Verirrungen:
Der Hexenhammer.
Das Stück war gut, denn es wurde später auch in Schweinfurt und Würzburg auf größeren Bühnen ausgeführt, trotzdem der Verfasser sicherlich keine Beziehungen zur Bühne hatte. Da sagte ihm einmal einer: Wenn du schon Dramen schreibst, so erzähle deinem Volk aus der Geschichte deiner Heimat, nimm Allgäuer Stoff! Er nahm das Jahr, das für solchen Zweck vielleicht das wirkungsvollste ist in der 2000-jährigen Geschichte des Allgäus, das Jahr des Bauernkrieges. So entstanden die „Heiligtümer“.

Als er sie schrieb, war er Universitätsstudent, aber ein solcher merkwürdiger Art, einer, der keinen Tropfen Bier trinkt und noch nie geraucht hat und doch der beliebtesten einer in seiner katholischen Verbindung oder in seiner Kemptener Algovia. Heute ist er ein junger Arzt, der seine medizinischen Eramina [Examina] mit Auszeichnung wie selten einer bestanden hat. Vom Allgäu handelt das Stück. Haben wir bisher ein Stück gehabt, das vom Allgäu handelte? Nein, zum ersten Male wagt sich die Vergangenheit unserer Heimat auf die Bühne. Im folgenden soll versucht werden, den Inhalt dieses „Spiels“ wiederzugeben. Es entbehrt – was vom echten Drama verlangt wird – nicht der Handlung, nicht des tragischen Konfliktes von höchster Wirkung.

Anno 1525, also gerade vor 100 Jahren, vom Zeitpunkte an gerechnet, da die „Heiligtümer“ vollendet wurden. Der alte Bauer Knopf liegt auf seiner armseligen Liegerstatt; die Sösa, seine Magd, sieht zum Fenster hinaus. Ein Hagelwetter will herausziehen, und sie jammert in dem Gedanken, dass der Hagel die Getreideernte zerstören könnte. Denn der Vogt des Abtes von Kempten, der Dengelsteiner, verlangt außer dem bisher üblichen Blutzehent, den schönsten Schumpen im Stall, von dem ihm untertanen Bauern nun auch den Kornzchent und lässt sich davon nicht abbringen trotz des Hinweises, dass im Allgäu das Korn nicht wachsen will. Der Sohn des alten Bauern, der Jörg Knopf, war bei ihm, doch der Vogt warf ihm Faulheit vor und schalt ihn Lumpenpack und befahl die Ablieferung, auch wenn der Bauer Wurzeln fressen müsste.

Das Gewitter zieht vorüber, der alte Vater beruhigt sich und schläft ein. Da sieht der Sohn plötzlich, wie eine Jagdgesellschaft mitten durch sein Getreidefeld reiten will; er stürzt hinaus, den Reitern und den Herren, an deren Spitze der Dengelsteiner, den Weg durch das Getreidefeld zu wehren. Doch der Dengelsteiner schlägt ihn blutig. Der alte Vater verfolgt vom Bett aus durch das Fenster den Vorgang und die Aufregung lässt ihn einem Schlaganfall erliegen. Der Jörg Knopf berät mit der Sösa, ob es nicht besser wäre, sich dem Vogt zu ergeben, indem man die Leibeigenschaft übernimmt, um die ewigen Quälereien los zu werden. Der Jörg warnt, „denn das ganze Gesinde gehöret mit dem Bauern dem Herrn“, aber Sösa weiß das und will trotzdem bei Jörg bleiben, ihm zu helfen über diese schwere Zeit hinweg.

Im zweiten Aufzug lernen wir zunächst eine Allgäuer Kunkelstube damaliger Zeit kennen; die Frauenzimmer spinnen und erzählen sich Neuigkeiten. Man redet vom Tode des alten Knopf, von der Tatsache, dass die Sösa im Hause blieb, von ihrem Bruder, dem Vikar Waibel im Stift drin, und da kommt auch die Rede auf die Primiz, die der Fürstabt Sebastian von Breitenstein dieser Tage mit großen Feierlichkeiten gefeiert hat mit 60 Jahren. Die Sösa nennt das eine Fastnachtskomödie, „weil halt jetzt das Leben trotz Fressen und Saufen ausgelebt ist und ein bisschen ein heiliges Leben vor dem Tode nicht schaden kann“. Da reißt plötzlich der Dengelsteiner die Türe auf. Der Bruder der Sösa, der Stiftsvikar, hat bei der Primizpredigt vor einer Riesenmenge Volkes Seiner Fürstlichen Gnaden und den hohen Herrn die Wahrheit gesagt: „Christus mit der Armut im Herzen und mit der Armut im Leben: Ihr aber mit der Armut auf den Lippen und mit dem Reichtum im Herzen! Der Herr ist gegangen mit Segen über die Felder: Ihr jagt vernichtend mit Nossen darüber! Der Eure aber führt Euch zur Treibjagd!“

Der Stiftsvikar wollte vom Fürstabt sofort zur Verantwortung gezogen werden, doch er entkam, geschützt und umjubelt von der rasenden Menge. Und nun hat der Dengelsteiner den Auftrag, ihn zu suchen; er vermutet ihn bei der Schwester. Der Vogt reißt die Schränke auf, die Bauernweiber stürzen davon, der Dengelsteiner ist mit Sösa allein. Er findet, sie sei ein schön Weib. . . Wie er im Begriffe ist, die Widerstrebende niederzuzwingen, betreten Jörg Knopf und ihr Bruder Matthias Waibel die Stube; sie retten das Mädchen, der Dengelsteiner flüchtet.

Der dritte Aufzug zeigt uns Matthias Waibel im Hause des Knopf in stiller Nacht, die evangelische Wahrheit suchend. Schriften von Luther sind auch ihm zu Hand gekommen, und nun prüft er die Lehre, dass der Glaube allein und nicht die Werke den Menschen rechtfertigen. Er findet, dass manches, was bisher war, nicht recht war. Jörg war in Kempten und bringt eine neue Trauerbotschaft. Der Abt hat zur Strafe für die Tat des Vikars, auf Antrag des Vogtes, Jörg und seine Magd als leibeigen erklärt. Es ist in der Stiftsstadt öffentlich angeschlagen. Sösa tröstet den Jörg, doch der versteht das besser: „Leibeigene Leute haben vonnöten zur Heirat die Einwilligung des Herrn!“ Diese Erkenntnis bringt beide zur Verzweiflung, denn beide wissen wohl, der Dengelsteiner wird diese Heirait nie gestatten. Er hat zu Demütigendes von beiden erlebt.

So reift in Matthias wie in Jörg der Gedanke an den alten Bundschuh, das Befreiungszeichen der Bauern, und alle drei meinen, dass der Herrgott mit ihnen sein müßte. Jörg hält den Bundschuh hoch und bittet Sösa, die Freiheitsbraut, ihm die Hand zu geben, und den Vikar, ihren Bund für geweiht und heilig zu sprechen. Der tut’s und verspricht, mitzumachen und zu den Bauernseelen zu reden von der Freiheit eines Christenmenschen. Jörg zieht ab, damit ihn die Reiter des Vogtes am Morgen nicht holen, und verspricht seinem Weib, wenn er wieder komme, seien die Bauern frei. Dann wollten sie Hochzeit machen. Kaum ist the [sic] Jörg und der Vikar aus dem Hof, so kommt schon der Dengelsteiner und umstellt mit den Seinen das Haus.

Sösa und der Dengelsteiner allein in der Kammer. Draußen brasseln die Fackeln, bereit, die Hütte in Brand zu stecken. Der Dengelsteiner will davon absehen, wenn Sösa ihm die Hochzeitnacht gewährt. Sie überlegt und faßt einen großen Entschluß: „Zwei Heiligtümer stehen auf dem Spiel. Beide gleich hoch und heilig. Eines muß geopfert werden. Die Fackeln brennen — — — Jörg, für dich.“ Sie entschließt sich für die Rettung des Hofes, der Vogt hat sein Ziel erreicht.

Der vierte Aufzug führt uns zur Nachtzeit in das Kampfgelände an der Iller. Der Schulmeister von Kempten berichtet dem Waibel, wie es in der Stadt steht. Er weiß zu erzählen, dass in Würzburg die Bauern das Joch abgeschüttelt hätten. Jörg und Matthias beraten. Jörg berichtet, dass vom jüngsten Buben bis zum ältesten Mann im Allgäu und im Hegau alles mitmache. Jörg wird zum Führer der Bauern gewählt. Matthias nimmt den Bauern den Eid ab für die Freiheit „das Heiligtum der Heiligtümer“. Matthias predigt den Bauern: „Liebe Gesellen, nichts erreicht Ihr mit Gewalt, doch viel mit Eintracht und Klugheit. Wir wollen schließen einen großen Bund. Frei müßt Ihr werden erst in der Seele, müßt Euch erringen die Freiheit eines Christenmenschen, müßt innerlich frei sein!“ Doch der Mesner des Stiftes, der sich zu den Bauern geschlagen hat, hetzt diese auf, sie sollten mit ihm ins Stift ziehen, er habe die Schlüssel; viel gebe es dort an kostbaren Geräten. Matthias redete Jörg zu, das nicht zu tun, weil mit Gewalt nichts zu erreichen sei.

Doch Jörg wird gegenüber dem Drängen der Masse schwach, er geht mit. Zurück bleiben Matthias und der Schulmeister. Der meint: „Du bist mit deinem goldenen Herzen zu schade für diese Perle. Die verdienen keine Freiheit.“ Wir ahnen, dass Unheil heraufzieht. Die Bauern sind ins Stift gezogen, so beginnt der vierte Aufzug. Im Hause des Jörg Knopf zu Leubas haust der Schulmeister mit dem Vikar. Den drücken schwere Sorgen; statt Freiheitskämpfern für den Christenglauben hat er Räuber sich gezogen. Sösa kommt vom Stift zurück, wohin sie der Dengelsteiner mitgenommen hatte. Sie erzählt vom Kampfe, den sie nicht gesehen hat, doch sie weiß, der Dengelsteiner, der Befehlshaber der fürstlichen Truppen, ist unterlegen, war ja gar nicht dabei. Doch schon frägt ihr Gewissen sie, ob sie recht gehandelt, denn sie hat gehört und sie schreit es wild hinaus, kein Altar und kein Bild mehr ist in der Kirche.

Da kommt auch Jörg mit einem Sack und begrüßt sie als sein Weib, das nunmehr frei sei. Jörg erfährt, dass Sösa im Stift gewesen, doch nicht bei ihm. Eine furchtbare Ahnung kommt über ihn, und angeekelt stößt er sie von sich: Du Hure! Matthias aber nimmt den Sack, den er mitgebracht, und zieht einen Kelch heraus, „ein Heiligtum“. In höchster Erregung nennt er den Führer der Bauern Räuber und Tempelschänder. Der Vikar will ins Stift zurück, den Kelch an seinen Ort zu verbringen. Sösa und Jörg verstehen sich nicht mehr, denn auch sie nennt das, was er getan, gestohlen. Doch was die beiden dem Jörg predigen, weiß er selber: Die Freiheit ist verloren; für redliche Bauern im redlichen Kampfe hätte der Kaiser wohl etwas getan, für Räuber hat er nur das Schwert. Jörg in Verzweiflung.

Da kommen die Abgeordneten der Bauern wieder und verkünden, dass in Würzburg die Bauern geschlagen seien, dass es jetzt gelte, um das zu kämpfen, was man glaubte mühelos errungen zu haben. Jörg ist diese Lösung eine Befreiung, er will den Bauern die Freiheit wirklich kaufen mit seinem letzten Gut, mit seinem Blut. Sein Heim und sein Weib gibt er verloren. Der fünfte und letzte Aufzug führt uns in des Schulmeisters Stube in der Stadt. Man weiß, dass die Bündischen mit 1500 Reitern und 6000 Fußknechten im Anmarsch gegen die Bauern sind. Der Bürgermeister Seuter sucht beim Schulmeister dessen Freund, den Vikar, „den die Reichsstadt wohl als der besten einen in ihren Mauern barg“.

Der Vikar kommt vom Lager an der Leubas, und er bekennt: „Ich sprach nicht zu den Kämpfern, meine Rede galt den Sterbenden. Sie waren die ersten Zuhörer, die mich recht verstanden.“ Nun aber lässt es ihm länger keine Ruhe, er will im Morgengrauen ins Stift hinauf, das entwendete Heiligtum in die Kirche zurückbringen. Man warnt ihn, doch er bekennt: Ich habe Räuber gezüchtet aus Christenmenschen. Matthias weiß wohl zu unterscheiden. Er will zur Kirche, nicht zum Abt. Das Heiligtum gehört an seinen Ort. Als Matthias Waibel eben gehen will, kommt Jörg. Er bittet in bewegten Worten den Vikar, er möchte kommen, und zwar diesmal zu den Lebenden. Alles sei verloren; viele hundert und viele tausend Menschenleben stünden auf dem Spiel, wenn die Allgäuer Bauern jetzt nicht zusammenhalten.

Zum Zusammenhalten bringen könne sie aber nur der Stiftsvikar. Der weigert sich: Aufwiegeln soll ich? Nein, retten soll er, retten! Und Waibel folgt abermals seinem Gewissen, er will die Bauern nicht im Stich lassen. Da kommt der Mesner und will ihn ins Stift mitnehmen, weil Sterbende dort nach ihm verlangen. Der Vikar geht mit dem Mesner, und Jörg hofft, dass er bald wieder komme, denn die Bauern brauchen ihn, sonst ist alles verloren.

Sösa sucht Zuflucht im Hause des Schulmeisters, der befreundet ist mit Jörg und ihrem Bruder. Sie trägt bei sich ein halbverbranntes Bett, das letzte und einzige, was vom Anwesen im Kampfe gerettet wurde. Sie hat ausgehalten auf dem Hofe, der Heimat zuliebe, bis zum letzten, doch Jörg stößt sie zurück und verkündet ihr, dass er ihren Freund, den Dengelsteiner, im Kampfe erstochen habe. Das rührt sie nicht. Jörg erfährt die Wahrheit, indem er langsam begreift. Er erkennt, dass Sösa mehr geopfert habe für die Heimat wie er. Und diese Erkenntnis und der Gedanke an das Unrecht, das er ihr getan, überwältigt ihn: „Du hast alles, du hast wirklich das letzte für uns Bauern getan.“ Er küsst sie zum ersten und zum letzten Male. Denn schon kommt die Meldung, dass Hinterlist den Vikar in das Stift gelockt habe, wo man ihn in der Sakristei gefangen nahm. So muss denn Jörg ohne ihn wieder hinaus zu den Bauern, allein versuchen, zu sammeln, was noch tren zum Fähnlein hält, und „nachher wollen wir sehen.“

Der Bürgermeister Gordian Seuter verhindert einen gewaltsamen Befreiungsversuch. Der kluge Mann wusste, es sei für den Vikar besser, wenn Gewalt unterbleibe, das hätte ihn erst recht als Aufwiegler gezeichnet. Der Bürgermeister hofft, dass der Abt ein gerechter Mann sein werde. Die gefangenen Bauern werden gefoltert, doch keiner verrät den Matthias Waibel. Der Bürgermeister bittet für Waibel beim Abt um Befreiung, doch Sebastian von Breitenstein will diesem Wunsche nicht entsprechen. So hofft denn der Bürgermeister auf Hilfe beim Schwäbischen Bund. Man kann jo beweisen, dass Waibel kein Aufrührer war.

Doch es ist zu spät. Der Schulmeister war in Leutkirch, wohin sie Waibel verbracht haben. Man hat ihn gehängt. Sein letzter Wunsch war, zu erfahren, ob die Bauern Sieger oder Besiegte seien. Der Trauernachricht, die der Schulmeister bringt, fligt der Bürgermeister die zweite bei. Jörg Knopf, um dessen Schicksal sich der Stiftsvikar so sehr kümmerte trotz eigener Not, ist nicht mehr. Er hat zu Durach sein geringes Fähnlein von Getreuen noch einmal versammelt, doch alle Tapferkeit reichte nicht aus gegen das gut gerüstete heer der Herren. Jörg wurde gefangen, und Sösa, die sich hinausgeschlichen hatte nach Durach, weiß zu berichten, dass sie ihn heute geköpft haben auf dem Berg vor Durach. Sie kommt nun, nach dem Schicksal ihres Bruders zu fragen, nachdem der Mann sein Leben gelassen für die Freiheit. Man sagt ihr, als sie bittet, dem Waibel nichts zu sagen vom Tode des Jörg, der wisse es schon. So hofft sie denn, er sei im Nebenzimmer, er sei gerettet. Doch die grausige Wahrheit ist, dass beide sich im Jenseits wieder gesehen haben, dass auch der Bruder für die Freiheit sein Leben lassen musste.

Der Bruder noch schlimmer wie der Ehemann, weil jener wenigstens einen ehrlichen Tod starb, der Vikar aber gehängt wurde. Der Bürgermeister und der Schulmeister wollen ihr helfen, wollen ihr ein Unterkommen verschaffen in der Stadt. Doch sie will in kein redliches Haus die Schande, die ihrer wartet, bringen. Unterm Herzen trägt sie ein Kind, ihr Freiheitskind. Das Heiligtum der Jungfrau hat sie preisgegeben für das Heiligtum der Heimat. Doch auch das Heiligtum der Heimat ist ihr nicht zuteil geworden. So bleibt ihr als Letztes die Schande. Sie wandert in die weite Welt hinaus.

Was dieses Stück so ergreifend macht, ist nicht die geschichtliche Handlung, die mit historischer Wahrheit nicht immer ganz vereinbar sein mag, wenngleich die Hauptgeschehnisse bekannte Tatsachen sind. Es ist auch nicht die edle Sprache, die häufig die Form des Versmaßes annimmt, obwohl das Ganze ein Projastück ist. Zum Beispiel Seite 21: „Hab’ keine Sorg’, ’s ist nicht die erste Nacht, die bang und voller Sorgen ich durchwache!“ Sondern das Wertvollste, das Eigenartige an diesem Drama ist die Tatsache, dass es von der ersten bis zur letzten Zeile in Allgäuer Mundart geschrieben ist, in echtester Allgäuer Mundart. Der erste Versuch, wenn man von etlichen Zeitungsartikeln absehen will, der erste Versuch eines wissenschaftlich gebildeten Mannes, seiner Heimat in der Sprache der Heimat zu dienen.

Was hatten wir bisher? Entweder hochdeutsch oder altbayrisch. Nun kann’s anders werden, nun soll auch auf der Allgäuer Bühne die Allgäuer Mundart, wie sie gesprochen wird seit Urväterzeiten, wie sie das Kind hört von den Eltern, nicht mehr verpönt sein, sondern es soll die Sprache des Volkes zur Sprache des Dichters werden. Doch sei bemerkt, dass sich der Verfasser das Recht der Aufführung ausdrücklich vorbehalten hat, eine solche wäre nur mit seiner Zustimmung (Anschrift: Kottern, Pfarrhof) erlaubt. Er will nicht, dass allzu große Unzulänglichkeit ländlicher Verhältnisse die Wirkung abschwäche. Es handelt sich um den Dialekt der Gegend um Kempten, genau zwischen Buchenberg und Rechtis. Nachstehend einige Beispiele als Beweis dafür, dass einerseits das Geschriebene leicht verständlich und andererseits die Mundart unserer Bauern hervorragend getroffen ist.

Allz tüet mit! Allz! Bum jingschte Buebe bis zum ölteschte Ma.
Jef hondr gschwore! Jef gilts! Wear ieh verrot, wird ghenkt, well ar’s Elend verrote hot!
Neamet all a Wogscheit, und all au a Seages!

Der beste Dialektkenner des Allgäus hat die ganze Arbeit daraufhin durchgesehen. Es ist Pfarrer Vickel in Oberostendorf, der dem Büchlein auch ein Vorwort mitgegeben hat, zu lesen, ist ein Genuß. Er stellt klar den Unterschied zwischen dem Kemptener Fürsten als Landesherrn und zwischen dem Abt als Vertreter des alten katholischen Glaubens. Er erzählt, wie dieses Stück nicht konfessionell-polemisch betrachtet und genossen werden dürfe, sondern dass es künstlerisch, geschichtlich, heimatlich, vielleicht auch ein bisschen sozial gegeben wurde und genommen werden möge. Keinem Heiligtum wollen die „Heiligtümer“ etwas zu leide tun.

Wir schließen mit den Worten dieser Vorrede: Und nun, lieber Allgäuer Landsmann, lies, höre, schau mit offenem und reinem Herzen!

2706. Huth A.: Daniel Bonifazius von Haneberg**, Abt von St. Bonifaz in München und Bischof von Speyer. Speyer 1927. Verlag der Dr. Jaegerschen Buchhandlung, Speyer. Oktav. 360 Seiten. Gebunden 5,40 M. Mit Porträt.

Das Buch will von Bischof Haneberg ein Lebensbild geben, bestimmt für den katholischen Laien. Es ist für diesen Zweck etwas umfangreich ausgefallen. Die Art, wie versucht wird, das Leben dieses hervorragenden Mannes dem Leser zu zeigen und verständlich zu machen, kann nicht ganz gebilligt werden. Es ist zu wenig unterschieden zwischen dem, was Haneberg tat und sprach, und dem, was der Verfasser über Haneberg denkt und spricht.

Eine Darstellung ex post birgt immer die Gefahr in sich, dass der Dargestellte verhimmelt wird. Dieser Gefahr ist zum Schaden des ehrwürdigen Haneberg der Verfasser nicht ganz entgangen. Unter diesen Umständen erscheint es begreiflich, dass Huth darauf verzichtet hat, irgendwelche Literaturangaben zu machen. Die historischen Quellen gehen bei ihm den Leser nichts an. Der Leser muß glauben, was ihm der Verfasser erzählt. Das beeinträchtigt den Wert des Buches für ernsthafte Leute, insbesondere für Theologen und Historiker, selbstverständlich ganz wesentlich. Im übrigen hat sich der Verfasser bemüht, Hanebergs Leben wahrheitsgetreu darzustellen.

Aber gewisse Dinge ist er kurz hinweggegangen, doch hat er offenbar nichts verschwiegen. So finden wir bezüglich der Entscheidung des vatikanischen Konzils vom 18. Juli 1870 in Rom über die Unfehlbarkeit des päpstlichen Lehramtes die Sätze: „Eine Minorität der Bischöfe wollte das Dogma nicht anerkennen; Hanebergs Anschauung war auf Seite dieser Minorität, und es fehlte nicht viel und dieser getreuste Sohn der Kirche wäre als widerspenstiger Ketzer verschrien worden.“

Interessant ist, dass Haneberg, nachdem er sich dem Dogma von der Unfehlbarkeit unterworfen hatte, mit Entlassung von der Universität und Auswanderung rechnete. Geboren 1816 auf der „Tanne“, Pfarrei Lenzfried, kam Daniel Haneberg im Herbst 1826 in die Bürgerschule zu Kempten, trat aber bald ins Gymnasium über und machte jeden Tag den weiten Weg von der „Tanne“ durch die stadt. Ein hochbegabter Bauernbub, beschäftigte er sich alsbald, weil das Pensum des Gymnasiums ihm nicht genügte, mit Hebräisch und in der 3. Gymnasialklasse war er nicht nur seinen Lehrern über, sondern sprach er auch schon arabisch und syrisch.

So kam es, dass man ihn in die 4. und letzte Gymnasialklasse nach München an das Alte Gymnasium schickte. Das war im Herbst 1834. Als Gymnasiast schon verkehrte er mit den Professoren der Universität. 1835 absolvierte er als Erster. Er studierte Theologie am Georgianum, feierte am 12. September 1839 am elterlichen Hause unter freiem Himmel seine Primiz, war mit 23 Jahren schon Doktor und trat unmittelbar darauf als Privatdozent der alttestamentlichen Exegese und hebräischen Sprache in den Lehrkörper der Universität ein. Am 28. März (das Jahr gibt der Verfasser grundsätzlich nicht an) wurde er ordentlicher Professor.

Es war die Zeit, da König Ludwig I. in München das Benediktinerkloster St. Bonifaz erstehen ließ. Unter den ersten Novizen war Daniel Haneberg, der den Klosternamen Bonifazius erhielt. Im Dezember 1850 trat er in das Kloster ein, am Josephstag des Jahres 1855 wurde er als Abt dieses Stiftes bediziert. Seitdem ist sein Leben ein Leben schwerer Würde, ein Leben der Aufsorgung für sein Kloster, seine Brüder, für die katholische Welt. Es kamen die Jahre, da man ihn als Bischof haben wollte auf den erzbischöflichen Stuhl zu Köln, in Trier, in Eichstätt. Auch eine Berufung nach Rom kam in Frage. Jedoch der akademische Senat und insbesondere das königliche Haus, dessen Beichtvater Haneberg war, hielten ihn immer wieder; er erhielt mit dem Ritterkreuz des Verdienstordens der bayerischen Krone den persönlichen Adel, wurde erzbischöflicher Geistlicher Rat, damals noch eine sehr hohe Auszeichnung. Schließlich aber musste er einem Rufe des Königs folgen und von München scheiden, nachdem er dort 18 Jahre lang als Vorstand des Klosters überaus segensreich gewirkt hat. Am 16. Mai 1872 wurde er zum Bischof von Speyer ernannt.

Bevor er in die Pfalz ging, predigte er noch einmal in seiner Heimatpfarrei. Erwähnt sei auch seine Teilnahme am Studiengenossenfest des Kemptener Gymnasiums vom 28. August 1857, wo er die Festrede hielt und von seinen Freunden als der Stolz des Allgäus gefeiert wurde. In der Pfalz rieb er sich auf im Dienste der Seelsorge, die seinem innersten Wesen entsprach und ihm über der Kultur des Geistes stand. Am 18. Oktober 1874 kam er von Speyer nochmals in die Allgäuer Heimat, um in der Pfarrkirche zu Waltenhofen bei Füssen den Übertritt der Königin Mutter vom evangelischen zum katholischen Glaubensbekenntnis entgegenzunehmen. Am 31. Mai (das Jahr muß man wieder erraten — es war 1876) schloß er in Speyer die müden Augen, von seiner ganzen Diözese aufrichtig betrauert. Im hohen Dome zu Speyer, wo mancher Kaiser und Kirchenfürst seine letzte Ruhe fand, liegt er begraben, und wer als Allgäuer dorthin kommt, wird seinen Grabstein rechts unter dem Altare besuchen, in Ehrfurcht dieses großen Sohnes unserer Heimat sich erinnernd.

Das Buch lässt unentschieden, ob der Geburtstag Hanebergs der 16. oder der 17. Juni 1816 ist. Nach freundlicher Mitteilung von Herrn Dekan und geistl. Rat Th. Köberle in Lenzfried ist er laut Taufbuch Montag, den 17. Juni, früh 3 Uhr geboren und fand die Taufe noch am gleichen Tage statt.

2707. Jäger, Der Deutsche, München 1917 Nr. 38:** Zur Suhls. Vollblatt von E. L. Hoeß.
—.1925 Nr. 42:** Eine Hirschbrunft im bayerischen Allgäu. Von Eugen Ludwig Hoeß, Immenstadt.
—.Nr. 48:** Ein Dezemberbartbock. Von Eugen Ludwig Hoeß, Immenstadt. Mit Bild.
—.1926 Nr. 52:** Winterlandschaft mit Jägerhütte. Von E. L. Hoeß.

2708. Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. Wien. In Kommission bei R. Lechner (W. Müller), Wien I, Graben 31. 74. Band, 1924 S. 135–177: Kreide und Flysch im östlichen Allgäu zwischen Wertach und Halblech. Von Max Richter-Bonn. Mit neun Textbildern.

2709. Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen a. D. XXXIX und XL. Jahrgang 1926 und 1927. Dillingen a. D. Vereinigte Druckereien, Kunst- und Verlagsanstalten AG., Dillingen-Donau. Großoktav, II und 296 Seiten. Broschiert.
— Seite 31–34:.Der deutsche Schulmeister und die lateinische Schule in Kempten und Kaufbeuren sowie in Memmingen und im Gebiete von Irsee**, Schulgärten in den Landgerichten Kempten, Oberdorf, Füssen, Gröbenzell [Grönenbach], Obergünzburg, Sonthofen, Kaufbeuren, Immenstadt und Leutkirch.
— Seite 231:.Käsehandel in Lautrach um 1780. — Seite 228, 231, 235:.Räuber und Landstreicher um 1800 in Kempten, Haldenwang und der frühere Franziskanermönch Birdo in Wangen.

2710. Jahrbuch für Mineralogie usw. 1926 Abteilung B:.Stratigraphie und Tektonik der Allgäuer Molasse nördlich vom Weißach- und Alpseeatal. Von H. Thomas.

2711. Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen geologischen Vereines. In Kommission bei der E. Schweizerbartschen Verlagsbuchhandlung Nägele und Dr. Sproesser. Stuttgart. Neue Folge Band 4, Jahrgang 1914,
— S. 45 ff.:.Geologischer Ausflug durch die Flussgebiete der Argen und Laiblach (Wangener Argen, Schlittentobel, Röthenbach, Ellhofen, Scheidegg). Mit Übersichtskärtchen 1:200 000.

2712. Jakob, G.: Eitel Hans Ziegelmüller. Historische Erzählung aus dem Bauernkrieg 1524–1525. Druck der Buch- und Akzidenzdruckerei Johann Kopp in Tettnang. Verlag Hermann Maier, Brochenzell (Württemberg). Oktav, 307 Seiten. Gebunden 4,20 M.

Ein Roman, doch gut eingepaßt in den Geist der Zeit, wie dies bei Jakob üblich ist. Er hat gute alte Quellen benützt. Die Geschichte geht aus von der Entstehung des Bauernkrieges in der Fürstabtei Kempten und den damaligen wirtschaftlichen wie politischen Verhältnissen und von der ungeheuren Not damaliger Bauernschaft. Wir erfahren von Jörg Schmid, dem Knopf zu Leubas, von dem jungen Jörg Täuber aus Heising, von Dr. Peter Seuter von Kempten und dem Kemptner Bürger Sebastian Becherer. Im übrigen ist das Buch eine Geschichte des damaligen Seehausens, also der mit den Allgäuern verbündeten Seebauern, die unter Führung von Eitel Hans Ziegelmüller standen.

2713. Illustrierte Zeitung. Leipzig. J. Weber. 1925 Nr. 4196:** Terrakottabüste des Grönenbachers Ludwig Eberle im Münchener Glaspalast.
— 167. Band. Nr. 4248 vom 12. August 1926: Aus den Allgäuer (?) Alpen. 6 Bilder (Rappensee, Biberkopf, Bilsalpse usw.).
— 168. Band Nr. 4281 vom 31. März 1927:.Das Schmaltierl. Aquarell von Eugen Ludwig Hoeß 1925.
— Nr. 4339 vom 10. Mai 1928:.Vorfrühling im Bayerischen Allgäu (?). Gemälde von Eugen Ludwig Hoeß 1925.

2714. Immenstadt: Allgäuer Anzeigeblatt. Beilage „Sterne und Blumen“ des Deutschen Tiefdruckverlages G.m.b.H. in Karlsruhe vom 13. Februar 1927 Nr. 7: Das Bild des Franz Josef Spiegler, geboren 1691 in Wangen, darstellend die 7 Zufluchten, in Wachendorf Oberamts Horb.

2715. Arbeitsgemeinschaft der Zuchtverbände für graubraunes Höhenvieh. Geschäftsstelle: Tierzuchtdinspektion [Tierzuchtinspektion]
— I. Zucht-Bullen-Auktion. Auktionstag: Mittwoch, 30. März 1927. Auktionsort: Kempten, Exerzierhaus. Katalog. Oktav, 48 Seiten. Mit 1 Bild. Geheftet.
— II. Zucht-Bullen-Auktion. Auktionstag: Mittwoch, 5. Oktober 1927. Auktionsort: Kempten, Exerzierhaus. Oktav, IV und 48 Seiten. Broschiert.
— III. Zucht-Bullen-Auktion. Auktionstag: Mittwoch, 28. März 1928. Auktionsort: Kempten, Neue Auktionshalle. Oktav, X und 76 Seiten. Mit 7 Bildern. Broschiert.
— IV. Zucht-Bullen-Auktion mit Prämierung. Auktionstag: Mittwoch, 19. September 1928. Auktionsort: Kempten, Neue Auktionshalle. Oktav, XIV und 54 Seiten. Mit 16 Bildern. Broschiert.

2716. XX. und XXI. Jahresbericht der Landwirtschaftsschule und Wirtschaftsstelle — für die Schuljahre 1925/26 und 1926/27. 25 Jahre Landwirtschaftsschule Immenstadt 1901–1926. Allgäuer Anzeigeblatt G.m.b.H., Immenstadt. Oktav, VI und 89 Seiten, acht Bildseiten und ein Anhang.

2717. Bayerische Alpen. Deutschland. 732–760 Meter über dem Meere. Beliebter Sommer- und Winterkurort. Eingangspforte zu den Bergwundern des Oberallgäus. Schnellzugsstation der Linie München–Lindau. Prospekt, umfassend acht Seiten, mit sechs Bildern. Faltblatt. Schmaloktav. 1927.

2718. Verband Allgäuer Verkehrsvereine, Sitz —. Bericht über das 5. Geschäftsjahr 1927/28. Vorgelegt der Hauptversammlung in Kaufbeuren (30. März bis 1. April 1928). Kleinoktav, 40 Seiten. Broschiert.

2719. 13. Verbands-Wettlauf des Allgäuer Ski-Verbandes um die Meisterschaft vom Allgäu im Skilauf 1928 und 6. Staffellauf des Allgäuer Ski-Verbandes, zugleich Ausscheidungsläufe für die deutsche Heeresmeisterschaft 1928 der 7. bayerischen Division in — am 20., 21. und 22. Januar 1928, unter dem Ehrenschutze des Herrn Regierungspräsidenten von Schwaben und Neuburg Grafen von Spreti durchgeführt von Ski-Klub Immenstadt. Faltblatt. Oktav, 6 Seiten.

2720. Zum Gedenken des Kgl. Bayer. Kommerzienrates Adolf Probst, Ehrenbürger der Stadt —. Sonderabzug aus dem „Allgäuer Anzeigeblatt“ in Immenstadt Nr. 25 vom 31. Januar 1928. Großoktav, 3 Seiten.
Geboren 1. Februar 1828 in Kaufbeuren, gestorben am 11. Dezember 1907 in Immenstadt.

2721. Immenstadt im bayerischen Allgäu. Werbefaltblatt, Schmaloktav, umfassend 12 Seiten. Mit folgenden Bildern: Immenstadt (Teilansicht), Immenstadt mit der Daumengruppe, Blick vom Kalvarienberg ins Steigbachtal, Hirsch am Steineberg, „Klein-Venedig“ an der Aach mit Grünten, Bauernstube im Oberallgäuer Heimatmuseum, Das Alpseebad des Verkehrsvereins, Badebetrieb im Alpseebad, Am großen Alpsee, Blick vom Horn (1487 m), Winter am Horn, Bahnhofstraße, Stigelände am Stuiben, Rauhreif beim Institut St. Maria Stern, Oberstdorf, Grüntengipfel (1741 m) überm Nebelmeer, Breitachklamm bei Oberstdorf, Blick vom Horn. Farbiges Titelbild mit Stadtwappen von Henel.

2722. Irsee im bayerischen Allgäu. Prospekt, umfassend 4 Seiten mit 4 Bildern. Schmaloktav. Herausgegeben vom Fremdenverkehrsverein.

2723. Isny: 60 Jahre ärztliches Maximalthermometer. Erfinder: Der verstorbene Sanitätsrat Dr. med. Karl Ehrle, Distriktsarzt in Isny im Allgäu. Von Karl Pfeilsticker, Isny. Sonderabdruck aus „Verbo“, Friedrichshafen, Juli 1926. Quart.

2724. Der älteste Isnyer Bibliothekskatalog von 1482. Von Dr. Karl Otto Müller, Ludwigsburg. Kleinoktav, 7 Seiten. Sonderabdruck aus dem Stadt- und Landboten Isny.
— Die beiden Sonderabdrucke versendet das Stadtschultheißamt Isny.

2725. Das Württembergische Allgäu. Deutschland. 704 Meter über dem Meere. Wintersportplatz. Prospekt, umfassend 12 Seiten. Mit Bildern:
— Isnyer Rathaus im Schnee
— Abendstimmung am „Schwarzen Grat“
— Aus dem Schneelaufgebiet um Isny
— Blick auf „Schletteralm“
— Übungshang Felderhalde
— Alter Wehrgang.
1 Übersichtskarte über die Eisenbahnverbindungen. Faltblatt. Schmaloktav. 1927.

2726. Städtische Heilstätte Wilhelms-Stift in — im württembergischen Allgäu mit Ernährungsabteilung der chirurgischen Universitätsklinik München. Prospekt, umfassend 4 Seiten. Oktav. 1928.

2727. Isny im württembergischen Allgäu:** Prospekt der Kraftpost-Sonder-Fahrten des Postamts —, 10 Seiten mit 5 schwarzen Bildern. Herausgeber: Deutsche Reichspostreklame, Bezirksdirektion Stuttgart. Schriftleitung: Postamt Isny. Faltblatt. Oktav. 10 Seiten.

2728.- Jugend. Münchener illustrierte Wochenschrift. G. Hirth’s Verlag
— 1917 Nr. 51:Wintermorgen. Von E. L. Hoeß.
— 1919 Nr. 27:Ein Sommermorgen bei Immenstadt. Doppelvollblatt, Ölgemälde von E. L. Hoeß.
— Nr. 45:Spielhahnbalz. Vollbild-Aquarell von E. L. Hoeß. Sonderabdruck Nr. 4690.
— 1921 Nr. 1:Der alte Spielhahn vom Printschen. Aquarell von E. L. Hoeß.. Sonderabdruck Nr. 4738.
— Nr. 21:Der Enzianwurzensepp. Von E. L. Hoeß.
— 1925 Nr. 36:Der Flurschütz von Melchenau. Von E. L. Hoeß.
— 33. Jahrgang 1928 Nr. 3:Eilige Fahrt im Allgäu. Farbiges Bild von Edwin Henel., geboren am 21. XI. 1883 in Breslau, bis 1927 in Oberstdorf.
— Nr. 6:. Nebelhornmassiv von Riezlern aus. Von Edwin Henel.

2729. Kaiser, Dr. Adam, aus Gommersdorf:**.Die Wollweberei in Schwaben bis zur Wende des 15. Jahrhunderts. Inaugural-Dissertation, zur Erlangung der philosophischen Doktorwürde vorgelegt der Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg im Breisgau. Freiburg i. Br., Caritas-Druckerei, 1914. Oktav, XV und 54 Seiten. Broschiert.

Es gibt Bücher, die mehr bedeuten, als der Titel anzeigt. In diesem Falle ist es umgekehrt. Die Arbeit behandelt die Wollindustrie in 5 Städten des alten Schwabenlandes und behauptet, damit die Wollweberei in Schwaben zu beschreiben. In der Form merkt man den Anfänger, der beispielsweise bemüht ist zu untersuchen, ob die Ergebnisse seiner Feststellungen übereinstimmen mit der Meinung seines Professors. Der Stil lässt manchmal etwas zu wünschen übrig, was man sonst in der Vorkriegszeit bei wissenschaftlichen Arbeiten nicht hingehren ließ. Die Arbeit gehört in unserer Sammlung erwähnt, weil auch im Allgäu die Wollweberei Jahrhunderte hindurch eine große Rolle spielte und deshalb Vergleiche unserer Verhältnisse mit den geschilderten nahelegen, außerdem, weil viel Literatur über den Gegenstand zusammengetragen ist.

2730. Karlinger, Hans:**.Bayerische Kunstgeschichte. Erster Band. Altbayern und Bayerisch-Schwaben. Mit 92 Abbildungen. 1928. Verlag Knorr & Hirth, G.m.b.H., München. VIII und 231 Seiten. Gebunden 7,50 Mark.
Das Buch ist eine gute Einführung in die bayerische Kunstgeschichte, wobei jedoch das Wort bayerisch betont werden muss. Eine Einführung in die Kunstgeschichte ist es nicht und soll es nicht sein. Unser Allgäu ist im Rahmen der bekannten Literatur, zum Teil auch darüber hinaus durch neue Feststellungen, gut vertreten. Wir nennen im nachfolgenden diejenigen Orte, welche das Buch erwähnt:.Altenstadt** bei Schongau,.Altstätten**,.Amendingen**,.Bertoldshofen**,.Buchenberg**,.Bühl** bei Immenstadt,.Burggen** bei Schongau,.Kloster Burgheim**,.Füssen**,.Großkemnath**,.Hindelang**,.Hinnang** bei Sonthofen,.Kloster Irsee**,.Kempten**,.Memmingen**,.Ottobeuren**,.Reicholzried**,.Seeg**,.Steinbach** bei Memmingen,.Wiggensbach** und.Wildpoldsried**. Von Allgäuer Künstlern fanden wir die folgenden: Michael Beer, den Erbauer der Residenz zu Kempten, Johann Georg Fischer aus Füssen, Josef Hauber, LohHering, Franz Georg Herrmann, Jörg Lederer in Kaufbeuren, Johann Georg Specht, der Wiggensbach 1770 erbaute, Bernhard Strigel und Hans Strigel, die Memminger aus dem 15. und 16. Jahrhundert sowie Hans Multscher in Ulm. Allgäuer Künstler bedeutet in diesem Falle im Allgäu geboren oder im Allgäu tätig gewesen. Höselhurst liegt nicht im Bezirk Kempten, sondern bei Neuburg an der Kammel.

2731. Kast, Matthäus:**.Der Fremdenverkehr in Oberstdorf und Sonthofen — seine Voraussetzungen und Entstehungsursachen — unter Berücksichtigung der wichtigsten Wirkungen beziehungsweise Begleiterscheinungen für Oberstdorf. Maschinenschrift. 97 Seiten mit Tabelle, graphische Darstellung und Beilage. Quart. Auszug nicht gedruckt. München, Staatswirtschaftliche Dissertation vom 26. Juli 1924. Universität 24. 7447.
Geboren 25. März 1898 in Wiggensbach.

2732. Katalog der fürstlich Stolberg-Stolberg’schen Leichenpredigten-Sammlung. Bearbeitet von Dr. phil. Friedrich Wecken. Band I. Leipzig 1927. Verlag Degener & Co., Inhaber Oswald Spohr. Großoktav, 752 Seiten. Gebunden 80 Mark. Band II der Bibliothek familiengeschichtlicher Quellen.
Der Katalog enthält auch einiges aus dem Allgäu. Beck Matthias Friedrich, Magister, Prediger und Pfarrer, geboren zu Kaufbeuren am 23. Mai 1649, gestorben zu Augsburg am 2. Februar 1701.

Frau Maria Magdalena Beuther, verheiratet mit dem Apotheker Abraham Geiger, geboren zu Ravensburg, gestorben zu Kempten 1649.

Reimund Dorn, früher Bürgermeister, geboren zu Kempten am 24. Juni 1612, gestorben zu Kempten am 18. April 1683. Die Leichenrede hielt Johann Adam Scheffer, Prediger zu Kempten. Die in Quartformat nicht weniger wie 68 Seiten umfassende Schrift ist in Lindau gedruckt und zeigt die engen Beziehungen des damaligen Kempten mit dem württembergischen Allgäu, insbesondere mit Isny und Leutkirch.

Bürgermeister Paul Thoer, begraben zu Kempten am 16. Januar 1592. Die Leichenrede hielt Josaphat Weinle, Prediger zu Kempten. Sie ist in Lauingen gedruckt.

Ahasverus Allinga, Rat, begraben zu Memmingen 1590.

Elisabeth Funk, Frau des Steuerschreibers Michael Schuster, geboren zu Memmingen 1598, gestorben daselbst 1655, der zahlreiche Bekannte und Verwandte aus Memmingen und den Nachbarstädten Gedichte widmeten.

Joseph Furtenbach der ältere, Bauherr, geboren zu Leutkirch am 30. Dezember 1591, gestorben zu Ulm 1667.

Jakob von Furtenbach, Vorsteher, geboren zu Leutkirch 1663, gestorben zu Arbon.

2733. Katholisches Sonntagsblatt für die Diözese Augsburg. 1. Jahrgang 1927. Verlag Haas & Grabherr, Augsburg.
— Von Nr. 10 (1. Mai) an mit der Beilage „Katholische Kirchenzeitung für Kempten“.
— Nr. 12:.Die Allgäuer in Maria Einsiedeln. — Nr. 14: Wallfahrtsorte der Diözese Augsburg: Bühl bei Immenstadt mit 2 Bildern.
— Nr. 17:.Zwei Bilder Bayerisch-Allgäuer Musik-Bundesfest in Füssen.
— Nr. 18:.Dem unvergesslichen Jugendpfarrer Landes von Kaufbeuren zum Gedächtnis** von Präses Heinke (mit Bild in Nr. 20).
— Nr. 20:.Die Heiligen aus unserer Diözese: Allgäuer Heilige** von M. Prosch mit Bildern von Bruder Georg, dem St. Magnuskloster in Füssen und der Ulrichskirche in Pfronten.
— Nr. 21:.Unseres Bischofs (Maximilian Lingg) silbernes Jubiläum** mit 10 Bildern, darunter 8 aus verschiedenen Lebensstufen des Bischofs.
— Nr. 23:.Die Feier des Bischofsjubiläums** mit 3 Bildern.
— Nr. 24:.Hirtenbrief des Bischofs Maximilian Lingg.
— Nr. 25:.Der Jubelbischof in seiner Heimat Nesselwang.
— Nr. 30: Das Bruder-Georg-Haus in Pfronten von Josef Nöberle.
— Nr. 34: Wallfahrtsorte der Diözese Augsburg: Der St. Ottilienberg bei Biessenhofen.
— Nr. 36: Die Notkirche Kempten-Ost mit 3 Bildern.
— Nr. 38: Die Grundsteinlegung der Stadtspfarrkirche in Memmingen (1 Bild).
— Nr. 39: Wallfahrtsorte der Diözese Augsburg: Maria Trost bei Nesselwang. Hacker.
— Nr. 27 vom 1. Juli 1928:.Allgäuer Volkstypen. Von Witt.

2734. Kaufbeuren: Allgäuer Vereinsbank**, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht —. Geschäftsbericht über das dreizehnte Geschäftsjahr 1925 zur dreizehnten ordentlichen General-Versammlung vom 8. April 1926. Großoktav, II und 12 Seiten. Geheftet.
—: Desgl. Geschäftsbericht über das viertechzehnte [vierzehnte] Geschäftsjahr 1926 zur 14. ordentlichen General-Versammlung vom 12. Mai 1927. Großoktav, II und 14 Seiten. Geheftet.

2735. Festschrift zum 300jährigen Jubiläum der Marianischen Bürgerkongregation zu — 1628–1928. Verfaßt von Josef Sieber, Dekan und Pfarrer in Dösingen. Herausgegeben von der Bürgerkongregation. Oktav, II und 64 Seiten. Mit 10 Bildern. Broschiert.

2736. 29. Jahresbericht. Schuljahr 1926/27 der Landwirtschaftsschule und Staatlichen Landwirtschaftsstelle —. Oktav, 87 Seiten. Broschiert. Mit Abbildungen. Druckerei: Borchert & Schmid Nachf., Kaufbeuren.

2737. Desgl. 30. Jahresbericht. Schuljahr 1927/28 mit hauswirtschaftlicher Abteilung und Staatliche Landwirtschaftsstelle —. Oktav, 88 Seiten. Broschiert. Mit Abbildungen.
Schule und Bericht wiederum vorbildlich. Zum Schulbezirk gehören die Bezirksämter Kaufbeuren, Markt Oberdorf und Füssen sowie die unmittelbare Stadt Kaufbeuren. Über das Eigentum an der Schule und die sonstigen Rechtsverhältnisse sagt der Bericht nichts. Vorstand ist Landwirtschaftsrat Aumüller.

2738. Ludwig Ganghofer. Erinnerungsfeier anlässlich der Eröffnung des Ganghofer-Zimmers im Museumsgebäude (Kaisergässchen 12) Kaufbeuren am 73. Geburtstag des Dichters 7. Juli 1928. Herausgegeben und verlegt von der Stadtgemeinde Kaufbeuren. Mit 3 Bildern: Ludwig Ganghofer; Ecke aus dem Ganghofer-Zimmer in Kaufbeuren; Ludwig Ganghofers Geburtshaus in Kaufbeuren, Kirchenplatz. Oktav, 24 Seiten. Geheftet.
Ludwig Ganghofer ist geboren am 7. Juli 1855 in Kaufbeuren, gestorben am 24. Juli 1920 in Tegernsee.

2739. ehemalige Reichsstadt, 683 Meter über dem Meere:** Prospekt, umfassend 10 Seiten. Mit 8 schwarzen Bildern. Oktav schmal, Faltblatt. Druck: Borchert & Schmid Nachf., Kaufbeuren.

Kaufbeuren:.Tänzelfest 1927. Festplan. Großoktav, II und 26 Seiten, 4 Bilder mit „Willkomm der Buronia“, geboten dem 1264 einziehenden Konradin, König von Jerusalem und Sizilien, Herzog von Schwaben. Auf Wunsch des Tänzelfestausschusses Kaufbeuren verfasst von Kurat Frank 23. Mai 1926. Geheftet.

2740. Verwaltungsberichte der Stadt — (bayer. Allgäu) 1. Januar 1921 bis 31. März 1927. Großoktav, Umschlag und 103 Seiten. Broschiert. Druck: Borchert & Schmid Nachf., Kaufbeuren. Herausgeber und Verleger: Stadtrat Kaufbeuren. Mit farbigem Stadtwappen.

2741. Kellenberger, Martin: Aus dem Eiszeitalter in der Umgebung der Stadt Kempten. Gemeinverständliche Betrachtungen aus dem Gebiete des Iller- und Vorlandgletschers. Gewidmet seinen Allgäuer Landsleuten in Stadt und Land. Oktav, 38 Seiten. Mit 1 Kartenskizze (1:75000) der Drumlinsschwämme und postglazialen Seen in der Umgebung von Kempten. Geheftet. 1928.

Eine ausgezeichnete Einführung in die Geologie des Illertales von Oberstdorf bis Memmingen, geeignet für Studierende wie zum Gebrauch in der Schule, weil gemeinverständlich, soweit dies möglich. Was die Untersuchungen von Kellenberger auszeichnet, ist, dass er nicht auf Grund von Theorien und Bildern seine Meinung begründet, sondern auf Grund von Ortseinsicht, auf Grund zahlreicher Wanderungen in das Gebiet. So kommt es, dass in dem Hefte viele Ortsnamen aus der engeren und weiteren Umgebung Kemptens enthalten sind, die geologisch zu Beobachtungen Anlass gaben.

2742. Kempf, Julius, Die bayerische Heimat. Bildtafeln für Heimatkunde und Heimatkunst. 21 Folgen zu je 5 RM. Verlag von Georg D. W. Callwey, München. 1927/28.
Das Allgäu kommt nur insofern vor, als im 17. Blatt das schwäbische Bauernhaus im Allgäu und im Ries dargestellt wird. Es ist gut, wenn in solchen Büchern vom Allgäu möglichst wenig die Rede ist. Denn solche Bücher entsprechen vielleicht einem Bedürfnis des Herausgebers oder des Verlegers, im übrigen jedoch sind sie zu verurteilen. Es ist und bleibt falsch, wenn durch derartige Darstellungen der Altbauer und der Pfälzer und der Franke und der Schwabe in einen Topf geworfen werden. Es gibt eine Heimat und es gibt auch eine fränkische Heimat oder eine schwäbische, aber es gibt keine bayerische Heimat, wie dieses Buch behauptet.

2743. Kempten: Abschiedspredigt des Herrn Kirchenrats Otto Erhard, Dekans und ersten Pfarrers der evangelischen Gemeinde Kempten, gehalten am 3. Sonntag nach Epiphanias, 22. Januar 1928, in der evangelischen Pfarrkirche St. Mang. Buchdruckerei Tobias Dannheimer, Kempten. Oktav, II und 4 Seiten. Geheftet. 30 Pfennig.
† am 11. März 1928 in Plattling.

2744. Allgäuer Tagblatt vom 30. Juni 1928: Fund des größten Eiszeitsindlings (in der Ortschaft Manzen bei Lindenberg) Europas im Allgäu. Von Dr. Erich Waßmund, Lindau.

—:.Gewerbe, Industrie. Beilage zu „Allgäuer Tagblatt“, „Allgäuer Landbote“ und „Kaufbeurer Nachrichten“.
— Erscheint monatlich einmal. Erschien erstmals am 16. Februar 1928. Seite 1 f.:.Vom Weberhandwerk zur Textil-Industrie. Von Bürgermeister Dr. Volkhardt in Kaufbeuren.
— Seite 2:.Die Kemptener feinmechanische Industrie** von Dr. Erich Matt. Mit 2 Bildern.
— 31. Dezember 1928: Dr. Bernhard Zör. Zum 150. Geburtstag des Nestors der Allgäuer Heimatforschung. Geboren 18. November 1778 in Sonthofen, gestorben 1. August 1855 in Immenstadt. Von Kunsthistoriker W. Kaiser, Kempten.

„Im Heimgarten“. Kostenlose Wochenbeilage zum „Allgäuer Tagblatt“. 12. Jahrgang 1927 Nr. 3–17: Neuere Allgäuer Literatur. X. Folge. Gesammelt im Auftrage des Historischen Vereins Allgäu von Dr. Otto Merkt. (Nr. 2169–2523.)
— Nr. 4: August Ullrich, der Heimat- und Volksfreund. Zum 70. Geburtstag am 27. Januar 1927. Von Friedrich H. Hacker.
— Nr. 5: Aus Stift-Kemptischen Kunstbriefen. Von M. Wiedemann, Weitnau.
— Nr. 6: Dem Heimatvater Max Förderreuther. Zu seinem 70. Geburtstag am 10. Februar 1927. Von Friedrich H. Hacker.
— Franz Xaver Unterseher als religiöser Künstler. Von Friedrich H. Hacker.
— Nr. 7: Kaufbeurer Kaiserbriefe. Von Dr. Karl Alt, Pfarrer in Kaufbeuren.
— Der erste Bürgermeister von Kempten und seine Zeit. (Referat über den am 7. Februar von Dr. W. E. Bock im Historischen Verein Allgäu gehaltenen Vortrag.)
— Nr. 8: Die Kaufbeurer „Bürgerliche Comödianten- und Agententafel“ aus dem Jahre 1691. Von Studiendirektor Ritter, Kaufbeuren.
— Kaufbeurer Kaiserbriefe. Von Dr. Karl Alt, Pfarrer in Kaufbeuren. (Schluss.) — Das Oberstaufener Fastnachtsspiel.
— Nr. 9: Etwas von Alt-Kaufbeuren und seinen Bauten. Angesangen von Oberlehrer Otto Brem, gestorben, in Kaufbeuren, beendet von Otto Brem junior. Mit 3 Bildern.
— Eine Erzählung aus dem Allgäu, wie sie nicht sein soll. Besprochen von D.-St.-R. Dr. Weitnauer, Würzburg.
— Nr. 10: Aus Kaufbeurens Vergangenheit. Von Geo. Fo.
— Nr. 11: Im Rottachtal. Gedicht von Erika Spann-Rheinsch.
— Alte Reichsgewohnheiten im Stiftsgebiete Kempten gegen Ende des 30jährigen Krieges. Von L. Bader.
— Einiges über das Schützenwesen im Allgäu und Vorarlberg. Von Cg. L.
— Nr. 13: Um ein Dorf (Engetried). Eine Heimatgeschichte von L. Bader.
— Nr. 14–18: Die Fürstabtei Kempten am Vorabend der Säkularisation. Von Dr. Rottenkolber, Neu-Ulm.
— Hans Juggers Bau in Memmingen. Heimatkundliche Plauderei von Wilhelm Jacob.
— Heiligtümer. Drei mundartliche Dichtungen aus dem Allgäu. Besprochen von Friedrich Hacker.
— Nr. 15: Joseph Sedlmair, the [sic] Kreisschularch, Distriktschulinspektor und Kemptener Schulrat. (Bericht über den am 4. April im Historischen Verein Allgäu von Oberlehrer Keller gehaltenen Vortrag.)
— Nr. 17: Die Herren von Kemnat. Von Theodor Diller, Kaufbeuren.
— Nr. 18: Martin Kellenberger (kein Allgäuer, doch um das Allgäu hochverdient). Mit Bild.
— Die Herren von Kemnat. Mit 2 Bildern.
— Nr. 19: Stift Kemptische Gunstordnungen. Von M. Wiedemann, Weitnau.
— Waltenhofen. Die Geschichte einer Landgemeinde, erzählt von einem Bauern. (Bericht über den am 2. Mai im Historischen Verein Allgäu von J. Wegmann über Waltenhofen gehaltenen Vortrag.) — Nr. 20/21: Das Kriegsjahr 1809 im Allgäu. Von Dr. Rottenkolber, Studienrat, Neu-Ulm.
— Die Stadt Kempten. Mit 4 Bildern. 12 Holzschnitte von Karl Gehring.
— Johann Michael Schnczer, der Kempter Abgeordnete der 48er Jahre. Von Friedrich Hacker.
— Nr. 21: Zwei Kemptener Altveteranen Matthias Scherer und Valentin Kast. Mit 2 Bildern.
— Christi Himmelfahrt im Allgäu.
— Nr. 23: Schützenwesen einst und jetzt. (Ausführungen des 1. Bürgermeisters Dr. Otto Merkt beim Festabend, der anlässlich des 3. Allgäuer Gauschießens am 22. Mai 1927 veranstaltet wurde, über das Kemptener Schützenwesen einst und jetzt.) — Erste Wahl eines Bürgermeisters zu Kempten und ihre Folgen. Von L. Bader.
— Nr. 24: Die Schweizer Fehde auf dem Buchenberg. Von L. Bader.
— 24–26: Drei Hirsche. 1. Der Eschacher, 2. Der „geköpfte“ Illerhirsch, 3. Der Mondschein-Hirsch. Von Friedrich Emig, Oberstleutnant a. D.
— Nr. 25: Die niederen Gerichte im westlichen Allgäu im 17. und 18. Jahrhundert. (Bericht über den am 13. Juni von Hauptlehrer M. Wiedemann im Historischen Verein Allgäu gehaltenen Vortrag.)
— Trachten und Trachtenfeste. Mit Bild.
— Nr. 28: Alt-Kempter Haus- und Spitznamen. (Bericht über den am 4. Juli von Friedrich R. Stoller im Historischen Verein Allgäu gehaltenen Vortrag.)
— Nr. 30: Drei Sängerveteranen: Anton Hengeler — Matthias Hasel — Moritz Laucher. Mit 3 Bildern.
— Nr. 31: Ein altes Kleeblatt in Kaufbeuren: Herr Gaupp, der 91jährige — Frau Bachschmid am 90. Wiegenfest — Wilhelm Beilfuß am 90. Geburtstag. Mit Bildern. Von Dr. Karl Alt. Landgerichtspräsident a. D. Maul in Kempten gestorben. Mit Bild.
— Nr. 32–45: Der Übergang der Fürstabtei Kempten an Bayern. Von Dr. J. Rottenkolber.
— Nr. 34: Der Schimmelreiter von Wertach. Nach verschiedenen Quellen zusammengestellt.
— Nr. 35: Altveteran Peter Natterer in Wengen. Mit Bild.
— Nr. 36: Von der Kaufbeurer Bürgerwehr. Erinnerungen, mitgeteilt von Dr. Karl Alt. Mit Bild.
— Nr. 37: Bils im Tirol. Mit Bild.
— Nr. 39: Die Kriegergedächtniskapelle in Kempten. Mit Bild.
— König Ludwig II. und das Kemptner Jägerbataillon. Von Friedrich H. Hacker.
— Mit Bild.
— Nr. 40: Unser St. Mangsturm in Kempten. Mit Bild. Von Erich Günther, Dillingen.
— Nr. 40/41: Aus der Geschichte der Kemptener Hofapotheke. Von Dr. Rottenkolber.
— Nr. 41: Die Stadt Kempten nach dem Verlust ihrer Reichsunmittelbarkeit. (Bericht über den am 3. Oktober im Historischen Verein Allgäu von H. Rektor Förderreuther gehaltenen Vortrag.) — Nr. 44: Grüntenwanderung im November. Gedicht von Marie Eichhorn-Keller.
— Nr. 45: D’ Schwanemuetr vo Kempte in Berlin. Nach einer Erzählung des verstorbenen Schuhmachermeisters Matthäus Schweyer, zugleich eine Mundartprobe der Altstadt Kempten von Dr. K. W. in W.
— Nr. 46: Altveteran Franz Xaver Schön in Besigau. Ein Erinnerungsblatt zu seinem 80. Geburtstag. Mit Bild.
— Nr. 46 bis 50: Das Ende der Reichsstadt Kempten. Von Dr. J. Rottenkolber.
— Balthasar Waibel. (Ein Beitrag zur Geschichte Kemptens im 19. Jahrhundert. Gegeben von Dr. Rottenkolber im Historischen Verein Allgäu am 7. November 1927.)
— Nr. 47: Karl Thanner, dem letzten Allgäuer vom Geschwader Spee zum Gedächtnis.
— Nr. 48: Drei Veteranen des Schießwesens: Hans Schweilart — Sebastian Schädle — Eugen Rist. Mit Bildern.
— Nr. 49: Die Grabungen auf dem Lindenberger Esch bei Kempten im Herbst 1927. Von P. Reinecke.
— 49/50: Ludwig Eberle als Illustrator des Parsifal (geboren am 14. August 1883 in Grönenbach). Von Friedrich H. Hacker. Mit 4 Bildern.
— Nr. 50: Kemptener Holzschnitte von Karl Gehring als Weihnachtsgabe. Mit 3 Bildern.
— dass der „Heimgarten“ für 1926 und 1927 des Inhaltsverzeichnisses entbehrt, nimmt ihm die Hälfte seines Wertes.

13. Jahrgang 1928 Nr. 2: Adolf Hengeler. Mit Bild.
— Nr. 3: Hier in der Heimat. Gedicht von Erika Spann-Rheinsch.
— Vom letzten Kemptener Fürstabt. Von Dr. Rottenkolber.
— Nr. 4: König Ludwig II. und das Kemptner Jägerbataillon. Von Fritz H. Hacker.
— Nr. 6: Die neue Pfrontener Turnhalle. Mit Bild.
— Nr. 6–13: Christian Jakob Wagenseil (1756–1839). Leben und Wirken des Schriftstellers, nachmaligen Regierungsrates in Augsburg. Von E. Schäfer, Kempten.
— Nr. 7: Der Allgäuer Abgeordnete Völk und Bismarck (1862–1870). Bericht über den im Historischen Verein Allgäu von Studienrat Dr. Eber gehaltenen Vortrag am 6. Februar 1928.
— Nr. 12: ’s Reserl. Eine alte Begebenheit aus den Pfrontner Bergen. Mündlicher Überlieferung nacherzählt von J. Laut-Kempten.
— Nr. 15: Walser Volk und Heimat. (Nach dem am 2. April von Alfons Nöberle im Historischen Verein Allgäu gehaltenen Vortrag.) — Nr. 15–21: Das Stift Kempten und der Adel. Von Dr. J. Rottenkolber.
— Nr. 17: Die Eroberung von Altenstadt für das Allgäu. Von Fritz Heinrich Hacker.
— Nr. 19: Das Stadtregiment der kaiserlichen freien Reichsstadt Kempten samt allen anderen Ämtern und Pflegen aus dem Jahre 1799. Von M. Herberg.
— Nr. 22: Graphische Kunst im Allgäu. (Zu dem von Albert Hämmerle am 7. Mai im Historischen Verein Allgäu Kempten gehaltenen Vortrag.) — Nr. 23: Madonna in Kemptener Heimatmuseum. (Prozessionsstück.) Von Maria Eichhorn-Keller. Gedicht.
— Hans Häberlin von Grönenbach. Ein Laienprediger zur Zeit des Bauernkrieges. (Zum Gedächtnis der 400. Wiederkehr seines Todestages am 14. Juni 1926.) — Nr. 24: Kempten neben dem Verkehr.
— Nr. 25: Wie die Alt-Kemptner Häuser Hochzeit und Krippele machten.
— Nr. 26: Die Stadttore von Memmingen.
— Nr. 27: Die Geisterhütte bei Schönbühel. (Mitgeteilt von Hans von der Trisanna.)
— Nr. 28: Das Kriegerdenkmal in Wengen. Mit Bild.
— Nr. 29–36: Aus dem Eiszeitalter in der Umgebung der Stadt Kempten. Gemeinverständliche Betrachtungen aus dem Gebiete des Iller-Vorlandgletschers. Von Martin Kellenberger.
— Nr. 32: Kinderspiele. Von Jos. Viehler, Sigishofen.
— Nr. 33/34: Der Allgäuer Wald.
— Nr. 37: Die letzten Tage Ludwig II. in seinem Schlosse Neuschwanstein. Von Wilhelm Jakob.
— Nr. 38 ff.: Die Maurer im Kemptener Zunft- und Handwerks-wesen. Zum 80. Gründungstag des Kranken-Unterstützungs-Vereins der Maurergesellen. Von Fritz H. Hacker.

2745. Allgemeine Ortskrankenkasse für den Bezirk —. Geschäftsbericht für das Jahr 1927. Sitz der Kasse: Hegge, Gemeinde Waltenhofen. Sitz der Verwaltung: Kempten, Kronprinzstraße 6. Allgäuer Druckerei- und Verlagsanstalt Kempten. Oktav, 39 Seiten. Broschiert.

2746. Denkschrift über Vereinigung der bestehenden Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Bezirk Kempten und der Allgemeinen Ortskrankenkasse für die Stadt Kempten von Oberverwalter Hans Zwack, Geschäftsführer der A.O.K. Kempten-Land. Oktav, 16 Seiten. Geheftet. 1928.

2747. Arbeitsordnung für den Betrieb des Kieswerkes — G.m.b.H. in —. Kleinoktav, 8 Seiten. Geheftet. Vom 23. März 1927.

2748. Familienfreund, Der. Erscheint jeden Monat. Erscheinungsort: Kempten im Allgäu. 2. Jahrgang 1927. Verantwortlich für die Schriftleitung: Dr. K. Zehgruber, Kempten, Feilbergstraße. Druck und Verlag: Süddeutsche Molkereizeitung Kempten im Allgäu. Quart. Je 8 Seiten.

2749. 32. Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr — e. V. Gegründet 1856. Jubiläumsjahr 1926/27. Druck: M. Dobler, Inhaber W. Ambros, Kempten. Oktav, 23 Seiten. Mit 2 Bildern. Geheftet.

2750. Desgl. 33. Jahresbericht 1927/28. 23 Seiten. Mit einem Vortrage des Stadtarchivars Pfarrer Friedrich H. Hacker:.Vom Feuerlöschwesen der Reich- und Stiftsstadt Kempten in der sogenannten guten alten Zeit**.

2751. Gesänge bei der Feier des katholischen Gottesdienstes in —. Herausgegeben vom Katholischen Stadtpfarramt Kempten 1928. Buchdruckerei des Verlages Josef Kösel & Friedrich Pustet, K.-G., Kempten. Miniatur, 48 Seiten. Broschiert 20 Pfennig.

2752. Helmschrott, Josef, —: Katalog für Molkereibetriebe. Kleinoktav breit. Gebunden. 1928.
Die zahlreichen Abbildungen zeigen Innenräume der folgenden von der Firma ausgeführten Neubauten oder Umbauten aus den letzten Jahren: Sennerei Kruggzell, Dampfmolkerei Worringen, Sennerei Burgberg-Winkel, Sennerei Großdorf-Vorderburg, Sennerei Hiemenhofen bei Ruberatshofen, Dampfmolkerei Wolfertschwenden, Sennerei Ried, Gemeinde Oberthingau, und Eichelschwang der gleichen Gemeinde.

2753. Heydecker, Architekten L. und Dipl.-Ing. Otto. Zu ihren Arbeiten. Von Friedrich H. Hacker. Allgäuer Verlagsanstalt Kempten. 1927. Mit 13 Bildern. Quart, II und 40 Seiten. Broschiert (Villa Weigler, Haus der Milchwirtschaft, Kleinwohnungsbauten in Kottern, Abfüllhalle des Allgäuer Brauhauses, Oberrealschule, Elektroschmelzwerk Schelldorf, Strumpshäuschen und anderes).

2754. Hilfs- und Preisbuch zur Berechnung von Schmiedearbeiten für das schwäbische Schmiedehandwerk 1916/17. Zusammengestellt unter Mitwirkung der Gesamtvorstandschaft und sämtlicher Obermeister von dem Kreisverbande Schwaben und Neuburg. Vorsitzender Johann Abt, Kempten. Oktav, 51 Seiten. Gebunden.

2755. Katalog für die Bezirks-Tierschau in — am Mittwoch, den 27. April 1927. Veranstaltet vom Landwirtschaftlichen Bezirksverein Kempten, den Bezirksbauernkammern Kempten-Land und -Stadt, sowie der Allgäuer Herdbuchgesellschaft. Katalog zusammengestellt von der Landwirtschaftsstelle Kempten und der Tierzuchtaufstellenstelle Kempten. Druckerei-Abteilung des Allgäuer Bauernblattes, Kempten. Oktav, 16 Seiten. Geheftet.

2756. Landwirtschaftlicher Verband für Schwaben und Milchwirtschaftliche Hauptgenossenschaft e. G.m.b.H. Bericht über das 23. Geschäftsjahr 1926. Erstattet auf der Generalversammlung am 18. Mai 1927. Süddeutsche Molkereizeitung, Kempten i. Allgäu, Druckereiabteilung. Großoktav, 23 Seiten. Geheftet.

2757. Leihbibliothek Freitreppe, M. Lauer — im Allgäu. Bücher-Katalog. Oktav, II und 85 Seiten. Broschiert. 1928.

2758. Mechanische Baumwoll-Spinn- und Weberei — in Kempten im Allgäu. Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 1926. Quart, 4 Seiten.
Die Gesellschaft hat am 17. Januar 1927 den Gedenktag ihres 75jährigen Bestehens begehen können.

2759. Desgl. für das Geschäftsjahr 1927. Quart, 4 Seiten.

2760. Bericht des Landwirtschaftlichen Verbandes für Schwaben und der Milchwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft e. G.m.b.H.
— im Allgäu über das 24. Geschäftsjahr 1927. Erstattet auf der Generalversammlung am 25. Juli 1928. Großoktav, 24 Seiten. Broschiert.
Wäre so eine gute Sache und geht so hart. Die Bauern wollen nur möglichst viel herausbezahlt haben, keine Opfer bringen. Und vor allem, kennen keine genossenschaftliche Treue und Disziplin. Wer ihnen 1 Pfennig mehr gibt, hat sie. Begreiflich. Weil es ihnen eben schlecht geht. Gleichzeitig die Ursache des Wellenspiels zwischen Genossenschaft und Handel im Allgäu. Die Zeit wird es weisen. Wesentlich ist bei uns, dass wir in der Nähe des Produktionsgebietes keine Konsumenten-Großstadt haben, daher Vermittler brauchen.

2761. Jahresbericht der Oberrealschule mit Handelsabteilung in — für das Schuljahr 1922/23–1925/26. Oktav, 38 Seiten. Geheftet.
Angliederung der 7. Klasse im Sommer 1922. Oberrealschule seit 1. September 1923. Verstaatlicht seit 1. April 1924. Übergabe des Gebäudes von der Stadt an den Staat am 1. März 1926.

2762. Desgl. für das Schuljahr 1926/27. II und 16 Seiten.

2763. Desgl. für das Schuljahr 1927/28. II und 24 Seiten.

2764. A. Ott. Gegründet 1873. Planimeter und Pantographen. Listen Nr. 301 und 401. Oktav, broschiert, VIII und 24, II und 14 Seiten.
Das Büchlein gibt einen Einblick in Art und Umfang dieser Firma. Es erzählt auch von der Entwicklung der Ott-Planimeter seit 1874 sowie des Ott’schen Typers der Präzisions-Pantographen, erfunden in den Jahren 1874–1880 von A. Ott und G. Coradi.

2765. Prospekt. Faltblatt. Großoktav, 10 Seiten. Mit Bildern: Burghalde — Eschlesee — Blick vom Kuppelturm der St. Lorenzkirche — Rathausplatz — St. Lorenzkirche — und 1 Eisenbahnkarte.

2766. Fest-Schrift zur 5. Gautagung in — Allgäu des Reichsverbandes ambulanter Gewerbetreibender Deutschlands, Sitz Berlin, Gau Süden, Sitz München vom 27. bis einschließlich 30. Dezember 1927 in den Lokalitäten zum „Stachus“ gegeben von der Ortsgruppe —. Buchdruckerei Waldmann & Bucher, Kempten, Feilbergstraße 69. Oktav, geheftet, II und 12 Seiten.

2767. Satzung der Iller-Fischereigenossenschaft (Sitz in —). September 1911. Buchdruckerei Tobias Dannheimer, Kempten. Kleinoktav, 14 Seiten. Geheftet.

2768. Satzungen der Bau- und Siedlungsgenossenschaft — und Umgebung, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Druck der Ferd. Eichelhäuserschen Buchdruckerei, Kempten i. A. 1921. Kleinoktav, 12 Seiten. Geheftet.

2769. Die Entwicklung des deutschen Schmiedegewerbes, Handwerk und Mittelstand. Verfaßt von Johann Abt, Schmiedemeister, Obermeister der Zwangs-Innung — im bayerischen Allgäu. 1913. Buchdruckerei Josef Kösel, Kempten. Oktav, 46 Seiten. Broschiert.

2770. Festbuch zum VIII. Bayerischen Schmiedetag und zur XIII. Tagung der Deutschen Schmiede-Berufsgenossenschaft vom 21. bis 23. Juni 1913 in —. Gewidmet von der Schmiede-Zwangs-Innung Kempten im Allgäu. Oktav, 71 Seiten. Broschiert. Mit Panorama: Kempten von Osten.

2771. 10. Schwäbisch-Bayerisches Bundesschießen 1928 vom 29. Juni bis 4. Juli in —. Werbeplakat mit Fest-Programm, Schieß-Ordnung und Schieß-Programm. Mit Panorama der Stadt Kempten und Bildern. 73 x 42 cm.

2772. Securitas, Revisions- und Treuhand-Aktiengesellschaft München, Nürnberg, Kempten. Geschäftsbericht für das 3. Geschäftsjahr 1923 nebst Reichsmark-Eröffnungsbilanz für den 1. Januar 1924. Quart, II und 7 Seiten. Geheftet.

2773. Desgleichen. Geschäftsbericht für das 4. Geschäftsjahr 1924.

2774. Desgleichen. Geschäftsbericht für das 5. Geschäftsjahr 1925.

2775. Desgleichen. Geschäftsbericht für das 6. Geschäftsjahr 1926. 8 Seiten.

2778. Telefon-Adreßbuch 1927 der Stadt — und Umgebung. Großoktav schmal, II und 68 Seiten. Broschiert. Auf der ersten Umschlagseite das Stadtwappen und ein Werbebild der Sparkasse. Verlag: Paul Baumgartner, Kempten, Horchlerstraße 14. Druck: Vereinigte Kunstanstalten A.-G., Kaufbeuren.

Der 1. Teil bringt das alphabetische Verzeichnis sämtlicher Telefon-Teilnehmer von Kempten und Umgebung nach dem Stande vom 1. April 1927, der 2. Teil bringt das Telefon-Nummernverzeichnis sämtlicher Teilnehmer von Kempten und Umgebung nach der Nummer geordnet. Also eine überaus zweckmäßige Einteilung, für welche jeder Telefon-Teilnehmer dankbar sein wird. Es ist eigentlich betrüblich für die Post, dass derartige private Arbeiten, welche dem praktischen Bedürfnisse mehr dienen wie die amtlichen Teilnehmer-Verzeichnisse, möglich und notwendig sind.

2779. Telefon-Register-Handbuch von — und Umgebung. Abgeschlossen nach dem Stand vom 10. November 1925. Großoktav schmal, 60 Seiten. Rot geheftet. Mit ausgeschnittenem Alphabet.

2780. 23. Verbandstag der Buchbindermeister Bayerns in — vom 29. Juni bis 1. Juli 1928. Schmaloktav, 64 Seiten. Mit Bildern. Broschiert.

2781. Verwaltungsbericht der Stadt — für die Jahre 1925/26 mit 1926/27 (1. Januar 1925 bis 31. März 1927). Herausgegeben vom Stadtrate. Oktav, VIII und 153 Seiten. Broschiert 3 M.

2782. Verzeichnis der im Jahre 1927 Geborenen, Getrauten und Gestorbenen in der evangelischen Gemeinde St. Mang in Kempten. Verfasst von A. Synderhaus, Stadtpfarrmesner. Oktav, 11 Seiten. Broschiert.

2783. Kempten im Bilde: 12 Originalholzschnitte von Karl Gehring. Verlag Ferdinand Oechelhäuser, Kempten, Salzstraße. Mappe. 4 M. Quart.
Die Bilder sind sämtlich vom Künstler bezeichnet und unterschrieben. Er hat, was in unserer Stadt an künstlerischen Gebäuden oder Stadtbildern vorhanden ist, gesehen und mit seinem Stift festgehalten. Die Tatsache, dass die meisten Aufnahmen aus der Winterszeit stammen, macht die Bilder besonders reizvoll. Im einzelnen handelt es sich um die folgenden Schnitte: An der Sutt — Haubenschloß — Weidach-Schlößle — Ankertor und St.-Mang-Kirche — Am Ankertor — Rathaus — Burgstraße mit Burghalde — St.-Lorenz-Kirche — Kornhaus — Illerbrücken — St.-Mang-Kirche — Haus der Milchwirtschaft. Der Verfasser ist geboren am 14. Oktober 1893 in Sonthofen.

2784. Kemptener Karneval-Zeitung. Nr. 34. 1927. 25 Pfg. 26 x 40 cm. Zwei Blätter mit je acht Seiten.

2785. Desgl. Nr. 35 und Nr. 36. Fasching 1928. 4 bzw. 8 Seiten. Verlag und für Redaktion verantwortlich: M. Herberg, Kempten.

2786. Kemptener Katholische Kirchen-Zeitung. Erscheint wöchentlich. Verlag: Katholisches Stadtpfarramt St. Lorenz in Kempten. Verantwortlicher Schriftleiter: Joseph Holzmann, Stadtpfarrer. 3. Jahrgang 1927. Nr. 1–17 vom 24. April 1927.
— Ab 1. Mai 1927: Katholische Kirchen-Zeitung für Kempten. Beilage zum Katholischen Sonntagsblatt für die Diözese Augsburg. Verlag von Haas & Grabherr in Augsburg. Nr. 1 ff. Wöchentlich zwei oder vier Seiten.
Diese Wochenzeitung ist wertvoll als Zeugin des kirchlichen Lebens der größten Pfarrei des Allgäus, aber auch deswegen, weil sie die Trauungen und Sterbefälle bringt und damit Material für die Familien- und Stadtgeschichte beisteuert. Enthält den Kirchenanzeiger, ein Verzeichnis der im Jahre 1927 verfallenden Grabstätten, einen orts- und kunstgeschichtlichen Beitrag „Zum Feste des hl. Gordianus“ (2. Folge, Nr. 2), den „Ritus zur feierlichen Benediktion der Notkirche Kempten-Ost“ (2. Folge, Nr. 4), das Programm der kirchenmusikalischen Aufführungen des Stadtpfarrkirchenchors St. Lorenz in der Nar- und Osterwoche 1927.

2787. Kemptner katholisches Pfarrbüchlein. 1927. Seinen Pfarrkindern gewidmet von Joseph Holzmann, Stadtpfarrer. 15. Folge. Selbstkostenpreis 40 Pfg. Oktav. 64 Seiten. Mit 1 Bild: Der zweite Allgäuer Katholikentag: Bischof Maximilian segnet bei der Rückkehr die Volksmassen. Lichtbild von Alpenphotograph Bischofberger.

2788. Dsgl. 1928. Seinen Pfarrkindern gewidmet von Joseph Holzmann, Stadtpfarrer. 16. Folge. Selbstkostenpreis 40 Pfg. Oktav, 63 Seiten. Mit vier Bildern. Druck von Josef Kösel & Friedrich Pustet, KG. in Kempten. Geheftet.
Eine Übersicht über die Verhältnisse der katholischen Pfarreigemeinde Kempten, welche von Jahr zu Jahr besser wird. Diesmal sind Bilder der Kriegergedächtniskapelle und des neuen Turmaufsatzes der Gottesackerkapelle sowie der Notkirche Kempten-Ost beigegeben. Diese beiden großen Bauten haben in der Chronik eingehende Darlegung gefunden. Der Nachruf des Stadtpfarrers auf Kommerzienrat Huber ist abgedruckt. Über die Pflege der Kirchenmusik in der Pfarrei wird eingehend berichtet.

2789. Kessler, Karl, kgl. geistl. Rat, Dekan und Pfarrer:** Glockenklänge zum neunzigsten Geburtsfest und zum fünfundzwanzigsten Regierungsjubiläum Sr. Königl. HOH. des Prinz-Regenten Luitpold v. Bayern. Schulfeier in Markt Oberdorf am 11. März 1911. Buchdruckerei Oskar Schnizer, Markt Oberdorf. Oktav, 26 Seiten, geheftet.

2790. Malber, Dr. Ludwig:**.Beiträge zur Wirtschaftspolitik oberschwäbischer Reichsstädte im ausgehenden Mittelalter (Isny, Leutkirch, Memmingen und Ravensburg). X. Heft. Stuttgart, Verlag von W. Kohlhammer, 1927. Großoktav, X und 117 Seiten. Broschiert.
Dissertationen der philosophischen Fakultät der Universität Freiburg im Breisgau aus dem Jahre 1920. Die Arbeit beruht auf den Veröffentlichungen von K. O. Müller über die Stadtrechte von Leutkirch, Isny und Ravensburg (Nr. 1854 mit 1238 dieser Sammlung) sowie von M. v. Freyberg über das Rechtsbuch der Stadt Memmingen von 1396. Sie behandelt das Textilgewerbe und das Lebensmittelgewerbe in erschöpfender Weise, soweit eben die Quellen reichen. Man gewinnt einen guten Überblick über die einschlägigen wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Vorfahren. Gelegentlich erwähnt sind die Bienenzucht im Allgäu, Kempten als eine „durch seine Leinwand damals berühmte Stadt“.

2791. Kneipp, Sebastian, Monsignore, päpstlicher Geheimkammerer, Pfarrer in Wörishofen, Inhaber des Komturkreuzes des Ordens vom Hl. Grabe:**.So sollt ihr leben! Winke und Ratschläge für Gesunde und Kranke zu einer einfachen, vernünftigen Lebensweise und einer naturgemäßen Heilmethode. 1928. 185.–190. Tausend. Kleinoktav, XVI und 370 Seiten. Gebunden 3,60 M.

2792. Meine Wasser-Kur durch mehr als 40 Jahre erprobt und geschrieben zur Heilung der Krankheiten und Erhaltung der Gesundheit. 104.–108. Auflage. 1928. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, München. VIII und 376 Seiten. Kleinoktav. Gebunden 3,60 M.

2793. Codicill zu meinem Testamente für Gesunde und Kranke. 26.–28. Tausend. 1928. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, München. Kleinoktav, VIII und 376 Seiten. Gebunden 3,80 M.

2794. Das große Kneippbuch. Ein Volksbuch für Gesunde und Kranke. Nach dem Tode des Verfassers in dessen Auftrag bearbeitet und herausgegeben von Bonifaz Reile, dem langjährigen Sekretär des Prälaten Kneipp. 60.–70. Tausend. 1928. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, München. Großoktav, 1060 Seiten. Mit vielen farbigen und schwarzen Bildern. Gebunden 20 M.

2795. Jahresbericht 1927 der Verwaltung des Kurhauses der Barmherzigen Brüder „Sebastianum“ in Bad Wörishofen. Leitung: Orden der Barmherzigen Brüder vom hl. Johannes von Gott. Oktav, 4 Seiten, 2 Bilder.

2796. Kurhaus der Barmherzigen Brüder „Sebastianum“, Wasserheilanstalt nach der Heilmethode von — in Bad Wörishofen, Wasser- und Luft-Kurort für Sommer- und Winterkuren. Prospekt, umfassend 8 Seiten mit 1 farbigen und 7 schwarzen Bildern. Oktav, Faltblatt.

2797. Wörishofener Original Kneipp-Kalender. 37. Jahrgang 1927. Begründet von Mons. Sebastian Kneipp. Fortgeführt von Bonifaz Reile. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, Kommanditgesellschaft, München. Großoktav, 96 Seiten. Broschiert 60 Pfennig.

2798. Desgl. 38. Jahrgang 1928. 99 Seiten. Broschiert 60 Pfennig. (Der Kalender bringt einen Artikel zum 30. Todestage Kneipps — 17. Juni 1927.)

2799. Kobl, Fritz:**.Über 4 Fälle von spontaner Ruptur der Aorta ohne vorangehende Aneurysmobildung. Maschinenschrift. 37 Seiten. Quart. Auszug nicht gedruckt. München, Medizinische Dissertation vom 29. Mai 1922. Universität 23. 9289.
Geboren 3. Juli 1893 in Kempten.

2800. Konrad, Der arme. Kalender für das arbeitende Volk. 1919. 18. Jahrgang. Herausgegeben vom Landesvorstand der sozialdemokratischen Partei Bayerns. Seite 39 bis 47:.Aus der Ehrengalerie des bayerischen Adels. I. Karl August Graf von Reisach, 1809 Generalkommissar des Illerkreises in Kempten.##

1929. Seite 42–49:.Das obere Allgäu und seine Bewohner. Von Johann Pleßer, Genhofen. Mit Bildern von: Oberstdorf, Spielmannsau, Einödsbach, Breitachklamm, Oberstaufen, Immenstadt.

2801. Korrespondenzblatt des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. 1926. Seite 267–278:.Schreibmaschine und Archiv. Vortrag von Dr. Friedrich Hefele, gehalten beim 17. Deutschen Archivtag in Kiel am 16. August 1926.

1927 Nr. 1:.Professor Dr. Reinecke über den Stand der Durchforschung von Cambodunum**.

2802. Kraftpostfahrten durch das bayerische Allgäu und angrenzende Gebiete. Prospekt, umfassend 28 Seiten. Mit Bildern von Kaufbeuren — Kempten — Füssen — Schongau — Pfronten — Immenstadt — Bühl am Alpsee — Sonthofen — Hindelang — Bad Oberdorf — Rettenberg — Wertach — Weitnau — Weiler — Scheidegg — Lindenberg — Oberstdorf — Fischen. Schmaloktav, geheftet. Ausgabe 1928. Mit 1 Karte der Kraftpostlinien.
Das Heft verzeichnet die folgenden Kraftpostlinien im Allgäu: Bad Wörishofen–Kaufbeuren, Bregenz–Hohenweiler–Scheidegg–Lindenberg, Bregenz–Hohenweiler–Hergatz–Wangen, Füssen–Pfronten-Ried, Füssen–Roßhaupten, Füssen–Schongau, Hindelang–Hinterstein, Hohenschwangau–Füssen–Reutte im Tirol, Immenstadt–Missen, Immenstadt–Rettenberg–Vorderburg, Isny–Harbatshofen, Isny–Hergatz–Wangen, Isny–Röthenbach–Weiler, Kempten–Kimratshofen, Kempten–Obergünzburg–Sontheim, Lingenau–Oberstaufen, Oberstdorf–Hohenschwangau, Reutte–Tannheim–Schattwald–Hindelang, Sonthofen–Hindelang. 3 weitere, nämlich Buchloe–Waal–Lengensfeld, Landsberg–Stegen–Weßling, Landsberg a. L.–Weilheim, liegen nicht im Allgäu.

2803. Kreisverein für Bienenzucht und Obstbau in Schwaben und Neuburg (E. V.), Jahresbericht für 1918. 42. Jahr seines Bestehens. Druckerei Franz Fischer, Augsburg III. Oktav, 18 S. Geh.

2804.- Desgl. für 1919. 16 Seiten.

280.- Desgl. für 1920. 16 Seiten.

2806.- Desgl. für 1921. 16 Seiten.

2807.- Desgl. für 1923. 16 Seiten.

2808.- Desgl. für 1924. 16 Seiten.

2809.- Desgl. für 1925. 16 Seiten.

Diese Berichte enthalten viel Material über Bienenzucht und Obstbau im Allgäu. Wir erfahren, wo Bezirksvereine sind und wer sie leitet und wo Ortsvereine sind, wer sie führt und wie stark sie sind.

2810. Krumbacher, Albert, Referendar, Hansfeld bei Starnberg:**.Die Ausschließung des Aktionärs. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde, der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München vorgelegt von —. München 1927. Oktav, 68 Seiten. Broschiert.
Geboren 25. März 1902 in der unteren Kürnach, Sohn des Ludwig Krumbacher, Neffe des Professors Karl Krumbacher in München, Absolvent des Gymnasiums Kempten.

2811. Küffner, Georg:**.Ein Modell des Trommelfelles. Maschinenschrift. 24 Seiten. Quart. Auszug nicht gedruckt. München, Medizinische Dissertation vom 16. Januar 1923. Universität 23. 9305.
Geboren 20. November 1892 in Kempten.

2812. Kuhlo, Dr. jur. Alfred, Geschichte der bayerischen Industrie. 1926. Verlag: Bayerische Druckerei und Verlagsanstalt G.m.b.H., München. Quart, 527 Seiten. Gebunden.
Das Werk zerfällt in zwei Abschnitte. Der erste Abschnitt behandelt die Geschichte der einzelnen Wirtschaftszweige, der zweite die Entwicklung der einzelnen bedeutenden Firmen. Im ersten Abschnitts kommt das Allgäu wie folgt vor.
— Seite 34: Weißzeugindustrie in Pfronten und Umgebung.
— Seite 36: Feinmeßwerkzeuge der Firmen Ott und Kesel in Kempten.
— Seite 43: Hausindustrie in Füssen, Immenstadt, Memmingen und Weiler.
— Seite 61 f.: Die Molkereiindustrie im Allgäu, wobei die bedeutenden Firmen eigens genannt sind.
— Seite 123: Holzfirma Riedle in Kempten.
— Seite 161 f.: Die Papierfabrik in Kempten und diejenige in Hegge sowie die Pergamentpapier-Herstellung im Allgäu.
— Seite 180 f.: Die Strohhutindustrie im westlichen Allgäu um Weiler.
— Seite 224: Die Wasserkräfte der Handwerke Füssen, der Papierfabrik Schongau und des Carbidwerkes Lechbruck. Die Wasserkräfte an der Iller sind nicht erwähnt. Nachstehend nennen wir auch diejenigen einzelnen Firmen, denen ein eigener Artikel, zumist mit Bildern, gewidmet ist: Allgäuer Baumwoll-Spinnerei und Weberei vormals Heinrich Cyr in Blaichach, Allgäuer Pergamentindustrie Ronsberg, Kempten, Seltmans und Günzach, Aktiengesellschaft Papiersfabrik Hegge, M. Schachenmayr’sche Papiersfabrik in Kempten, Spinnerei und Weberei Kottern, Leinwerke Johann Pfesser, A.-G. in Memmingen, Oesterrieder-Werk, Kommanditgesellschaft in Lautrach und Memmingen, Clemens Riesler, Fabrik mathematischer Instrumente in Nesselwang und München, Fabrik mathematischer Instrumente Gebrüder Hass, G.m.b.H. in Pfronten und Weberei Aktiengesellschaft Sonthofen. Man sieht, einzelne Große fehlen, es scheint, dass das Geld eine Rolle gespielt hat. berger sollen schwäbische Art pflegen und sollen fränkische Art pflegen, aber nicht beides zusammenlegen wollen.

2813. Kunst, christliche, Deutsche Gesellschaft für. Jahres-Mappe 1917. Verlag der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, e. V. Kommissionsverlag der Gesellschaft für christliche Kunst, G.m.b.H. in München. S. 25 f.: Votivbild für Archiv-Direktor Ludwig von Baumann in der Friedhofskapelle zu Adelsholzen von Kaspar Schleibner.
– XXIII. Jahrgang Februar 1927 S. 159 f.:.Aus dem Kunstleben im Allgäu. Von Friedrich H. Hacker.

2814. Kunst, Die. Malerei — Plastik — Wohnungskunst — Architektur, Gärten — Kunstgewerbe, Frauenarbeiten. Verlag: F. Bruckmann A.-G., München. Großoktav. Broschiert 2,50 Mark.
30. Jahrgang Nr. 2 (November) Seite 48–50:.Allgäuer Handwebteppiche (Allgäuer Handwebteppichfabrik Sauerländer & Co., Alttaun). Mit 3 schwarzen und 1 farbigen Bilde. Von Dr. Hans Naumann.
— Alttaun gehört zur Gemeinde Wollegg und liegt infolgedessen nicht mehr im Allgäu.

2815. Kunstwanderer, Der. Halbmonatsschrift für Alte und Neue Kunst. Herausgeber: Adolph Donath. Verlag: Der Kunstwanderer G.m.b.H. Berlin. Postversand Berlin-Schöneberg. 9. Jahrgang 1927 Seite 408–111:.Hubert Wilm** von Paul Clemen. Mit 5 Bildern.

2816. Lämmle, August, und Hans Reyhing, Das Herz der Heimat. Ein Schwabenbuch für die Söhne und Töchter unseres Landes, die in der Fremde sind. Verlag Silberburg, G.m.b.H., Stuttgart. 1925. Kleinoktav, IV und 420 Seiten. In Leinwand gebunden 7,50 M. Mit Bildern.
Wie alles, was von Lämmle kommt, gemütlich und echt schwäbisch in jeder Hinsicht. Die Herren von drüben machen oft den Fehler, dass sie schwäbisch und württembergisch verwechseln, sich für die alleinigen Schwaben halten. Der Reyhing ist noch besser getroffen. Der schreibt S. 48 ff. einen Artikel „Im Allgäu“, erzählt von Leutkirch, Isny und Wangen und vom Schwarzen Grat und bildet sich ein, das sei das Allgäu. Er nimmt also 1/9 für das Ganze. Denn das Allgäu zählt 218 Gemeinden, das württembergische Allgäu 27 Gemeinden. S. 325 ff. erfahren wir, wie der Leutkircher Bürgermeister eine Sette verloren hat. dass man württembergisch Franken mit hereinzunehmen versuchte, war ein Fehler, bedeutete als Halbheit halben Erfolg. Die Württemberger sollen schwäbische Art pflegen und sollen fränkische Art pflegen, aber nicht beides zusammenlegen wollen.

2817. Land Bayern, Das, seine kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung für das Reich. 1927. Verlag: München-Augsburger Abendzeitung G.m.b.H., München. 29 1/2} x 38 1/2} cm. 428 Seiten mit 596 Abbildungen, 4 Vierfarbendrucken und 2 Tiefdruckbeilagen. In Halbleinen gebunden 12 M.
Das Geleitwort schrieb der bayerische Ministerpräsident Dr. Held. Das Allgäu ist nicht schlecht vertreten. Wir erwähnen die folgenden Artikel je mit Bildern:.Die Stadt Kempten im Allgäu** von Dr. Merkt —.Die Allgäuer Butter- und Käsebörse in Kempten** von Dr. Merkt —.Der Milchwirtschaftliche Verein im Allgäu e. V. —.Landwirtschaftlicher Verband für Schwaben und Milchwirtschaftliche Hauptgenossenschaft e. G.m.b.H. Kempten im Allgäu** —.Das „Grünland“-Käswerk in Kempten im Allgäu** —.Allgäuer Überlandwerk G.m.b.H. von Dr. Merkt** —.K. Höselmayr, Edelweiß-Camembertsfabrik, Kempten im Allgäu** —.Mechanische Baumwoll-Spinn- und Weberei Kempten** —.A.-G. Papiersfabrik Hegge, Hegge bei Kempten** —.Allgäuer Baumwollspinnerei und Weberei Blaichach, vormals Heinrich Cyr** —.Mechanische Baumwoll-Spinnerei und Weberei in Kaufbeuren. Das Werk erscheint ein halbes Jahr nach dem ähnlich angelegten Werke, das Dr. Kuhlo vom Bayerischen Industriellen-Verband herausgab. Es ist bedauerlich, dass diesbezüglich keine Einigung erzielt wurde, so dass einzelne wichtige Betriebe entweder hier oder dort fehlen. Die Gliederung dieses Werkes hätte schärfer sein dürfen, es hätten sich unschwer Abteilungen bilden lassen. Auch ein Orts- und Namensverzeichnis wäre erwünscht gewesen. Im übrigen sind Wünsche nicht geltend zu machen, die einzelnen Artikel sind von sach- und fachkundigen Leuten geschrieben, und man erfährt manches, was bisher nicht bekannt war.

2818. Landwirtschaftliche Merkblätter. Die Bereitung von Weichkäsen nach Allgäuer Art. Von Landesökonomierat Dr. Teichert, Direktor der Staatlichen Milchwirtschaftlichen Lehr- und Forschungsanstalt zu Wangen im Allgäu. Verlagsbuchhandlung Eugen Ulmer in Stuttgart, Olgastraße 83. Oktav, 16 Seiten. Geheftet. Preis 35 Pfennig. Stück 76. Mit den Bestimmungen vom 19. März 1927.

2819. Lechbruck. Bayerische Alpen. Deutschland. Herausgegeben vom Verkehrs- und Verschönerungs-Verein Lechbruck. Prospekt, umfassend 8 Seiten, mit 8 Bildern und 1 Eisenbahn-Orientierungskarte. Faltblatt. Schmaloktav. 1927.

2820. Legau: Geschäftsbericht über das 23. Geschäftsjahr 1927 der Volksbank — e. G.m.b.H. Oktav, 9 Seiten. Mit Bild der Volksbank Legau. Geheftet. Mit Programm zu der am Donnerstag, den 17. Mai 1928, anlässlich der Eröffnung des Neubaues der Volksbank — stattfindenden Eröffnungsfeier.

2821. Legauer Anzeiger. Nr. 65 vom 9. Juni 1928:.Zum 70jährigen Gründungsfest der Musikgesellschaft Steinbach. Von Oberlehrer L. Mayer.

2822. Lehmann, Paul: Die Bistümer Konstanz und Chur. I. Band. Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz. Herausgegeben von der königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München. C. H. C. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München. Großoktav, XVII und 599 Seiten. Mit 1 Karte. Geheftet 36 M.
Seite 180–182:.Pfarrkirche Isny des heiligen Nicolaus**, 1284 errichtet, seit 1526 protestantisch.

2823. Lehmer, Max, Alt-Kempten. 6 Original-Linolschnitte. 1927. Quart. 5 M.

Im Titel: Dann Ausblick aufs Rathaus — Nedkapelle — Ankertörlein — Haubenschloß — Sutt — Durchgang beim „Schwanen“.

2824. Leutkirch: Jahresbericht 1926 der Sektion Schwarzer Grat des Deutschen und Österr. Alpen-Vereins. Oktav, II und 16 Seiten. Wanderplan 1927 Seite 3 des Umschlags. Geheftet.

2825. Desgl. für 1927. Oktav, 20 Seiten. Broschiert.

2826. Lindenberg im Allgäu. Prospekt**, umfassend 8 Seiten Text, 4 Kunstbeilagen und 5 Bilder. Anhängend 1 dreiteilige Karte: Ausblick bei der Lindenberger Schießstätte auf der Nieder Höhe. Nach dem Gemälde von Otto Keck. Druck und Verlag von J. Adolf Schwarz, Lindenberg. Kleinoktav breit, in Büttenumschlag geheftet mit Stadtwappen. Etwa 1927.

2827. Lindenberger Tagblatt.
37. Jahrgang 1926. Beilage.
— Nr. 110:.Aus Lindenbergs Vergangenheit. Von Oberbibliothekar Dr. Waldemar Sensburg, München.
— Nr. 116:.Bericht über die Teuerung der Jahre 1816/1817. Nach Aufschreibungen in den Pfarrbüchern von Heimenkirch. Von Kappenwirt Josef Reitemann.
—.Scheffau. Von Dr. Sensburg.
— Nr. 121:.Lindenberg und seine Strohhutfabrikation um 1893.
—.Allgäuer Strohhutwalzer. Gedicht.
— Nr. 132:.Abgaben und Steuern früherer Zeiten in Lindenberg.
—.Was die Röthenbacher Kirchenglocken von der Vergangenheit zu erzählen wissen. Von Oberbibliothekar Dr. Waldemar Sensburg, München.
— Allgäu, Argengau, Haugrafen, Centgrafen, Mallstätten, Schultheiße. Aus der Geschichte der Pfarrei Grünenbach. Herausgegeben im Jahre 1860 von Anton Wendelin Endres, Pfarrer in Hagenheim, früher Benefiziat in Weiler.
— Nr. 155: Münzwert. Aus der Geschichte der Pfarrei Grünenbach. Von Benefiziat Endres.
— Tarierung des Zolls zu Haimenkierch anno 1589.
— Die letzte Hinrichtung in Weitnau. Von Hauptlehrer M. Wiedemann, Weitnau.
— Der Familienname Boggeyer. Von M. Raich, Ellhofen.
— Helteres aus Lindenbergs Kulturkampfzeit — 1874 — und aus der Gegenwart.
— Nr. 167: Aurel Stenzel, Kaufmann in Lindenberg 1866–1926.
— Lebensgeschichte des Pfarrers von Rechtis Johann Martin Laut. Von Max Förderreuther, Kempten.
— Der Familienname Reich. Von M. Raich, Ellhofen.
— Nr. 179: Der Straßenbau von Bregenz bis Weiler im Jahre 1766. Vortrag von Karl Wachter.
— Nr. 191: Ellhofer Familiennamen. Vortrag von M. Raich, Ellhofen.
— Anfänge des Christentums. Die Apostel des Allgäues. Entstehung des Bistums Konstanz. Gründung der Pfarreien. Aus der Geschichte der Pfarrei Grünenbach. Von Benefiziat Endres in Weiler.
— Nr. 203: Die Geschichte der Herrschaft Ellhofen. Vortrag von Karl Wachter.
— Pfarrer Ralch — unser Heimatler. Geboren zu Ottobeuren am 16. Februar 1864.
— Drei Hinrichtungen aus Eglofs.
— Nr. 215: Die Entwicklung der evangelischen Gemeinde Lindenberg. Von W. Gollner.
— Hinrichtungen zu Eglofs im 18. Jahrhundert. Von M. Raich.
— Nr. 227: Westallgäuer Verkehrsverhältnisse im Wandel der Zeiten. Von Alfred Schneidawind.
— Gerichtszetrieb [Gerichtsbetrieb] im Westallgäu im 17. Jahrhundert. Von M. Raich.
— Nr. 251: Unsere heimischen Moore. Von Oberstudiendirektor a. D. G. Hoock, Enzisweiler.
— Nr. 274: Alte Glocken in Ellhofen, Maria Thann, Scheidegg.
— Von der Ringenburg bei Maierhöfen.
— Nr. 285: Beschreibung der Heilbäder des Landgerichtsbezirkes Weiler.
— Nr. 296: Zur Geschichte des Lindenberger Moorbades. Mit 2 Bildern.
— Lindenberger G’schichten aus der Zeit vor 1910. (Mundart, auch über Möggers.)
38. Jahrgang 1927, Beilage. Nr. 5: Allgäuer Gastwirtschaftswesen im 17. und 18. Jahrhundert. Von M. Wiedemann, Weitnau.
— G’schichteln, über die man auch heute noch lacht. (Heimenkirch, Ebratshofen, Kappenwirt.) — Von Johler’s Theres, Engenberg.
— Nr. 17: Westallgäuer Kriegsnöten. Aus der Geschichte der Pfarrei Grünenbach.
— Ollgassar Londschturm! Im Jahre 1920.
— Nr. 23: Vom Veteranenfest zu Weiler am 30. Oktober 1845.
— Nr. 35: Der Franzoseneinfall im Jahre 1744. Bericht des Schützenmüllers Josef Wiedemann von Ebratshofen.
— Das Oberstaufener Fastnachtsspiel.
— Der Musikant und Volkshumorist Munding von Gebrazhofen.
— Nabenberger Stüille.
— Nr. 47: Heimatler — Berichte über Isny.
— Das Septembergeschehen am Isner Berg im Jahre 1796.
— Nr. 62: Das Kohlenvorkommen im Wirtatobel bei Scheffau.
— Ulrichsbrunnen und Ulrichskapelle bei Möggers.
— Nr. 70: Kunstmaler Johann Jakob Spiller von Lindenberg 1778.
— Kunstmaler Max Ventele, geboren 20. Juli 1825 zu Lindenberg. Mit 3 Bildern.
— Otto Keck, geboren 20. März 1873 in Oberstaufen, Kunstmaler in Goßholz. Mit Bild.
— Adolf Martin, Radierer in Isny (kein Allgäuer).
— August Braun, Kunstmaler in Wangen, geboren dort 6. Mai 1876.
— Kunstmaler Thomas Wiedemann, geboren 29. Mai 1843 in Lindenberg, Klosterlaienbruder und Kunstmaler Fulbert Heim, geboren 1862 in Schrekkenmanklitz.
— Nr. 87: Eine Alteglosser Bauernsippe. Von Studienrat Franz Schähle. Mit 4 Bildern und Stammtafel.
— Oberstaufener Redensarten und Volkshumor.
— Nr. 98: Aus Mellaß.
— Nr. 110: Der Alpgan, seine Freien und deren Freigericht „auf dem Buch“ bei Schönau. Von Oberlehrer Boneberger.
— Nr. 127: Zur Ortsgeschichte von Heimenkirch. Vom Kappenwirt Josef Reitemann. Mit Karte: Verlauf der Römerstraße Bregenz-Isny in der Gemeindeurheimenkirch.
— Nr. 132: Lindenberger Hochzeitsbräuche.
— Geschichte von Lindenberg 1906–1926.
— Nr. 138: Geschichtliche Wanderung durch den Bezirk Wangen (Christazhofen). Von G. Haßl.
— Nr. 154: Golgatha in Füssen, Immenstadt, Sonthofen.
— Wegkreuze in Lindenbergs Umgebung.
— Nr. 166: Das Rotachtal. Von Josef Blumrich, Bregenz. Mit geologischer Karte.
— Über einen Niesengletschertopf bei Scheffau. Von Martin Schmidt, Stuttgart. Mit geologischer Karte.
— Anfang der Kirche zu Scheffau.
— Scheffau in Großvaters Zeiten.
— Hostuben-Erinnerungen. Volkshumor.
— Nr. 177: Geschichtliche Wanderung durch Eglofs. Von G. Haßl.
— Wohltätigkeitsstiftungen in Weiler, Lindenberg und Scheidegg.
— Hostuben-Erinnerungen.
— Nr. 189: Anfang und Ursprung der Pfarrkirche zu Niederstaufen. Mit Bild.
— Die Gerichte Altenburg und Kellhöf, Simmerberg, Grünenbach.
— Die Familiennamen Ochsenreiter, Haimb, Ellgaß, Kulmus, Hugendubel.
— Nr. 201: Pfarrer und Pfarrvilare in Niederstaufen. Von Johann Baptist Wolfgruber.
— Das Allgäu nach einem Berichte aus dem Jahre 1558 (Kempten, Isny, Wangen).
— Westallgäuer Baumriesen (Eisenbolz, Schönau, Kesselbachtal).
— Nr. 213: Deuchelried bei Wangen. Von G. Haßl.
— Milcherzeugung in der Gemeinde Grünenbach-Schönau.
— Nr. 225: Die Westallgäuer Molasse-Alpen. Ausdehnung und Aufbau des Nagelfluhgebirges.
— Eine verschwiegene Allgäuer Föhl. Eine Geschichte aus der Franzozenzeit. Von Josef Lüthold Wagner, Kreuzwirt zu Aach.
— Nr. 231: Die Entwicklung des Lindenberger Fremdenverkehrs.
— Der Herren-Strohhut. Von Diplom-Kaufmann Otto Jung.
— Nr. 243: Zur Geschichte des Dorfes Mywieler. Mit 2 Bildern.
— Aus der Pfarrei Niederstaufen. Von Pfarrer J. B. Wolfgruber.
— Nr. 256: Zur Geschichte des Dorfes Mywieler.
— Erinnerungen aus meiner Mellayer Kinderzeit. Von der Eisenbahn am Ausgang des 19. Jahrhunderts.
— Eggenreute bei Wangen.
— Nr. 266: Strohhüte-Herstellung vor 50 Jahren. Von Johler’s Theres.
— Gespräch zwischen 2 liberal gesinnten Allgäuer Bauern über die Wahlen 1869 (Mundart).
— Nr. 278: Karl Hirnbein, ein Mann aus dem Allgäuer Volke. Von Wolfgang Vollheimer.
— Nr. 289: Das Werden der Spinnerei und Weberei Bremenried.
— Allgäuer Humor. Aus der Umgebung von Oberstaufen.
— Aus meiner Mellayer Kinderzeit (Flachsbau, Hausbau).
— Niederhöhe bei Lindenberg.
— Nr. 300: Lindenberger Neujahrswünsche aus meiner Kinderzeit (Mundart). Von Michael Ohmayer.
39. Jahrgang 1928, Beilage. Nr. 11: Eine geschichtliche Wanderung durch den Bezirk Wangen. Von G. Haßl.
— Erinnerungen aus meiner Mellayer Kinderzeit. (Aus J. Lau’s Familienbuch.) — Nr. 23: Wanderungen im Pfändergebiet. (Scheidegg — Möggers.) — Streitsache Werdenberg-Sargans gegen Ulm und Gen. wegen Brechung von Ruggburg. (Memmingen, Kempten, Kaufbeuren, Wangen, Isny, Leutkirch.) Mitgeteilt von Hugo Bazing.
— Nr. 35: Die Ulrichskapelle bei Möggers. Zur Rettung eines Heimatdenkmals, von Dr. Tilly Lindner.
— Die Ulrichskapelle bei Möggers. Legende von Celida Sesselmann.
— Erinnerungen aus meiner Mellayer Kinderzeit. Aus J. Lau’s Familienbuch.
— Nr. 47, 59, 70, 82, 104, 115: Strohhutindustrie im Bayerischen Allgäu. Eine volkswirtschaftliche Studie und ein Beitrag zu ihrer Geschichte von Hans Haller.
— Von der Lindenberger Strohhutindustrie.
— Das Jahr 1927 in der Strohhutindustrie. Von Ottmar Reich, Lindenberg.
— Lindenberger Hutrer Zunftlied.
— Arbeits-Veteranen der Lindenberger Strohhut-Industrie.
— Arbeits-Veteranen der Lindenberger Strohhut-Industrie. Therese Johler. Erinnerung einer alten Näherin. Agathe Brinz.
— Nr. 93: Der Milz’sche Strohhutbetrieb in der Zeit von 1780–1895. Vom Lindenberger Arbeitsausschuß für Heimatkunde. Mit Bildern.
Nr. 104: Peter Dörfler und das Allgäu. Von Fritz H. Hacker.
— Ein Gedenktag für Immenstadt.
— Nr. 115: Peter Dörfler in Lindenberg.
— Nr. 131: Jubiläumsgruß zum Turnfest in Lindenberg.
— Zur Geschichte des Turn-Vereins Lindenberg. Kurze Beiträge von Hauptlehrer Brenner.
— Nr. 143: Auf historischen Pfaden in die Kürnach. Mit 2 Bildern: Pfarrkirche von Friesenhofen — Blick aufs Blöchäusel. Von Dr. Brack.
— Am Alpsee bei Immenstadt. Von Major a. D. Hans Melser.
— Die Sage vom Alpsee.
— Nr. 160: Aus der Bauzeit der Eisenbahn Kaufbeuren–Kempten–Immenstadt–Röthenbach 1836.
— Nr. 178: Zur Ortsgeschichte von Heimenkirch. Vom Kappenwirt Josef Reitemann.
— Joh. Friedrich Bilger, der Begutachter des „baads zu Ebratshofen“. Mit Bild.
— Nr. 189, 201: Die Strohhutindustrie in Vergangenheit und Gegenwart. Vom Lindenberger Arbeitsausschuß für Heimatkunde.
— Nr. 220: Ein Gang durch das Heimatmuseum in Wangen.
— Die letzte Hinrichtung in Wangen 1842.
— Wie es bei Hinrichtungen zu Anfang des 18. Jahrhunderts in der Reichsstadt Isny gehalten. Von Stadtarchivar Pfeilsticker.
— Nr. 238: Baumeister Johann Georg Specht, geboren 20. Dezember 1721 in Lindenberg. Mit Bildern.
— Nr. 260, 278, 296: Die Westallgäuer Welteiszeiten. 1. Auf den Spuren des Rotachgletschers von Josef Blumrich, Bregenz. 2. Rückzugsstadien der Würmverglättung im Argengebiet. Von Moritz Schmidt, Tübingen. Mit 3 Bildern und Karte.
— Nr. 260, 278, 296: Verleabt’s und Verloset’s. Anekdoten in Allgäuer Mundart.
— Inhaltsverzeichnis 1928.

Was die Lindenberger mit Unterstützung eines verständigen Verlages da leisten, ist recht erfreulich. Mit Recht ziehen sie die Vorarlberger zur Mitarbeiter heran und lassen auch das württembergische Allgäu um Wangen und Isny etwas gelten. Herausgeber ist Zollamtsvorsteher Martin Koclbl in Lindenberg, der aber in dieser „Heimatkunde von Lindenberg“ allzu bescheiden sich nicht nennt. Unpraktisch ist die fortlaufende Numerierung zusammen mit der Tageszeitung. Man weiß auf diese Weise nie, ob einem eine Nummer fehlt. Das Titelbild ist nach einer alten Vorlage aus dem Jahre 1840 gezeichnet von unserm Goßholzer Künstler Otto Keck.

2828. Linder, J., Justizrat, Rechtsanwalt in Memmingen:**.Das Recht der Katholiken auf Mitgenuß der vereinigten Wohltätigkeitsstiftungen zu Memmingen. Memmingen 1925. Verlag: Buchhandlung Jos. Feiner & Co., Memmingen. Oktav, 112 Seiten. Broschiert.
Eine ungemein fleißige Arbeit des inzwischen verstorbenen Sachwalters der Katholiken Memmingens, die viel neues und interessantes Material bringt. Ob sie freilich den erwünschten Erfolg haben wird, die Memminger Stiftungen, um die es sich handelt, den Protestanten zu nehmen und beiden Konfessionen zu geben, kann niemand voraussagen. Die Verjährung und der gute Glaube werden auch noch mitsprechen.

2829. Lintner, Karl, Josef Ludwig, Dr. phil., Geheimer Hofrat, emer. o. Professor für angewandte insbesondere Gärungschemie der Technischen Hochschule München. Geboren am 3. Oktober 1855 in Kaufbeuren. Habilitiert 1884 an der Technischen Hochschule München, Assistent an der landwirtschaftlichen Zentralversuchsstation 1885–88, ao. Professor 88, o. Professor 96, Direktor der wissenschaftlichen Station für Brauerei in München 1902–14, nebenamtlicher Rektor 1915–17:.Grundriss der Bierbrauerei. 5. Auflage 1919.

2830. Lobsien, Wilhelm:**.Klaus Störtebeker. Erzählung aus der Zeit der Vitalienbrüder von —. Mit vier farbigen Bildern von Ludwig Eberle (von Grönenbach). K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. Oktav, 125 Seiten und Inhaltsverzeichnis. Gebunden 2 M.

2831. Loß, Dr. Hellmuth, Diplomlandwirt und Tierzuchtinspektor:**.Die Seen im oberen Allgäu. über Süßwasser- und fischereibiologische Untersuchungen. Sonderabdruck aus dem Oberstdorfer Gemeinde- und Fremdenblatt 1927 Nr. 104–109. Kleinoktav breit, 23 Seiten. Geheftet.

2832. Madlener, Joseph:**.Das Christkind kommt. Ein Weihnachtsbuche für Kinder von 1–80 Jahren. Gemalt von —, geschrieben von Marga Müller. Verlag Joseph Müller, München 23. 1928. Großoktav, 46 Seiten. Mit farbigen und schwarzen Bildern. Gebunden 5 M.

2833. 7 Silhouetten
1. Weihnacht. Blattgröße 41×16 cm. Preis 70 Pfg.;
2. Gemütliche Fahrt. 1919. Blattgröße 51×25 cm. Preis 1,10 M.;
3. Frühlings Einzug. Blattgröße 49×18 cm. Preis 90 Pfg.;
4. St. Hubertus. 1919. Blattgröße 52×18 cm. Preis 90 Pfg.;
5. Ostern. Blattgröße 41×16 cm. Preis 70 Pfg.;
6. Wandervögel I. Blattgröße 32 x17 cm. Preis 70 Pfg.;
7. Wandervögel II. Blattgröße 32×17 cm. Preis 70 Pfg.

2834. 5 Silhouetten-Postkarten
1. Anbetung.
2. Großvater erzählt.
3. Das Christkind kommt.
4. Deutsche Märchen I.
5. Deutsche Märchen II.

2835. Weihnacht. Kunstblatt
Dreiteilig, farbig, Blattgröße 20×58 cm. Verlag F. Ackermann, München NW. 13. Preis 2,50 M.

2836. Madlener, Max: Zeigt das Sputum Unterschiede bei den verschiedenen Formen der chronischen Lungentuberkulose?** Maschinenschrift. 15 Seiten. Quart. Auszug nicht gedruckt. München, Medizinische Dissertation vom 15. Juli 1924. Universität 24. 7799.

Geboren 13. November 1898 in Kempten.

2837. Markt Oberdorf:**.Festgedichte zur Primizfeier des Hochwürdigen Herrn Otto Portenlänger am Sonntag, den 25. Juli 1926 in —. Oktav, 7 Seiten, geheftet. Buchdruckerei Balle, Markt Oberdorf.

Geboren in Memmingen 12. November 1901.

2838. Festschrift zum 50jährigen Jubiläum der Freiw. Turner-Feuerwehr — am 27. Juli 1913. Kleinoktav, 16. Seiten, geheftet.

2839. Markt Oberdorf (733 Meter über Meer) im bayerischen Allgäu. Prospekt, umfassend 6 Seiten. Mit 1 schwarzen Bild und 1 Zufahrtslinienkarte. Schmaloktav, Faltblatt. Herausgegeben vom Verkehrsbuero.

2840. Martin, Dr. H.: Vorstand der Milchwirtschaftlichen Untersuchungsanstalt im Allgäu in Kempten:**.Wissenswertes über den Fettgehalt in der Trockensubstanz der Weichkäse. Sonderdruck aus der „Süddeutschen Molkerei-Zeitung, Kempten im Allgäu“ Nr. 4 vom 27. Januar 1927. Oktav, 4 Seiten.

2841. Die Bedeutung der Kalksalze in der Nahrung des Menschen und im Futter des Tieres. Sonderdruck aus der „Süddeutschen Molkerei-Zeitung, Kempten im Allgäu“ Nr. 16 vom 21. April 1927. Oktav, II und 5 Seiten. Geheftet.

2842. Mayer, Julius, Diplom-Landwirt aus Aitrang:**.Die Kalkfrage in Landwirtschaft und Milchwirtschaft mit besonderer Berücksichtigung der Allgäuer Rundkäserei. Von der Technischen Hochschule München zur Erlangung der Würde eines Doktors der technischen Wissenschaften genehmigte Dissertation. Tag der Annahme der Abhandlung: 24. Mai 1926. „Süddeutsche Molkerei-Zeitung, Kempten im Allgäu“, Druckereiabteilung. Oktav, 61 Seiten. Broschiert.

2843. Memmingen:**.Adreßbuch der Stadt sowie der Landgemeinden des Bezirksamtes Memmingen. Verlag Joseph Feiner & Co., Memmingen. 1926. 296 Seiten, mit dreifarbigem Stadtplan. 5 M.

2844. Memmingen: Fremdenführer durch — und Umgebung. Herausgegeben vom Verkehrsverein Memmingen 1927. Druck: Verlags- und Druckereigenossenschaft Memmingen. Oktav, 16 Seiten. Mit 1 Memminger Stadtplan. Geheftet.

2845. Memminger Geschichts-Blätter. Zwanglos erscheinende Mitteilungen des Memminger Altertumsvereins. Verantwortlich für die Schriftleitung: Dr. Julius Miedel.
1926. Nr. 4
— Nr. 1 von 1927:.Das Zollwesen der Reichsstadt Memmingen. Von Dr. Anton Eichsheim (Türkheim i. B.). (Sehr gediegene Arbeit. Vorbild für essolche [ebensolche] Forschungen bezüglich Kempten, Kaufbeuren usw.)
— Nr. 2:.Das römische Kastell auf der „Betmauer“ bei Isny. Von Karl Pfeilsticker, Isny i. A.
— Nr. 3:.Vier Briefe von J. G. Schelhorn d. J. Von D. Friedrich Braun (München-Solln). —.Die Schlacht im Schwiggertal. Ihre Beziehung zur Unterhospitalstiftung. Von L. Mayr, Steinbach.
— Nr. 4 und 5:.Die Zangmeister als Memminger Kramer und Großkaufleute (Memmingen, Isny, Kempten, Kaufbeuren, Immenstadt). Von Dr. Ascan Westermann.
—.Sonnenuhren in Memmingen.
— Nr. 6:.Der Inhalt des Martinsturmknopfs.
— Nr. 6 und 7 und
1928 Nr. 1:.Die Memminger Apotheken. Von Richard Holler (München).
1928, 14. Jahrgang
— Nr. 1:.Ein wertvoller Holztafeldruck im Museum in Memmingen von Jakob v. Stählin. —.Orgelbaumeister Gabler in Memmingen und Steinbach. Von L. Mayr, Oberlehrer in Steinbach.
— Nr. 2:.Strigel-Nummer, den Teilnehmern an der Tagung des Schwäbischen Museumsverbandes zu Memmingen am 9. und 10. Juni 1928 gewidmet. Bernhard Strigel 1460–1528. Von Dr. F. X. Weizinger.
— Bernhard Strigel als Künstler. Von Professor Max Unold.
— Bernhard Strigel als reichsstädtischer Bürger. Von Dr. A. Westermann. Dazu Nachbildung einer Unterschrift von Bernhard Strigel von 1507 und vier Seiten mit elf Bildern von ihm, davon „Anbetung des Christkinds durch Maria und die Hirten“ im Memminger Museum. (Von der Geschlossenheit und historischen Bedeutung dieser Nummer kann man nur sagen: Respekt! So was bringt im Allgäu sonst kein Ort, auch nicht Kempten, zusammen.)

2846. Merkt, Dr. Otto:**.Neuere Allgäuer Literatur. VIII. Folge. Nr. 995–1457. Kempten. Herausgegeben vom Historischen Verein Allgäu. 1923. II und Seite 277–329. Kleinoktav. Broschiert.

2847. Desgleichen. IX. Folge. Nr. 1458–2062. Gesammelt im Auftrage des Historischen Vereins Allgäu von —. Kempten, 1925. Druck: Josef Kösel & Friedrich Pustet KG. II und Seite 333–418.

2848. Desgleichen. X. Folge. Nr. 2063–2523. Gesammelt im Auftrage des Historischen Vereins Allgäu von —. Kempten, Ferd. Oechelhäusersche Buchdruckerei. 1927. II und Seite 421–528.

2849. Desgleichen. XI. Folge. Personen- und Ortsregister zur I.–X. Folge. Bearbeitet von Johann Eichbauer. Herausgegeben von Dr. Merkt, Neuere Allgäuer Literatur vom Historischen Verein Allgäu, Kempten. 1928. Druck: Allgäuer Druckerei und Verlagsanstalt, Kempten. VI und Seite 535–591.
Der Wert der überaus dankwerten, mühevollen Arbeit des Herrn Eichbauer beruht darin, dass wir nunmehr alle Allgäuer, welche seit 1911 literarisch tätig waren, aber auch alle Allgäuer, über welche in dieser Zeit etwas im Druck erschienen ist, in einer Liste beisammen haben. Diese Liste wird für die Personengeschichte des Allgäus von Bedeutung sein. Viel größer noch ist der Wert des Ortsverzeichnisses. Damit können wir für jeden Ort im Allgäu feststellen, ob und in welcher Weise er in der angegebenen Zeit irgendwo gedruckt erwähnt worden ist. Es leuchtet ein, dass für den Ortsgeschichtsforscher die Arbeit von Dr. Merkt erst Wert bekommen hat durch die Anlage dieses Ortsverzeichnisses, das demjenigen, der über den Ort sich unterrichten will, umständliche, teure und deswegen fast nie zustandekommende Sucharbeit erspart. Auf einen Blick sieht man, erfährt man, was über den Ort an Material vorliegt.

2850. Ansprache, gehalten bei Einweihung des Bauernmahnnales am Sonntag, den 5. August 1928 zu Durach von Bürgermeister — in Kempten. Sonderdruck aus dem „Allgäuer Bauernblatt“, Kempten, Nr. 32 vom 11. August 1928. Oktav, II und 7 Seiten. Mit Bild: Bauernmahnmal in Durach. Geheftet.

2851. Miedel, Hermann:**.Über Onium-Radikale und über Ammonium als Reduktionsmittel. Maschinenschrift. 74 Seiten. Quart. Auszug nicht gedruckt. München, Philosophische Dissertation vom 26. Juli 1924. Universität 24. 8258.
Geboren 10. Juni 1895 in Memmingen.

2852. Milchwirtschaftlicher Verein im Allgäu e. V. Kempten, Haus der Milchwirtschaft:**.Allgäuer Milchlieferungsordnung für Weichkäserei, Buttermolkerei und Frischmilchlieferung mit Erläuterungen. Kleinoktav, 14 Seiten. Geheftet. Mit zwei Bildern. Vom 16. Februar 1927.

2853. Was fehlt unserer Allgäuer Milchwirtschaft?** Denkschrift vom 18. August 1927 für den Herrn Reichsnernährungsminister [Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft]. Altes Reichsformat, 4 Seiten.

2854. Fragen aus der Buchführung für die Gesellen- und Meisterprüfung im Käsegewerbe. Neu bearbeitet von Hans Mergner, Schulvorstand der Lehr- und Versuchsanstalt Boos. Verlag: Süddeutsche Molkerei-Zeitung, Kempten im Allgäu. Ausgabe Herbst 1927. Oktav, 15 Seiten. Broschiert 0,75 M.

2855. Jahresbericht für das Jahr 1926. Oktav, 82 Seiten. Broschiert.
Der Jahresbericht enthält den Bericht des 1. Vorsitzenden, Ökonomierates Jakob Herz, über den Verein, dann der Milchwirtschaftlichen Untersuchungsanstalt im Allgäu zu Kempten, erstattet von Dr. Martin, der Lehr- und Versuchsanstalt für Emmentalerkäserei in Weiler von Schulvorstand Hofer, der Lehr- und Versuchsanstalt für Weichkäserei und Butterbereitung in Boos von Schulvorstand Mergner, des Landwirtschaftslehrers Assessor Renz, endlich des Lehrbetriebes der Allgäuer Bauernschule Spitalhof von Landwirtschaftsrat Neiser.

2856. Desgl. Jahresbericht 1927. 86 Seiten. Der Bericht enthält zunächst wieder eingehende Darlegungen des Milchwirtschaftlichen Vereins über alle Teile der Allgäuer Milchwirtschaft wie über die Vereinsangelegenheiten von Ökonomierat Herz, dann als Beilagen den Jahresbericht der Milchwirtschaftlichen Untersuchungsanstalt zu Kempten von Dr. Freiesleben und bezüglich der auswärtigen Tätigkeit von H. Freudling, ebenso der Lehr- und Versuchsanstalt in Weiler von Dr. Doll und Landwirtschaftsassessor Hofer, der Anstalt in Boos von Hans Mergner, Lempenauer und Baur, dann des Landwirtschaftslehrers, Landwirtschaftsassessors Franz Renz, endlich der Allgäuer Bauernschule Spitalhof und ihres Gutshetriebes [Gutshetriebes -> Gutshetriebes] von Landwirtschaftsrat Neiser.

2857. Jahresbericht der Lehr- und Versuchsanstalt für Weichkäserei und Butterbereitung in Boos für das Jahr 1926. Erstattet von Hans Mergner, Vorstand der Anstalt. Süddeutsche Molkereizeitung, Druckerei-Abteilung Kempten im Allgäu. Oktav, 14 Seiten. Geheftet.

2858. Desgleichen 1927. Erstattet von Hans Mergner, Vorstand der Anstalt. Oktav, 19 Seiten. Geheftet.

2859. Miller, Artur Maximilian:**.Herr Jörg von Frundsberg, der deutschen Landsknechte lieber Vater. Des Ritters ernsthafter Lebensgang samt allen seinen Taten und Schicksalen aufs neue erzählt. Verlag Herder & Co., Freiburg im Breisgau. 1928. Oktav, VIII und 393 Seiten. Mit Bild: Georg von Frundsberg. Gebunden 7 M.

Wenn einer einerseits Phantasie hat und anderseits Gemüt, so eignet er sich zum Künstler. Wenn eine solche Künstlernatur nun zur Feder greift, so gibt das immer einen besondern, einen guten Stil, der abweicht von der Regel, der anspricht wegen der weitausholenden Gedanken wie der liebevollen Schilderung. So war es schon beim seligen Goethe, so ist es auch bei diesem Miller, dessen Name erstmals durch den „Hochvogel“ (Allgäuer Zeitung) bekannt geworden ist.

Er ist kein Allgäuer, sondern 16. Juni 1901 im benachbarten Mindelheim geboren und stammt väterlicherseits und mütterlicherseits von einem Bauerngeschlechte. Dem Helden der Stadt Mindelheim, auf den die Mindelheimer für alle Zeiten stolz sein dürfen, dem Ritter Georg von Frundsberg, hat er ein Denkmal gesetzt. dass ein angesehener Verlag dieses Erstlingswerk eines jungen Literaten übernimmt, beweist dessen Güte. Miller gibt uns in Anlehnung an die erhaltenen geschichtlichen Quellen ein Lebensbild des Landsknechtsvaters Jörg von Frundsberg, des Helden von Pavia 1525, warm und anschaulich, auf alle Einzelheiten der Zeit wie des Ortes liebevoll eingehend.

Der Feldherr ist ihm der ganze, echte deutsche Mann, dessen Tat und Meinung aus Kraft und innerer Ruhe kommt, der deswegen trotz seines blutigen Handwerks der gütige Mensch bleibt, vom Unglück, der Missgunst der Menschen, deren Ränkespiel er nicht gewachsen, viel verfolgt. Das Buch wird in unserer Sammlung erwähnt, weil bei der nahen Nachbarschaft das Allgäu naturgemäß im Leben des Jörg von Frundsberg eine Rolle spielte.

So erfahren wir von den Verhältnisse des alten Landgerichtes Marstetten, der Städte Kempten und Memmingen, des Klosters Ottobeuren zu den österreichischen Erzherzogen, vom Kampf der Stadt Kempten mit dem Stift, das sich mit Bayern verbündete, vom Aufenthalt Kaiser Maximilians 1488 in Memmingen und erfuhren viel vom Aufstand der stiftkemptischen Bauern 1491, der Flucht des Fürstabtes auf das Schloß Liebenthanm, der Beschwerde der Bauern beim Kaiser und Vorladung des Fürstabtes von 1492, vom Kampf der Memminger gegen die bayerischen Knechte um das Dorf Kaufering und von der Niederlage der kemptischen Bauern, vom berühmten Dr. Cyrialus Weber in Memmingen, von dem Kaufbeurer Bürgerssohn Christoph Hauser, der mit dem Raubritter von Hohenkrähen gemeinsame Sache machte, vom Kampf des Schwäbischen Bundes und seiner Allgäuer Mitglieder gegen diese Raubgesellen, von dem Striegelschen Altar in der Gruft zu Mindelheim, endlich und vor allem über den Bauernkrieg im Allgäu vom Frühjahr 1525, an dem Jörg von Frundsberg zusammen mit dem Truchseß von Waldburg teilnahm, bis zum blutigen Ende in Durach, das er nicht verhindern konnte.

Nicht ohne Interesse ist die Hinneigung des Frundsberg zum evangelischen Glauben und dessen Verkehr mit dem Luthersfreunde Dr. Staupitz und dem abgesetzten Konstanzer Domprediger Wanner. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Uns scheint der einzige Mangel des Buches zu sein, dass der Verfasser so viel von kriegerischen Dingen reden muß und den Krieg selber nicht kennt. Doch sei zugegeben, dass er ihn richtig ahnt. Immerhin, wenn er selbst Soldat gewesen wäre, und wüßte, was ein Exerzierreglement bedeutete, so könnte er uns erzählen, wie der Jörg von Frundsberg es gemacht hat, als er, die alte Kampfweise der Ritter verlassend, ein neues Landsknechtsheer schuf. So aber erfahren wir das daß, nicht aber das wie. Doch mag das für die Jugend, für welche das Buch in erster Linie wohl bestimmt und auch geeignet ist, insonderheit die männliche, ohne Bedeutung sein.

2860. Mitteilungen der Geologischen Gesellschaft in Wien. 1911:**.Jura, Kreide und Tertiär zwischen Hochblanken und Hohem Ifen. Von Mylius.

2861. Mitteilungen des Bayerischen Landesverbandes zur Bekämpfung der Tuberkulose. IX. Heft. München 1920, Seite 15 ff. und Seite 28 ff.:.Bericht über die Prinzregent-Luitpold-Kinderheilstätte, insbesondere über Kosten ihres Baues und Betriebes, von Graf von Hirschberg und Oberarzt Dr. Klare (Scheidegg)**.

2862. Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, München. Lindauersche Universitätsbuchhandlung.

1925 Nr. 1:.Das bergsteigerische Bedürfnis. Von Ernst Zettler, Oberstdorf.
— Nr. 7:.Zum Ofterschwangerhorn. Von M. Schaumann, Sonthofen.
— Nr. 9:.Höhenwanderung im Gebiet des Hochgrat. Von Fritz Kurz.

1926 Seite 270 f.:.Hermann von Barths handschriftlicher Nachlass. Von Dr. A. Dreyer in München. (Hochvogel, Trettachspitze, Daumen, Bacherloch, Wildes Männle.)

2863. Mittelberg, Post Oy, im bayerischen Allgäu, 1050 m über dem Meere:**.Kinderheilstätte. Gebirgspanorama mit Kinderheilstätte in Form einer dreifachen Ansichtspostkarte. Aufnahme von Josef Häusler, Kempten. 42×9 cm. 1927.

2864. Desgl. Prospekt, umfassend vier Seiten. Mit vier schwarzen Bildern und einer Eisenbahnübersichtskarte. Oktav.

2865. Mittelberg, Station Oy, 1036 m über dem Meere. Linie Kempten–Reutte. Prospekt, umfassend sechs Seiten. Mit fünf Bildern und einer Eisenbahnübersichtskarte der Zufahrtslinien nach Mittelberg. Druck: Allgäuer Anzeigeblatt G.m.b.H., Geschäftsstelle Sonthofen.

2866. Mittelberg im Kleinen Walsertal, 1218 Meter über dem Meer, 400 Meter über Oberstdorf. Prospekt, umfassend 4 Seiten mit 4 schwarzen Bildern. Großoktav. Faltblatt. Druck: Buch- und Kunstdruckerei Allgäuer Anzeigeblatt G.m.b.H., Sonthofen.

2867. Mögele, Alois, Referendar:**.Die Erscheinung des Dumping im Welthandel. Dissertation der Staatswirtschaftlichen Fakultät München. 1927.

Geboren am 26. März 1903 in Kempten.

2868. Möhrle, Hans, Regierungsbaumeister:**.Die Cistercienser-Propstei Birnau bei Überlingen am Bodensee. Überlingen (Bodensee): Fehel 1920. Oktav, 92 Seiten, 21 Abbildungen im Text und auf 12 Tafeln. Karlsruhe, Technische Hochschule, Dissertation von 1921, Referent von Oechelhaeuser, Billing. (Nur in beschränkter Anzahl für den Austausch.)

Geboren 15. Dezember 1886 in Immenstadt.

2869. Moser, Dr. iur. et rer. pol. Adolf, rechtskundiger 1. Bürgermeister:**.Die wirtschaftliche und finanzielle Bedeutung des bayerischen Fremdenverkehrs für Land und Gemeinden. Herausgegeben vom Fremdenverkehrsverband München und Bayerische Alpen. Oktav, II und 40 Seiten. Broschiert.

Die Arbeit interessiert uns, weil von einem Allgäuer Verwaltungsbeamten verfaßt und infolgedessen vielfach auf die Verhältnisse im Allgäu (Wörishofen, Oberstdorf, Füssen) bezugnehmend.

2870. Mühlbauer, Johann Ev., Spiritual:**.Schwester Maria Fidelis Weiß aus dem Kloster der Franziskanerinnen zu Reutberg in Oberbayern. 1926. Druck und Verlag der Salesianer in München. Oktav, XVI und 128 Seiten. Mit Bildern. Gebunden 8 M., kartoniert 6 M.

2871. Lebensbeschreibung der Schwester M. Fidelis Weiß aus dem Kloster der Franziskanerinnen zu Reutberg in Oberbayern. 1924.

2872. Das geistliche Leben. Aszetische Abhandlungen der Schwester M. Fidelis Weiß von Reutberg. Erstes Bändchen. Druck und Verlag der Salesianer in München 7. 1927. Oktav, XII und 78 Seiten. Mit einem Bild. Broschiert 1 M.

2873. Desgleichen. Zweites Bändchen. Druck und Verlag der Salesianer in München 7. 1928. Oktav, 74 Seiten. Mit einem Bild. Broschiert 1 M.
Schwester M. Fidelis Weiß, geboren am 12. Juni 1882 in Kempten, gestorben im Rufe der Heiligkeit am 11. Februar 1923 im Kloster Reutberg bei Schaftlach in Oberbayern. Vater: Schneidermeister Johann Karl Weiß. Geburtshaus: Fürstenstraße C 14/II, jetzt Nr. 51. Bürgerlicher Name: Eleonore Margareta. Volksschule bei den Englischen Fräulein in Kempten, dann Frauenarbeitsschule. 1898 Ladnerin bei Zintl am Residenzplatz. 1899 bei Wiehl am Illertor, 1900 im Institut Lenzfried, 1902 Eintritt ins Kloster Reutberg, 1904 Profeß. Vgl. auch „Zeitschrift für Aszese“ und Mystik vom Januar 1927 und „Ambrosius“ 1926 Nr. 9.

2874. Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst. Neue Folge. Band III S. 374:.Der Bildhauer Roman Anton Boos (1730 bis 1810), Franz Eberhard und Konrad Eberhard (1767–1836), der Kemptner Künstler Ludwig Weiß (1778–1845). — S. 376 f.:.Holzrelief eines Meisters aus Kaufbeuren oder Memmingen von 1523. — S. 379:.Ein Künersberger Walzenkrug um 1750 und Enghalskrug um 1760. — S. 382 und 384:.Deckelterrine von Künersberg um 1750**, sämtliche Gegenstände im Bayerischen Nationalmuseum in München.

2875. Münchener Medizinische Wochenschrft. J. F. Lehmanns Verlag.

1913 Nr. 40:.Tierexperimentelle Untersuchungen über die Organspezifität der proteolytischen Abwehrfermente (Abderhalden). Von Dr. Adolf Fuchs, Oberarzt an den Heil- und Pflegeanstalten bei Kaufbeuren.

1914 Nr. 4:.Tierexperimentelle Untersuchungen über Tuberal. Von Dr. Adolf Fuchs, Oberarzt an den Heil- und Pflegeanstalten bei Kaufbeuren.
— Nr. 6:.Über den Nachweis proteolytischer Abwehrfermente im Serum Geisteskranker durch das Abderhaldensche Dialysierverfahren. Von Dr. Adolf Fuchs, Oberarzt an den Heil- und Pflegeanstalten bei Kaufbeuren.

1927 Nr. 40 S. 1721 f.:.Ärztliche Standesangelegenheiten. Das Doktortestament. Von Justizrat Dr. Hans Stölzle, Rechtsanwalt in Kempten.

1928 Nr. 38 Seite 1641–1644:.Josef Graßl. Zu seinem 70. Geburtstag. Von Otto Kolb.

Geboren am 20. September 1858 in Höll in der Oberpfalz, 1910–1926 Bezirksarzt für den Land- und Stadtbezirk Kempten.

2876. Münchener Neueste Nachrichten Nr. 334 vom 12. Dezember 1927: Adolf Hengeler zum Gedächtnis** von A. Heilmeyr.

Beilage „Fortschritt der Technik“ Nr. 45 vom 18. XII. 1927:.Vom Weberhandwerk zur Textilindustrie. Von Bürgermeister Dr. Volkhardt in Kaufbeuren.

2877. Münchener Zeitung. Aus dem Rechtsleben. Wochenrundschau für die Juristen- und Laienwelt über die wichtigsten Tagesfragen der Rechtspflege auf dem Gesamtgebiete des bürgerlichen wie des Strafrechts, des Steuer- und Verwaltungswesens. 1927, 6. Jahrgang, Nr. 28, 31, 37–40:.Der letzte Wille des Menschen in rechtlicher und steuerrechtlicher Beziehung. Von Justizrat Dr. Hans Stölzle, Rechtsanwalt in Kempten.

2878. Münz- und Geldgeschichte der im Großherzogtum Baden vereinigten Gebiete. Herausgegeben von der Badischen Historischen Kommission. Bearbeitet von Dr. Julius Cahn. 1. Teil: Konstanz und das Bodenseegebiet im Mittelalter bis zum Reichsmünzgesetz von 1559. Mit 10 Tafeln und einer Karte. Heidelberg 1911. C. F. Winters Universitätsbuchhandlung. Großoktav, X und 460 Seiten.

Das Münzsystem von Konstanz war von Einfluß auch für das württembergische und bayerische Allgäu. Wir erfahren darüber durch das Buch interessante Einzelheiten, insbesondere hinsichtlich der Grafschaft und Abtei Kempten, für welche der Fund von Leubas sich als wichtig erwiesen hat, den Horchler in den Mitteilungen der Bayerischen Numismatischen Gesellschaft Band XI und von Hösken im Archiv für Bracteatenkunde Band III beschrieben hat.

Besonders eingehend wird der Münzbund der sieben schwäbischen Städte von 1501 geschildert, dem aus dem Allgäu, wie schon dem von 1404, Memmingen, Isny, Leutkirch, Wangen und Kempten angehörten. Die Führung hatte Ulm. Die Sache ging aber nicht gut hinaus, weil die Städte ihren Verpflichtungen nicht nachkamen und insbesondere Kempten es mit der Angst vor dem König zu tun bekam, damit „wir in ungnad, straff und buß nit fallen und als die ungehorsamen nit begriffen werden“. Im Wortlaut abgedruckt ist der Münzvertrag zwischen Graf Eberhard von Württemberg und den Städten im Allgäu vom 26. Mai 1404 sowie der Münzvertrag der Städte Ulm, Memmingen, Ravensburg, Kempten, Isny und Leutkirch vom 11. Januar 1901.

Behandelt sind der Fund von Ruderatshofen vom Jahre 1874, besprochen im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit 1874, und der Fund von Füssen vom Jahre 1867, besprochen in der Wiener numismatischen Zeitschrift Band II Seite 71, der jetzt im Münzkabinett zu München sich befindet. Die beigegebenen Münztafeln behandeln Prägungen der Abtei Kempten, insbesondere des Abtes Heinrich II. um das Jahr 1200, welche im Münzkabinett zu Stuttgart liegen, sowie von Leutkirch. Gelegentlich erwähnt ist auch die Münze zu Kaufbeuren sowie ein Münzfund von Grünenbach aus dem 13. Jahrhundert, beschrieben im Archiv für Bracteatenkunde Band IV, Seite 177 ff. und 189 ff.

2879. Museum, Das Schwäbische. Zeitschrift für Kultur, Kunst und Geschichte Schwabens. Herausgeber: Schwäbischer Museumsverband. Schriftleitung: Custos Ludwig Ohlenroth, Augsburg, Maximiliansmus. Haas & Grabherr, Verlag, Augsburg. Jährl. 9 M.

Jahrgang 1926 S. 58 ff.:.Zur Vor- und Frühgeschichte Schwabens. Von Benefiziat Eberl in Obergünzburg (betrifft die folgenden Allgäuer Orte: Ebersbach, die Fliehburg Eisenburg, Irsee, Kaufbeuren, Kempten, Memmingen, Obergünzburg, Oberzell, die Fliehburg Ottobeuren, Osterzell, die Fliehburg Reichholz und diejenige zu Rettenbach, Röhrwang, die Fliehburg Stein bei Memmingen und die Römerstraße Walleron bei Obergünzburg).
— S. 74:.Jacopo Amlgoni aus Venedig als Rokokomeister 1719 im Kloster Ottobeuren. — S. 94 f.:.Die Münzen der Reichsstadt Kempten. — S. 13:.Die Fajence-Manufaktur Künersberg bei Memmingen. — S. 145:.Marienbildnis in der Stadtpfarrkirche zu Leutkirch. — S. 207 f.:.Der Maler Hörmann, geboren um 1775 in Obergünzburg, gestorben 1820 in Augsburg (nach Mitteilung des Pfarramtes Josef Ignaz Hörmann, geboren 18. November 1784). Mit 4 Bildern.

Mitteilungen des Schwäbischen Museumsverbandes. Schriftleitung: Museum der Stadt Ulm. Unter diesem Titel gibt der Verband seit 1927 jeder Nummer seiner Zeitschrift „Das Schwäbische Museum“ 4 Seiten Mitteilungen bei. Diese Mitteilungen bringen kurze Nachrichten der einzelnen dem Verbande angeschlossenen Museen. Aus dem Allgäu kommen in Betracht das Bezirksmuseum im Schloß Kempten, das Oberallgäuer Heimatmuseum in Immenstadt, das Stadtmuseum und Ostallgäuer Volkskunstmuseum in Kaufbeuren, das Allgäuer Heimatmuseum in Kempten, das Ortsmuseum in Obergünzburg und das Westallgäuer Heimatmuseum in Weiler.

Jahrgang 1927 Seite 1–6:.Sitzende Muttergottesbildnis aus der Werkstatt Hans Multschers (geboren um 1400 in Reichenhofen bei Schloß Zeil). Von Kurt Gerstenberg. Mit 8 Bildern.
— Seite 33–42:.Der Schatzfund von Wiggensbach im Allgäu. Von Friedrich Drexel. Mit 10 Abbildungen.
— Seite 43 bis 54:.Die Münzen des Wiggensbacher Fundes. Von Max Bernhart-München. (Der Fund stammt aus dem Jahre 1888 und wurde damals kurz von August Ullrich im „Allgäuer Geschichtsfreund“ beschrieben. Nunmehr stellt die neue Wissenschaft seine Bedeutung fest. Es handelt sich um die Zeit, da das römische Cambodunum von den Germanen genommen wurde, also etwa 233 nach Christus.) — Seite 76:.Madonna von Johann Heinrich Schönfeld in Wolfertschwenden. — Seite 91:.Die aus Kaufbeuren stammende Bildhauersfamilie Kels. — S. 125:.Medaille Josef und Sabina König aus Kempten 1602/1603. Mit 2 Bildern.
— Seite 126:.Johann Eucharius von Wolffurth, Abt von Kempten 1626, zwei Münzen, je mit Bildnis Ion de Bos oder Paulus von Vianne. — Seite 137 f.:.Römerstraße zwischen Kellmünz und Kempten westlich vom Kürnacher Wald und Schwarzen Grat nach Bemania-Isny. — Seite 163 f.:.Ein Füßener Bürgerhausstand des 16. Jahrhunderts. Von M. Prosch.
— Seite 184:.Bildhauer Isaak Kiening aus Isny 1569. — Seite 195: Maler und Radierer Josef Ignaz Hörmann, geb. in Obergünzburg 17. November 1784.

Jahrgang 1928 Seite 18:.Holzschnitzereien aus Werkstätten im Allgäu in der Zeit der Gotik. — Seite 31:.Der Kaufbeurer Münzmeister Hans Apselselber 1546 in Augsburg, als Stempelschneider in Kempten zirka 1533–1540. — Seite 39–42:.Goldschmied Johann Schönfeld III in Kempten und Memmingen tätig, vermählt 1633 mit der Platnerstochter Maria Schädelin aus Kempten, 1677 mit Elisabeth Heinzlin aus Memmingen. Historienmaler Hans Ulrich Franck aus Kaufbeuren 1655 als Hochzeitsbürge in Augsburg.
— Seite 62 ff.:.Römerstraßen bei Schongau, Füssen, Kempten. — Seite 97 ff.:.Römerstraßen bei Kempten, Füssen (via Claudia). Von B. Eberl.
— Seite 104 bis 106:.Das Drachen-Gießgefäß und der Drachen-Leuchter im Allgäuer Heimatmuseum in Kempten. Von Heinrich Reifferscheid, Schwerin. Mit 2 Bildern.
— Seite 107–110: Ein Bild der Kreuzprobe aus dem Multscherkreis. Von Max Schefold, Ulm. Mit 3 Bildern.
— Seite 139–144:.Zu Multscher. Von Julius Baum, Ulm. Mit 8 Bildern (der Blasiusaltar in Kaufbeuren).

2880. Nachrichten-Blatt der Vereinigung der städtischen Milchgroßbetriebe Deutschlands e. V. Geschäftsstelle: Dresden A 24, Reichsstraße 20. Nr. 1 des 1. Jahrgangs Juni 1927. Großoktav. 8 Seiten.

Erwähnt, weil im Allgäu gedruckt, nämlich von der Druckereiabteilung der „Süddeutschen Molkereizeitung“ in Kempten, wenn auch nicht vom Allgäu handelnd. Jedoch wichtig für das Allgäu, weil jede Milchpropaganda den Absatz der Allgäuer Milchprodukte fördert.

2881. Näher, Hans:**.Erfahrungen mit der Preglschen Jodlösung in der inneren Medizin. Maschinenschrift. Quart, 22 Seiten. Auszug nicht gedruckt. München, Medizinische Dissertation vom 23. November 1922. Universität 23.9366.

Geboren 15. Juni 1894 in Heißenschwende bei Kronburg.

2882. Naturwissenschaftlicher Verein für Schwaben und Neuburg (E. V.). Sechsundvierzigster Bericht. Veröffentlicht im Jahre 1928. Augsburg, Verlag des Naturwissenschaftlichen Vereins, Obstmarkt D 158. Seite 7–10:.Bemerkenswerte Mollusken aus der Umgebung von Füssen. Von Dr. F. Uhl, Burghausen a. S.
— Seite 24–28:.Beiträge zur Ornis von Kaufbeuren und Umgebung (Hirschzell und Markt Oberdorf). Von Dr. Franz Uhl, Burghausen a. S.
— Seite 66–74:.Der Bergsturz von Balderschwang im Allgäu. Von H. Gams, Wasserburg am Bodensee. Mit 3 Abbildungen und 1 Karte. (Wenn der Leser sich wundert, dass er von diesem Bergsturz bei Balderschwang nichts gehört habe, so möge er sich beruhigen. Er liegt nach den Berechnungen des Verfassers rund 11 000 Jahre zurück. Erwähnt ist auch der Bergsturz von Thalkirchdorf.)

2883. Nesselwanger Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für Nesselwang und Umgebung. Volksblatt für Mittelallgäu. Verantwortlich für die Redaktion Josef Reiser in Nesselwang.

23. Jahrgang, 1928, Nr. 90, 92–94, 96–97, 103–105, 107, 109, 111–113, 115–117, 120–121, 125:.Beiträge zur Ortskunde von Nesselwang. Nach einem Manuskript von Hochw. geistl. Rat Waggin 1903.

2884. Neues Allgäuer Tag- und Anzeigeblatt. Die Tageszeitung des Bauern- und Mittelstandes im Allgäu. Organ des bayerischen Bauern- und Mittelstandsbundes. Für den Inhalt verantwortlich: Heinrich Löffler, München 1. Jahrgang Nr. 1 vom 2. November 1926.
— Später Verlag Neues Tag- und Anzeigeblatt G.m.b.H. Kempten. Druck der Verlags- und Druckereigenossenschaft Memmingen. Für den Inhalt verantwortlich Ferdinand Mayr, Memmingen.

2885. Oberallgäuer Faschingszeitung. Nr. 3 vom 5. Februar 1927. 50 Pf. 30×46 cm, 10 Seiten. Mit vielen Bildern.

2886. Obergünzburg. Gewerbeverein e. V.: Aus der Geschichte des Gewerbes in Obergünzburg** verfaßt von Josef Weiß anläßlich der 50jährigen Gründungsfeier des Gewerbevereins Obergünzburg am 11. November 1928. Oktav, 8 Seiten. Faltblatt.

2887. Oberstaufen. Deutsches Land — Allgäuer Alpen. Luftkurort — Wintersportplatz. 800 m über dem Meere. Prospekt mit 8 Seiten, 1 farbigen und 7 schwarzen Bildern. Eisenbahnzufahrtskarte. Faltblatt. Schmaloktav. 1927.

2888. Deutschland. Bayerisches Allgäu. 800 m Seehöhe. Prospekt, 8 Seiten, Schmaloktav. 1 farbiges Titelbild, 8 schwarze Bilder, Karte. Faltblatt. 1927.

2889. Oberstaufener Anzeiger. Beilagen: Illustriertes Sonntagsblatt — D‘ Hoftube — Westallgäuer Heimatblätter. Verantwortlich für die Schriftleitung: Fridolin Holzer. Verlag von Gehard Holzer, Buchdruckerei in Weiler. 21. Jahrg. Nr. 76 vom 31. März 1927: Festausgabe anläßlich der Hauptversammlung des Verbandes Allgäuer Verkehrsvereine.

2890. Oberstdorf in den Allgäuer Alpen, das Idyll des bayerischen Hochlandes. Ein Büchlein von Bergen und Bergtälern, überreicht vom Parkhotel Luitpold Oberstdorf. Miniatur, 16 Seiten, 11 Textbilder. Dazu.

2891. Oberstdorf, das Idyll des bayerischen Hochlandes. Das Parkhotel Luitpold Oberstdorf, das führende Haus. Großoktav schmal, 4 Seiten, 8 Bilder.

2892. Bericht des Verkehrs- und Kurvereins e. V. für das 57. Geschäftsjahr 1. April 1927 bis 31. März 1928. Den Mitgliedern zur ordentlichen Hauptversammlung am 21. April 1928 überreicht. Oktav, 16 Seiten. Geheftet. (Der erste gedruckte Bericht seit 1913.)

2893. Mitgliederverzeichnis des Verkehrs- und Kurvereins** am 31. März 1928. Oktav, 7 Seiten. Geheftet.

2894. Ortsplan von —. 52 x 39 cm, Faltblatt. Rückseite: Wohnungsverzeichnis veröffentlicht vom Verkehrs- und Kurverein —.

2895. Prospekt. Sommer-Ausgabe 1928. Farbig. Schmaloktav, 12 Seiten, mit Bildern. Faltblatt. Beilage: 1 Verzeichnis der Hotels und Gaststätten in und außerhalb Oberstdorf.

2896. Desgleichen. Schmaloktav, 12 Seiten mit 17 Bildern. Faltblatt. Schwarz.

2897. Desgleichen. Winter in Oberstdorf. Schmaloktav, 8 Seiten, mit 11 Bildern. Faltblatt. Farbig. 1 Karte. Titelbild von Henel.

2898. Wohnungs-Verzeichnis. Ausgabe Sommer 1927. Veröffentlicht vom Verkehrs- und Kurverein —. Schmaloktav. Faltblatt, 8 Seiten.

2899. Oberstdorfer Gemeinde- und Fremdenblatt. Wöchentlich dreimal. Schriftleitung Dr. Wolf Hartmann, ab 1. April A. Hofmann. Verlag A. Hofmann in Oberstdorf. 6. Jahrgang Nr. 1 vom 16. Januar 1926. 26,5×34 cm.

Im Jahre 1919 begründet, bis Sommer 1923 herausgegeben, ist diese Zeitung ein Opfer der Inflation geworden. Nunmehr wurde sie fortgesetzt. Außer zahlreichen lokalen Nachrichten mannigfaltiger Art bringt das Blatt auch gelegentlich Beiträge, die allgemein interessieren, z. B. über die Nebelhornbahn. Oberforstverwalter W. Hohenadl in Oberstdorf schreibt eingehend über die Hebung der Alpwirtschaft. Wertvoll ist der Neudruck der topographisch-historischen Beschreibung von Oberstdorf des Pfarrers Johann Nepomuk Stühle in zahlreichen Fortsetzungen. Auch auf die Protokolle über die Gemeinderatssitzungen in Oberstdorf sei hingewiesen.

7. Jahrgang 1927. Schriftleitung: A. Hofmann. Erscheint wöchentlich 3mal, Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Diese Zeitung mit Kopfzeichnung von Henel bringt die jeweiligen amtlichen Fremdenlisten von Oberstdorf und manchen nicht uninteressanten Artikel z. B. über die Nebelhornbahn, über den Wintersport, über die Sitzungen des Gemeinderates, über Gebirgstrachtenveranstaltungen usw.
— Ab 1. Juli 1928 hat der Verlag des „Oberstdorfer Gemeinde- und Fremdenblattes“, die Buchdruckerei A. Hofmann in Oberstdorf, das im Verlag Paul Geiger in Oberstdorf herausgekommene „Oberstdorfer Heimat- und Fremdenblatt“ käuflich erworben, das damit aufhörte.

Nr. 109 und 110 vom September 1928, 8. Jahrgang: Was der Schöllanger Inselberg (bug) aus der Erdgeschichte erzählt. Eine geologische Plauderei von Paul Dietmann, Immenstadt.

2900. Oberstdorfer Kriegschronik 1914/18. Herausgeber und Verleger Veteranen- und Kriegerverein Oberstdorf. Oktav, X und 183 Seiten. Mit Bildern. Gebunden.
Das ist eine vorzügliche Kriegschronik, wohl die beste, die es im Allgäu gibt. Gemacht hat sie Otto Rees, geholfen hat ihm Franz Alois Schratt. Das Buch erzählt zunächst von der deutschen Friedens- und Machtzeit, dann vom Krieg in der Heimat Oberstdorf, welches Kapitel Schratt bearbeitet hat. Anschaulich wird der Verlaufe geschildert von der Mobilmachung an bis zum Jahre 1920. Sodann folgen die Namen der von Oberstdorf Gefallenen mit ziemlich viel Personalangaben und vor allem je mit Bild. Den wichtigsten Abschnitt wohl bildet die Schilderung des Lebens im Kriege, wobei für das Allgäu wichtig ist die Grenzbewachung in der Oberstdorfer Gegend im August 1914.

Ein Abschnitt gilt sodann den Kämpfern in der Heimat, also all den vielen Kriegsteilnehmern. Diesen Abschnitt hat Rees bearbeitet wiederum mit umfangreichen Angaben zur Person, insbesondere auch hinsichtlich der erhaltenen Auszeichnungen, erlittenen Verwundungen, über Gefangennahme usw. Man erinnert sich bei diesem Anlasse wieder all der vielen bunten Formationsbezeichnungen der Kriegszeit. Den schluss macht eine Statistik der Einberufenen und der Gefallenen. Außer den Porträts sind auch zahlreiche andere Kriegsbilder beigegeben, wie Ausmarsch der Oberstdorfer am 2. August 1914, Grenzwaht durch die Oberstdorfer an der Wafferschanze, Ablieferung der Kirchenglocken usw. Das Beispiel, das die Gemeinde beziehungsweise der Veteranen- und Kriegerverein Oberstdorf mit diesem Buche gegeben haben, verdient Lob. Freilich wird es zumeist nicht nachgeahmt werden können, weil in Oberstdorf eben doch mehr Geld siht wie in unseren sonstigen Gemeinden und Märkten.

2901. Ochsglass, Dr. (siehe Blaich) und Engelbert Hegaur:**.Des François Rabelais weiland Arznei-Doktors und Pfarrers zu Meudon Gargantua und Pantagruel. Verdeutscht von — und —. Erster Band: Gargantua Pantagruel I und II. Verlegt bei Albert Langen in München. 1922. Oktav, 378 Seiten. In Leinwand gebunden.

2902. Desgleichen. Zweiter Band: Pantagruel III und IV. Verlegt bei Albert Langen in München. 1922. Oktav, 303 Seiten. In Leinwand gebunden. Zusammen 13.50 M.

2903. Ohy: Kindererholungsheim „Margit“ in —, bayerisches Allgäu. 950 Meter über dem Meere. Prospekt, umfassend 16 Seiten. Mit 12 Bildern. 1928. Miniatur. Geheftet.

2904. Pantheon. Monatsschrift für Freunde und Sammler der Kunst. Herausgegeben von O. v. Falke und August L. Mayer. Verlag von F. Bruckmann AG., München. Preis jährlich 30 M. zuzüglich Porto.

Jahrgang II, Heft 1 vom Januar 1929, Seite 1 f.: **Bernhard Strigel als Porträtmaler. Von August L. Mayer. Mit folgenden Bildern von Strigel:.Sibylla von Freyberg. München, Alte Pinakothek.
—.Männliches Bildnis. Liechtenstein-Galerie, Wien.
—.Weibliches Bildnis. Liechtenstein-Galerie, Wien.
—.Bildnis des Kaisers Maximilian. Wien, Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums.
—.Bianca Maria Sforza, zweite Gemahlin Maximilians. Früher im Besitz von D. v. Spißel, München.
—.Familienbild Kaiser Maximilians. Ausschnitt. Wien, Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums.
—.Bildnis einer Freiin von Freyberg. München, J. S. Drey.
—.Bildnispaar. Detroit, Sammlung Ralph Booth.
—.Johannes Cuspinian und seine Familie. Berlin, Kaiser-Friedrich-Museum.

2905. Pharus. Katholische Monatsschrift für Orientierung in der gesamten Pädagogik. Verlag der Buchhandlung Ludwig Auer in Donauwörth (Pädagogische Stiftung Cassianeum).

VI. 1916. S. 481–483:.Religionsunterricht und Kultur. Von Dr. Remigius Stölzle.

7. Jahrgang. 1916. S. 289–297:.Brauchen wir eine neue Schule?** Von Universitätsprofessor Dr. Remigius Stölzle, Würzburg.

X. 1919. Heft 1/2:.Pädagogische Neuorientierung und unser Erziehungsziel. Von Geh. Hofrat Universitätsprofessor Dr. Remigius Stölzle, Würzburg.
— Auch als Sonderabdruck, 14 Seiten.

2906. Postbote, Der schwäbische. Unterhaltungsblatt der Neuen Augsburger Zeitung. Verlag Haas & Grabherr, Augsburg. 21. Oktober und 4. November 1927, Nr. 78 und 82:.Kurfürst Wenzeslaus und seine Sommerresidenz Markt Oberdorf. Von Hans Albrecht (Dillingen), mit vier Bildern.

2907. Prestel, Josef, München:**.Münchner Jugendbücher. Herausgegeben in Verbindung mit Christian Keller und Hans Zinkel. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, Kommanditgesellschaft München. Jeder Band in Halbleinen 1 M. Bis Weihnachten 1927 sind 12 Bände erschienen, darunter Band 8: Jeremias Gotthelf, Der Knabe des Tell, dessen Bildschmuck der Allgäuer Zeichner Ludwig Eberle übernahm. Oktav, 95 Seiten. Gebunden.
Geboren 27. September 1888 in Kempten. 1906/08 Hilfslehrer und Einjährig-Freiwilliger in Kempten. Jetzt Hauptlehrer an der Versuchsschule in München. Doktor summa cum laude der deutschen Sprache und Literatur. Mitbearbeiter des neuen bayerischen Lesebuches für Volksschulen.

2908. Prestel Josef und Irmgard: Schwäbisch-Bayrische Sagen. Für die Jugend erzählt. Bilder von Ernst Müller-Bernburg. Verlag von Hegel & Schade in Leipzig. Oktav, 160 Seiten. In Ganzleinen gebunden 4,80 M. Band 14 von Türrs Sammlung Deutscher Sagen.

Die Verfasser haben für Altbayern die Sammlung von Schöppner, für das Allgäu diejenige von Reiser benützt, dazu den „Siegfried im Allgäu“ von Peter Dörfler. Letzteres ist natürlich keine echte Sage, sondern dichterische Phantasie. Es wird die Frage sein, ob die Verbindung der schwäbischen mit der altbayerischen Sagenwelt grundsätzlich zulässig sei. Wir möchten sie verneinen. Das altbayerische Gebiet ist so groß, der altbayerische Stamm seiner Art nach von anderen so verschieden, dass es wohl richtiger gewesen wäre, für jedes der beiden Stammesgebiete eine eigene Sammlung herauszugeben.

Wir haben es oft genügt, wenn irgend jemand in Stuttgart irgend etwas über Württemberg schrieb und in Titel dann behauptete, über Schwaben geschrieben zu haben. Hier wird das Umgekehrte gemacht. Jemand in München schreibt über das Allgäu und behauptet, das sei Schwaben. Das Allgäu ist aber nur der dritte Teil von bayerisch Schwaben, und bayerisch Schwaben ist vielleicht der sechste oder zehnte Teil von Gesamtschwaben. An diesen Erwägungen ändert auch die Tatsache nicht, dass das Buch für die Jugend bestimmt ist. Gerade bei der Jugend soll man anknüpfen an das Örtliche, an Mundart und Volksstamm, soll eine Vermischung mit dem Fremden vermieden werden.

Im übrigen ist die Auswahl gut getroffen, auch die Sprache der jugendlichen Auffassung angepasst. Vom Allgäu ist recht oft die Rede. Wir erwähnen die folgenden Orte, welche vorkommen: Aitrang, Auerberg, Benningen, Balderschwang, Bergbofenh, Beßigau, Breitach, Burgberg, Fischen, Fluhenstein, Füssen, Görisried, Hauchenberg, Hindelang, Hochgreut, Isen, Jungholz, Kaufbeuren, Kempten, Kemptter Wald, Kranzegg, Leuterschach, Leutkirch, Mädeler Gabel, Maria-Thann, Memmingen, Niederhofen, Bad Oberdorf, Oberstdorf, Ohtal, Pfronten, Remnatsried, Stefans-Nettenberg, Ronsberg, Ruben bei Schöllang, Schattwald, Scheidegg, Seeg, Sonthofen, Sorgschrosen, Oberstaufen, Steibis, Tannheim, Tiefenbach, Unterjoch, Unterthingau, Untrasried, Vorderburg, Vils, Walsertal, Wertach. Diese starke Berücksichtigung des Allgäus macht das Buch empfehlenswert, zumal die Sagensammlung von Hulda Eggart, welche lediglich einen Auszug aus Reiser darstellt (vergleiche Nr. 692 dieser Sammlung) vergriffen ist.

2909. Psychiatrisch-Neurologische Wochenschrift. XV. Jahrgang Nr. 41:.Die Beeinflussung der Wassermannschen Reaktion durch Paraldehydgaben. Von Dr. Adolf Fuchs, Oberarzt an den Heil- und Pflegeanstalten bei Kaufbeuren.

XIX. Jahrgang Nr. 21 mit 25:.Die diagnostische Bedeutung von Pupillenstörungen bei Dementia praecox. Von Dr. Adolf Fuchs, Oberarzt an den Heil- und Pflegeanstalten bei Kaufbeuren.

2910. Nalch, Michael, Die Kreuzsteine. Unveränderter Abdruck aus der heimatkundlichen und belletristischen Wochenschrift „Hochvogel“, Beilage der Allgäuer Zeitung, Obergünzburger Volkszeitung, Kaufbeurer Volkszeitung und Tagblatt, sowie der Lindauer Volkszeitung. 3. Jahrgang 1926, Nr. 23 bis mit Nr. 27. Oktav, 22 Seiten. Broschiert.
Geboren 16. Februar 1864 in Ottobeuren.

2911. Rauschmayr, J. St., Studienprofessor: 100 Jahre Schwäbische Lehrerbildungsanstalt. Eine Festgabe zur Jahrhundertfeier am 2. April 1925. Lauingen 1925. Druck und Verlag von Paul Ristler. Großoktav, 77 Seiten. Broschiert. Mit 16 Bildern.
Das Buch bedeutet eine teilweise Geschichte der schwäbischen Schule in den letzten hundert Jahren. Wir erfahren von dem bekannten Kreisschulrat des Illerkreises in den Jahren 1808 bis 1817 Franz Josef Müller, dem Schüler Pestalozzis, der seit 1817 Regierungs- und Kreisschulrat in Augsburg war, dessen farbiges Bild das Buch bringt. In seinem Sinne wirkten die Lehrer Bohenhard in Weiler und Anton Geist in Kempten. Letzterer sollte Inspektor des Lehrerseminars zu Dillingen werden, woraus aber nichts geworden zu sein scheint. Zahlreiche Lehrernamen aus alter und neuer Zeit, die im Allgäu einen guten Klang haben, bringt uns das Buch in Erinnerung. Es erzählt manches von der Präparandenschule in Markt Oberdorf, wenngleich naturgemäß den Mittelpunkt der Darstellung die Anstalt in Lauingen bildete.

2912. Redenbacher, Markus: Die Familie Reden-, Recten-, Röthen- und Röttenbacher. Familiengeschichte und Stammliste. Mit einer Biographie des Pfarrers und Schriftstellers Wilhelm Redenbacher von Ernst Dorn. München 1927, Verlag Müller & Fröhlich. Oktav, VI und 160 Seiten. Gebunden.
Eine ganz ausgezeichnete und dabei nicht übermäßig umfangreiche Familiengeschichte. Soweit der Lebenslauf des Pfarrers Wilhelm Redenbacher geschildert ist, dessen Name für alle Zeiten mit der bayerischen Kirchengeschichte zur Zeit des Ministers Abel verbunden bleibt, kann das Buch allgemeines Interesse beanspruchen. Redenbacher war derjenige, der gegen den Kniebeugungszwang gegenüber Protestanten in erster Linie auftrat, deshalb viel zu erdulden hatte, verurteilt wurde und auswandern musste, bis Prinz Luitpold, der spätere Prinzregent, sich für die evangelische Gewissensfreiheit einsetzte. Mit dem Allgäu besteht Zusammenhang insofern, als der Senior der Familie Wilhelm Redenbacher vom Stamm Sixtus des Ansbach-Pappenheimischen Astes in Kempten gestorben ist und dessen Sohn, der Obermedizinalrat Oskar Redenbacher, seit 1895 in Kempten wirkt, durch seine Kinder mit dortigen Familien zusammenhängend. Man möchte wünschen, dass mehr Familien solch schöne Familienbücher hätten.

2913. Regesten zur Geschichte der Bischöfe von Constanz von Bubulcus bis Thomas Berlower 517–1496. Herausgegeben von der Badischen Historischen Commission. Erster Band. 517–1293. Bearbeitet von Paul Ladewig und Theodor Müller. Innsbruck. Verlag der Wagnerschen Universitätsbuchhandlung. 1895. Quart. VIII und 399 Seiten.

Alljährlich werden etliche Dutzend Bücher über das Allgäu geschrieben und etliche hundert über Heimatpflege im allgemeinen, vor allem aber über Ortsgeschichte. Der eine schreibt, um sein Licht leuchten zu lassen, der andere, um Geld zu verdienen. Hier haben ernste Männer ernster Forschung etwas geschrieben, was allen anderen, welche Ortsgeschichte treiben, Brot gibt, das heißt neues, urkundlich belegtes Aktenmaterial. Die Verfasser bohren tief und haben ihre Urkunden von überall her zusammengetragen, ein vorbildliches Werk schwäbischer Gründlichkeit und schwäbischer Gelehrsamkeit.

Bekanntlich gehörte zum Bistum Konstanz auch das bayerische und württembergische Allgäu links der Iller. So erklärt es sich, dass in diesem Werke auch unser Allgäu vertreten ist, dass mancher Mann und mancher Ort aus grauer Vorzeit unserer Heimat darin vorkommt. Wir haben uns die Mühe gemacht, das Orts- und Personenregister daraufhin durchzusehen. Denn manchem Allgäuer Forscher wird das Buch nicht zugänglich sein, und wenn, so soll die Arbeit, die mühevolle Arbeit dieser Durchsicht ihm erspart werden.

Wir nennen die folgenden Allgäuer Orte, über deren Vergangenheit in den Jahren 517 bis 1293 sich Nachrichten in dem Werke finden: Aichstetten bei Leutkirch, Burgberg bei Sonthofen, Burach bei Memmingen, Christazhofen bei Wangen, Eisenbach bei Rohrdorf, Fischen, Füssen, Hinnang bei Fischen, Hohenegg bei Weitnau, Hohenthann bei Kimratshofen, Hopfen nordöstlich Füssen, Irsee, Isny, Kalden an der Iller, Kaufbeuren, Kemnat, Kempten, Nißlegg, Lauben bei Wuchzenhofen, Leutkirch, Memmingen, Mittelberg, das aber nicht zum Bezirksamt Markt Oberdorf, sondern zum Bezirksamt Kempten gehört, Mittelried bei Ratzenried, Oberhausen bei Mooshausen, Ottobeuren, Praßberg bei Wangen, Rettenberg bei Immenstadt, Rieden bei Leutkirch, Rohrdorf bei Isny, Ronsberg, Sulzberg bei Kempten, Alt-Trauchburg bei Kleinweiler, Waggerg, Waltershofen bei Leutkirch, Weiler, Wolkenberg am Westrande des Kemptener Waldes, Schloß Zeil. Aber auch der Name Iller, Alpgau, das Geschlecht der Bodman, für Kempten wichtig, kommt vor, wobei erwiesen wird, dass der Name von Bodemen stammt, also mit einem n zu schreiben ist.

Ebenso wichtig wie für die Ortsgeschichte sind Hinweise auf die Entstehung von Familiennamen. Wir erwähnen beispielsweise Fäneberg, Speiser, Spanheimer, Stadler, Zwick, Merkt. Das Ganze ist ein erfreulicher Beitrag zur Geschichte unserer Landschaft in der Zeit Rudolfs von Habsburg.

—:.Desgleichen zweiter Band: 1293–1383. Bearbeitet von Alexander Cartellieri mit Nachträgen und Registern von Karl Nieder 1905. IX und 603 Seiten.

Wir finden die Ortsnamen: Albgau, Kaufbeuren, Kemnat bei Kaufbeuren, Kempten (Campidona), Nißlegg, Trauchburg, Eisenharz, Friesenhofen, Grünenbach, Hirschdorf bei Kempten, Horben bei Weiler, Isny, Leiterberg bei Kempten, Leutkirch auf der Haid, Martinszell, Memmingen, Mindelberg (Gemeinde Willofs), Opsenbach, Ottobeuren, Rohrdorf bei Isny, Schwabelsberg bei Kempten (irrtümlich zum Oberamt Ellwangen gerechnet), Wangen, Wertach und die Familiennamen: Ackermann, Baumann, Bumann, Bescherer, Beringer, Bewer, Kleinheinz, Beswer, Sutter, Widmer, Zwick.

—:.Desgleichen dritter Band: 1384–1436. Bearbeitet von Karl Nieder. 1926. XIV und 424 Seiten.

Wir finden die Ortsnamen: Allgäu, als dessen Hauptmann Marx von Schellenberg Anno 1423 genannt wird, Ausnang (Gemeinde Hofs), Beuren (Oberamt Wangen), Kempten mit ziemlich umfangreichen Angaben, Krugzell, Thingau (geschrieben Tuengow, heute entweder Oberthingau bei Markt Oberdorf oder Unterthingau bei Obergünzburg), Eglofs, Fischen an der Iller, Friesenhofen, Gebrazhofen bei Leutkirch, Grünenbach, Heimenhofen (nun Gemeinde Ruderatshofen), Hirschdorf, Isny, Laubenberg, Leutkirch, Memmingen, Merazhofen (Gemeinde Gebratshofen), Mittelberg im Walsertal, Eggenthal bei Kaufbeuren (damals Nau genannt), Niederwangen, Praßberg, Scheidegg, Schellenberg (das der Herausgeber schlechterdings zu Liechtenstein zählt, während es auch im Allgäu ein Schloss Schellenberg gab), Schwabelsberg (wiederum fälschlich bei Ellwangen gesucht, während zweifellos Schwabelsberg der Gemeinde St. Lorenz bei Kempten gemeint ist), Seisriedsberg, Sulzberg mit vielen Angaben über das dortige Rittergeschlecht, Surgenstein, Waltershofen, Wangen, Weiler (genannt Wiler) mit einem Rittergeschlecht, Zimmerberg (das der Verfasser nach Württemberg zählt, während wohl wegen des Zusammenhanges mit Wolfurt Simmerberg gemeint ist). Unter den Namen greifen wir heraus: Amann, Beringer, Bollinger, Napeller, Kohler, Kolb, Egner, Felwer, Beser, Beesenmaier, Flach, Gerster, Schneger, Molitor.

2914. Reiser, Max, Landwirtschaftsrat, Vorstand der Allgäuer Bauernschule Spitalhof-Kempten:**.Die Entkalkung der Wiesen und Weiden und ihr Einfluß auf die Tierhaltung. 1927. Kalkverlag G.m.b.H. Berlin W 62, Kielganstraße 2. Großoktav, 40 Seiten. Mit schwarzen Bildern. Geheftet.

Der Verfasser gibt mehr, als der Titel vermuten läßt. Er erzählt auch von seinen Beobachtungen über Kalkmangel in der Nahrung bei Kriegsgefangenen und vor allem bei Kindern. Die Bilder zeigen in überaus anschaulicher Weise, welche Folgen für das Wachstum der Tiere der Kalkarmut des Futters nach sich zieht.

2915. Reissinger, Adolf, Studienprofessor:**.Neues über den Niedersonthofner See. Sonderabdruck aus dem „Allgäuer Tagblatt“ Nr. 82. Oktav, 7 Seiten. Geheftet.

2916. Desgleichen II. 20 Seiten. Geheftet. 1923.

2917. Über die Tier- und Pflanzenwelt in den Allgäuer Seen. Oktav, 15 Seiten. Geheftet. Sonderabdruck ohne Jahr.

Der Verfasser ist nunmehr Studienprofessor in Bayreuth.

2918. Reliefgesellschaft, Kartographische, m. b. H. in München, Ludwigstraße 8:**

* Relief Allgäu (?). Reine Kartengröße 51 x 42 cm. Maßstab 1:200 000. 18 M.

* Hinterstein im Allgäu (?), koloriertes Hochgebirgsrelief, 125 x 108 cm. Maßstab 1:10 000. 725 M.

* Immenstadt. 17 x 21 cm. Maßstab 1:50 000. 10 M.

* Bad Oberdorf im Allgäu (?), reliefierte Fliegerphotographie. 18 x 18 cm. Maßstab 1:6000. 11,40 M.

2919. Revisionsverband der Baugenossenschaften des bayerischen Verkehrspersonsals. 25 Jahre, 1902–1927. Quart, 101 Seiten, 17 Beilagen. Mit zahlreichen Bildern und statistischen Zeichnungen. Broschiert.

* Seite 16:.Die Baugenossenschaft für Verkehrsangehörige in Kempten als Gründungsmitglied des Verbandes. — Seite 20:.Zahlenmaterial über die eben genannte Baugenossenschaft, die einzige ihrer Art im Allgäu. — Seite 48 f.:.Einzelbeschreibung der Tätigkeit dieser Baugenossenschaft mit einem Grundriss und dem Bilde ihrer Häuser an der Eicher-Straße sowie an der Schellenberg-Straße**.

2920. Revue du Vrai et du Beau. Paris, rue Stanislas 6; 1927, Nr. 107: Exposition des Beaux-Arts du Glaspalast de Munich: Hubert Wilm (mit zwei Bildern)**.

2921. Niedle, Otto, K. B. Rittmeister a. D., Kempten:**.Die Bedeutung der deutschen Forstwirtschaft für den staatlichen Haushalt unter besonderer Berücksichtigung Süddeutschlands und der Zeit von 1900 bis zum Ausbruch des Weltkrieges. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde einer Hohen Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. 1923. Großoktav, VI, 164 Seiten und 11 Tabellen. Maschinenschrift.
Geboren am 1. August 1885 in Kempten.

2922. Rosenstock, Eugen, und Wittig, Josef:**.Das Alter der Kirche. Verlag Lambert Schneider, Berlin 1927. 5. Lieferung „Kapitel und Akten“.

Das im Jahre 1925 bei Kösel & Pustet, Verlagsabteilung Kempten, erschienene Werk von Josef Wittig „Jesu Leben in Palästina, Schlesien und anderswo“ wurde am 29. Juli 1925 auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt. Da das Werk in seiner ersten Auflage sehr schnell vergriffen war, wollten Verfasser und Verlag eine zweite Auflage herausgeben. Die Akten und Kapitel enthalten einen umfangreichen Briefwechsel, darunter aus der Zeit vor der Indizierung eine größere Anzahl Briefe des Verlags Kösel & Pustet, die für die Verlagsgeschichte der Allgäuer Firma von Bedeutung sind.

2923. Roßhaupten bei Füssen im Allgäu. 1100 Einwohner. 810 Meter über dem Meere. Prospekt, umfassend vier Seiten mit zwei Bildern. Wohnungsliste des Verschönerungsvereins Roßhaupten. Oktav. Holdenrieds Buchdruckerei, Füssen. 1927.

2924. Rundschau, Deutsche illustrierte. Hans-Eder-Verlag, München 1927. Nr. 22/24:.Franz Xaver Unterseher. Von Dr. Tilly Lindner.

18 Bilder von Werken der Malerei, Plastik, Grafik und des Kunsthandwerks, die Zeugnis von der künstlerischen Vielseitigkeit und Eigenart des als Zeichenlehrer an der Oberrealschule zu Kempten wirkenden Studienrates Franz Xaver Unterseher geben. Lindner schrieb dazu eine kurze sachliche Einführung.

2925. Nupfer, Xaver, Nottach-Kempten:**.Sympathiemittel für Menschen und Tiere. 1927. Druck der Ferd. Oechelhäuserschen Buchdruckerei, Kempten i. A. Oktav, II und 80 Seiten. Broschiert 2 M.
Der Verfasser steht in Beziehungen zur Gesellschaft für Bildung und Lebensreform in Kempten und dem von dieser jährlich herausgegebenen Weltrhythmus-Kalender. Er bezeichnet sein Büchlein als „Allgäuer Natur- und Pflanzenkunde“.

2926. Sammler, Der. Unterhaltungs- und Literaturbeilage der München-Augsburger Abendzeitung. München.
1927
— Nr. 80:.Die Kathedrale von Ottobeuren, die schönste Rokokokirche Süddeutschlands. Von Hans Huber.
— Nr. 105 f.:.Kaiser Karl V. schreibt an Kaufbeuren. Von Dr. Karl Alt, Pfarrer in Kaufbeuren.
— Nr. 261:.Der Wiggensbacher Schatzfund. Von Martin Kellenberger, Kempten.
— Nr. 290, 292, 293:.Russische Hofbilder von einem Memminger. Von Dr. Jul. Miedel (Memmingen). (Es handelt sich um Jakob Stählin.) — Nr. 172:.Der größte Eiszeitfindling Europas im Allgäu. Von Dr. Erich Wasmund. (In Manzen bei Lindenberg.)
1928
— Nr. 41 und 139:.Beiträge zur schwäbischen Kulturgeschichte. Von Richard Holler — München..Die Apotheken und Ärzte von Memmingen.
— Nr. 45:.Paracelsus anno 1536 in Memmingen.
— Nr. 109:.Zur Siedlungsgeschichte im Allgäu. Von J. Stehle, Simmerberg.
— Nr. 172:.Der größte Eiszeitfindling Europas im Allgäu. Von Erich Wasmund.

2927. Sattelmair, K. J.: Aufgaben der Jugendwohlfahrt nach der Richtung der Jugendpflege und Jugendfürsorge. Dissertation der philosophischen Fakultät der Universität Erlangen. 1924. Nicht gedruckt.

Geboren 2. Dezember 1901 in Schmidsreute, Gemeinde Wiggensbach, 1921 Luitpold-Kreis-Oberrealschule in München absolviert, seit 1. Oktober 1925 Leiter der Presseabteilung der Hapag-Amerika-Linie.

2928. Schaldnagl, Ventur: Seele und Geschichte. Ein Versuch über Dilthey. Fährmann-Verlag, Berlin O 34, Petersburger Platz 1. 1927. Oktav, 77 Seiten. Broschiert. Dissertation. Bonaventura Schaldnagl, geb. 12. Oktober 1902 in Oberstdorf, Gymnasium Kempten 1921 absolviert, nun in Köln.

2929. Scheidegg. Höhenluftkurort, 804 Meter über dem Meere. Prospekt, umfassend 8 Seiten mit 1 farbigen und 8 schwarzen Bildern sowie 1 Zufahrtslinienkarte. Oktav. Faltblatt. Druck von Schwarz, Lindenberg.

2930. Scheidt, Dr. Walter, und Hinrich Wriede:**.Die Elbinsel Finkenwärder. J. F. Lehmanns Verlag, München. Mit 73 Abbildungen. Geheftet 10 M., gebunden 12 M.

2931. Schilcher, Johann: Pfarrer in Siegertshofen:**.Die Lehenbühlkirche. Verlag Carl Mayer, Legau. Oktav, XII und 63 Seiten. Mit 2 Bildern. Broschiert.

Das Büchlein ist die dankenswerte Leistung eines Ortsgeistlichen, der wohl alles zusammengetragen hat, was über den Gegenstand vorhanden ist oder doch, was dem in der Provinz Lebenden erreichbar ist. Da Legau früher zu Kempten gehörte, ergaben sich naturgemäß erhebliche Beziehungen zur Fürstabtei. Aber auch über viele andere benachbarte Orte finden wir Angaben. Leider fehlt ein Inhaltsverzeichnis und Ortsregister.

2932. Schmidt, Sigismund: Die Regierungserklärung zum bayerischen Konkordat von 1924. Rechtliche Natur und Inhalt. Inaugural-Dissertation, verfaßt und der Hohen Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Bayer. Julius-Maximilians-Universität Würzburg zur Erlangung der rechtswissenschaftlichen Doktorwürde vorgelegt von — aus Füssen im Allgäu. Oktav, 72 Seiten. Broschiert.

Schmidt ist geboren 1902 in Füssen und hat das Gymnasium Kempten 1922 absolviert.

2933. Schnepper, Karl: Bücherrevisor in Kempten:**.Buchhaltung und Steuern im Mittel- und Kleinbetrieb. Monatliche Mitteilungen, herausgegeben unter Mitwirkung von Fachleuten von —. Nr. 1 vom September 1927 bis Nr. 12 vom 1. September 1928. Quart, 102 Seiten. Gebunden.

2934. Schongau, Das Amtsgericht** — erlässt durch den Amtsgerichtsrat Schoeller auf Grund der mündlichen Verhandlung vom 25. April 1928 in der Nichtigkeitsklage Ortsgemeinde Böbing, vertreten durch den Bezirksamt Schongau von Staatsaufsichtswegen aufgestellten Rechtsanwalt Ferstl in Schongau, gegen Wald- und Weidegenossenschaft Böbing, e. G.m.b.H., vertreten durch den Bauern L. Noid von Sauwald, wegen des Eigentums an der Böbinger Bichweide, folgendes Urteil:
— I. Die Nichtigkeitsklage der Ortsgemeinde Böbing gegen das Anerkenntnisurteil des Amtsgerichts Schongau vom 7. Juni 1927 betreffend den Rechtsstreit um das Eigentum an der Bichweide Plan Nr. 105, 127 1/4, 651 a, b, 651^1/5, 651^1/6, 652 a, b, c, d, 2520 und 2544 der Steuergemeinde Böbing wird abgewiesen.
— II. Die Ortsgemeinde Böbing hat die Kosten des Rechtsstreites zu tragen, wobei ihr allenfallsige Rückgriffsrechte unbenommen bleiben. Verkündet am 25. April 1928. Großoktav, 7 Seiten. Geheftet.

2935. Schröder, Dr. Alfred, Professor:**.Alt-St. Stephan in Augsburg. Gründung, Verfassung, Alteste Quellen. Der Benediktinischen Bildungsstätte St. Stephan in Augsburg zur Jahrhundertfeier der Anstaltsgründung gewidmet. 1928. Verlag Dr. Benno Filser, Augsburg. Großoktav VIII, 122 Seiten. Mit 2 Bildern: Darstellung der Klostergründung 969 nach einem Stich aus dem Jahre 1769 — Bischof Udalrich von Augsburg beurkundet die Gründung des Kanonifenstifts St. Stephan in Augsburg. Gebunden.

Die Zusammenhänge mit dem Allgäu sind gering. Wir erfahren, dass die Herren von Rotenstein, Gemeinde Grönenbach, mit dem Frauenstift St. Stephan in Verbindung standen und dass Mitglieder des Adelsgeschlechtes von Weiler, und zwar der Linie zu Altenburg, dem Stifte angehörten. Auch hier zeigt sich, dass das Allgäu seiner Natur nach nicht zu Augsburg gehört.

2936. Schrott-Fiechtl, Hans:**.Ursberg und seine Wohltätigkeits-Anstalten. Druck der Buchhandlung Ludwig Auer (Pädagogische Stiftung Cassianeum) in Donauwörth. Oktav, II und 56 Seiten. Broschiert. Mit 1 Bild.

Seite 27:.Der Nachfolger Ningeisens, des Begründers dieses bewundernswürdigen Unternehmens katholischer Liebestätigkeit, Geistlicher Rat Maurus Gerle, derzeit Superior in Ursberg (geboren am 8. Mai 1854 in Eggenthal, päpstlicher Geheimkämmerer).

2937. Schwäbische Heimat. Beilage zum „Günz- und Mindelboten“ in Günzburg Nr. 25 vom December 1926:**
**Der ehemalige Schwäbische Bund. Mitgeteilt von Seraphin Stötter.
Fürstabtei Kempten, Reichsabteien Irsee, Isny, Ottobeuren, Grafschaft Waldburg-Trauchburg-Zeil sowie Königsegg, Reichsstädte Memmingen, Kempten, Kaufbeuren, Wangen, Isny, Leutkirch, Kartause Buxheim.

2938. Schweizer Bauzeitung. Verlag Ing. Carl Jegher, Zürich 2, Dianastraße 5. 91. Band 1928 vom 25. Februar:.Wassermengebestimmung mittels hydrometrischen Flügeln und zentralisiertem Bandchronographen im Kraftwerk Faal an der Drau. Von Ing. P. Perrochet, Direktor, und C. Montandon, Ingenieur der schweizerischen Eisenbahnbank Basel. 6 Seiten mit 10 Abbildungen. Großoktav, geheftet. (Betrifft die neuen, vom Mathematisch-Mechanischen Institut A. Ott in Kempten gebauten hydrometrischen Flügel mit automatischer Aufschreibung auf dem Bandchronographen.)

2939. Schweizerische Rundschau. 28. Jahrgang 1928 S. 849 bis 853:.Kirchliche Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Allgäu. Von Dr. Felix Burchhardt, Zürich.

2940. Specht, Thomas, Dr. theol., ehemals o. Professor für Dogmatik am Kgl. Lyzeum Dillingen a. D., fortgeführt und herausgegeben von Dr. theol. Andreas Bigelmair, o. Hochschulprofessor für Kirchengeschichte und Patrologie an der philosophisch-theologischen Hochschule Dillingen a. D.: Geschichte des Bischöflichen Priesterseminars Dillingen a. D. 1804 bis 1904. Verlag der B. Schmidschen Buchhandlung, Augsburg. 1928. Großoktav, XV und 140 Seiten. Mit 19 Bildern. Broschiert.

Das Buch bringt, um das aufzuzählen, was mit dem Allgäu zusammenhängt, ein Bild des derzeitigen Bischofs Maximilian von Lingg in Augsburg, der den Neubau des Seminars durchführte. Abgedruckt ist ein Brief von Klemens Wenzeslaus aus Oberstdorf (Markt Oberdorf) vom Jahre 1805 an den Kurfürsten Max Josef über die damaligen Streitigkeiten zwischen dem bayerischen Staat und dem bischöflichen Ordinariat. Der bayerische Mensch von heute wundert sich, in welchem Maße zu jener Zeit der Staat in kirchlichen Angelegenheiten zuständig war.

Das bischöfliche Priesterseminar Dillingen ist die Priesterschule der Augsburger Diözese. Man bemerkt, wie wenig die Allgäuer Anteil haben an dieser Priesterschule, sei es als Schüler, sei es als Lehrer. Wir haben eigentlich nur einen einzigen getroffen, den am 24. September 1766 in Kaufbeuren geborenen ersten Regens Dr. Johann Balthasar Gerhauser, der von 1801 bis 1812 und dann wieder von 1818 bis 1824 die Anstalt leitete und ein Jahr später starb. Dieses seltene Vorkommen von Allgäuern in Verbindung mit dem Priesterseminar Dillingen mag seinen Grund darin haben, dass zwischen dem Allgäu und Dillingen keine natürlichen Beziehungen bestehen. Die Allgäuer sind von jeher, soweit sie Priester werden wollten, lieber auf die Universität München wie nach Dillingen gegangen.

Erwähnt werden die Alumnen des Seminars, die im Weltkrieg gefallen sind, darunter Johann Zwießler, Heinrich Haas und Adolf Dodel von Kempten. Interessant ist, dass anno 1804, als das Brauhaus in Dillingen verpachtet wurde, der Rösslewirt von Kempten, Franz Bach, es bekam. Seit 1917 sind die Kleriker der Benediktiner-Abtei Ottobeuren Hospites des Priesterseminars zu Dillingen. Dem Leser der Gegenwart fällt auf, dass sowohl der Gründer der Universität Dillingen, Kardinal Otto Truchseß von Waldburg, wie auch der Erbauer des alten Seminars, Heinrich von Knöringen, beide einst Träger der Bistumswürde von Augsburg, im Bilde bebartet sind.

2941. Stählin, Professor Dr. Karl: Aus den Papieren Jakob von Stählins. Ein biographischer Beitrag zur deutsch-russischen Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts. Ost-Europa-Verlag, Königsberg und Berlin 1927.
Betrifft den in Memmingen am 9. Mai 1790 geborenen Jakob Stählin, der 1734 in Petersburg Adjunkt der dortigen Akademie der Wissenschaften für Eloquenz und Poesie wurde und dort als Hofrat unter verschiedenen Kaisern und Kaiserinnen viel erlebte.

2942. Stiefenhofer, Dr. Dionys, Stadtkaplan in Augsburg: Des heiligen Makarius des Ägypters fünfzig geistliche Homilien. Aus dem Griechischen übersetzt. 1913, Kempten und München, Verlag der Jos. Kösel’schen Buchhandlung. Oktav, XXXII und 395 Seiten. Gebunden.
Geboren am 25. Februar 1881 in Irsee bei Kaufbeuren.

2943.—,.Stadtpfarrer in Dinkelsbühl: Des heiligen Johannes von Damaskus genaue Darlegung des orthodoxen Glaubens. Aus dem Griechischen übersetzt und mit einer Einleitung und Erläuterungen versehen. 1923. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, Kommanditgesellschaft, München, Verlagsabteilung Kempten. Oktav, CXII und 267 Seiten. Gebunden.

2944. Am Tische des Herrn. Kommunionreden. Paderborn 1923. Druck und Verlag von Ferdinand Schöningh. Oktav, IV und 78 Seiten. Gebunden.

2945. Im Frieden. Fünfzig Grabreden. Paderborn 1925. Druck und Verlag von Ferdinand Schöningh. Oktav, VIII und 177 Seiten. Broschiert.

2946. St.-Georgs-Büchlein. Gebete, Gesänge, Gebräuche und Bruderschaften an der St. Georgskirche in Dinkelsbühl. Advent 1926. Verlag: Buchhandlung W. Wenng, Dinkelsbühl. Miniatur, 241 Seiten. Gebunden.

2947. Friede und Freude im Heiligen Geiste. Festtagspredigten. 1927. Ferdinand Schöningh, Verlag, Paderborn. Oktav, IV und 239 Seiten. Broschiert.

2948. Der gute Kampf. Ein Appell an verwundete Krieger. 1915. Josef Kösel’sche Buchhandlung in Kempten und München. Kleinoktav, 12 Seiten. Geheftet. Mit Bild.

2949. Unsern Kriegern. Ein Geleitwort zum Ausmarsch. Ein Kompaß im Felde. 1915. Kösel-Kempten. Kleinoktav, 14 Seiten. Geheftet. Mit Bild.

2950. Tuet Buße! Bußpredigt, gehalten im Kriegsjahr 1915 in der Stadtpfarrkirche zu St. Moritz in Augsburg. 1915. Verlag des Literarischen Instituts Dr. M. Huttler (Michael Seiß), Augsburg. Miniatur, 16 Seiten. Geheftet.

2951. Die liturgische Fußwaschung am Gründonnerstag in der abendländischen Kirche. Sonderabdruck aus der Festgabe Alois Knöpfler zur Vollendung des 70. Lebensjahres. Herausgegeben von Dr. Heinrich M. Gietl und Dr. Georg Pfeilschifter. Freiburg im Breisgau 1917. Herdersche Verlagshandlung. Großoktav, Seite 325–339. Broschiert.
— Vgl. Nr. 743 dieser Sammlung.

2952. Stollreither, Dr. Anselm:**.Beiträge zur Siedlungsgeographie des oberen Illergebietes. Oktav, II und 115 Seiten. Broschiert. Ohne Jahr.

Es handelt sich anscheinend um eine Dissertation. Auch die verschiedenen in Klammern beigefügten Bemerkungen deuten darauf hin, dass der Verfasser zum ersten Male literarisch tätig ist. Die Arbeit bringt keine Siedlungsgeschichte, sondern im Anschluss an die Dissertation von Dorn über die Vereinödung in Oberschwaben werden die Siedlungsverhältnisse von 35 Gemeinden in ihrer Abhängigkeit von geologischen, verkehrs- und wirtschaftsgeographischen Bedingungen untersucht.

Das tut der Verfasser mit allem Fleiß, so dass sich verschiedene neue und interessante Gesichtspunkte ergeben. Soweit er untersucht, dass und warum einzelne Orte an Einwohnerzahl zugenommen, andere abgenommen haben, sind diese Untersuchungen auch für die Gegenwart von Wert. Bedauerlich ist, dass er die Statistik lediglich bis 1910 verwertet, obwohl die Arbeit etwa 1926 herausgekommen ist. Wenn er bei seinen Listen über die durchgeführte Vereinödung in den einzelnen Ortschaften, über die einzelnen Ortschaften in den Gemeinden, über die von ihm behandelten 35 Gemeinden durchwegs die alphabetische Reihenfolge eingehalten hätte, würde man sich leichter tun. Wichtig wäre gewesen, nicht nur zu sagen, dass eine Ortschaft vereinödet worden ist, sondern auch wann.

Bezüglich des Kleinen Walsertales wäre es erwünscht gewesen, die Einwohnerzahlen der einzelnen Orte wie bezüglich des bayerischen behandelten Gebietes im Laufe der Jahrzehnte festzustellen, während die Arbeit nur die Summen angibt. Bei Angabe der Volksdichte in den Gemeinden im Jahre 1855 und 1910 wäre Berechnung des Durchschnittes deswegen notwendig gewesen, damit man aus der Tabelle ersehen kann, ob die einzelne Gemeinde hinter dem Durchschnitt zurückgeblieben ist oder ihn überschritten hat. Wertvoll ist, dass ein beträchtlicher Teil der Arbeit auf Grund persönlicher Kenntnis der örtlichen Verhältnisse geschrieben ist, so die Einteilung in Straßendörfer und Haußendörfer.

2953. Stölzle, Dr. Hans, Justizrat, Rechtsanwalt in Kempten (Allgäu): Der letzte Wille des Menschen in rechtlicher und steuerrechtlicher Beziehung. Für Laien verfaßt von —. Verlag von W. Kohlhammer, Stuttgart 1928. Kleinoktav, 72 Seiten. Gebunden.

2954. Gerichtliche Entscheidungen über den Viehlauf. Zweite Folge. Seit 1910 ergangene Entscheidungen. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 1928. Oktav, 247 Seiten. Ganzleinen 15 RM.
Das Buch ist die Fortsetzung des im Jahre 1910 erschienenen Sammelwerkes über gerichtliche Entscheidungen des 1. Jahrzehntes des Bürgerlichen Gesetzbuches über den Viehlauf, vergleiche Nr. 550 dieser Sammlung. Mit solcher Sammeltätigkeit, welche die wichtigsten diesbezüglichen Gerichtsurteile nebeneinander stellt und an Hand eigenen umfangreichen Wissens das eine als richtig, das andere als verfehlt zu bezeichnen vermag, fördert Dr. Stölzle unzweifelhaft die Rechtseinheit auf seinem Sondergebiet im Deutschen Reich, ein überaus erfreuliches Beginnen.

2955. Der letzte Wille des Menschen in rechtlicher und steuerrechtlicher Beziehung. Für Laien verfaßt. Zweite, vermehrte und verbesserte Auflage. Verlag von W. Kohlhammer, Stuttgart, 1929. Kleinoktav, 118 Seiten. Gebunden 3 M.
Die binnen Jahresfrist notwendig gewordene 2. Auflage beweist die Nützlichkeit einer derartigen Anleitung des Laien durch einen Juristen über Erbschaftsangelegenheiten. Stölzle hat die 2. Auflage mit Geschick erweitert, ohne in den dem Fachmann naheliegenden Fehler zu verfallen, zu ausführlich, zu gelehrt zu werden. Das Büchlein ist immer noch lesbar für jedermann. Weitere Kapitel sind dazugefügt worden, so insbesondere eines über das heikle Thema der Wiederverheiratung des überlebenden Ehegatten.

2956. Straubinger, Dr. J.: Die Schwaben in Sathmar. Schicksale oberschwäbischer Siedler im Südosten Europas. Mit 25 Vollbildern. 1927. Verlag Kepplerhaus, G.m.b.H., Stuttgart. Oktav, 95 Seiten.
Mit diesem Buche klopfen die 70 000 Sathmarer Schwaben an den Toren ihrer Stammheimat an. Noch über die Hälfte von ihnen spricht drunten in der Ecke zwischen Ungarn und der Tschechoslowakei die Sprache der schwäbischen Heimat. Die Verhältnisse gestatten ihnen keine deutsche Schule. So sind sie verloren, wenn nicht Hilfe von der Urheimat kommt. Sie bitten um Aufnahme von Handwerkslehrlingen und Bauernsöhnen in der Heimat.

Wer Näheres wissen will, wende sich an das Deutsche Auslandsinstitut in Stuttgart. Wieviel deutsches Blut und deutsche Kultur ist unserem Volkstum nicht schon verlorengegangen deswegen, weil Uneinigkeit und Ohnmacht des deutschen Stammes ihn am Erwerb von Kolonien zur rechten Zeit hinderte. Die Auswanderung geschah nach der Not des Spanischen Erbfolgekrieges, also um 1720. Die Leute haben Unendliches durchgemacht, aber ihr Schwabentum rein erhalten.

Wir finden Auswanderer aus Leutkirch, Altusried, Altdorf, Ebersbach. Die Mehrzahl stammt aus dem württembergischen Bodenseegebiet. Die Namen, heute manchmal etwas ungarisch verstimmt, klingen vertraut. Erwähnt seien: Baumann, Felber, Dreher, Forstenhäusler, Gindele, Schwegler, Strobel, Weckerle. Die Leute kennen heute noch als Volksbrauch den Funkensonntag und die Sichelhenke und die Palmenweihe am Palmsonntag und den Katharinentanz und den Nikolaus für die Kinder am 6. Dezember. Eine Familie gab drunten in Ungarn auf die Frage, woher sie stamme, die Antwort, sie sei hörig gewesen dem Fürsten von Kinki. So schrieb der ungarische Beamte. Es war das gefürstete Stift Kempten.

2957. Strebel, Gottfried, in Kempten: Weihenacht. Ein neues Weihnachtslied fürs deutsche Haus. Komponiert von Paulus Kuen in Sulzberg. Uraufgeführt: Christnachtsmesse Kirche Sulzberg 1927. Mit Titelbild von Joseph Madlener. Manuskript, quart.

2958. Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige. Herausgegeben von der bayerischen Benediktinerakademie. Neue Folge Band 12, der ganzen Reihe Band 43. 1925. München, 1926. Commissionsverlag R. Oldenbourg: Zwei unbekannte Drucke aus der ehemaligen Ottobeurer Klosterdruckerei in der Stadtbibliothek zu Augsburg. Von Eduard Gebele.

Band 13, 1926: Der Physiker, Astronom, Geodät und Mitbegründer der bayerischen Landesvermessung Pater Ulrich Schiegg von Ottobeuren. Von L. Hartmann.

2959. Stuttgart: Zur Erinnerung an das fünfzigjährige Bestehen der Firma Gebrüder Schweizer, Stuttgart, und ihren Gründern Jakob und Gottlieb Schweizer zum Gedächtnis. 1927. Quartheft mit 39 Seiten und zahlreichen Bildern.
Seite 11 ff.:.Die Spinnerei Waltenhofen bei Kempten** mit Bild. 1838–1852 lebte die Familie Konrad Schweizer in Immenstadt und auf dem etwas außerhalb in idyllischer Waldlandschaft gelegenen Landsitz Magensruh. 1851 assoziierte sich dieser Schweizer mit Johann Ulrich Bartitzeit zwecks Gründung der Spinnerei und Handweberei Waltenhofen, wo bis zum Jahre 1850 eine Ölstampfe betrieben worden war. Die beiden Teilhaber stellten 3 Spinn- und 25 Webstühle auf.
1855 wurde die ganze Anlage durch einen Brand zerstört. Die Fabrik wurde wieder aufgebaut, 1869–1874 von Bartitzeit allein geführt, dann an eine Bank in Winterthur und 1881 an die Firma Julius Waibel & Co. in Günzburg verkauft. Die Waibel sind Nachkommen des bekannten Kemptner Rechtsrates Balthasar Waibel. Als im Jahre 1882 die Firma Julius Waibel & Co. mit der Süddeutschen Baumwolle-Industrie Kuchen vereinigt wurde, ging auch Waltenhofen in den Besitz dieser Aktiengesellschaft über. Emil Waibel wurde deren Direktor.

2960. Stuttgarter Geographische Studien. Veröffentlichungen des Geographischen Seminars der Technischen Hochschule Stuttgart. Reihe A. Herausgegeben und redigiert von Professor Dr. E. Wunderlich. Heft 8/9:.Württemberg im Kartenbild 1:100 000. Erläuterungen des Württ. Anteils an der Reichskarte 1:100 000. Teil I: Oberschwaben** von Professor Dr. E. Wunderlich. Mit 20 Textskizzen. Verlag: Fleischhauer & Spohn, Stuttgart. 1927. Oktav, VI und 89 Seiten. Broschiert 2,75 RM.

Es gibt kaum ein Gebiet der Heimatpflege, auf dem uns die Württemberger nicht voran wären. So auch mit diesem eigenartigen Buche, das vortrefflich die Karte erklärt, ergänzt. Über jedes Blatt eine kurze Abhandlung, das das Wesentliche des dargestellten Gebietes hervorhebt, das was pflanzengeographisch, siedlungsgeographisch, verkehrspolitisch und vor allem geologisch ausfällt. Die Landschaftstype und charakteristische Eigenheiten werden für jedes Blatt festgestellt. Welche Blätter der verschiedenen Maßstäbe für das württembergische Allgäu in Betracht kommen, haben wir bereits in Nr. 2031–2042 zusammengestellt.

2961. Stühle, Johann Nepomuk, Pfarrer: Die katholische Pfarrei Oberstdorf im königlichen Landgerichte Sonthofen, oder die Schweiz im Kleinen. Topographisch-historisch beschrieben von —. Gedruckt bei Jos. Kösel, Kempten, 1848. Wiederdruck bei A. Hofmann, Oberstdorf. 1927. Quart, IV und 36 Seiten. Broschiert.

Zu Seite 18 ist zu bemerken, dass Johann Schraudolph nicht am 13. Januar 1808 geboren ist, wie Stühle schreibt, sondern am 11. Juni 1808, dass ferner der Kunstmaler Josef Anton Fischer von Oberstdorf nicht am 2. März 1814 geboren ist, sondern am 1. März 1814. Der 2. März war der Tag der Taufe. In beiden Fällen laut Feststellung des katholischen Pfarramtes Oberstdorf.

2962. Süddeutsche Apotheker-Zeitung. Zeitschrift für Apotheker und Vertreter verwandter Berufszweige. Herausgeber, Verleger und Leiter: Apotheker Dr. Roland Schmiedel, Stuttgart. 68. Jahrgang 1928 Nr. 102 Seite 831–833:.Aus der Geschichte der Kemptener Hofapotheke. Von Dr. Rottenkolber, Studienrat, Neu-Ulm.

2963. Süddeutsche Molkereizeitung. Kempten im Allgäu. Festausgabe zur 33. Wanderausstellung der D. L. G. vom 24. bis 29. Mai 1927 in Dortmund. Preis des Heftes 1,50 M. zuzüglich 30 Pfennig Porto. 114 Bilder, 154 Seiten stark.
Die Molkereizeitung bringt wiederum für die D. L. G.-Ausstellung eine prächtige Festnummer außer der Reihe. Ein farbiges Titelbild stellt den Zusammenhang des Allgäus mit dem rheinisch-westfälischen Kohlengebiet her. Wir sehen einen Sennen, der von der Alpe heruntersteigt mit einem Rundkäse auf dem Buckel und ihn symbolisch den Arbeitern der Kohlenzeche bringt.

Das Geleitwort schrieb Staatssekretär Dr. Hagedorn, der Vorsitzende des Deutschen Milchwirtschaftlichen Reichsverbandes. Im übrigen ist naturgemäß diesmal das Dortmunder Gebiet besonders berücksichtigt. Wir erfahren von den dortigen Einrichtungen und Organisationen der Milchwirtschaft und von den Männern, die dort führend sind. So ziemlich alle bekannten Namen der rheinischen Milchwirtschaft finden wir im Bild. Die Darstellung gilt sowohl der Milcherzeugung wie auch der Milchverteilung in den rheinischen Großstädten. Das farbige Bild eines Melkplatzes am Niederrhein, hergestellt in der Druckereiabteilung der „Süddeutschen Molkereizeitung“, zeigt die Leistungsfähigkeit der Firma auch auf diesem Gebiete.

Mit einem interessanten Artikel hat sich Rechtsanwalt Schobacher in Kempten, der Syndikus des Verbandes der Käsegroßhändler und -fabrikanten Bayerns und Württembergs e. V. in Kempten, beteiligt. Er schreibt über die Beziehungen des Allgäuer Butter- und Käsehandels zum Rheinlande. Über die Allgäuer Butter- und Käsebörse unterrichtet deren Vorsitzender schlagwortartig, doch erschöpfend die Besucher der Deutschen Landwirtschaftsausstellung. Im übrigen ist das Heft der Werbung für Allgäuer Ware gewidmet. Wir finden infolgedessen alle größeren Firmen mit zum Teil recht originellen Rellamebildern.

Erwähnt seien in letzterer Beziehung die Pergament-Papierfabrik Nicolaus in Ronsberg und die Pergament-Druckerei Nicolaus in Kempten-Ostbahnhof, die Rohserwerke für Emmentaler ohne Rinde in Lindenberg. Hans Gmeinder in Kempten bringt ein entzückendes Werbeblatt für Alpenmark-Käse, eine Allgäuer Landschaft im Frühling, unten der blühende Apfelbaum, oben der schneebedeckte Gletscher.

49. Jahrgang 5. Juni 1928. Festschrift außer der Reihe zur 34. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft vom 5.–10. Juni 1928 in Leipzig. Quart, 90 Seiten, Inseratenanhang. Verantwortlich für die Schriftleitung: A. Auzinger.

Die Festschrift, wiederum gediegen nach Form und Inhalt, ist der sächsisch-thüringischen Milchwirtschaft gewidmet. Uns interessiert ein Artikel von Dr. Kurt Zehgruber, Schriftleiter in Kempten, über „Der Kampf um den Kunden von heute und morgen“. Der Artikel schildert die Arbeit der im Verlag der „Süddeutschen Molkereizeitung“ herauskommenden und in Kempten gedruckten Zeitungen, nämlich: 1. Zeitungsdienst des Reichsausschusses zur Förderung des Milchverbrauches, 2. Der Familienfreund, Monatszeitschrift, 3. Nachrichten-Blatt der Vereinigung der städtischen Milchgroßbetriebe Deutschlands e. V., 4. Süddeutscher Molkerei- und Käserci-Kalender, 5. Allgäuer Bauernblatt, 6. Allgäuer Bauernkalender und 7. Süddeutsche Molkereizeitung Kempten, Wochenschrift für Milchwirtschaft, Molkereiwesen, Käserei und verwandte Gebiete.

— Der Festschrift sind 2 Flugblätter der Allgäuer Butter- und Käsebörse zu Kempten beigegeben, beide geschrieben vom I. Börsenvorstand Dr. Merkt. Das erste umfasst 4 Seiten und hat den Titel: Was muß der Konsument von der Butter- und Käsebörse wissen? Das zweite umfasst 2 Seiten und hat den Titel: Was muß der Besucher der D. L. G.-Ausstellung vom Börsenschiedsgericht wissen? Das 1. Flugblatt ist mit farbigen, das 2. mit schwarzen Bildern von Willi Kaiser illustriert. Flugblatt Nr. I ist mit dem bayerischen und württembergischen Wappen versehen und in den Farben dieser zwei Länder gehalten. Die beiden Flugblätter erzählen im Tone des Jahrmarktes, was die Allgäuer Milchwirtschaft und die Börse für Zusammenhänge mit dem norddeutschen Konsumenten beziehungsweise dem norddeutschen Käse- und Butterverkäufer hat. Im übrigen bietet die Festschrift einen Überblick über die bekanntesten und leistungsfähigsten Allgäuer Firmen des Käsehandels.

2964. Süddeutscher Molkerei- und Käserei-Kalender für 1928. Ein Taschen-, Ausschreib- und Nachschlagebuch für Molkereifachleute. Herausgegeben von H. Pirner, Regierungsrat 1. Klasse, Bayerischer Landesinspektor für Milchwirtschaft im Staatsministerium für Landwirtschaft in München. 5. Jahrgang. Kempten, Verlag der Süddeutschen Molkereizeitung. Miniatur. 424 Seiten. In Leinwand gebunden 2.50 M.

Dieser Kalender enthält wie auch seine Vorgänger viel, was sich auch auf das Allgäu bezieht, und viel, was sich nur auf das Allgäu bezieht. Jeden Mittwoch kann man als Besucher der Kemptener Börse für die drei dort notierten Sorten die amtliche Notierung und den wirklich gezahlten Preis im Kalender vermerken. Von den aufgezählten Fachberatern, Fachschulen, milchwirtschaftlichen Untersuchungsanstalten, Fachvereinen, Absatzverbänden und Fachzeitungen in Bayern und Württemberg trifft ein gut Teil auf das Allgäu. Die Allgäuer Butter- und Käsebörse ist eingehend geschildert. Eine Statistik über die Preisentwicklung auf Grund ihrer Notierungen hat dauernden Wert. Wir finden die Beurteilungsgrundsätze für die Allgäuer Werkmilchschauen, die Allgäuer Stall- und Milchlieferungsordnung für Emmentalerbäserei [Emmentalerverkäserei], desgleichen für Weichkäserei, Buttermolkerei und Frischmilchlieferung. Das Wertvollste an diesem Kalender ist wohl das vollständige Verzeichnis aller Käsereien im bayerischen und württembergischen Allgäu.

2965. Desgl. 1929. Herausgegeben von H. Pirner, Oberregierungsrat im Staatsministerium für Landwirtschaft und Arbeit, Abteilung Landwirtschaft, in München. 6. Jahrgang. 392 Seiten Text und 48 Seiten Inseratenanhang. In Leinwand gebunden 3 Mark.

2966. Süddeutsche Sonntagspost. Verlag Knorr & Hirth, München. Jahrgang 1, 1927, Nr. 50: Die Geißel des Kropses in den Bezirken Sonthofen, Lindau und Kempten. Unterredung mit Geheimrat Professor Dieudonné. Mit drei Bildern. Von Manfred.
— Nr. 51:.Hengeler-Anekdoten von H. Huser-München. (Die Anekdoten zeugen von dem herzlichen Verhältnis des Meisters zu seinen Schülern und von seiner Hilfsbereitschaft für die sprichwörtliche Not der Kunstjünger.)

2967. Taschen-Atlas der bayerischen Alpen. Verlag Knorr & Hirth, G.m.b.H., München. Zwei Mappen. Band I mit 19 Blättern, Band 2 mit 15 Blättern, darunter die Lechtaler und Allgäuer Alpen. Zahlreiche Ortspläne. Text mit Bildern und Panoramen. 1927.

2968. Taschen-Fahrplan für den Sommer 1926. Gültig ab 15. Mai 1926. Miniatur, II und 40 Seiten. Mit einer Karte. Geheftet. Herausgegeben von Philipp Mark, Kempten.

2969. Desgl. für den Winter 1926/27. Gültig ab 3. Oktober 1926. 48 Seiten.

2970. Desgl. für das Allgäu und die angrenzenden Gebiete. Sommer 1928. II und 48 Seiten. Ohne Karte. Mit Personen-Fahrpreisen. Preis 20 Pfg.

2971. Desgl. Winter 1928/29. Zu beziehen durch J. Georg Jordans Bahnhof-Buchhandlungen, II und 48 Seiten. Geheftet 20 Pfg.

2972. Taschen-Fahrplan des Allgäuer Tagblattes, Sommer 1927. Gratisgabe für die Bezieher. Druck der Ferd. Oechelhäuserschen Buchdruckerei, Kempten i. Allgäu. Oktav, II und 40 Seiten. Geheftet. Ohne Karte. Ohne Gewähr.

2973. Desgl. Ohne Gewähr. Winter 1927/28. Großoktav schmal, II und 32 Seiten. Mit Streckenverzeichnis. Geheftet.

2974. Desgl. Sommer 1928. 40 Seiten.

2975. Desgl. Winter 1928/29. Mit den neuen Fahrpreisen.

2976. Desgl. für das Allgäu und die Bodenseegegend. Beilage zur Allgäuer Zeitung, Kempten, Kaufbeurer Volkszeitung und Tagblatt, Kaufbeuren, Lindauer Volkszeitung, Lindau, Obergünzburger Volkszeitung, Obergünzburg. Gültig ab 15. Mai 1926. Miniatur, ohne Seitenzahlen. Geheftet. Mit Streckenkarte und Fahrpreistafel.

2977. Desgl. Gültig ab Oktober 1926.

2978. Desgl. Gültig ab 15. Mai 1927. II und 52 Seiten.

2979. Desgl. Gültig ab 2. Oktober 1927. Ohne Seitenzahlen. 50 Strecken enthaltend.

2980. Desgl. Gültig ab 15. Mai 1928. 59 Strecken enthaltend. 48 Seiten.

2981. Desgl. Gültig ab 7. Oktober 1928. 44 Seiten. 53 Strecken.

2982. Teichert, Dr. Kurt, Landesökonomierat, Direktor der Staatlichen Milchwirtschaftlichen Lehr- und Forschungsanstalt zu Wangen, Allgäu:**.Methoden zur Untersuchung von Milch und Milcherzeugnissen. Zweite, neu bearbeitete Auflage. Stuttgart, Verlag von Ferdinand Enke. 1927. Großoktav, XV und 453 Seiten. Mit 166 Abbildungen und 43 Tabellen. Gebunden 32,10 M.

Das Buch ist der 8. und 9. Band der Sammlung:.Die chemische Analyse**, herausgegeben von B. M. Margosches. Die erste Auflage schrieb Dr. Teichert, heute der führende Mann auf diesem Sondergebiete der Milchwirtschaft, im Jahre 1909 in Memmingen, unterstützt noch von dem ersten bayerischen Landesinspektor für Milchwirtschaft, dem Allgäuer Dr. Franz Josef Herz. Die zweite Auflage wurde fertiggestellt im Jahre 1927 zu Wangen im Allgäu. Also eine Allgäuer Frucht wissenschaftlicher Durchdringung der milchwirtschaftlichen Praxis. Das Buch behandelt zuerst und eingehend die Untersuchungsmethoden für Milch, dann diejenigen für Butter und diejenigen für Süßmilchkäse und Sauermilchkäse.

2983. Theobald, Dr. Leonhard, Studienprofessor in Nürnberg:**.Joachim von Ortenburg und die Durchführung der Reformation in seiner Grafschaft. Herausgegeben vom Verein für bahr. Kirchengeschichte. 1927. Im Selbstverlag des Vereins für bayr. Kirchengeschichte. Seite 154: Moses Pflacher, der erste ortenburgische Pfarrer und seine Beziehungen zu Kaufbeuren und Kempten.

2984. Theologie und Glaube. Zeitschrift für den katholischen Klerus. Herausgegeben von den Professoren der Bischöflichen philosophisch-theologischen Fakultät in Paderborn. Paderborn, Verlag von Ferdinand Schöningh.
Jahrgang X, 1918, Heft 7/8, Seite 376–385: Der Paulinische Abendmahlsbericht im Urteil der Kritik. Von Dr. D. Stiefenhofer, Dinkelsbühl.

2985. Ullrich, August, und Rottenkolber, Josef:**.Geschichte der Reichsritter von Werdenstein. 3. Bändchen der Allgäuer Heimatbücher. Kempten, Ferd. Oechelhäuser Verlag. 1927. Großoktav, 101 Seiten, 13 Bilder. Broschiert 2.50 M.

Altmeister August Ullrich, uns bekannt durch seine verdienstvolle Tätigkeit bei den Ausgrabungen der Römerstadt Cambodunum sowie durch seine Studien über das Allgäuer Bauernhaus, hat eine Zeitlang in Werdenstein gelebt. Dies gab ihm wohl die Veranlassung, der Geschichte der Werdensteiner nachzuspüren. Er hat mit unendlichem Fleisse zusammengetragen, was erreichbar war. In neuerer Zeit hat Dr. Rottenkolber mitgeholfen. Sie haben die sämtlichen in Betracht kommenden Archive angeschrieben und Kirchen besucht.

Das gab bei der bekannten Gründlichkeit der beiden Forscher eine Geschichte der Werdensteiner, ihres Werdens und ihres Vergehens nach mehr denn 600 Jahren, welche rückhaltlose Anerkennung verdient. Die Verfasser erzählen uns in anschaulicher Weise vom kleinen freien Ritter auf dem Felsennest Werdenstein und etlichen Lehen, die er empfängt, von Tauschgeschäften und vielen Heiraten, welche den Besitz mehren, von vielen Kindern, welche ihn mindern, und von den größeren Herrn, den Grafen Königsegg-Rothenfels oder den Habsburgern, welche ihn schließlich erhalten. D

ie Werdensteiner werden, um ihr Einkommen zu verbessern, nebenher Offiziere und Beamte; dieses Beamtentum zwingt sie schließlich, dauernd wegzuziehen von Werdenstein, an dem sie mit der Zeit jegliches Interesse verlieren. Sie sehen die Glieder dieses Geschlechtes den guten und schlechten Einflüssen der Zeit unterwerfen und erfassen damit die Zeitgeschichte am Einzelfall. So wird die Arbeit dankenswert über den Rahmen des Ortsgeschichtlichen hinaus. Man möchte wünschen, dass diesem ersten Beispiel einer eingehenden Würdigung eines Allgäuer Geschlechtes weitere folgen möchten, z. B. die Langenegg, Hohenthann, Sulzberg. Auch der Verlag verdient Anerkennung. Das Büchlein ist mit Bildern gut ausgestattet. Möchte die Allgäuer Heimatbücherei recht bald ein Dutzend Bändchen zählen.

2986. Ulmisches Blätter für heimatliche Geschichte, Kunst und Denkmalpflege. Monatsbeilage zum Ulmer Tagblatt. Zweiter Jahrgang 1926. Nr. 3 und 4:.Die alemannische Besiedlung von Ost- und West-Oberschwaben. Von A. Kölle. (Wertvolle Arbeit behandelt unter Anführung der gesamten Literatur u. a. Burkwang bei Isny, Cambodunum oder Kempten, Cassiliacum bei Memmingen, Diepoltshofen südwestlich Leutkirch, Nißlegg, Ausnang, Gemeinde Hofs, Epfach, Nesselwang, Pfronten-Meilingen, Füssen, die Heim-Orte und die Ingen-Orte, Westerheim südlich Memmingen, die Leutkircher Heide, Marstetten und Aichstetten, Winterstetten an der Eschach bei Isny, Frühstetten südlich Altusried, Altstädten bei Sonthofen, dann Stötten am Auerberg und die beiden Orte Enzenstetten und Bayerstetten bei Nesselwang, endlich die Dorf-Orte, darunter Laudorf und Binnisdorf an der Unteren Argen bei Wangen, Beuren bei Maria Tann und Talendorf bei Gestratz sowie Rohrdorf nördlich Isny).
— Nr. 6: Die Bühneneinrichtungen der Ulmer Schulkomödie vor dem Bau des Furttenbachschen Theaters 1641.
— Nr. 10 und 11: Der Bau und die Einrichtung des Furttenbachschen Theaters in Ulm 1641. Mit Bildern.
— Anlage zu Nr. 5 Seite 18: Johann Georg Allgöwer, Haus-Nummer 258 Anno 1796 in Ulm.

1927 Nr. 11/12: Der Übergang der Reichsstadt Ulm an Bayern. Von Studienrat Dr. Rottenkolber.

2987. Unterthingau Festschrift zum 3. Bayer.-Allgäuer Bundes-Musikfest in — (Allgäu). Pfingsten 1928 — 27. und 28. Mai. Oktav, 40 Seiten einschließlich Inseratenanhang. Mit folgenden drei Bildern: Gesamtansicht von Unterthingau mit Alpenpanorama — Schwanenwirtschaft, ehemaliges Schloß in Unterthingau — Castolus. Des H. RR. Fürst und Abt zu Kempten. Ihro Maj. der N. Wasserin EErz Marschallen.

2988. Velhagen & Klasings Monatshefte. Verlag von Velhagen & Klasing, Berlin W 50. 41. Jahrgang, Januar 1927 Seite 582 f.:
Scherenschnitte. Von Christian Müller, Maler in Landshut. Mit zwei Bildern.

43. Jahrgang 1928/29 Seite 599: Der aus Stucks Schule hervorgegangene Allgäuer Joseph Hengge (vgl. Nr. 2083 S. 428 dieser Sammlung) mit Vollbild: Holzer im Allgäu.
— Juni 1928: Allgäuer (?) Spinnerin. Mit Bild von Hermann Tiebert, Kunstmaler bei Isny (geb. 1895 in Koblenz).

2989. Verband Allgäuer Verkehrsvereine, Sitz Immenstadt. Bericht über das Geschäftsjahr 1926/27. Vorgelegt der Hauptversammlung in Oberstaufen (1.—3. April 1927). Kleinoktav, 31 Seiten. Geheftet.

2990. Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt, Wien 1925: über die Kreidcantiklinale des Ostertales und die Stellung der Couches rouges im Allgäu. Von H. P. Cornelius.

2991. Veröffentlichungen der Staatlichen Stelle für Naturschutz beim Württembergischen Landesamt für Denkmalpflege. Herausgegeben von Professor Dr. Hans Schwenkel, Hauptkonservator. Heft 4. Druck von Ernst Klett (Carl Grüninger Nachf.), Stuttgart 1928. Oktav 163 Seiten. Mit Bildern und Tabellen.

Seite 137 ff. selten vorkommende Pflanzen in Leupolz bei Wangen, in Wangen, in Eisenharz, Neutrauchburg und in Schaulings bei Eglofs.
— Seite 145 ff. das Weichtraut und das Glanzkraut als Hochmoorpflanze am Argensee bei Gebrazhofen.

2992. Veröffentlichungen des Musikinstituts der Universität Tübingen. Herausgegeben von Professor Dr. Karl Hasse. Heft 1:.Zur Geschichte der Musik an den oberschwäbischen Klöstern im 18. Jahrhundert** von Ludwig Bist. Mit Notenbeilagen. 1925. Im Bärenreiter-Verlag zu Kassel. Oktav, 69 Seiten. Broschiert.

Die Württemberger sind häufig geneigt, Schwaben und Württemberg für gleichbedeutend zu erachten. Also von Schwaben zu reden und dabei Württemberg zu meinen. Der Verfasser dieser Untersuchung hat diesen Fehler vermieden. Er redet von Oberschwaben und berücksichtigt gleichermaßen das württembergische wie das bayerische schwäbische Oberland. Auf diese Weise kommt auch das Allgäu zu der ersten musikgeschichtlichen Arbeit, die wir kennen.

Rühmlich genannt wird das 764 gegründete Benediktinerkloster Ottobeuren. Es zählte bemerkenswerte Komponisten zu seinen Mitgliedern, so Pater Joseph Magg, 1630 in Kaufbeuren geboren, führte alljährlich und bei besonderen Anlässen große Musikwerke auf und verschaffte so mancher musikalischen Neuerung den Eingang in die übrigen schwäbischen Klöster.

Ähnliches gilt auch von der Schauspielkunst. Ottobeuren besaß das schönste Theater von allen oberschwäbischen Klöstern, erbaut von Abt Rupert II., woselbst Oratorien, Schau- und Trauerspiele, Opern und Kantaten zur Aufführung gelangten. Auch im 1096 gegründeten Benediktinerkloster Isny scheint die Musik eifrige Pflege gefunden zu haben, insbesondere der Choral. Isny ist das einzige der behandelten Klöster, von dem die damals benützten Singbücher und Noten noch vorhanden sind, so dass ein genauer Einblick in die Kompositionskunst jener Zeit möglich war.

Kempten scheint auch in musikalischer Beziehung wie in wissenschaftlicher steril gewesen zu sein. Einer der bedeutendsten Musiker jener Zeit war der Pater des Benediktinerpriorates Hofen Meingosus Rottach, geboren 1711 in Leutkirch, von dem eingehend berichtet wird. Auch ein Tractus musicus des Pater Meinrad Spieß, Benediktinerordens in Irsee, wird erwähnt. Als der erste Reformator der katholischen Kirchenmusik im oberschwäbischen Gebiet wird Abt Honorat Göhl von Ottobeuren genannt. Als Orgelbauer kommt der Memminger Christoph Löw vor.

2993. Versicherungs-Lexikon**, herausgegeben von Professor Dr. Dr. Alfred Manes, Berlin. 2. Auflage, 1924, Seite 1284:.Unterricht**. Von Professor Dr. Dorn, München.

2994. Vils in Tirol: Gedenkrede zur Sechshundertjahrfeier der Stadterhebung von Vils am 11. September 1927** von Universitätsprofessor Dr. J. Ph. Dengel. Reutte, Druck und Verlag der Ausserner Buchdruckerei G.m.b.H. 1927. Oktav, II und 11 Seiten, geheftet.

2995. Geschichte der Stadt — in Tirol zur Feier ihres sechshundertjährigen Bestandes**, herausgegeben von der Stadtgemeinde Vils. Mit Unterstützung von Alois Wieland, Pfarrer, und Alois Lutz, Oberlehrer in Vils, bearbeitet von Dr. Otto Stolz, Staatsarchivar und Universitätsprofessor in Innsbruck. Mit Zeichnungen von Alois Burger, Gsies. Vils, im Selbstverlage der Stadtgemeinde 1927. Großoktav, 103 Seiten. Broschiert.

Vils hat zum Ritterkanton Allgäu gehört und bildet auch nach Baumann einen Bestandteil des Allgäus. Die ausgezeichnete Festschrift unterrichtet bestens über Vergangenheit und Gegenwart der Stadt. Naturgemäß sind die Beziehungen zum übrigen Allgäu zahlreich, insbesondere zum St.-Magnus-Stift in Füssen und zu Kempten. Interessant ist, dass Vils zweimal kemptisch war. Warum wurde es wieder verloren?

In Kempten saß ein Administrator des Stiftes, ein adeliger Herr. Der gab seinen eigenen Verwandten, den Rittern von Hohenegg, die Herrschaft Vils zu Lehen, und das Stift Kempten hatte das Nachsehen. Das zweimal war Vils bayerisch und gehörte zum Regierungsbezirk des Illerkreises in der Napoleonischen Zeit. Die bayerischen Beamten führten sich derart auf, hatten so wenig Verständnis für alte Sitten und Gebräuche, dass die Vilser mit Gewalt wieder zu Österreich wollten und dieses Ziel auch wirklich bald erreichten. So rächst sich alle Schuld auf Erden. Die Schrift ist erschöpfend, ohne zu ermüden; ausgezeichnete Bilder mancherlei Art machen sie besonders wertvoll.

2996. Volk und Rasse. Illustrierte Vierteljahrschrift für deutsches Volkstum. Schriftleitung: Dr. Walter Scheidt, Privatdozent für Anthropologie an der Universität Hamburg. Verlag J. F. Lehmann in München SW. 4, 1. Jahrgang 1926, Seite 1 bis 6:.Volk und Rasse, Einführung in den Arbeitsplan der Zeitschrift. Von Dr. W. Scheidt.
— Seite 229 bis 238:.Die Verteilung körperlicher Rassenmerkmale im Gebiet deutscher Sprache und Kultur. Von Dr. W. Scheidt.
— Vergleiche auch Nr. 1963 dieser Sammlung.

—:.2. Jahrgang 1927: Seite 35 ff., — Seite 74 ff.: Die Verteilung körperlicher Rassenmerkmale im Gebiet deutscher Sprache und Kultur. Von Dr. Walter Scheidt, Hamburg.

2997. Vollheimer, Wolfgang: Karl Hirnbein, ein Mann aus dem Allgäuer Volke. Eine kultur- und handelsgeschichtliche Wanderung durch das Allgäu. Nach einer Lebensbeschreibung von Amalie Lingg und Augsburg „Bausteine zur Geschichte der Milchwirtschaft“. Sonderdruck aus dem „Allgäuer Bauernblatt“, Kempten „Nr. 15 vom 16. April 1927. Oktav, 15 Seiten. Geheftet.
Karl Hirnbein: geboren 27. Januar 1807 in Wilhams, gestorben 13. April 1871 in Weitnau.

2998. Rolfsaufartung, Erbkunde, Eheberatung. Verlag von Alfred Mesner in Berlin SW 61, Gitschinerstraße 109. 1928 Nr. 11/12 vom 15. Dezember Seite 302 bis 307:.Familienforschung und Erbbiologie. Von Professor Dr. Scheidt, Hamburg.

2999. Vorarlberg. Fremdenverkehrsanzeiger. Zeitschrift zur Förderung des Fremdenverkehrs. Erscheint während der Sommer- und Wintersaison zweimal, in der Zwischenzeit einmal monatlich (zusammen jährlich 20 Nummern). Dornbirn. 1. Jahrgang Nr. 4 vom Oktober 1927:.Niezlern mit Hochisen. Lichtbild von K. M. Neßler, Riezlern.
—.Der Mittelberg (Kleines Walsertal). Von Theo Bildstein (Dornbirn). Mit 5 Bildern.
— Das Kleine Walsertal. Von Alfons Köberle, Riezlern. Mit 2 Bildern.
— Das kleine Walsertal und sein Fremdenverkehr. Mit 2 Bildern und 1 Übersichtskarte der Zufahrtslinien ins Kleine Walsertal.
— Gruß an mein Heimattal! Gedicht von Engelbert Rießler (geboren 1. 3. 1834 in Straußberg bei Riezlern, kaiserlicher Rat in Wien, Ehrenbürger von Riezlern, † 7. 2. 1922 in Wien).
— Walser Volkstrachten. Von Alfons Köberle, Riezlern. 2 Bilder.
— Walser Hochzeitsbräuche. Von Alfons Köberle, Riezlern. Mit Bild.
— An der Walserschanz: Die Zollschranke fällt 1. Mai 1891. Mit Bild.

3000. Vorgeschichtsfreund, Der Bayerische. Blätter zur Förderung der Vor- und Frühgeschichtsforschung. Herausgegeben von J. Randler. Verlag J. F. Lehmann, München.
Heft 7, 1927/28, Seite 71 f.:.Kempten. Grabungen im Herbst 1927 auf dem Lindenberger Ösch. Von Paul Reinecke.

3001. Wachter, Karl von: Krieg und Geist. Das Misstrauen in den Geist als Ursache unseres militärischen Versagens zu Beginn des Weltkrieges. München und Berlin 1927. Druck und Verlag von R. Oldenbourg. Oktav, 139 Seiten. Broschiert 4.50 M.
Der Verfasser ist Allgäuer, geboren am 27. März 1859 in Memmingen und lebt dort als Oberst a. D. Schon vor einigen Jahren hat er in seinem Buche „Zum Verständnis der Weltlage“ sich mit dem bekannten Pazifisten Förster vom deutschen Standpunkte und vom Standpunkte der christlichen Weltanschauung aus auseinandergesetzt. Seine Gedanken über Gewalt und Christentum, über die Richtung der weltgeschichtlichen Entwicklung auf das antichristliche Weltreich und vor allem über den antichristlichen Zug im Charakter des Weltkrieges sind von denen, die es angeht, viel zu wenig beachtet worden.

Nunmehr schenkt er uns eine neue Betrachtung. Der alte Offizier und glühende Patriot kann es nicht verwinden, dass Deutschland den Krieg verloren hat, Deutschland, das keinen Krieg wollte und im Krieg allzu rücksichtsvoll war, wie der zu späte Einsatz der U-Boote beweist, und nach dem Kriege allzu vertrauensselig. So untersucht denn Herr v. Wachter die Ursachen dieser Erscheinung, indem er die Friedensschule, den Ernstfall und den Zeitgeist auf ihre sittlichen Werte prüft. Wir lesen in diesem Zusammenhange herrliche Worte, für den Soldaten jeden Zeitalters von Wert, vom Mute des Offiziers gegenüber dem Stirnrunzeln des Vorgesetzten, vom Truppenführer, der nur einen starken Willen, und von dem, der Geist hat, von der materialistischen oder mechanischen Auffassung der Friedensvorschriften, welche das seelische Moment nicht berücksichtigten.

Er hätte auch hinweisen können auf den Unterschied preußischer Kriegsführung und süddeutscher Kriegsführung. Wie oft hat man im Felde den Eindruck gehabt, dass die Preußen heute noch alle Eigenschaften, aber auch nicht mehr, besitzen, die sie hatten, als sie slawische Völkerschaften unterwarfen: Eroberer, Gewaltmenschen, Scheinmenschen. Wachter meint, es habe uns beim Militär im Frieden und im Kriege der Mut zum Denken, das Vertrauen auf den Geist gefehlt, wir seien überflutet worden von der Woge der Geistlosigkeit, und wir seien mit der insbesondere beim Militär herangezogenen Unterschätzung des Geistigen den deutschen Wesen untreu geworden. Er hat wohl recht, wenn er an Mephisto erinnert, der die graue Theorie verachten lehrt und alles Spekulieren ein Grasen auf öder Heide nennt, im Selbstgespräch aber, wo er die Wahrheit redet, erklärt, wie man die Menschen verderbe:

Verachte nur Vernunft und Wissenschaft,
Des Menschen allerhöchste Kraft,
So hab ich dich schon unbedingt.
Deshalb hatten und haben uns unsere Feinde.

3002. Wachter, Karl von, Oberst a. D.: Die Unzulänglichkeit der Reformationstheologie. Gedanken zu Culmanns „Christlicher Ethil“. Verlag des Evangelischen Vereins für die Pfalz, Kaiserslautern. 1928. Oktav, 24 Seiten. Broschiert 60 Pfg.

3003. Wagner, Dr. Friedrich, Konservator der Prähistorischen Staatssammlung in München: Die Römer in Bayern. Vierte durchgesehene und erweiterte Auflage. Mit 54 Abbildungen auf 20 Tafeln, 20 Textabbildungen und 2 Karten. 1928. Verlag Knorr & Hirth, G.m.b.H., München. Großoktav, II und 130 Seiten. Gebunden 5.70 M.
Die neue Auflage berücksichtigt den neuesten Stand der Cambodunumforschung. Die Ergebnisse der Grabungen auf dem Lindenberger bei Kempten aus den letzten Jahren sind in Wort und Bild geschildert. Eine Planbeilage Cambodunums unterrichtet über das Ganze. Außer Kempten finden wir erwähnt den Auerberg, Füssen, Isny. Die römische Straßenkarte lässt ersehen, dass von Kempten folgende Straßen ausgegangen sind: nach Memmingen und Kellmünz, nach Augsburg, nach Epsach, nach Isny und wahrscheinlich auch zum Fernpaß.

Von diesen ist eigentlich nur diejenige nach Epsach durch Kurat Frank genau festgelegt. Bezüglich der übrigen weiß man, dass sie waren, aber nicht, wo sie waren. Also eine Aufgabe für Kemptener Altertumsfreunde. Das Buch ist das beste, was wir über die römische Zeit im Allgäu haben. Es unterrichtet sachlich und örtlich in ausgezeichneter Weise über die römische Herrschaft in unserer Gegend.

3004. Wagner, Paul, aus Kempten: Die Einkaufskommission von Wertpapieren. Inaugural-Dissertation, verfaßt und der hohen Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität zu Würzburg zur Erlangung der rechtswissenschaftlichen Doktorwürde vorgelegt. 1929. Druck von Gebrüder Memminger, Würzburg. Oktav, VII und 61 Seiten. Broschiert.
Geboren am 16. August 1897 zu Kempten. (Forts. folgt.)

3005. Wais, Julius: Bodensee-Führer, Ausflüge am Bodensee, Wanderungen in die Umgebung: Oberschwaben, Allgäu, Vorarlberg usw. Mit 7 Karten, 1 Stadtplan, 2 Panoramen und 42 Abbildungen. 7. neubearbeitete Auflage 1927. Union, Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig. Ganzleinenband.
Wir kennen den Verfasser von seinem Allgäu-Führer her, dessen erster Teil über das Hochgebirge 1925 herauskam (vgl. Nr. 1966 dieser Sammlung). Sein neuer Bodenseeführer kennt die Grenzen des Allgäus und enthält über unser Gebiet die folgenden Kapitel:
21. Kißlegg–Leutkirch–Isny. 22. Schwarzer Grat–Alt-Trauchburg. 23. Isny–Argenfälle–Wangen. Dazu kommt eine Karte Isny–Schwarzer Grat–Argenwasserfälle.
Die Darstellung macht Freude. Der Verfasser bietet alles, was man in der Praxis braucht, und berücksichtigt vor allem die Geschichte der einzelnen Orte. Seine Bücher sind wohl das beste, was wir haben, weil geschrieben nicht von irgendeinem Professor in der Großstadt, sondern von einem Manne, der diese Wege und Stege alle schon gegangen ist. Die Bemerkung „Isny, der Hauptort des schwäbischen Allgäus (des einstigen Albigaus)“ — dürfte nicht passieren.

Sie verwechselt wieder einmal schwäbisch mit württembergisch; man kann zur Not behaupten, Isny sei Hauptort des württembergischen Allgäus; dann möge sich Leutkirch und Wangen beschweren; ein schwäbisches Allgäu gibt es nicht, es gibt nur ein bayerisches und ein württembergisches; mit dem einstigen Alpgau hat Isny nichts zu tun, sondern höchstens Eglofs. Ein gutes Bild des Marktplatzes in Isny mit Rathaus gibt eine treffliche Vorstellung der Stadt, ebenso ist eine Aufnahme der Argenwasserfälle zu rühmen. Die Karte im Maßstabe 1:15000 nützt nicht viel, sie bedeutet einen Ueberblick, aber keinen Wegweiser. Wer im württembergischen Allgäu und im anstoßenden Eck des bayerischen Gebietes Augel-Eistobel wandern will, wird diesem Buch und seinem Verfasser dankbar sein.

3006. Wais, Julius, Allgäuführer. Wandersfahrten von —. 2. Teil. Voralpen. Mit 3 Karten und 18 Abbildungen. 1928. Union, Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart — Berlin — Leipzig. Miniatur, III und 265 Seiten. In Ganzleinen gebunden.
Der Führer muß eine ungewöhnliche Arbeit gemacht haben, viel mehr wie der Führer durch das Allgäuer Hochgebirge. Bedauerlich ist die Schreibweise Füssen mit zwei s, während richtig und der Aussprache des Volkes gemäß „Füssen“ zu schreiben wäre. Die Bilder sind ungewöhnlich scharf. Was der Verfasser über den Allgäuer Wald sagt, den er erstmals einzuführen versucht, mag theoretisch stimmen, praktisch wird sich diese Bezeichnung nicht durchsetzen. Außerdem ist zu bedenken, dass es außerhalb dieses Waldgebietes im Allgäu noch manchen Wald gibt, z. B. den Kemptner Wald.

Damit wäre der Kemptner Wald kein Bestandteil des Allgäuer Waldes, sondern beide Begriffe würden nebeneinanderlaufen, was nicht recht tunlich ist. Denn Kempten ist ein Bestandteil des Allgäus. Im übrigen ist dieser Führer durch unser Allgäuer Gebirgsvorland nicht nur der neueste, sondern wohl der beste. Uneseres Erachtens fehlt lediglich ein Abschnitt über die Allgäuer Literatur. Hierüber ist grundsätzlich und einleitend zu wenig gesagt. Eine Drittelseite genügt dafür nicht. Die beigegebene Karte im Maßstabe 1:200000 ist wertlos. Nicht einmal die Reichskarte mit 1:100000 genügt bei unserm Gelände. 1:50000 ist das Richtige, hätte den sonst vortrefflichen Führer zum Taschenbuch des Allgäu-Wanderers gemacht. Natürlich geteilt und in eigenem Umschlag, nichts in das Buch eingeheftet, so dass man den Teil mitnimmt, den man gerade braucht.

3007. Walsertal, Kleines, Ski-Routenkarte für das — und nächste Umgebung. Maßstab 1:40000. Herausgeber und Verleger: Max Wüstner, Buchhandlung, Riezlern, Station Oberstdorf im Allgäu. Karte in Taschengröße gefalzt. Verkaufspreis 1.20 M. Skirouten rot. Gekennzeichnet sind Stellen, wo normale Schneewächten sind und solche mit Lawinengefahr bei Neuschnee. Hellgrüner Umschlag.

3008. Wanderkarte für das — und nächste Umgebung. Maßstab 1:40000. Herausgeber und Verleger: Max Wüstner, Buchhandlung, Riezlern, Station Oberstdorf im Allgäu. Karte in Taschengröße gefalzt. Verkaufspreis 1.20 M. Zeichnung von N. Roß, München. Markierte Sommerwege rot. Dunkelgrüner Umschlag.
Beide Karten zu beziehen vom Allgäuverlag Zumstein in Grünenbach bei Oberstaufen.

3009. Waltenberger, E., Übersichtskarte des Allgäus und der angrenzenden Gebiete, gezeichnet von —. Maßstab 1:100000. Mit besonderer Hervorhebung der wichtigen Touristenwege. München, Verlag von Piloty & Löhle. Lithographische Anstalt von Dr. C. Wolf & Sohn, München. 58½×52½ cm, farbig, in grauem Umschlag. Ohne Jahr.

Daß diese neu herausgekommene Karte nicht weiß, wie man Allgäu schreibt, ist eine Nachlässigkeit des Verlages, für welche es keine Entschuldigung gibt. Im übrigen sind bekanntlich Karten im Maßstabe 1:100000 in unserer Gegend für das Zurechtfinden im Gelände nicht verwendbar. Die vorliegende Karte will aber wohl diesem Zwecke nicht dienen, sondern sie will einen Überblick geben. Dazu ist sie sehr geeignet. Es ist die beste im Maßstabe 1:100000, welche wir kennen. Sie gibt jede Einzelheit des Gebietes wieder und ist wegen der Verwendung von Farben recht übersichtlich.

Demjenigen, der im Kraftwagen durch das Allgäu fährt, vermag sie gute Dienste zu leisten. Dabei darf man allerdings nicht erwarten, dass man das ganze Allgäu habe. Es fehlt das Ostallgäu von Füssen bis Kaufbeuren und fehlt die ganze nördliche Hälfte zwischen Kempten und Memmingen. Nicht einmal Kempten als die Hauptstadt des Allgäus ist darauf. Der richtige Titel wäre gewesen: Übersichtskarte der Allgäuer Alpen.

3010. Waltenhofen-Hegge: Lokal-Anzeiger der Gemeinde — und der Nachbargemeinden Memhölz, Martinszell-Oberdorf, Niedersonthofen. Wochenblatt amtlicher Bekanntmachungen der Gemeinden- und Kirchenbehörden, Geschäfts-Anzeiger für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, Vereinsnachrichten, Stellengesuche und -angebote. Nr. 1 vom 1. November 1928. Großoktav, 4 Seiten. Erscheint wöchentlich einmal. Bezugspreis vierteljährlich 1.50 M. Druck, Verlag und Schriftleitung: Rudolf Roth, Dietmannsried.

3011. Wangen: Festschrift und Programm zum 7. Allgäuer Musikbundfest in — im Allgäu. Verbunden mit 125jährigem Jubiläum der Stadtkapelle Wangen im Allgäu. 4. und 5. August 1928. Oktav, 24 Seiten. Mit 10 Bildern. Broschiert.

3012. XXXIII. Geschäfts-Bericht der Simonius’schen Cellulosefabriken Aktiengesellschaft in Pockendorf-Thüringen. Betriebsjahr 1926. Großoktav, II und 8 Seiten. Geheftet.

Die Firma hat in Wangen noch eine Zellstoffanlage, während sich die eigentliche Papierfabrik in Pockendorf in Thüringen befindet.

3013. Jubiläums-Geflügel-Ausstellung, verbunden mit Gau-Ausstellung in — (Alte Turnhalle), vom 10. November bis 13. November 1928. Oktav, 10 Seiten und Inseratenanhang. Geheftet.

3014. Tätigkeitsbericht der Staatlichen Milchwirtschaftlichen Lehr- und Forschungsanstalt zu — im Allgäu. Jahrgang 1926/27. Erstattet von Landesökonomierat Dr. Teichert. Oktav, 8 Seiten. Mit 1 Bild. Geheftet.

3015. Weber, Pfarrer Dr. phil. Ambros: Graf Hartmann von Dillingen, Bischof von Augsburg (1248–1286). In Kommission der Buchhandlung M. Seyp, Augsburg. 1927. Großoktav, XII und 146 Seiten. 3 M.

Verfasser ist geboren am 7. Dezember 1877 in Berg, Pfarrei Fischen, gestorben 24. November 1928 in Althegnenberg bei Augsburg.

3016. Weber, Leopold: Wisli der Waldgänger aus Islands Heldenzeit. Am Lagerfeuer in Serbien erzählt von —** mit vier farbigen Bildern von Ludwig Eberle (von Grönenbach). K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. Oktav, 124 Seiten und Inhalts-Übersicht. Gebunden 2 M.

3017. Parzival und der Gral. Von Artus’ Rittern, vom Zauberer Klingsor und von Parzival, dem Gottsucher. Mit 4 farbigen und 8 schwarzen Bildern von Ludwig Eberle. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. Oktav, 164 Seiten. Gebunden 5.50 M.

3018. Weigl, Dr., Geschäftsführer des Verbandes Allgäuer Verkehrsvereine e. V., Sitz Immenstadt: Hygiene und Fremdenverkehr. Druck und Verlag Gg. Moser, Immenstadt. Oktav, II und 12 Seiten. Geheftet. Etwa 1927.

3019. Der Prospekt als Werbemittel für Bäder und Kurorte. Druck und Verlag Gg. Moser, Immenstadt. Oktav, II und 7 Seiten. Geheftet. Etwa 1927.

3020. Weiler im bayerischen Allgäu. 630 Meter über dem Meer. Werbeblatt, umfassend 2 Seiten. Großoktav.

„Weiler ist die Zentrale der Allgäuer Milchwirtschaft.“ Renommieren ist schon recht, aber was zuviel ist, ist zuviel.

3021. Lehr- und Versuchsanstalt für Emmentaler-Käserei des Milchwirtschaftlichen Vereins im Allgäu e. V. Jahresbericht 1927. Erstattet von Franz Hofer, Schulvorstand. Oktav, 16 Seiten. Geheftet.

3022. Weitnau: Wochenblatt für —. Amtliche Bekanntmachungen. Erscheint jeden Sonntag. Druck von Xaver Diet, Altusried. 1. Jahrgang Nr. 1 vom 21. Januar 1928. Quart. Mit farbigem Titelbild. Preis monatlich 25 Pfg. 50 Nummern.

3023. Westallgäuer Heimatblätter. Zeitschrift des Vereins für Heimatkunde im Westallgäu e. V. Monatsbeilage zum „Anzeigerblatt für das westliche Allgäu“ und „Oberstaufener Anzeiger“. Weiler.

2. Band 1927 Nr. 25/26:.Geschichte des Marktes Weiler im Allgäu. Von Michael Raich.
— Nr. 25:.Vom Bauernkrieg. Vortrag von Alfred Schneidawind auf der Tagung des „Westallgäuer Heimat-Vereines“ zu Schönau am 23. Januar 1927.
— Isny’s Kirchen. — Nr. 26:.Ausstände in unserer Landschaft im 18. Jahrhundert. Von M. Wiedemann, Weitnau.
—.Zimmermannsspruch, der bei dem Richtfest der Pfarrkirche zu Weitnau gehalten wurde im Jahre 1862. Mitgeteilt von M. Wiedemann, Weitnau.
—.D’r Schueskrot Fink z’ Wilar. Von Fridolin Holzer, Weiler.
— Nr. 27:.Simmerberger Zinser zur Altenburger Hofkaplanci 1629–1788. Von M. Raich.
—.Die Pfänderbahn und ihre Beziehungen zum Westallgäu. Von Fridolin Holzer, Weiler.
—.’s Wible usf d’r Pfändarbah’. Von Fridolin Holzer, Weiler.
—.Warum und wie ich zum Lehrer kam. Die Aufzeichnungen des 75jährigen, seit 1914 pensionierten Hauptlehrers Andreas Müller in Augsburg-Pfersee geben ein kleines Stück Heimatgeschichte. Geboren im Weiler Verbruggen, Pfarrei Stiefenhofen. Kam am 19. November 1866 in die Präparandenschule Markt Oberdorf.
—.Der Pranger zu Oberstaufen. Ein altes Sittenbild.
— Nr. 28–30:.Über Geschichte und Besonderheiten der Westallgäuer Mundart. Von Oberstudienrat Dr. Anton Gruber.
—.Alte Ellhofener Sagen. —.A Schtauf’nar Hoschtube. (Aus der anlässlich der Tagung der Allgäuer Verkehrsvereine erschienenen Festschrift.
— Nr. 29:.Die Regulierung der Gemeindeflur zu Schönau im 18. Jahrhundert (Herrschaft Laubenberg gehörig). —.Rauhenzell 1773. —.Verschiedenes aus der Pfarrei Stiefenhofen. Von Franz Wachter-Balzhofen.
—.D’ Wilemar Isebah!** Von Fridolin Holzer, Weiler.
— Nr. 30:.Die Hirnbein als Zoller zu Sibratshofen. —.Die Mannschaft aus der Hauptmannschaft Ebratshofen beim Überfall der Franzosen in Gebrathofen am 8. April 1745. Von Chr. Kolb.
—.Isny’s Kirchen. — Nr. 31–33:.Vorarlberg unter bayerischer Herrschaft 1806–1814 (dazu gehörte auch das Landgericht Weiler). —.Advokat Dr. Anton Schneider, geboren 1770 zu Trogen bei Weiler. Von Dr. Anton Gruber.
— Nr. 31:.Eine verhinderte Auswanderung (22. Juli 1766 in Weiler). Von M. Wiedemann, Bobolz.
— Nr. 31–32:.Von den niederen Gerichten der Herrschaften Bregenz und Hohenegg im 17. und 18. Jahrhundert. Von M. Wiedemann, Bobolz.
— Nr. 31:.Die St.-Wendelins-Kapelle auf dem Kinberg bei Niederstaufen. —.St. Mang in Scheidegg. Aus Schöpner: „Schwäbische Sagen“.
— Nr. 32:.Von der Pfarrei Niederstaufen. Brief des Pfarrers Balthasar Gerum von Niederstaufen an den Prior von Mehreran P. Franz Ransberg. —.Die Volkszählung im Westallgäu 1764. —.Allerlei Erinnerungen aus Weiler. —.Goldene Hochzeit in Scheidegg. Glückwunsch der Enkelkinder des Jubelpaares, des Herrn Hauptlehrers Joseph Wanner und seiner Frau Amalie, am 17. August 1927. Von Fridolin Holzer, Weiler.
— Nr. 33:.Zur Geschichte der Post im westlichen Allgäu. Von M. Wiedemann, Bobolz.
— Nr. 34:.Johann Hirnbein im Vorarlberger Aufstand 1809. Von M. Wiedemann, Bobolz.
—.Der Bauernmaler Sepp Sichler** aus Pfronten (restaurierte das alte Rathaus in Eglofs).
— Der Pranger zu Oberstaufen. Ein altes Sittenbild.
—.Jubiläum der Buchenbühler Genossenschaft. Gedicht von Fridolin Holzer, Weiler.
— Geschichte des Arbeiter-Krankenunterstützungsvereins Weiler 1887–1927.
—.Allgäuer Sprichwörter und Redensarten. Gesammelt von Kaspar Göhl in Höfen bei Oberstaufen.
— Nr. 35, 36, 1928 Nr. 1, 2: Rede, gehalten bei der feierlichen Behändigung der silbernen Verdienstmedaille an den neunzigjährigen Lehrer Anton Bogenhard zu Weiler im Illerkreise von Franz Joseph Müller, königl. bayer. Kreisschulrate, am 31. März 1812.
— Nr. 35: Johannes Feurle, Amtshofmann und Richter des Gerichts Kellhöf. Eine familiengeschichtliche Studie von Ignaz Dornach.
— Die Sage von der Altenburg.
—.Restaurierung der Pfarrkirche in Weiler. Von Gg. Bauer.
—.Das Kriegerdenkmal in Wohmbrechts. Von Hauptlehrer Ribele, Wohmbrechts, und Joseph Rudhart, Jplings.
—.Nr. 36, 1928 Nr. 1: Das Ende des großen Ausstandes von 1809 im Landgericht Weiler und die von hier nach Frankreich abgeführten Geiseln. Von Dr. Anton Gruber.
—.Geschichte des Weiler Spar- und Darlehenskassenvereins 1902–1927. Festrede des Vorstandes Kennerknecht bei der Jubelfeier.
—.D’r Eibelesmillar. Gedicht von Fridolin Holzer, Weiler.

3. Band 1928 Nr. 1: Restaurierung der Pfarrkirche in Opfenbach** von Hans Jahn.
— Nr. 2: Die beiden Argen.
—.Die Ulrichskapelle bei Möggers. Legende von Celida Sesselmann.
—.Nr. 3: Das Schulwesen der Herrschaft Hohenegg im 18. Jahrhundert. Von M. Wiedemann, Bodolz.
—.Geschichte der Schule in Weiler im Allgäu. Von Georg Bauer.
—.Nr. 4: Zur Siedlungsgeschichte im Allgäu. Von F. Stehle, Simmerberg.
—.Hochwasser zu Weiler im 17. Jahrhundert. Von M. Wiedemann, Bodolz.
—.Die Schlacht bei Eglofs. Von Oberlehrer Schlienz in Bühl.
— Beschreibung des baads zu Ebratshofen, dessen Inhalt und rechtmäßigen gebrauch belangend.
— Alttrauchburg.
—.Vorfrühlingsblumen im Rothachtal. Von Dr. Karl Hummel, Weiler.
—.Nr. 6: Hochpolitische Quertreibereien im k. b. Landgericht Weiler 1814–1816. Von Dr. Anton Gruber.
—.Das römische Kastell auf der „Betmauer“ bei Isny. Von Karl Pfeilsticker, Isny.
—.Die Entstehung des Maria-Bildstockes in Interschweinhöf bei Oberreute. Von H. J..
—.Nr. 6: Kirchenerneuerung in Opfenbach. Von H. J..
—.Bischof Mag in Weiler. Von Fridolin Holzer, Weiler.
— Grundriss der alten Pfarrkirche von Weiler um 1785, rekonstruiert von Baumeister Busler in Weiler 1927, mit Zeichnung.
— Nr. 7/8: Bild: Weiler von Südwest um 1790 nach einem Ölgemälde im heutigen Rathaus.
— Bild: Weiler von Nordost um 1804, Originalkupferplatte im Heimatmuseum.
—.Die Sebastianskapelle zu Weiler im Allgäu. Zum Gedächtnis ihres 300jährigen Bestehens. Von Gg. Bauer.
—.Die Straßennot des Kleinen Walsertales. Von Martin Bilgeri.
— Aus der Reichsstadt Isny. Wie es bei Hinrichtungen zu Anfang des 18. Jahrhunderts in der Reichsstadt Isny gehalten.
—.Nr. 9: Veränderungen im Ortsbild von Weiler. Von Gg. Bauer.
—.Immenstädler Heimatler-Ausflug nach Weiler im Allgäu am 15. August 1928.
— Ein Besuch bei Kunstmaler Red in Großholz. Von M. Thumann, Kunstschriftsteller, Mannheim.
— Geschichte des Kemptener Bataillons des k. bayer. 20. Infanterie-Regiments. Aufruf an alle ehemaligen 20er, die im Frieden oder Kriege beim 2. Bataillon standen, und an alle Einwohner von Kempten-Stadt und -Land.

3024. Wiebel, Richard: Das Schottentor. Kulturhistorische Auslegung des Portalbildwerkes der St.-Jakobs-Kirche in Regensburg. Verlegt bei Benno Filser, Augsburg. Quart, 63 Seiten, 28 Bildbeilagen. Gebunden 12,90 M. Ohne Jahr.
Die Schottemönche zu Regensburg haben vor vielen hundert Jahren das herrliche Portal ihres Gotteshauses mit reichlichem Bildwerk geziert. Seit bald hundert Jahren ist dieses Portal Gegenstand des Staunens und der Bewunderung, aber auch Gegenstand des Streites. Die neue Zeit wußte seine Symbolik nicht mehr zu deuten. Eine umfangreiche Literatur über das Problem entstand, doch kein Versuch vermochte zu befriedigen. Nun hat ein Landpfarrer, der längst nicht mehr Landpfarrer sein sollte, neue, tiefschürfende und offenbar wohlbegründete Deutungsversuche unternommen und ein ganzes Buch hierüber geschrieben.

Er zeigt Kenntnisse auf all den Gebieten, die man beherrschen mußte, um in diese rätselhafte Welt des Mittelalters einzudringen. Wiebel ist kein Allgäuer. Doch interessiert uns sein Werk, weil er an zahlreichen Stellen auch Allgäuer kirchliche Kunst zum Vergleiche heranzieht, so insbesondere den Taufstein der bekannten, um nicht zu sagen berühmten, romanischen Kirche zu Altenstadt bei Schongau, der mit vier Abbildungen vertreten ist; aber auch vom Hexenglauben in Irsee Anno 1924, von Säulenfüßen in Markt Oberdorf und Kaufbeuren, von dem in Grimms Mythologie schon erwähnten Drachen des alten Cambodunum ist die Rede.

3025. Kloster Irsee. Verlegt bei Benno Filser, Augsburg. 1927. Großoktav. 32 Seiten. Mit 22 Abbildungen im Text. Band 9 der Deutschen Kunstführer. Herausgegeben von Adolf Feulner. Broschiert 2 M.
Der Pfarrer Richard Wiebel von Lauingen, seit vielen Jahren in Irsee bei Kaufbeuren, war früher bekannt als bester Kruzifix-Sachverständiger der Diözese. Vor einigen Jahren ist sein Name viel genannt worden anläßlich eines von ihm herausgegebenen Buches über das große Rätsel des Schottenportals in Regensburg.
— Nun beschert er uns eine Monographie über das ehemalige Kloster und die Klosterkirche der Benediktiner in Irsee. Er erzählt uns auf Grund umfassenden Studiums des Schrifttums, insbesondere einiger handschriftlicher Werke, von der Gründung und Baugeschichte Irsees, um sodann eine ganz eingehende Baubeschreibung zu geben.

In Irsee saßen ursprünglich die Freiherren von Ursin, später Grafen und Markgrafen von Ronsberg; um 1182 veranlaßte einer dieser Markgrafen die Abtei Isny zur Entsendung von Mönchen, welche die Burg Ursin bezogen. Erbauer der Klosterkirche ist der bekannte Vorarlberger Franz Beer. Interessant ist, dass Wiebel auf Grund mündlicher Überlieferung einen neuen Beitrag zur Baugeschichte des Klosters Rot im Oberamt Leutkirch bringen konnte. Es ist nach dem Muster von Irsee und von Irseer Handwerkern erbaut.

Auch vom Baumeister Georg Specht von Lindenberg, dem Erbauer der Klosterkirche Wiblingen, hören wir. Unter den Kelchen ist einer aus Kempten vom Jahre 1759 von besonderer Schönheit. Eines hat uns der Verfasser verschwiegen, nämlich wer heute Eigentümer dieses Klosters und dieser Klosterkirche ist. Der Wanderer, der Irsee besucht, wird die dortigen Kunstschätze in Zukunft an Hand des Führers Wiebel betrachten, wenn er sie recht genießen vill. [will]

3026. Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte. Herausgegeben vom Kunsthistorischen Institut des Bundesdenkmalamtes in Wien. Neue Folge. Dr. Benno Filser Verlag G.m.b.H., Augsburg—Köln—Wien. 4. Band 1926 enthält unter anderem die Werke von Loy Hering in Österreich. Von Fritz Dworschak.

3027. Wiggensbach: Wochenblatt amtlicher Bekanntmachungen und Anzeigen in der Gemeinde — 1927. Nr. 1–47. Erscheint jeden Sonntag. Preis monatlich 25 Pfg. Druck von Xaver Diet, Altusried. Quart, 2 Seiten.

3028. Desgl. 1928. 2. Jahrgang 1928. 53 Nummern.

3029. Wild und Hund. Berlin SW, Verlag Paul Parez. 1925 Heft 51, S. 941:.Treibjagd. Von Eugen Ludwig Hoef.

1926, Heft 35:.Alter Gamsbock. Von Eugen Ludwig Hoef.
— Heft 40:.Hirschbrunst. Titelbild von Eugen Ludwig Hoef.
— Heft 52:.Petri Heil. Schubert mit Huchen. Von Eugen Ludwig Hoef.

3030. Wilm, Hubert: Steinzeichnungen. 1. Drei Kreuze 2. Wolken I — 3. Wolken II. Kunstverlag Ludwig Möller in Lübeck. Je 41 x 56 1/2} cm. Auf Bütten abgezogen je 50 M.

3031. Winter in Bayern. Herausgegeben vom Fremdenverkehrsverband München und Bayerische Alpen E. V. München, Hauptbahnhof, Nordbau, Arnulfstraße 1. München, November 1927. Oktav, 124 Seiten. Mit einer Übersichtskarte. Broschiert.

Seite 45–54:.Das Allgäu. Behandelt sind die folgenden Orte: Oberstdorf, Tiefenbach, Hindelang, Bad Oberdorf, Hinterstein, Immenstadt, Bühl am Alpsee, Oberstaufen, Lindenberg, Pfronten und Füssen.

3032. Wirtschaftsverband Schwaben-Vorarlberg. Herbstversammlung in Ravensburg am 5. und 6. September 1926. Quart, 8 Seiten. Geheftet.

Seite 7: Michael Beer als erster Erbauer der St.-Lorenz-Kirche zu Kempten 1652 und Franz Beer als Erbauer der Klosterkirche Irsee bei Kaufbeuren.

3033. Woerls Reisehandbücher. Illustrierter Führer durch die bayerischen Königsschlösser und Füssen und Umgebung. Mit den lohnendsten Ausflügen in die angrenzenden Gebiete. Mit drei Karten und neun Abbildungen. 14. Auflage. Leipzig, Woerls Reisebücher-Verlag. 1925. Miniatur, 113 Seiten. Broschiert 1.25 M.

Von den Königsschlössern gehört keines zum Allgäu. Neuschwanstein und Hohenschwangau liegen unmittelbar über der Allgäuer Grenze. Grenze ist dort der Lech. Das Reisehandbuch behandelt den Weg von Linderhof nach Reutte und Füssen, ferner Füssen und Umgebung. Beigegeben ist eine Karte der näheren Umgebung von Füssen ohne Angabe des Maßstabes. Das Handbuch hat einen Fehler. Es nimmt an, dass alle Leute von München aus zu den Königsschlössern fahren.

Das trifft zumeist zu, aber nicht immer. Wer vom Rhein kommt, ebenso die Württemberger, fahren über Kempten–Pfronten nach Neuschwanstein und Hohenschwangau. Diese Zufahrtslinie ist stiefmütterlich mit zwei Zeilen abgetan. Im übrigen ist das Büchlein zu empfehlen; es berücksichtigt den neuesten Stand und verdient die Benotung: kurz und gut.

3034. Illustrierter Führer durch Südbayern, Tirol und angrenzende Gebiete Salzburg, Vorarlberg, Montafon und Ober-Italien. Mit zwei Stadtplänen, 10 Karten und 20 Abbildungen. 5. Auflage. Leipzig, Woerls Reisebücher-Verlag. 1925. Kleinoktav, 5 M., Leinwandband.
Das Buch behandelt auch die Linie von München oder Augsburg über Kaufbeuren nach Füssen, ferner über Kempten nach Reutte, endlich von Kempten durchs Allgäu über Immenstadt nach Lindau. Unter den Beilagen befindet sich eine Uebersichtskarte der Zugangswege zur Zugspitze, die unseren Beifall nicht finden kann. Tausende von Reisenden fahren über Kempten–Reutte zur Zugspitze. Der Plan umfasst aber nicht einmal mehr Reutte. Die Angaben über Kempten sind nicht nur dürftig, sondern zum Teil unrichtig. So z. B. ist noch die Rede vom Museum des Altertumsvereins im zweiten Stock des Kornhauses.

3035. Oberstdorf und Allgäu. Führer im Allgäu. Bei eingehender Berücksichtigung von Kempten, Immenstadt, Sonthofen und der Pfrontener Gegend. Verfaßt von Dr. Hans Modlmayr. Fortgeführt von Dr. Ludwig Modlmayr. Mit vier Kartenbeilagen, Plan von Oberstdorf, acht Panoramen und zehn Abbildungen. 15. Auflage. Leipzig, Woerls Reisebücher-Verlag. Kleinoktav, 192 Seiten. Gebunden 2,50 M.
Das Büchlein ist ursprünglich von Dr. Hans Modlmayr herausgegeben worden, der vor Jahrzehnten in Kempten als Neuphilologe tätig war. Diese Auflage hat sein Sohn Dr. Ludwig Modlmayr besorgt. Die Angaben über Kempten sind zum Teil veraltet. Die Sammlung „Neuere Allgäuer Literatur“ scheint dem Verfasser nicht bekannt zu sein. Druck und Ausstattung sind wie bei allen Reisehandbüchern von Woerl ausgezeichnet; auch gegen Auswahl der beigegebenen Karten und Panoramen ist eine Erinnerung nicht zu erheben. Vor Inangriffnahme einer Neuausgabe wird es sich empfehlen, mit dem Allgäuer Verkehrsverband in Immenstadt ins Vernehmen zu treten, damit dieser sein reichliches Drucksachenmaterial dem Verfasser zur Verfügung stellt.

3036. Wohnungskunst. Das bürgerliche Heim. Vereinigt mit der Münchner Halbmonatsschrift: Die Raumkunst. Verlag Wohnungskunst G.m.b.H., Berlin W 15.
6. Jahrgang 1914, 1. Semester, Juniheft, Seite 167–177:.Neue Arbeiten von Leonhard Heydecker junior, Kempten. Mit 20 Bildern von Möbeln.

3037.Desgl. Sonderheft der Architekten B. D. A. Leonhard Heydecker und Diplomingenieur Otto Heydecker, Kempten und Überlingen. Quart, 42 Seiten, 47 Bilder. Grundriss der Häuser der Gemeinnützigen Baugenossenschaft an der Volcite. (Betrifft Radiumbad Oh, in Kempten Kronenapotheke, Realschule, Haushaus Oberpaur und anderes sowie zahlreiche Innenansichten und Möbelstücke.) Ohne Verfasser und Jahr.

3038.Wolf, Dr. Otto, Tierzuchtdirektor in Immenstadt:.Das Allgäu muß Viehüberschußgebiet werden!** Vortrag, gehalten am 25. Februar 1928 beim Tierzuchttag Immenstadt, von —. Sonderdruck aus dem „Allgäuer Bauernblatt“ Kempten Nr. 21, 22 und 23 vom 26. Mai, 2. Juni und 9. Juni 1928. Oktav, 14 Seiten. Broschiert.

3039.Wolfhart (Ministerialrat Dr. Frey, Berlin): Weidmannsgesang. Mit Buchschmuck in acht Originalvollbildern von Eugen Ludwig Höß, Immenstadt. 1928. Verlag R. von Decker, G. Schenk, Berlin W 9.

3040.Württemberg, südöstlicher Teil: Oberschwaben bis zum Bodensee und Allgäu mit Reliefkarten (gegen Süden gesehen), Verkehrskarten und Bildern. Oktav, Faltblatt, 12 Seiten.

Mit Bild: Wangen im Allgäu.
—.Der Schwarze Grat** beim Luftkurort und Wintersportplatz Isny im Allgäu. Karte 30. Gegen Süden gesehen: Allgäu.

3041.Württembergische Jahrbücher für Statistik und Landeskunde. Stuttgart. Druck von W. Kohlhammer. 1927. Großoktav. S. 70 bis 82. Jahrg. 1925/26:.Fünfzehn Jahre Milchwirtschaft im Allgäu**. Von Dr. Teichert, Landesökonomierat.

Seite 77–82 findet sich ein umfangreiches Verzeichnis der literarischen Arbeiten der Herren der Anstalt, insbesondere des Vorstandes Dr. Teichert. Es umfasst an die 200 Nummern. Die Ausführung aller dieser Veröffentlichungen in unserer Sammlung würde zu weit führen. Es muß auf sie verwiesen werden.

Jahrgang 1927, Seite 240–402:.Die württembergische Landwirtschaft im Lichte der Statistik**. Von Oberregierungsrat Dr. Trüdinger. Cuch als Sonderabdruck 1928. 2 RM.

Eine Arbeit, wie sie nur schwäbische Gründlichkeit zustandebringt. Sie behandelt zwar ganz Württemberg, doch finden wir auch für die Landwirtschaft des württembergischen Allgäus manchen interessanten Aufschluß. Der Verfasser betrachtet die Oberämter Leutkirch und Wangen als die Allgäuer Oberämter. Historisch genau gehören zum Allgäu vom Oberamt Leutkirch 12 Gemeinden, das ist etwa die Hälfte, und vom Oberamt Wangen 17, das sind etwa drei Viertel. Wir erfahren, wie viele Betriebe und wie viel von der Gesamtfläche in den beiden Oberämtern auf die großbäuerlichen und auf die mittelbäuerlichen Betriebe sowie auf die kleinen von 2–5 ha Gesamtfläche entfällt. Als großen Pachtwith mit 188 ha zählt die Liste im Oberamt Leutkirch Reichenhofen auf, das dem Fürsten von Waldburg zu Zeil gehört, und im Oberamt Wangen den Betrieb Isny des Fürsten von Quadt und Neutrauchburg des Fürsten Waldburg zu Zeil.

Isny hat 343, Neutrauchburg 93 ha. Hinsichtlich Grünlandwirtschaft steht der Bezirk Wangen an der Spitze, in welchem 77 Prozent Grünlandsfläche sich finden und es Gemeinden gibt mit über 90 Prozent. Der Bezirk Leutkirch hat 54 Prozent Grünland. Richtige Weiden, das sind solche, welche auf ein Hektar eine Kuhweide oder 15 Doppelzentner Heu ergeben, gibt es im Oberamt Wangen zu 56 Prozent der Gesamtfläche, im Oberamt Leutkirch zu 53 Prozent. Wir finden auch eine Definition des Braunviehschlages, das unserem Herdbuchvieh entspricht, die aber vielleicht anfechtbar ist. Im Oberamt Wangen haben wir 92 Prozent, in Leutkirch 88 Prozent Braunvieh.

In Wangen treffen 1014 Stück Rindvieh auf 1000 Einwohner, in Leutkirch 1126. Die Milchleistung des Viehes im württembergischen Allgäu ist verglichen mit der des Viehes im bayerischen Allgäu. Ein Kapitel gibt eine vortreffliche Übersicht über die in Württemberg auf landwirtschaftlichem Gebiete vorhandenen Behörden, Anstalten, z. B. die Lehr- und Forschungsanstalt in Wangen und Genossenschaften sowie sonstige Organisationen. Bei den Molkereigenossenschaften überrascht die geringe Anzahl in den beiden Allgäuer Oberämtern im Vergleich zu anderen Teilen des Landes, während Sennereigenossenschaften umgekehrt eigentlich nur in diesen beiden Oberämtern vorkommen. Alles in allem kann man den Verfasser und die Württemberger zu dieser gediegenen und vielseitigen Leistung nur beglückwünschen.

3042. Württembergisches Allgäu, Winter im Württembergischen Schwarzwald, — und in der Schwäbischen Alb. Verkehrsverband Württemberg-Hohenzollern in Stuttgart, Hauptbahnhof. Schriftleitung Rudolf Höllwarth. Druck von Carl Grüninger Nachf. Ernst Klett, Stuttgart. Faltblatt. Mit zehn schwarzen Bildern und zwei Karten.
Bild:.Isny im Rauhreif** —.Auf dem Schwarzen Grat**.

3043. Württembergische Vierteljahrshefte für Landesgeschichte. Neue Folge. Herausgegeben von der Württembergischen Kommission für Landesgeschichte. Stuttgart. Verlag von W. Kohlhammer. 34. Jahrgang 1928 Seite 1 ff.:.Württembergische Flussnamen aus vorgeschichtlicher Zeit in ihrer Bedeutung für die einheimische Frühgeschichte. Von Ludwig Traub, Stuttgart (Seite 15):.Die Argen**, keltisch = der weiße, kristallklare Fluß.
— Seite 21 f.:.Die Iller** oder *Ill-ara*, keltisch.
— Seite 94:.Die Glashütten des Klosters Isny 1708 in Eisenbach und des Balthasar Schmid 1720 in Schmidsfelden, römische Glasschmelze in der Adelegg, später der Flurstäbe von Kempten**.

3044. Würzburger Generalanzeiger vom 29. Dezember 1925: In der Skihütte. Von Friedrich Karl Butz.
Die Geschichte, welche hier erzählt wird, spielt in einer Holzhütte im Allgäu in der Nähe von Oberstdorf. Der Artikel wird erwähnt, weil er das Grässlichste ist, was dem Sammler bisher vorgekommen ist an Unkenntnis der Allgäuer Verhältnisse. Der Herr Butz bringt es fertig, z. B. zu schreiben: „Der Fehl hatte das ganze Hüttlein mit Glück und Lebensfreude gefüllt“ oder folgenden Dialektspruch als solchen in Anführungszeichen zu bringen: „Das hältst auch glei sagen kinna!“ In sechs Wörtern also drei verschiedene Mundarten, nämlich hochdeutsch, allgäuerisch und oberbayerisch. Doch genug von solchem Unsinn. Einer ordentlichen Zeitung dürfte so etwas nicht passieren.

3045. Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den angrenzenden Landschaften. 39. und 40. Band. Freiburg i. Breisgau. J. Bielefelds Verlag 1927.
Enthält den Beitrag „Ein Freiburger Studentenstammbuch aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts“ von Dr. Friedrich Schaub, in dem das Wappen Hans Georg von Werdenstein mit dem Eintrag abgebildet ist. Auch sonst bringt das Stammbuch manche Allgäuer Namen, wie Caspar von Laubenberg, Friedrich Humpiß von Walthrambs.

3046. Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben und Neuburg. Augsburg. J. A. Schlossersche Buchhandlung (F. Schott). 47. Band 1927 Seite 179–207:.Das Zollwesen der Reichsstadt Memmingen. Von Dr. A. Eichheim-Türkheim, Schwaben.

3047. Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte. Im Auftrag des Vereins für bayerische Kirchengeschichte. Herausgegeben von Lic. th. Hermann Clauss, Pfarrer in Gunzenhausen, und D. Dr. Karl Schornbaum, Dekan in Roth. Selbstverlag des Vereins. 1. Jahrgang 1926 Seite 205–207:.Eine Kandidatenprüfung in der Reichsstadt Memmingen vom Jahre 1798. Von Geheimrat D. Braun, München-Solln.
— Seite 256:.Eine Memminger Kontroverzpredigt von 1524, Nachtrag. Von Geheimrat D. Braun, München-Solln.

2. Jahrgang 1927, Seite 34–41 und 154–161:.Der Koadjutorstreit unter dem Kemptner Fürstabt Rupert von Bodmann. Von Dr. J. Rottenkolber, Neu-Ulm.
— S. 123 ff.:.Süddeutsche Studenten auf dem Wittenberger Kirchhofe (Curtius aus Kaufbeuren und Philipp Hail von Kempten). — Seite 162–168:.Eine Kirchenvisitation in Lauben bei Memmingen vom Jahr 1762. Mitgeteilt von Geheimrat Dr. Fr. Braun, München-Solln.

3048. Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie. Berlin. Verlag Julius Springer.

– 1926 Band 106 Seite 214:**.Untersuchungen über das quantitative weiße Blutbild (Arneth) und über die leukozytären Reaktionen bei genuiner Epilepsie. Von Dr. Adolf Fuchs, Oberarzt an den Heil- und Pflegeanstalten in Kaufbeuren.

– 1927 Band 111 Seite 722f.:**.Der goldene Schnitt. Geschichtliche Ergänzung zu der Arbeit: „Studie über die Lage von Epiphyse und Hypophyse“ von H. W. Reich in Band 109 Seite 1 dieser Zeitschrift. Von Dr. Adolf Fuchs, Oberarzt an den Heil- und Pflegeanstalten bei Kaufbeuren. (Betrifft Forschungen der Kreisirrenanstalt Irsee von 1857.)

– 1928:**.Untersuchungen über das quantitative und qualitative weiße Blutbild (Arneth), über Vidals hämoklassische Krise und über die Einwirkung des Adrenalins auf Blutbild und Blutdruck beim postencephalitischen Parkinsonismus. Von Dr. Adolf Fuchs, Oberarzt an den Heil- und Pflegeanstalten bei Kaufbeuren.

1927/28 Band 113 S. 426–444:.Untersuchungen über das quantitative und qualitative weiße Blutbild (Arneth), über Vidals hämoklassische Krise und über die Einwirkung des Adrenalins auf Blutbild und Blutdruck beim postencephalitischen Parkinsonismus. Von Dr. Adolf Fuchs, Oberarzt. Mit zwei Textabbildungen. Aus den Heil- und Pflegeanstalten in Kaufbeuren.

Seite 445–478:.Untersuchung der näheren Verwandtschaft von Allgäuer Reichsbahnangestellten auf Psychosenhäufigkeit und Kropfbefallenheit. (Gleichzeitig ein Beitrag zur Belastungsstatistik der Durchschnittsbevölkerung.)** Von Willi Göppel in Kempten (geboren am 21. Februar 1903 in Kempten).

3049. Zeitschrift für die gesamte Versicherungswissenschaft. Berlin. Verlegt bei E. S. Mittler & Sohn.

Band 13 Jahrgang 1913 Seite 1 ff.:.Der versicherungswissenschaftliche Unterricht. Von Professor Dr. Dorn.

Band 27 Jahrgang 1927 Seite 133–152:.Der Hochschulunterricht in Versicherungswissenschaft. Von Professor Dr. oec. publ. Hanns Dorn (München).

3050. Zeitschrift für Instrumentenkunde. Verlag von Julius Springer, Berlin W 48, Band 1928 Seite 131–134:.Ein neuer Apparat zur Polarkoordinaten (Polarkoordinatograph). Aus dem mathematisch-mechanischen Institut von A. Ott in Kempten. Mit drei Abbildungen.

3051. Zeitschrift für Ortsnamenforschung. Herausgegeben von Joseph Schney. Verlag von R. Oldenbourg in München und Berlin. 1928 Band 3 Heft 3 Seite 173 ff.:.Echt (in der Gemeinde Stötten, Bezirksamt Markt Oberdorf, liegen am Südrand des „Zwölfpsarrivaldes“ die zwei Einödhöfe Echt). Von Remigius Vonmann, München.

3052. Zeitschrift für Vermessungswesen. Verlag von Konrad Wittwer in Stuttgart. Band 56 Heft 10 vom 15. Mai 1927:.Die Leistungsfähigkeit der Kompensations-Polarplanimeter von G. Coradi und A. Ott. Von Karl Lüdemann in Freiberg, Sachsen. (Kompensations-Polarplanimeter Nr. 10436 von A. Ott in Kempten.) 4 Seiten.

3053. Zierl, Fritz: Über ein zystisches Divertikel des Ösophagus. Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde in der Medizin, Chirurgie und Geburtshilfe der hohen medizinischen Fakultät der Universität Leipzig vorgelegt von —, Medizinalpraktikant. 1911. Oktav, IV und 50 Seiten. Broschiert.
Geboren am 16. April 1886 in Kaufbeuren.

3054. Zoepfl, Dr. Friedrich: Georg von Frundsberg und die Mindelburg. Zwei Abhandlungen. 1928. Mindelheim, Verlag des Stadtrates. Mit einem Bilde des Georg von Frundsberg nach einem Stiche von Dominikus Custos und sieben Bildern der Burg sowie ein Grundriß. Kleinoktav. In Leinwand geb. 3 M.

In anerkennenswerter Weise hat sich der Stadtrat Mindelheim entschlossen, aus Anlaß der 400. Wiederkehr des Sterbetages Georg von Frundsbergs und der vor kurzem erfolgten Erwerbung der Mindelburg durch die Stadtgemeinde dieses Büchlein herauszugeben. Die eine Abhandlung schildert den Lebenslauf des Ritters bis zum Ende und Frundsbergs Art, die andere schildert die Mindelburg. Von dem Büchlein gilt das gleiche wie von demjenigen des Artur Maximilian Miller. Mindelheim liegt also nahe beim Allgäu, und Georg Frundsberg hat so viel mit den Allgäuern zu tun gehabt, dass sich vielfache Beziehungen ergeben. Zoepfl lässt die Frage, ob die Allgäuer Bauernführer im Juli 1525, als sie die Stellung bei Leubas ausgaben, von Frundsberg bestochen worden seien, offen.

3055. Zumsteins Wanderkarte Nr. 15: Füssen — Königsschlösser — Reutte — Plansee — Pfronten — Tannheimer Berge. Herausgegeben vom Touristenverein „Die Naturfreunde“. Sechsfarbiger Buntdruck mit rotem Wanderwegnetz und amtlichen Autolinien. Maßstab 1:40000. Preis 1,40 M. Allgäu-Verlag Zumstein-Brack, Grünenbach (Bay., Allg.). In blauem Karton 75x 60 cm.

3056.Desgl. Nr. 16:.Garmisch — Ehrwald — Reutte (Wetterstein — Fernpaß — und Planseegebiet). Übersichtskarte für das Gebiet der Außerfern-Bahn mit besonderer Berücksichtigung der markierten Wege und der Unterkunfts- und Gaststätten. Maßstab 1:75000, bunt. Herausgegeben vom Touristenverein „Die Naturfreunde“, Ortsgruppe München. 46x 42 cm. 1,50 M.

Diese Karte erfaßt vom Allgäu nur noch ein ganz kleines Stück westlich des Leches südlich Füssen. Sie ist aber für das Allgäu von Bedeutung, weil sie über die vom Allgäu erstrebte Fernbahn nach dem gegenwärtigen Stande der Verkehrswege unterrichtet.

3057.Desgl. Nr. 20:.Entfernungskarte der Allgäuer und Lechtaler Alpen, Vorarlberg, umfassend Isny — Kempten — Lindau — Bregenz — Oberstdorf — Füssen — Bludenz — Arlberg — Landeck. Buntdruck, dreifarbig. Maßstab 1:170000. Mit Nebenkarte für das Gebiet Hochvogel — Mädelegabel und die Hornbachkette im Maßstabe 1:100000. Zeichnung von Eugen Waltenberger in München. In grünem Umschlag, gefaltet, Miniatur, 50 Pfg. 57x 44 cm.
— Vgl. Nr. 1394 dieser Sammlung.

3058. Zumsteins Ski-Karte Nr. 7 der Allgäuer Alpen des Allgäuer Ski-Verbandes. Sitz Kempten. Illertal — Hindelang — Sonthofen — Oberstdorf. Fünffarbiger Buntdruck. Maßstab 1:50000 mit rotem Skiwegnetz und schwarzem Sommeranstiegsnetz. Allgäu-Verlag Zumsteins Barsortiment in Grünenbach, Bayern, Allgäu. Karte in Taschengröße gefalzt, mit Hüttenverzeichnis, auf dunkelgrünem Umschlag. Preis 3,50 M. Bearbeitet von J. Göß, Wangen, Allgäu. Bayerisches Topographisches Bureau (immer noch französisch?), München 1929.

Angegegen sind lawinengefährliche Hänge, Wächten (oder auf allgäuerisch Gähwinden), günstige Fahrtrichtungen, bewirtschaftete und unbewirtschaftete Skihiütten und Gasthäuser und Sprungschanzen. Die Karte umfasst das Gebiet Oberstaufen — Fallmühle bei Pfronten — Häselgehr im Lechtal — Schoppernau in Vorarlberg.

3059. Zwanziger-Blatt. Nachrichtenblatt des Bayer. Landesverbandes der Angehörigen des ehem. Kgl. Bayer. 20. Inf.-Rgts. „Prinz Franz“. Geschäftsstelle München, Romanstraße 100. Großoktav, je 16 Seiten, geheftet. 1. Blatt vom August 1927.
Bringt naturgemäß viele Nachrichten vom Kemptener 2. Bataillon, namentlich aus den Kriegsjahren, auch Bilder.

Zum Schlusse haben wir von zwei Änderungen der Gemeindeeinteilung des Allgäus zu berichten. Die erste betrifft den ganz kleinen Vorarlberger Anteil am Allgäu.

Nach Baumann gehört die Gemeinde Möggers zum Allgäu; vgl. auch unsere Sammlung Seite 108 und insbesondere Seite 118. Diese Gemeinde bestand laut freundlicher Mitteilung des Vorarlberger Landesarchivs im Jahre 1810 aus folgenden Ortschaften: Bromatsreute, Ebnet, Eichenberg, Eplisgehr, Fallenberg, Geigers, Gorbachen, Gschwend, Halden, Hinteregg, Holzanger, Hub, Juggen, Jungholz, Lehen, Lußenreute, Maaschen, Möggers, Mühle, Niederhaus, Ried, Ruggburg, Schlüssellehen, Stegen, Trögen, Trögle, Untersluh.

Am 19. Dezember 1834 kamen die folgenden von der Gemeinde Hohenweiler abgezweigten Orte hinzu, die wir infolgedessen fortan als zum Allgäu gehörig rechnen müssen, weil wir nur mit ganzen Gemeinden rechnen: Bildstein, Buchans, Dictenmühle, Essenreute, Finken, Großen, Höslings, Kapf, Kurlismühle, Ramsach, Rucksteig, Sättels, Schönstein, Seelengehr, Stadels, Weyenried. Durch Landesgesetz vom 23. Dezember 1921 wurden nun die folgenden Ortschaften zu einer neuen Gemeinde Eichenberg zusammengezogen: Ebnet, Eichenberg, Eplisgehr, Fallenberg, Gorbachen, Gschwend, Halden, Hinteregg, Holzanger, Hub, Juggen, Jungholz, Lehen, Lußenreute, Maaschen, Mühle, Niederhaus, Ruggburg, Schlüssellehen, Sorgen, Stegen, Trögen, Trögle, Untersluh. Die Gemeinde Möggers besteht sonach in Zukunft noch aus den Ortschaften: Geigers, Bromatsreute, Möggers und Ried, ferner Bildstein, Buchans, Dictenmühle, Essenreute, Finken, Großen, Höslings, Kapf, Kurlismühle, Ramsach, Rucksteig, Sättels, Schönstein, Seelengehr, Stadels, Weyenried. Beide Gemeinden gehören zum Allgäu.

Die zweite Änderung betrifft die S. 205 dieser Sammlung unter Nr. 51 und S. 115 zu I. 4 genannte Gemeinde Faulenbach, Bezirksamts Füssen. Sie ist durch Entschließung des bayer. Staatsministeriums des Innern ab 1. Nov. 1921 mit der Stadt Füssen vereinigt worden. Damit zählt das Allgäu 220 Gemeinden.

Meine ebenso mühselige wie zeitraubende Tätigkeit auf diesem Gebiete ist auch in den beiden letzten Jahren nicht verstanden worden. Ich mache diese Arbeit, weil sie notwendig ist für das Allgäu und kein anderer sich dafür hergibt. Unterstützung hat man nicht. Immer wieder muß man um Einsendung der Neuerscheinung bitten, eine Umständlichkeit, welche Autoren, Verlage, Druckereien, Firmen, Schulen und Anstalten einem ersparen könnten. Jeder meint, seine Sache habe man schon, müsse man selbstverständlich kennen, denkt nicht daran, dass der Sammler nicht allwissend ist, dass er nicht hauptamtlich tätig ist mit Zeit und Einrichtungen für derlei Dinge.

Die Herren Pfarrer Hacker und Generalarzt Dr. von Kolb haben mich in liebenswürdiger Weise auf manches aufmerksam gemacht. Einen großen Teil der Zettel schrieb Fräulein Dora Lanzel, Herr Inspector Kögler besorgte die Korrektur, die mir wegen meines Augenleidens schwerfällt. Diesen Mitarbeitern am Werk herzlichen Dank!

Kempten, Parkstraße 11, im April 1929.

Otto Merkt.

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