Laupheim – Sehenswertes, Geschichte, Sagen, Mythen und Gebräuche der Region. Das „etwas andere“ Portal mit Links, Landkarten, historischen Ansichtskarten, Fotos, Ausflugszielen.
Allgemeines
➥ Internetauftritt der Stadt / Gemeinde
➥ Wikipediaeintrag
➥ Alemannische Wikipedia
➥ Wikisource: Historische Quellen und Schriften
Lexikoneinträge
Laupheim (Meyers Enzyklop. Lexikon, 1905)
Oberamtsstadt im württemberg. Donaukreis, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Bretten-Friedrichshafen und Laupheim-Schwendi, hat eine evangelische und 2 kath. Kirchen, Synagoge, Amtsgericht, Fabrikation von Holzwerkzeugen, Hobeleisen, Schrauben, Öl und Fettwaren, ein Elektrizitätswerk und (1900) 4859 meist kath. Einwohner. Laupheim ist Stadt seit 1869
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 12. Leipzig 1908, S. 246.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006981062
Laupheim (Pierer’s Universal-Lexikon, 1860)
1) Oberamt im württembergischen Donaukreis, gegen 6 QM.; Ackerbau, Pferde- u. Rindviehzucht; Obstbau, Holz- u. Hopfenhandel; 23.700 Ew.;
2) Pfarrdorf darin an der Rottum, Sitz des Oberamts u. des Oberamtsgerichts, 2 Schlösser, Spital, Wallfahrt; Zitherfabrikation; Weberei in Leinen u. Halbleinen, Baumwolle u. Halbwolle; Bandweberei, Bierbrauereien; 3710 Ew.; L. kam 1805 in den Besitz von Baiern u. 1806 unter die Landeshoheit von Württemberg.
Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 10. Altenburg 1860, S. 164
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20010319867
Karten
➥ Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Laupheim, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi
Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL
Fotos & Abbildungen
➥ Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
➥ Abbildungen auf Tumblr
➥ Bilder auf Pinterest
➥ Laupheim auf leo-bw.de (Karten, Archivmaterialien und Luftaufnahmen vom Landesarchiv Baden-Württemberg)
➥ Luftaufnahmen von Laupheim und historische Aufnahmen von 1890-2009
Kunst, Kultur und Brauchtum
➥ Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
➥ Laupheim auf ‚Bildindex‘
➥ Abbildungen auf ‚Google-Art‘
➥ Laupheim auf ‚Zeno-Org‘
Geschichte
Ortsbeschreibung von Merian: ➥ https://de.wikisource.org/wiki/Topographia_Sueviae:_Laupheim
Ausflüge und Sehenswertes
➥ Wikivoyage – Projekt der Wikimedia
➥ Wikitravel – der freie Reiseführer
Webcams
➥ Webcams in Laupheim und Umgebung
Nachbargemeinden
➥ angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)
Teilorte / Teilgemeinden
➥ Ortschaften und Wohnplätze von Laupheim (aus Wikipedia)
Sagen und Mythen
Der Schimmelreiter bei Biberach
Ein Schimmelreiter ritt einst auch in stürmischen Nächten auf der Straße zwischen Laupheim und Biberach, bis ihn ein Kapuziner in eine Gießkanne bannte und unter dem Bildstöckchen zur hl. Dreifaltigkeit beim ehemaligen Laupheimer Galgen vergrub.
Quelle: Rudolf Kapff: Schwäbische Sagen, Jena, 1926 Permalink: https://archive.org/details/kapff-schwaebische-sagen/page/26
Die St.Leonhardskette in Laupheim
In Laupheim herrschte einst unter den Pferden eine schwere Seuche. Schließlich hörte sie auf, als man zur Mutter Gottes, zu St.Georg und St.Leonhard betete. Zum Dank dafür ließ man aus den Hufeisen der gefallenen Pferde eine schwere, wohl fünfzig Meter lange Kette schmieden und sie um die Liebfrauenkapelle legen. Noch heute ist sie dort zu sehen; man heißt sie die St.Leonhardskette.
Andere sagen, ein Fuhrmann sei zur Strafe dafür, dass er geflucht habe, an dem Platz mit seinem Fuhrwerk stecken geblieben. Als er dann an der Liebfrauenkapelle wieder weitergekommen sei, habe er zum Dank dafür und zugleich als Sühne die Kette gestiftet.
Rudolf Kapff: Schwäbische Sagen, Jena 1926 (Deutscher Sagenschatz) Link: https://books.google.com/books?id=T7xZAAAAMAAJ, S.118
Geist ruft aus dem Fläschchen
Der Greutmâte (Greutmartin) ging mal Morgens in aller Früh in seinen Garten hinunter (bei Laupheim), um zu mähen. Da hörte er aus der nahen Hecke immer rufen: »Mâte, nimm mî mit, Mâte, nimm mî mit!« Greutmâte ging hin und fand ein gläsern Fläschchen, gut zugepfropft, das er mit heim nahm, lange Zeit im Hause aufbehielt in seinem Kasten. Nach einiger Zeit rief es wieder aus dem Fläschchen: »Mâte, laß mî ‚rauß, î zeig dir viel Geld!« Mal gab der Greutmâte nach und machte auf, der Geist mußte ihm vorher den Ort, wo Geld liege, sagen. Mit Zischen und Brausen gings zum Gütterlein heraus, der Decke oben zu und wie das Donneretter hinaus; eine Oeffnung blieb, die man heutzutage noch sieht. Mit dem Geld war’s nicht weit her. Der Greutmâte und einige andere Männer, die in die Mitwissenschaft gezogen worden, fanden nichts, als eine große Eisenkiste, hautleer.
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 294-295, Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456734X
Sitten und Gebräuche
Dreschersitten
In Laupheim war es von jeher Sitte, dass man dem Nachbar nach dem »Ausdreschen« einen Schabernack zu spielen suchte. Waren beide Nachbarn fertig, so wartete der eine, bis der andere beim »Brot« war. Er schickte seinen Knecht hinüber und ließ einige Schmidfeuer-Schlacken hineinwerfen. Kommt der Täter, der Knecht, mit heiler Haut durch, so lacht man den Nachbar brav aus. Passt aber einer und fasst den Knecht auf der Tat ab oder erwischt ihn, so wird der Gefangene in Stroh eingebunden am ganzen Leibe, sein Gesicht schwarz gemacht und er auf einen Schlitten oder Karren gebunden. Das Ross muss auch das schlechteste sein, das man bekommt, ebenso das Geschirr, und so führt man den Angebundenen in Stadt oder Ort herum.
In Dietenheim sagt man beim Hineinwerfen des in Stroh gebundenen Steins oder der Schmideschlacken: »då heõ-n-î d’Saumogg.l.«
Bei Ehingen in Baiern heißt die Sitte »Mogelvertragen« oder »Drescherin vertragen«. In Oberschwaben »Saukesseln«. Im Schwarzwald »Mokelspiel«. »Sauaufschlagen«.
Quelle: Birlinger, Anton: Sitten und Gebräuche. Freiburg im Breisgau 1862, S. 427. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004578147
Volksglaube, Wetter und Gestirne
Ein recht starkes Gewitter
… macht Niemand anders, als der Teufel. (Laupheim)
Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 278, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004567048
³ Die historischen Texte habe ich zur besseren Lesbarkeit „sachte“ an die gültige Rechtschreibung angepasst, historisch überholte Begriffe jedoch belassen. Zahlreiche historischen Postkarten habe ich retuschiert, Flecken entfernt und einige farblich angepasst
Literatur
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