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Herbertingen – Sehenswertes, Geschichte, Sagen, Mythen und Gebräuche. Das „etwas andere“ Portal mit Links, (alten und neuen) Karten, Fotos, Ausflugszielen

Gruss aus Herbertingen, Mehrbildkarte Löwen Schule Kirche 1925

Gruss aus Herbertingen, Mehrbildkarte Löwen Schule Kirche 1925

Inhalt

Gliederung

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    • Historische Lexikoneinträge
    • Teilgemeinden und Ortschaften
    • Karten
  • Fotos & Abbildungen
    • Herbertingen / Hundersingen auf Ansichtskarten um 1900
  • Kunst, Kultur, Sehenswertes & Ausflugstipps
    • Museen in Herbertingen
      • Keltenmuseum Heuneburg /
      • Heuneburg – Stadt Pyrene
    • Nachbargemeinden
  • Geschichte
    • Lehenhöfe mit Heiligen-Namen
  • Sagen, Mythen und Geschichten
    • Die drei Schweizer auf der Jagd
    • Die Marbacher (Riedlingen)
    • Geist beim Schaubenkäppele
    • Gespenstisches Pferd
    • Glockenfund
    • Wenn die Hexen auf den Wolken fahren,
  • Brauchtum
    • Der Nikolausabend in Herbertingen
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Update: 18. August 2026

Allgemeines

➥ Internetauftritt der Stadt / Gemeinde
➥ Wikipediaeintrag
➥ Alemannische Wikipedia
➥ Wikisource: Historische Quellen und Schriften

Historische Lexikoneinträge

Herbertingen

Pfarrdorf im Oberamte Saulgau des württembergischen Donaukreiffs; Flachsbau; 1414 Einw.
Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 8. Altenburg 1859, S. 257.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/2001010321X

Teilgemeinden und Ortschaften

Die Gemeinde setzt sich aus dem Kernort Herbertingen und den Teilorten Hundersingen, Marbach und Mieterkingen zusammen.

Karten

Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL.
➥ Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar.

Fotos & Abbildungen

➥ Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
➥ Abbildungen auf Tumblr
➥ Infos und Fotos auf Pinterest
➥ Filme in der ARD-Retro-Mediathek (Filmbeiträge der 60er-Jahre)

Herbertingen / Hundersingen auf Ansichtskarten um 1900

Ein Klick ins Bild zeigt die vergrößerte Darstellung und startet den Slideshow-Browser mit Titel und Jahr des Poststempels. Mit dem Pfeil in der rechten und linken Bildmitte können Sie vor- und zurückblättern. Die Karten wurden von mir digital „aufgehübscht“, farbkorrigiert und von Schmutz und Beschriftung befreit.
Viel Spaß bei der Zeitreise!

Mehrbildkarte_Gruss_aus_Herbertingen_1925_800
Gruss_aus_Herbertingen_1917_800
Gruss_aus_Hundersingen_1898_800
Gruss_aus_Herbertingen_und_Hundersingen_1899_800
Herbertingen_Warengeschaeft_Engelhardt_Bahnhof_Schulhaus_1905_800
[Zeige eine Slideshow]

Kunst, Kultur, Sehenswertes & Ausflugstipps

➥ Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
➥ Abbildungen auf ‚Bildindex‘
➥ Bilder auf ‚Google-Art‘
➥ Herbertingen auf ‚Zeno-Org‘
➥ Suchfunktion nutzen für Herbertingen auf leo-bw.de – (Karten, Archivmaterialien und Luftaufnahmen vom Landesarchiv Baden-Württemberg)
➥ Alphabetisch sortiertes Verzeichnis auf www.kloester-bw.de

Museen in Herbertingen

Keltenmuseum Heuneburg /

Das Keltenmuseum in Herbertingen-Hundersingen präsentiert eindrucksvolle Funde aus über 100 Jahren archäologischer Forschung rund um die Heuneburg – einem frühkeltischen Fürstensitz aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. – und gibt faszinierende Einblicke in das Alltagsleben, Handwerk und die weitreichenden Handelsbeziehungen der Kelten. In der historischen Zehntscheuer des Klosters Heiligkreuztal verbinden sich originale Ausgrabungsstücke mit modernen Inszenierungen zu einem lebendigen Bild der keltischen Kultur.

Binzwanger Straße 14
88518 Herbertingen-Hundersingen
Tel. +49 7586 1679
info@heuneburg.de
https://www.heuneburg.de

Heuneburg – Stadt Pyrene

Auf der Gemarkung des Ortsteils Hundersingen liegt die Heuneburg, ein keltischer Fürstensitz. Jüngsten Ausgrabungen zufolge existierte die Siedlung bereits vor mehr als 2500 Jahren. Sie wäre damit die älteste Stadt Mitteleuropas.

Die Heuneburg – Stadt Pyrene – bei Herbertingen gilt als älteste Stadt nördlich der Alpen und war im 6. Jahrhundert v. Chr. ein bedeutender frühkeltischer Fürstensitz mit weitreichenden Handelsbeziehungen bis ins Mittelmeer. Im Freilichtmuseum mit rekonstruierten Lehmziegelmauern, Herrenhaus und Handwerkerviertel wird die keltische Lebenswelt durch Führungen, Mitmachaktionen und Sonderausstellungen eindrucksvoll zum Leben erweckt.

Heuneburg 12
88518 Herbertingen-Hundersingen
Tel. +49 7586 8959405
info@heuneburg-pyrene.de
https://www.heuneburg-pyrene.de

Nachbargemeinden

➥ angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Geschichte

Ortsbeschreibung von Merian: ➥ https://de.wikisource.org/wiki/Topographia_Sueviae:_Herbertingen
➥ Wikivoyage – Projekt der Wikimedia
➥ Wikitravel – der freie Reiseführer

Lehenhöfe mit Heiligen-Namen

Ein älteres Herbertinger Urbar zählt folgende Heiligen-Namen auf, die auf Lehenshöfe übertragen worden:
St. Josephus, St. Wilhelmus, St. Eusebius und Leopoldus, St. Bernhardus, St. Marianus, St. Firmus, St. Faustina, St. Homodeus, St. Felix, St. Valentina, St. Michael, St. Humbelina, St. Aleydis, St. Hedwigis, St. Juliana, St. Ludgardis, St. Beatrix, St. Albertus, St. Margaritha, St. Petrus, St. Paulus, St. Urbanus, St. Gebhardus, S. Maria amanda, S. Christina prigita, St. Lazarus, St. Meinradus, St. Raimundus, St. Beda und Sebaldus, St. Susanna, St. Arbogastus, St. Martha, St. Liberatus, St. Antonius, St. Pelagius, St. Georgius, St. Oßwaldus. Bl. Ib. Bl. IIb. Lagerbuch v. 1755. Kasten A. Fach I. (Herbertingen).
Bl. 31b.: Ein Gärtle zwischen St. Arbogast und St. Georg, oben an die g’meindt Veten St. Margaretha.
Bl. 32a.: Ein Wies im Gsẽmdt zwischen St. Christina und St. Susanna, vornen am Bach, vßen an St. Martha.
Bl. 33b.: In Beẽßen Wiesen zwischen St. Hedwig und St. Lazarus.
Bl. 33b. ferner: Ein Brachwies liegt zwischen St. Hedwig und anderseits St. Michael und St. Peter oben St. Bernhardus, vornen St. Albert. Daselbst: Die Lachenwies liegt zwischen Widumb Baur und Michael Fridmann, oben an Georg Siebenrogg Erbe und an St. Oswald.
Bl. 35: Ein Acker bei Stehlins Baum zwischen St. Georg und St. Urbanus, oben an St. Beatrix, unten St. Gebhard.
Bl. 36: Ein Acker am Berloch, zwischen Widumb und und St. Bernardus oben an St. Humbelina, unten an St. Hedwig. Daselbst: Ein Acker im Maurenthal zwischen St. Pelagi ein-, anderseits gemeindt und St. Antoni; oben an St. Eusebi und St. Wilhelm.
Bl. 38: Ein Acker beim Kreuz zwischen St. Reimund und Zwerchäcker ein-, anderseits Zwerchäcker und St. Hedwig, oben Martin Pfeiffer, unten St. Martha und St. Lazarus.
Bl. 39: Ein Acker bei St. Ursula Kreuz zwischen St. Christina und St. Urbanus oben an die g’meindt, unten an St. Christina etc.
Bl. 63: Gaißenriedtle zwischen St. Homodeus und St. Liberatus, oben Johann Nasall, unten St. Hedwigis.
Quelle: Birlinger, Anton: Sitten und Gebräuche. Freiburg im Breisgau 1862, S. 182-183. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000457544X
Anmerkung: Wurden diese Lehen von der Kirche zur Finanzierung der Kaplanstellen an den Heiligenaltären verwendet – oder handelt es sich um Bezeichnungen von Wegkreuzen / Heiligenfiguren als Landmarken?

Sagen, Mythen und Geschichten

Die drei Schweizer auf der Jagd

Gingen einmal drei Schweizer mitsammen auf die Jagd. Als sie über ein Haag stiegen, sprang der erste einem jenseits weidenden Stier auf den Kopf. Der rannte mit dem Schweizer davon und: „Chryz, tusendhaghel!“ schrien die Andern, „nu hot en ebba der Tüfel vom Haag ebi gholt!“ Die zwei übrig gebliebenen setzten ihren Marsch in den Wald weiter fort und sahen bald ein Eichhörnchen. Diesem rannten sie nach. Da sagte der Eine zum Andern, „Seppi, geh heim und hol ebbe eine Pfanne, daß wir’s stechen können, wenn wir’s haben.“ Der lief in’s Dorf. Mittlerweile war der Andere auf die Tanne geklettert, wo das Eichhorn saß, und gedachte es zu fangen. Da sprang das Eichhörnlein von dieser Tanne auf die nächste.

Der Schweizer dachte, das möchte er wohl auch können und wollte auch hinüber springen. Aber da fiel er sich tot. Als der Andere mit der Pfanne kam, diesen tot liegen und nirgends mehr ein Eichhorn sah, glaubte er, dieser werde das Eichhorn gefangen und aus Neid allein verzehrt haben und sei nun für seinen Wucher mit Recht dran erstickt. Im Heimgehen fand er den, welchen der Ochse auf die Gabel genommen, und aus Freud hierüber wollte er ihm eins auf seiner Flinte aufpfeifen. Der Eine sollte oben in’s Rohr blasen, der Andere unten am Schloss dazu fingerlen. Als der Eine oben hinein blies, fingerlete der Andere am Hahnen und das Gewehr ging los, dass der Bläser tot umfiel. (Herbertingen)

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 462-463. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004570537

Die Marbacher (Riedlingen)

… sind die »Rauhlocher«, von ihren Rauchlöchern durch die alten Strohdächer

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 458-459. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004570480

Geist beim Schaubenkäppele

Beim Schaubenkäppele geht ein Geist, welcher nicht selten bei Nacht die Fuhrleute irre führt. So fuhr einmal ein Fuhrmann mit seinem schweren Frachtwagen die ganze Nacht um das Käppele, in der Meinung, auf der Landstraße zu sein. Als er gelobt, er wolle eine eiserne Kette um die Kapelle machen lassen, verschwand die Verblendung und hat der Fuhrmann für immer Ruhe bekommen. (Mündlich von Herbertingen)

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 288-289, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004567234

Gespenstisches Pferd

Bei der Osterbruck zwischen Herbertingen und Mengen sieht man oft bei der Nacht ein gespenstiges Pferd über die Felder rennen. Es ist ein Schimmel, und wenn die Nacht auch sehr dunkel ist, sieht man es doch, bis es im Walde bei den sog. »Kofen« verschwindet.

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 110.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004562437

Glockenfund

Nicht weit von Herbertingen, mitten in dem oberen Donauriede, liegt ein auffallend runder Hügel, der Bettelbühl genannt. Da soll einst ein Schloss gestanden haben. Die Kirchenglocken von Herbertingen seien daselbst herausgegraben worden.
Anton Birlinger: Glockenfund aus: Rechtsrheinische Sagen, in: Alemannia, Band XI, S. 37, 1883
Quelle: https://de.wikisource.org/wiki/Glockenfund

Wenn die Hexen auf den Wolken fahren,

… sind sie meist nackt. So schoss einmal ein Jäger von Herbertingen in eine Wetterwolke, da fiel ein bekanntes Bauernweib aus der Wolke zur Erde. Die Hexen machen ihre Wetter gern an Waldbächen. Ein Wäldchen bei Binzwangen heißt geradezu »Hexenwäldle«, weil hinter diesem die gefährlichsten Hagelwetter heraufkommen.

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 313, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004567692

Brauchtum

Der Nikolausabend in Herbertingen

In Herbertingen ritt unter Glockenläuten der Nikolaus in Schafpelz gehüllt mit herabgezogener Butzenkappe von der St. Nikolauskapelle aus vor die Schule; ging hinauf und jagte den Schulkindern ungeheure Angst ein. Schon vor vielen Jahren ist der Brauch abgeschafft worden.
Quelle: Birlinger, Anton: Sitten und Gebräuche. Freiburg im Breisgau 1862, S. 2.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000457348X


³ Die historischen Texte habe ich zur besseren Lesbarkeit „sachte“ an die gültige Rechtschreibung angepasst, historisch überholte Begriffe jedoch belassen. Zahlreiche historische Postkarten habe ich retuschiert, Flecken entfernt und einige farblich angepasst oder coloriert.

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Die zitierten, historischen Texte des 19.Jahrhunderts habe ich aus freien Quellen und/oder Fraktur- und Kurrentschrift in heutige Normschrift transkribiert, dabei in Rechtschreibung, Satzbau und Grammatik angepasst und ergänzt,  die historischen Ansichtskarten sind retuschiert und farblich "aufgehübscht", teilweise coloriert.

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Die Retusche der Ansichtskarten war SEHR zeitaufwändig und setzt Fachwissen voraus. Dasselbe gilt für die Recherche,  Transkription und Überarbeitung der Texte und Bilder aus historischen Quellen und Frakturschrift. Die Umarbeitung ergibt für die hier eingestellten Ansichtskarten und Texte ein neues Copyright, da es sich nicht mehr um die ursprünglich gemeinfreien Werke handelt. Es steht Ihnen frei, nach den historischen Abbildungen zu forschen und diese zu verwenden. Dass jemand ohne mein Einverständnis aus meiner Arbeit Kapital schlägt, werde ich nicht akzeptieren.

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