Memmingen – Sehenswertes, Geschichte, Sagen, Mythen und Volksglaube der Region. Das „etwas andere“ Portal. Links, Landkarten, historische Ansichtskarten, Fotos, Ausflugsziele …
Update: 18. August 2026
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Update: 18. August 2026
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Allgemeines
➥ Internetauftritt der Stadt / Gemeinde ➥ Wikipediaeintrag ➥ Alemannische Wikipedia ➥ Wikisource: Historische Quellen und SchriftenGeschichte
Ortsbeschreibung von Merian
➥ https://de.wikisource.org/wiki/Topographia_Sueviae:_MemmingenHistorische Lexikoneinträge
Memmingen (Meyers, 1908)
unmittelbare Stadt im bayr. Reg.-Bez. Schwaben, an der Ach, Knotenpunkt der bayrischen, bez. württembergischen Staatsbahnlinien Buchloe-Buxheim, Kempten-Ulm und Leutkirch-Memmingen, 610 m ü. M., hat 3 evang. Kirchen (darunter die gotische Martinskirche mit 67 in spätgotischem Stil ausgeführten Chorstühlen und die gleichfalls gotische Frauenkirche mit neuerdings wieder entdeckten sehenswerten Wandmalereien), eine kath. Kirche mit schönen Altargemälden, Synagoge, ein Rathaus im Renaissancestil aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrh., mehrere interessante Patrizierhäuser (darunter der Fuggerbau, in dem Wallenstein 1630 die Urkunde seiner Absetzung erhielt, und der Hermannsbau), mehrere altertümliche Stadttore, ein Denkmal des hier geborenen Chronisten Burkhard Zingg, ein Kriegerdenkmal für 1870/71 und (1905) 11,618 Einw., darunter (1900) 4267 Katholiken und 194 Juden. Die Industrie erstreckt sich auf mechanische Flachsspinnerei und Leinweberei, Fabrikation von Jacquarddecken, Zeug und Tuch, Bindfaden, Knochenmehl, Feuerlöschmaschinen, landwirtschaftlichen Maschinen und Maschinen für Seilereibetrieb, Seife und Leder, auf Eisen- und Glockengießerei und Brückenbau. Der Handel, unterstützt durch ein Bezirksgremium, eine Reichsbanknebenstelle und eine Agentur der Bayrischen Notenbank, ist besonders ansehnlich in Hopfen, Getreide, Käse, Wolle, Leder und Vieh. Memmingen ist Sitz eines Bezirksamts, eines Landgerichts, eines Hauptzollamts und hat ein Progymnasium, Realschule, Lehrerinnenseminar, Präparandenanstalt, Theater, Stadtbibliothek, Museum und ein für die Stadtgeschichte wichtiges Archiv. Zum Landgerichtsbezirk Memmingen gehören die 11 Amtsgerichte zu Babenhausen, Buchloe, Günzburg, Illertissen, Krumbach, M., Mindelheim, Neuulm, Ottobeuren, Türkheim und Weißenhorn. In der Nähe das Dorf Buxheim mit Schloß des Grafen von Waldbott-Bassenheim und ehemaligem Kartäuserkloster und das Bergschloß Eisenburg mit großartiger Fernsicht auf die Alpen. – Memmingen, zuerst 1010 erwähnt, gehörte den Welfen, seit 1191 den Hohenstaufen, kam nach deren Aussterben an das Reich und wurde unter Adolf, der ihm 1296 die Rechte von Ulm erteilte, Reichsstadt; das zugehörige Gebiet betrug später 110 qkm (2 QM.). 1331 schloss sich Memmingen dem Schwäbischen Städtebund an. In Gemeinschaft mit Straßburg, Konstanz und Lindau übergab die Stadt 1530 zu Augsburg die Confessio tetrapolitana, trat später zum Schmalkaldischen Bund über, unterwarf sich aber 1546 dem Kaiser und nahm 1548 das Augsburger Interim an. Im Dreißigjährigen Krieg war M. 1631 abwechselnd im Besitz der Kaiserlichen und Schweden, wurde von letzteren 1647 den Bayern übergeben, die es 1648 wieder räumten, und war 1702–04 von Bayern und Franzosen gemeinschaftlich besetzt. Am 9. und 10. Mai 1800 erfochten hier die Franzosen unter Moreau einen Sieg über die Österreicher unter Kray. 1802 kam die Stadt an Bayern. Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 587. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20007074182Memmingen (Pierer, 1860)
Stadt im baierischen Kreise Schwaben, an der Aach; Sitz eines Stadtgerichts, Protestantisches Dekanat, 6 Kirchen, Hospital, Waisenhaus, Gymnasium, Collegium musicum (Singschule), Landwirtschafts- u. Gewerbsschule, Zeughaus, Bibliothek, Fabriken in Tuch, Kattun, Leinwand, Wachstuch, Zucker, Leim, Papier, Pulver, Tabak; viel Hopfenbau; Handel mit Hopfen nach Italien u. der Schweiz; Viehmärkte, Stück- u. Glockengießerei, Kupfer- u. Eisenhämmer; 7200 Ew.; Wappen: ein halber Adler u. ein rotes Kreuz in weißem Felde. Memmingen gehörte im Mittelalter zu den Besitzungen des Welfischen Hauses, wurde aber unter Kaiser Friedrich I. Reichsstadt, mit einem Gebiet von 2 QM. Mit Straßburg, Konstanz u. Lindau übergab Memmingen 1530 zu Augsburg die Confessio tetrapolitana, trat aber später zum Schmalkaldischen Bunde. 1551 wurde vom Kaiser Karl V. das Gemeinderegiment abgeschafft u. dem Stadtrat übergeben. 1631 wurde es abwechselnd von Schweden u. Kaiserlichen belagert u. genommen, von Ersteren, 1647 den Baiern nach neunwöchentlicher Belagerung übergeben, aber 1648 von diesen wieder geräumt; 1702 von den Baiern u. Franzosen besetzt u. 1704 wieder geräumt. Im Französischen Revolutionskrieg hier am 10. Mai 1800 Sieg der Franzosen unter Moreau über die Österreicher unter Kray 1802 kam Memmingen an Baiern. Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 11. Altenburg 1860, S. 118-119. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20010427120Memmingen. Cap. ccvcj.
Memmingen ein Reichstatt / schön vnnd vest / hat vorzeiten zum Grünen Werd geheissen. Da ist ein reiche Gemein / vnd reiche Kauffleut. Es rinnt durch die Statt ein Bach von lauterem Brunnenwasser / der gefreurt nicht. Es ist vmb die Statt gar lustig spacieren / auff der einen seiten ist ein Rieth / das bevestiget die Statt. Es ist da ein reich Anthonier Hauß / auch ein reich Spittal. Man macht da guten Barchet / Leinwat / Golschen vnnd Buchsenschein. Es ligen vmb die Statt auff ein Meil wegs oder zwey viel Clöster / nemlich Ottenbeuren / gestifft von Graffe Sylaco von Ylergöw / zu den zeiten des Grossen Keyser Carlen. Münchrot Premonstratenser Ordens / gestifft von den Hertzogen von Teck. Ochsenhausen ein Benedicter Closter / gestifft von den Herren von Wolffhardsschwendin. Wyblingen gelegen an der Yler / vnd gestifft von den Graffen von Kirchberg. Item ein Cartheuser Closter genannt Büchßheim / das haben die Edelleut von Ellerbach gestifft. Item Schlösser im Ynthal gelegen / Kronburg der Edelleuten von Rechberg/ Marstetten der Herren von Künßeck / Lautrack der von Landaw / Eroltzheim deren von Eroltzheim / Kelmüntz deren von Rechberg / wie auch Aichach vnd Brandenburg. Item Dietenheim / Bellenberg / Wertingen / Zelb / Kirchberg Schloß vnd Marckt an der Yler. Alß aber die Graffen von Kirchberg abgestorben / ist Kirchberg kommen an das Hauß Oestereich / vnd nachmals den Fuckern verpfendt. Sebastian Münster: Memmingen, aus:Cosmografie Deutscher Lande. S. 807, Basel, 1578, Link: https://de.wikisource.org/wiki/Cosmographia_(Sebastian_Münster):_MemmingenKarten
➥ Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Memmingen, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi [cbxgooglemap width=“100%“ height=“300″ zoom=“13″ scrollwheel=“1″ showinfo=“0″ infow_open=“1″ maptype=“roadmap“ lat=“47.987778″ lng=“10.181111″] Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbLFotos & Abbildungen
Ein Klick in die erste Karte öffnet die Slideshow. Mit den Pfeilen am Bildrand kann vor- und zurückgeblättert werden. Am unteren Bildrand ist vermerkt, was die Karte darstellt und wann sie versendet wurde. Die Karten wurden von mir retuschiert und „aufgehübscht“. ➥ Bildersammlung auf Wikimedia-Commons ➥ Abbildungen auf Tumblr ➥ Infos und Fotos auf Pinterest ➥ Filme in der ARD-Retro-Mediathek (Filmbeiträge der 60er-Jahre)Kunst, Kultur und Brauchtum
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