Freie Reichsstadt Isny

Mittelalter

Das heutige Isny blickt auf eine bald 1000-jährige Geschichte als Stadt zurück. Die Siedlung wurde um das Jahr 1043 vom Grafen von Altshausen-Veringen gegründet und erhielt 1281 das Lindauer Stadtrecht.

Isny lag zu jener Zeit verkehrsgünstig an der Salzstraße, die von Bad Reichenhall über München, Memmingen, Isny nach Lindau führte. Dort wurde das Salz auf Schiffen nach Konstanz und von dort weiter in die Schweiz bis Bern transportiert.

Der Handel mit Flachs und Leinen brachte Wohlstand nach Isny. Der Name des  „Espantors“ kündet noch heute davon, dass die Reise in Richtung Spanien ging, wenn man durch dieses Tor die Stadt verließ.

Reichsstadt

1365 erkauften sich die Isnyer die Rechte einer Freien Reichsstadt von ihrem Vogtherren, dem Truchsessen von Waldburg.1

Das Stadtwappen seit 1365 – der gekrönte Adler als Zeichen für die „Freie Reichsstadt“ (Bemalung auf dem Wassertor – Nordseite) – Abbildung: Panoramafreiheit.

Die Zeit der Freien Reichsstadt war mit der ➥ Mediatisierung 1803/1806 zu Ende. Die Stadt verlor die meisten Rechte und wurden standesherrlich den Grafen ➥ Quadt zu Wykradt und Isny zugeordnet. Durch die französische Besetzung der linksrheinischen Gebiete im Jahre 1796 gingen dem Haus die Herrschaften Wickrath und Schwanenberg verloren. Als Entschädigung erhielten die Grafen durch den ➥ Reichsdeputationshauptschluss 1803 die Freie Reichsstadt Isny und die ➥ Reichsabtei St. Georg mit dem Titel Reichsgrafschaft Isny.

Wappen der ‚Freien Reichsstadt Jßnach‘, 1545. Quelle: Commons.wikimedia

Beschreibung des Freikaufs










Quelle: Dr. Joseph Vochezer: Geschichte des fürstlichen Hauses Waldburg in Schwaben, Kempten 1888, https://www.google.de/books/edition/Geschichte_des_f%C3%BCrstlichen_hauses_Waldb/VdwSAAAAYAAJ, Seite 368 ff.