Oberschwaben – historische Ortsansichten & regionale Sagen

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Bad Schachen bei Lindau – das etwas andere Portal mit historischen Ansichten, Sagen, Brauchtum sowie Informationen zur Geschichte. Hier gibt es nützliche Links, alte und neue (Ansichts-)Karten, Fotos, Sehenswertes, Skurriles … u.v.a.m.

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Gliederung

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  • Allgemeines
    • Hotel Bad Schachen mit Strandbad
  • Karten
  • Historische Ansichtskarten
  • Sehenswertes und Ausflugsziele
    • Lindenhofpark
    • Schloss Lindenhof
    • Hotel Bad Schachen
    • Römerbad Bad Schachen
    • Uferpromenade und Schachener Bucht
    • Das Lindenhofbad
    • Lindenhofpark und Hotel im Film
  • Sagen
    • Anna von Tegelstein
    • Die Totenblumen
Lindau Bad Schachen

Das historische und mondäne Strandbad Bad Schachen von der Seeseite gesehen. © Wolfgang Autenrieth  


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Update: 18. August 2026

Lindau – und vor allem der am westlichen Bodenseeufer liegende Teilort Bad Schachen werden als die ➥ Bayrische Riviera Lindau bezeichnet.

Allgemeines

➥ Wikipedia-Eintrag
➥ Commons.wikimedia

Hotel Bad Schachen mit Strandbad

Neben zahlreichen Hotels, Pensionen und Ferienunterkünften ragt besonders das Hotel Bad Schachen(****superior) mit seinem Strandbad hervor. Der Hotelneubau entstand 1909/1910 nach Plänen der Jugendstil-Architekten Hermann Billing und Wilhelm Vittali aus Karlsruhe. Das Strandbad wurde 1924 nach Plänen von Architekt Max Littmann aus München erbaut. Dieses – noch heute mondäne – Bad war das erste Bad am Bodensee, in dem Männer und Frauen gemeinsam baden durften. Es ist noch (fast) im Originalzustand erhalten – von einigen zeitgemäßen Umbauten abgesehen, die der Betrieb neben einem modernen Hotel erfordert. So kam 1960 ein beheizbarer Freiluft-Pool hinzu – der erste am Bodensee. Es gibt ein zum Hotel gehörendes Cafe, Liegestühle inklusive und jede Menge „Flair“. Falls es die Kapazität zulässt, ist das Strandbad auch für externe Gäste geöffnet. Der Eintrittspreis auf Thermalbadniveau ist jeden Cent wert.
Info: ➥ https://badschachen.de/strandbad/

Lindau am Bodensee - Lindenhofbad

Strandbad Bad Schachen © Wolfgang Autenrieth

Karten

➥ Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Lindau, den Zielort müssen Sie noch wählen.
Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi

Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

Historische Ansichtskarten

Die historischen Postkarten stammen aus der Jahrhundertwende um 1900. Die Ansichtskarten habe ich digital „gereinigt“, Flecken und Knicke entfernt, Farbintensität und Kontrast verändert, einige s/w-Karten digital coloriert. Die Ursprungskarten waren CC0. Für die hier dargestellten, veränderten Karten gilt ©CC BY-NC edition Wolfgang Autenrieth, 20240. Ein Klick ins Bild öffnet eine größere Ansicht mit Beschreibung und Jahresangabe des Postversands.

1900ca_Lindau_im_Bodensee_mit_Bad_Schachen_von_Eugen_Felle_800
1900ca_Lindau_Gruesse_aus_Bad_Schachen_800
1899_Bad_Schachen_Teilansicht_mit_Wasserblick_auf_ein_Haus_800
1904_Bad_Schachen_Ortsansicht_aus_der_Vogelschau_Dampfer_an_der_Anlegestelle_800
1900_Bad_Schachen_Ansicht_vom_See_800
1916_Hotel_Bad_Schachen_am_Bodensee_mit_Raddampfer_800
1920_Bad_Schachen_800
1923_Bad_Schachen_mit_Lindau_800
1906_Bad_Schachen_Ortspartie_mit_Steg_800
1900_Bad_Schachen_Teilansicht_800
1906_Bad_Schachen_Ruderboote_vor_dem_Ort_800
1900ca_Bad_Schachen_mit_Lindau_Schiff_und_Schloss_echt_Kupferdruck_800
1910-Lindau-am-Hotel-Bad-Schachen_800
1908_Bad_Schachen_Partie_aus_den_Kuranlagen_800
1910_Bad_Schachen_Villa_Strandeck_800
1900_Bad_Schachen_Ausflugsdampfer_auf_dem_Bodensee_vor_dem_Ort_800
1907_Bad_Schachen_Dampfer_in_Anfahrt_auf_den_Ort_800
1907_Lindau-am-Bodensee-Ortsansicht-vom-Aussichtsturm-Bad-Schachen_800
1916_Bodensee_Brandung_bei_Lindau_mit_Bad_Schachen_800
1913_Bad_Schachen_Ortsansicht_mit_Dampfer_800
1911_Bad_Schachen_Ortsansicht_mit_Ruderpartie_800
1909_Bad_Schachen_Uferpartie_mit_Dampfer_800
1900ca_Bad_Schachen_bei_Lindau_aus_der_Vogelschau_800
1905_Bad_Schachen_Ansicht_hinter_Lindau_800
1915_Bad_Schachen_am_Bodensee_Schloss_Panorama_Berge_800
1917_Bad_Schachen_mit_Dampfern_800
1918_Bad_Schachen_bei_Lindau_Teilansicht_mit_Bodenseedampfern_800
1928_Bad_Schachen_bei_Lindau_aus_der_Vogelschau_2_800
1916_Bad_Schachen_Hotel_mit_Booten_800
1908_Bad_Schachen_Uferansicht_Boot_800
1897_Gruesse_aus_Bad_Schachen_800
Bad_Schachen_Park_der_Villa_Strandeck_1906_800
Bad_Schachen_Villa_Strandeck_im_Sturm_1906_800
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Sehenswertes und Ausflugsziele

Bad Schachen ist ein idyllischer Ortsteil von Lindau am Bodensee, der vor allem für seine historische Bäderkultur und malerischen Uferanlagen bekannt ist.

Lindenhofpark

Dieser weitläufige Landschaftspark im englischen Stil besticht durch alten Baumbestand und ein direktes Seeufer mit freiem Blick auf die Alpen. Er lädt zu entspannten Spaziergängen ein und gilt als eine der schönste Oasen der Lindauer Uferlandschaft.

Westlich vom „Hotel Bad Schachen“ befindet sich der frei zugängliche Lindenhofpark, der zum Flanieren einlädt.Parkplätze befinden sich am Ende des Parks beim Freibad „Lindenhofbad“

Der Park wurde zum Gartendenkmal erhoben. Darin befinden sich mehrere Häuser, die ebenfalls im Jugendstil erbaut sind. Den 7,5 ha großen Lindenhofpark ließ der Lindauer Kaufmann und Bankier ➥ Friedrich Gruber um seine Villa herum anlegen. Gestalter des Parks war der Düsseldorfer Gartenkünstler ➥ Maximilian Friedrich Weyhe (1775-1846). Er ließ das Schlösschen abbrechen und als „romantisches Ruinendenkmal“ in den Park integrieren. Der Lindenhofpark war „Initialzündung für die Entstehung des Lindauer Villengürtels, der sich von der ➥ Villa Alwind im Westen über 6 Kilometer hinweg bis zur ➥ Villa Leuchtenberg im Osten am Ufer entlang hinzieht. Der bayerische Prinz Luitpold nutzte die „Villa AmSee“ als Sommerresidenz – was zahlreiche Adelige und Personen der Hochfinanz am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts bewog, ebenfalls eine Villa zu bauen. Diese Uferstrecke wird heute als ➥ Bayrische Riviera Lindau bezeichnet. Fast 30 luxuriöse Villen unterschiedlicher Baustile reihen sich entlang des Bodenseeufers, die meisten sind jedoch versteckt, nicht zugänglich und nur vom See per Boot aus zu sehen. Verzeichnet sind die Villen in der ➥ Liste der Baudenkmäler in Lindau
Der Lindenhofpark befindet sich jedoch heute im Besitz der Stadt Lindau und ist öffentlich zugänglich.

Abbildungen und Infos zu den Villen sind auch hier zu finden:
➥Villa Leuchtenberg 
➥Schloss Alwind
 ➥Villa Lindenhof
➥Schloss Holderregen

Lindenhofpark - Jugendstilvilla

Jugendstilvilla im Lindenhofpark Bad Schachen © Wolfgang Autenrieth

 

Plan vom Lindenhofpark

Plan vom Lindenhofpark (um 1842), Abb. von Schautafel im Park, panoramafrei, Foto © Wolfgang Autenrieth

 

Ruine Degelstein - Lindenhofpark

Ruine vom Wasserschlösschen im Lindenhofpark © Wolfgang Autenrieth

 

Lindenhofpark - Degelstein

Schautafel im Lindenhofpark zur Geschichte des „Schlössle /Ruine Degelstein“ panoramafrei, Foto © Wolfgang Autenrieth – siehe auch unten : Sagen und Legenden: Tegelstein

 

Lindau - Lindenhofpark

Schautafel zum „Gartendenkmal Lindenhofpark“ panoramafrei, Foto © Wolfgang Autenrieth

Bericht auf SWR: ➥ „Sagenhafter Ort: Lindenhofpark in Lindau“

Schloss Lindenhof

Die elegante Villa im Neorenaissance-Stil liegt mitten im Lindenhofpark und wurde im 19. Jahrhundert für die Lindauer Kaufmannsfamilie Friedrich Gruber erbaut. Heute dient das historische Anwesen als Ort für kulturelle Veranstaltungen sowie Ausstellungen.

Hotel Bad Schachen

Das traditionsreiche Grandhotel prägt seit über einem Jahrhundert die Kulisse des Bodensees und steht für klassische Kurort-Eleganz. Mit seiner imposanten Architektur und der repräsentativen Lage zieht es Besucher aus aller Welt an.

Hotel 'Bad Schachen'  mit Booten, 1916

Hotel ‚Bad Schachen‘ mit Booten, 1916

Römerbad Bad Schachen

Das historische Seebad im Jugendstil gehört zum Hotelensemble und ragt mit seinen Holzstegen beeindruckend in den Bodensee hinein. Es bietet Badegästen ein einmaliges Nostalgie-Erlebnis direkt am Wasser.

Uferpromenade und Schachener Bucht

Der Panoramaweg entlang des Sees verbindet Bad Schachen direkt mit der Lindauer Insel und führt vorbei an ruhigen Villengärten. Auf der Strecke genießen Spaziergänger stets eine freie Sicht auf das Alpenpanorama und den Schiffsverkehr.

Das Lindenhofbad

Am westlichen Ende des Parks befindet sich das frei zugängliche historische „Lindenhofbad“. Dort gibt es einen Kiosk und einen Verleih für Standup-Paddler, sowie den Charme der 60-er Jahre. Der Parkplatz ist nicht ganz leicht zu finden. Wenn man „Lindenhofbad“ ins Navi eingibt, wird man hingeführt. Die Abzweigung führt durch eine schmale Allee und ein schmales Sträßchen bis vor das Bad. Der Parkplatz ist (moderat) gebührenpflichtig (In den Wintermonaten gebührenfrei – ohne Gewähr).

Freibad in Bad Schachen

Freibad in Bad Schachen „Lindenhofbad“ © Wolfgang Autenrieth

 

Umkleidekabine - Lindenhofbad

Historische Umkleidekabine im Lindenhofbad, © Wolfgang Autenrieth

 

Lindau - Lindenhofbad

Sonnenuntergang am Bodensee am Lindenhofbad © Wolfgang Autenrieth

Lindenhofpark und Hotel im Film

Die Dreharbeiten zum Film „Drei Mann in einem Boot“ mit Heinz Erhardt, Hans-Joachim Kuhlenkampff und Walter Giller begannen im Juni und endeten im August 1961. Aufnahmen entstanden am Bodensee (u. a. im „Hotel Bad Schachen“ und dem westlich angrenzenden „Lindenhofpark“ in Bad Schachen, einem Stadtteil von Lindau sowie in Meersburg und Wasserburg)
 ➥  https://de.wikipedia.org/wiki/Drei_Mann_in_einem_Boot_(1961)

 

Anmerkung: Die historischen Texte habe ich zur besseren Lesbarkeit „sachte“ an die gültige Rechtschreibung angepasst, historisch überholte Begriffe jedoch belassen.

Sagen

Anna von Tegelstein

Eine halbe Stunde von Lindau, zwischen dem Schachenbad und Wasserburg, befindet sich jener der Familie Gruber gehörige und von dem Gärtner Junghänel aus Muskau angelegte Garten, in welchem noch die Überreste, d.h. Unterstock nebst Graben der alten Burg Tegelstein zu sehen sind. Diese Burg war bis zu Ende der dreißiger Jahre wohl erhalten, zwei Stockwerk hoch, dicht von Efeu überwachsen, mit einer kleinen Zugbrücke versehen und rings vom Wasser umflossen, das mit dem Bodensee in Verbindung stand. Das Stiegenhaus befand sich auf der südlichen Seite der Burg in einem runden Türmchen. Nördlich von dem Überreste dieser kleinen Burg befindet sich auf einige Schritte Entfernung der Burgstall mit noch einigen Ökonomie-Gebäuden. Der Burgstall selbst steht größtenteils noch, ist zu einem Gewächshaus verwendet und durch rote Fenstereinfassungen verunziert. Von der Burg steht, wie gesagt, nur mehr der untere Theil, denn alles andere wurde auf den Wunsch des verstorbenen und in diesem Garten beerdigten Herrn Gruber entfernt und abgebrochen, weil er es für unpassend hielt, dass in einem Parke eine noch erhaltene Burg stünde. Der freilich damals ganz versumpfte und mit Schilf angefüllte Wassergraben wurde wieder gereinigt und einigen Schwänen zum Aufenthalt angewiesen. Die der ehemaligen Zugbrücke zunächst angebrachten Trauerweiden deuten sinnig auf den neuerungssüchtigen Abbruch dieser alten Zierde der Gegend hin. Von der Burg hat sich auch noch folgende Sage im Munde des Volkes erhalten.

In grauer Vorzeit lebte hier eine Witwe, die Freifrau Anna von Tegelstein, mit einem Sohne und drei gar lieblichen, erwachsenen Töchtern. Die Mutter war in hohem Grade adelsstolz, meinte, der Mensch fange erst beim Freiherrn an und vergönnte den armen und unbemittelten Leuten kaum die Luft zum Atmen. Eines Tages kam auf die Burg eine Pächtersfrau in Trauer gekleidet und sprach zu der Edelfrau: »Gnädige Frau, meine einzige Tochter ist gestorben, sie zählte erst achtzehn Jahre und war die ganze Freude meines Lebens. Ich möchte wohl um ihre schwarzen Locken einen Kranz von weißen Rosen flechten, da sie doch eine Braut des Himmels geworden; erlaubt also, dass ich mir welche in eurem Garten hole, wo sie so schön blühen.« »Du magst einen Kranz von Brennnesseln für deinen elenden Balg binden,« fuhr sie die hoffärtige Frau an, »Rosen geziemen sich nicht für Bettelvolk, die sind nur für unsers Gleichen!« – »Nun so mögen denn Eure Rosen zu Totenkränzen für Eure Töchter werden!« sprach die Pächterin entrüstet und verließ augenblicklich das Schloss. Der Fluch ging in Erfüllung. Die drei Töchter der Edelfrau starben binnen einem Jahre, und jede trug im Sarge einen Kranz von weißen Rosen um das Haupt. Damit sollten aber die Leiden der stolzen Witwe noch nicht zu Ende sein, denn nach der Volkssage sah man, wenn der Tod eines weiblichen Abkömmlings der Familie Tegelstein bevorstand, die Frau Anna gegen Mitternacht im Garten sitzen, und einen Kranz von weißen Rosen flechten. Nachmals kam das Schlösschen an die Familie Motz von Kempten, welche es vom Kloster St. Gallen zu Lehen hatte.
Quelle: Alexander Schöppner: Sagenbuch der Bayer. Lande 1–3. München 1852–1853, S. 321-323. Permalink: ➥ http://www.zeno.org/nid/20005680689

Die Totenblumen

Von der Burg Tegelstein, die einst am Bodensee lag, sind längst die Ruinen verweht; aber die Sage von der stolzen Frau Mechtildis aus dem Geschlecht der Tegelsteiner lebt noch im Munde des Volkes. Ein marmorkaltes Herz besaß jene üppig-schöne Schlossherrin, und die Armen und Dürftigen wagten nimmer, sie um eine milde Gabe zu bitten. Einen Sohn und drei Töchter hatte ihr der Himmel beschert, und es war seltsam, dass des Jünglings Herz warm schlug für die Notleidenden, indes der drei Fräulein Gemüt der frostige Hauch der stolzen Mutter durchwehte.

Eines Tages ist eine Pächterin aus der Gegend auf der Burg erschienen, die war in Trauerkleider gehüllt und hat die Burgfrau weinend aufgesucht.

„Meine einzige Tochter ist mir gestern gestorben,“ sprach sie schmerzbewegt zu der Herrin, „siebzehn Jahre zählte sie und war die einzige Freude meines Lebens. Um ihr Haar möchte ich einen Kranz von weißen Rosen flechten, da sie ja eine Braut des Himmels geworden. Vergönnt mir, edle Frau, sie in Eurem Schlossgarten zu pflücken, wo sie so schön und reichlich blühen.“

Doch mit kaltem Blick sah sie die Schlossherrin an. „Einen Kranz von Nesseln magst Du für Dein Mädchen binden! Rosen geziemen sich für unseres Gleichen, nicht für niedriges Volk!“

„So mögen denn Eure Rosen zu Totenblumen für Eure Töchter werden!“ sprach düster das geschmähte Weib und wankte davon. Die stolze Frau Mechtildis lachte kurz auf und kehrte, scheltend auf das Bettelvolk, ins Schloss zurück.

Das Wort der Pächterin aber ging in Erfüllung. Ehe ein Jahr vergangen, sanken die drei stolzen Töchter der Burgfrau ins Grab und einen Kranz von weißen Rosen aus dem Burggarten trug jede im Sarge. Maßlos war der Schmerz der Frau Mechtild und in gottlosem Hader grollte sie mit ihrem Geschick. Ihr Geist aber musste dafür büßen: so lange das Geschlecht der Tegelsteiner blühte, sah man jedes Mal, wenn ein weibliches Mitglied der Familie dem Tode nahe war, den Geist der Frau Mechtildis um Mitternacht im Schlossgarten sitzen und einen Kranz von weißen Rosen flechten.
Alois Wilhelm Schreiber: Tegelstein aus: Badisches Sagen-Buch I, S. 16–17, 1846, Quelle: ➥ https://de.wikisource.org/wiki/Tegelstein

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Die zitierten, historischen Texte des 19.Jahrhunderts habe ich aus freien Quellen und/oder Fraktur- und Kurrentschrift in heutige Normschrift transkribiert, dabei in Rechtschreibung, Satzbau und Grammatik angepasst und ergänzt,  die historischen Ansichtskarten sind retuschiert und farblich "aufgehübscht", teilweise coloriert.

Für die Webseite, Texte und Abbildungen gilt das Copyright: © CC BY-NC-ND (Namensnennung, Nicht kommerziell, Keine Bearbeitung) edition Wolfgang Autenrieth, Krauchenwies, https://oberschwabenschau.info, 2024


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Die Retusche der Ansichtskarten war SEHR zeitaufwändig und setzt Fachwissen voraus. Dasselbe gilt für die Recherche,  Transkription und Überarbeitung der Texte und Bilder aus historischen Quellen und Frakturschrift. Die Umarbeitung ergibt für die hier eingestellten Ansichtskarten und Texte ein neues Copyright, da es sich nicht mehr um die ursprünglich gemeinfreien Werke handelt. Es steht Ihnen frei, nach den historischen Abbildungen zu forschen und diese zu verwenden. Dass jemand ohne mein Einverständnis aus meiner Arbeit Kapital schlägt, werde ich nicht akzeptieren.

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