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Geislingen im Zollernalbkreis – Sehenswertes, Geschichte, Sagen, Mythen… Das „etwas andere“ Portal mit Links, Landkarten, historischen Ansichtskarten …

Inhalt

Gliederung

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  • Inhalt
  • Allgemeines
    • Karten
  • Fotos & Abbildungen
    • Geislingen_(Zollernalbkreis) auf Ansichtskarten um 1900
  • Kunst, Kultur, Ausflugsziele und Sehenswertes
    • Teilgemeinden und Ortschaften
    • Nachbargemeinden
  • Geschichte
  • Sagen, Mythen und Geschichten
    • Die Geislinger Erdmännlein
    • Verzettelte Kohlen
  • Brauchtum & Handwerk
    • Knochenarbeiten
Geislingen vom Weinberg gesehen, 1910

Geislingen vom Weinberg gesehen, 1910


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Update: 18. August 2026

Allgemeines

➥ Internetauftritt der Stadt / Gemeinde
➥ Wikipediaeintrag
➥ Alemannische Wikipedia

Karten

Links oben in der Karte können Sie mit + und – den Maßstab der Darstellung ändern. Durch Festhalten des Mauszeigers lässt sich der Ausschnitt verschieben.


Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL.
➥ Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar.

Fotos & Abbildungen

➥ Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
➥ Infos und Fotos auf Pinterest

Geislingen_(Zollernalbkreis) auf Ansichtskarten um 1900

Ein Klick ins Bild zeigt die vergrößerte Darstellung und startet den Slideshow-Browser mit Titel und Jahr des Poststempels. Mit dem Pfeil in der rechten und linken Bildmitte können Sie vor- und zurückblättern. Die Karten wurden von mir digital „aufgehübscht“, farbkorrigiert und von Schmutz und Beschriftung befreit.
Viel Spaß bei der Zeitreise!

Geislingen vom Weinberg her aufgenommen um 1900

Geislingen vom Weinberg her aufgenommen um 1900

Kunst, Kultur, Ausflugsziele und Sehenswertes

➥ Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
➥ Abbildungen auf ‚Bildindex‘
➥ Bilder auf ‚Google-Art‘
➥ Geislingen_(Zollernalbkreis) auf ‚Zeno-Org‘
➥ Suchfunktion nutzen für Geislingen_(Zollernalbkreis) auf leo-bw.de
(Karten, Archivmaterialien und Luftaufnahmen vom Landesarchiv Baden-Württemberg)
➥ Alphabetisch sortiertes Verzeichnis auf www.kloester-bw.de

➥ Wikivoyage – Projekt der Wikimedia
➥ Wikitravel – der freie Reiseführer

Teilgemeinden und Ortschaften

➥ Ortschaften und Wohnplätze von Geislingen_(Zollernalbkreis) (aus Wikipedia)

Nachbargemeinden

➥ Angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Geschichte

Ortsbeschreibung von Merian: ➥ https://de.wikisource.org/wiki/Topographia_Sueviae:_Geislingen_(Zollernalbkreis)

Sagen, Mythen und Geschichten

Sagen und Mythen

Die Geislinger Erdmännlein

Im Wald unweit Geislingen bei Balingen hausten ehedem Erdmaͤnnlein und Erdweiblein. Einstmals kam ein Erdmännlein in den Ort herein zur Hebamme und holte sie in den Wald hinaus zu seinem Weiblein, ihr zu helfen. Das tat die Frau, und das Erdmännlein leuchtete ihr voran. Bald kamen sie zu einer Moostüre, die tat sich auf, und sie traten ein. Dann folgte eine Holztüre, endlich eine dritte, die war von glänzendem Metall. Hinter dieser ging es eine Treppe hinunter bis tief hinein in die Erde. Dann traten sie in ein großes, prächtiges Zimmer. Da lag das Erdweiblein in ihrem Bett.

Als die Hebamme dem Weiblein geholfen, sagte das Erdmännlein zu ihr: „Unser Essen und Trinken würde dir doch nicht schmecken; deshalb will ich dir etwas anderes zum Lohn geben.“ Damit schüttete das Mãnnlein dem Weib eine Handvoll Kohlen in ihre Schürze. Diese nahm sie, dachte aber: wenn ich draußen bin, will ich sie schon wegwerfen. Dann begleitete sie das Erdmannlein wieder heim. Als sie unterwegs eine Kohle um die andere fallen ließ, merkte es das Männlein und sagte:
„Wie minder ihr zettlet,
Wie mehr ihr hättet.“

Dann kehrte das Männlein wieder um. Darum behielt das Weib den Rest Kohlen. Und wie sie zu Haus die Kohlen aus ihrer Schürze auf den Tisch schüttete, da waren es lauter blanke Goldstücke. Sie suchte am andern Morgen im Wald eifrig nach den weggeworfenen Kohlen, fand sie aber nicht mehr.
Quelle: Rudolf Kapff: Schwäbische Sagen, Jena, 1926 Permalink: https://archive.org/details/kapff-schwaebische-sagen/page/44

Verzettelte Kohlen

Bei Geislingen hart am Fuß der Rauhen Alb gab es in den Bergen auch viele Erdwichtele, von denen haben die Geislinger gelernt, die gar feinen und künstlichen Elfenbeinarbeiten zu fertigen, die dort so billig wie in Berchtesgaden feilgeboten werden. Einst kam so ein Erdmännele zu einer Geislinger Hebamme und rief sie zum Mitgehen zu seiner Frau, die wollte aber nicht gehen ohne Begleitung ihres eigenen Mannes, denn sie traute dem ledernen Männle nicht so ganz. Dieses selbiges war die Bedingung auch zufrieden und leuchtete voran; es ging in einen Berg mit schönen unterirdischen Gemächern, und ging auch drinnen alles gut und glücklich vonstatten und war baldigst wieder ein ledernes Männle mehr auf der Welt, wenigstens in der Unterwelt. Statt aller andern Gaben gab das alte Erdemännle der Hebamme einen ganzen Haufen Kohlen, die musste sie in ihre Schürze fassen, dachte aber dabei voll Ärgers: „Ei, dass du verschwarze müschtest, du wüschtes Männdle du, wenn i weitersch nix habe soll.“

Unterwegs, da das Erdemännle wieder vorleuchtete, warf die Hebamme eine Kohle nach der andern heimlich aus der Schürze; das Erdmännchen merkte das wohl, kehrte sich um und sprach ernst:
„Je mehr du verzettelescht,
Je mehr du hernach bettelescht.“
Als das Männchen mit Dank von dem Ehepaar geschieden war, wollte die Hebamme gar ihre Kohlen alle hinschütten, ihr Mann litt es aber nicht, sondern sagte:
„Behalt, was de hascht,
Es isch ja kei Lascht.“
Da behielt die Frau die Kohlen, und wie sie heimkamen, waren es eitel Goldstücke. Jetzt reute der Frau nun ihr dummes Wegwerfen, sie nahm selbst eine Laterne und rannte zurück und suchte, was sie suchen konnte und hätte gar zu gern die Kohlen wiedergefunden. Aber damit war es vorbei und die stille Bitte, die sie an die Erdwichtele richtete, ihr doch nochmals die verzettelten Kohlen zu bescheren, blieb gänzlich unerfüllt.
Quelle: Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch. Meersburg und Leipzig 1930, S. 602-603.Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000454384X

Brauchtum & Handwerk

Knochenarbeiten

Knochenarbeiten (Beinarbeiten), Waren aus Rinds-, Pferde- und Hirschknochen, aus Hasenbeinen, Gänseflügelknochen etc.; im weitern Sinne rechnet man auch Elfenbeinarbeiten zu den Knochenarbeiten. Hirschknochen, die sehr sein und weiß sind, liefern seine Beinware, wie die Plättchen auf Klaviertasten. Hasenknochen aus den Läufen verarbeitet man zu Wild- und Jagdrufen, die Flügelknochen der Gänse zu Vogelpfeifen u.dgl. Die Knochen werden ausgekocht und gebleicht, mit einer ungeschränkten Säge (Beinsäge) zugeschnitten und mit einem scharfen Beil (Beinhacke) behauen. Die Bearbeitung erfolgt mittels Sägen, Raspeln, Feilen, Bohrern, Gravieren, Drechseln, Fräsen u.dgl. Glanz und Glätte bringt man durch Schleifen mit Glaspapier, Schachtelhalm, Bimsstein und Polieren mit nasser Schlämmkreide oder Kalk mit Seife hervor. Zum Färben dienen Anilinfarben. Vor dem Färben muss man die Ware vom Fett befreien.

Zum Ätzen benutzt man konzentrierte Schwefelsäure, nachdem man auf die zu ätzende Stelle erst einen Ätzgrund gebracht hat. Farbige Ringe oder Kreise werden auf der Drehbank hervorgebracht, indem man die Arbeit mit dem Spitzstahl hinreichend tief einsticht und mit farbigem Siegellack dadurch ausfüllt, dass man an die schnell umlaufende Arbeit ein Stückchen desselben stark andrückt, das sich erhitzt und in die Vertiefung eindringt. Für eine zweite Farbe in der Nähe eines schon ausgefüllten Kreises muss leichter flüssiges Wachs angewendet werden. Vergilbte Beinarbeiten werden wie Elfenbein gebleicht. Berühmt sind die Knochenarbeiten von Geislingen im Württembergischen und von Nürnberg.
Vgl. Andes, Die Verarbeitung des Horns, der K. etc. (Wien 1885).
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 178-179. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006906680

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Die Retusche der Ansichtskarten war SEHR zeitaufwändig und setzt Fachwissen voraus. Dasselbe gilt für die Recherche,  Transkription und Überarbeitung der Texte und Bilder aus historischen Quellen und Frakturschrift. Die Umarbeitung ergibt für die hier eingestellten Ansichtskarten und Texte ein neues Copyright, da es sich nicht mehr um die ursprünglich gemeinfreien Werke handelt. Es steht Ihnen frei, nach den historischen Abbildungen zu forschen und diese zu verwenden. Dass jemand ohne mein Einverständnis aus meiner Arbeit Kapital schlägt, werde ich nicht akzeptieren.

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