Buchloe – Sehenswertes, Geschichte, Sagen, Mythen… Das „etwas andere“ Portal mit Links, Landkarten, historischen Ansichtskarten …
Allgemeines
➥ Internetauftritt der Stadt / Gemeinde
➥ Wikipediaeintrag
➥ Alemannische Wikipedia
➥ Wikisource: Historische Quellen und Schriften
Historische Lexikoneinträge
Buchloe, Flecken im bayr. Regbez. Schwaben, Bezirksamt Kaufbeuren, an der Gennach, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Pleinfeld-B., München-Lindau und B.- Memmingen, 618 m ü. M., hat 2 kath. Kirchen, Amtsgericht, Getreidemärkte und (1900) 1945 Einw.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1905, S. 549. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000637803X
Buchloe, 1) Landgericht im baierischen Kreise Schwaben; 41/2 QM., 9600 Ew.;
2) Marktflecken daselbst, an der Gennach, Zucht- u. Arbeitshaus; 900 Ew.
Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 3. Altenburg 1857, S. 414. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20009601511
Karten
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Fotos & Abbildungen
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Buchloe auf Ansichtskarten um 1900
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Viel Spaß bei der Zeitreise!
Kunst, Kultur, Ausflugsziele und Sehenswertes
➥ Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
➥ Abbildungen auf ‚Bildindex‘
➥ Bilder auf ‚Google-Art‘
➥ Buchloe auf ‚Zeno-Org‘
➥ Suchfunktion nutzen für Buchloe auf leo-bw.de
(Karten, Archivmaterialien und Luftaufnahmen vom Landesarchiv Baden-Württemberg)
➥ Alphabetisch sortiertes Verzeichnis auf www.kloester-bw.de
➥ Wikivoyage – Projekt der Wikimedia
➥ Wikitravel – der freie Reiseführer
Teilgemeinden und Ortschaften
➥ Ortschaften und Wohnplätze von Buchloe (aus Wikipedia)
Nachbargemeinden
➥ Angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)
Geschichte
Ortsbeschreibung der Wikipedia: ➥ https://de.wikipedia.org/wiki/Buchloe#Geschichte

Sitten und Brauchtum
Nach Buchloe, die Lisel küssen
Ehemals, noch bis zu des letzten Jahrhunderts Ende, hatte er von Dischingen die Deliquenten Vorderöstereichs zur Hinrichtung übernommen. Daher mussten alle Verbrecher nach Buchloe geschafft werden. Buchloe liegt in Oberbayern. Unter dem Volke hieß es nur und heißt noch jetzt hie und da: »nach Buchele d’Lisl küsse«, was jeder recht verstand. In Buchloe sei in einem Saale eine hölzerne Weibsfigur gelegen, die durch Maschinerie aufstand, wenn man auf eine gewisse Stelle trat. Diese Figur hieß »die schöne Lisel.« Sie umarmte den Deliquenten, der auf den Platz geführt wurde, derart, dass er Schreie ausstieß, fiel mit ihrem Opfer wieder nieder, und zwar so, dass die Einstandsprügel, »Willkomm« genannt, die rechte Stelle nicht verfehlten. Wenn er nach entsprechender Bearbeitung wieder los geworden und aufgestanden war, hieß man ihn hinstehen, »er möchte sich abtrocknen, unter dem Fenster den Angstschweiß wegwischen.« Kaum schaute er zum Fenster hinaus, so fiel ihm ein Zwinger um den Hals, der ihn so gewaltig presste und zusammendrückte, dass er wie festgenagelt am Fenster stehen musste und keine Bewegung machen konnte. Sofort erfolgte eine zweite Tracht Prügel zum »Willkomm’« und »Einstand«. Andere wurden gleich bei Ablieferung an eine Säule mitten im Saal gebunden und erhielten so den Einstand. Nach dem Willkomm ging das »Hängen« an. Ein Galgen war oft mit einer ganzen Reihe Kadavern behangen. Von Buchloe, von dem Dischingen, kam keiner mehr heim. Oft sahen später Ankommende ihre alten Bekannten eben noch baumeln. Von der Hohenberger Grafschaft gingen aus Rottenburg jährlich zwei Transporte ab nach Buchloe. Die Deliquenten waren geschlossen in Ketten und Handschellen. Auf dem Marsche war für keine Unterkunft für die Verbrecher gesorgt; sie wurden an Öfen, Tische, Bänke etc. gebunden. Bei Oberkirchberg ging’s über die Iller. Alle Transportierenden mussten sich dort vorher die Bärte abnehmen, die Verbrecher nicht. Einer der letzten Verbrecher, die von Rottenburg abgeführt wurden, war Räuber; er hatte den Botenwagen angegriffen, ein Rottenburger. Einer der letzten Transportierenden war ein Kalkweiler Messner. Man weiß auch von einem Transporteur »Schiebel«, der den Bart nicht abnahm; für den Deliquenten gehalten, wurde er an die Säule gebunden und hätte den Willkomm‘ erhalten, wenn nicht zeitig seine Kollegen gekommen wären.
Lisel: Regensburger Torturwerkzeug, die sog. »schlimme Lisel«, eine Aufzugsmaschine mit einem hölzernen Triangel, woran der Deliquent, die Füße entweder mit zentnerschweren Steinen beschwert, oder an eisernen Klammern festgemacht, und die Arme rückwärts gebunden, drei Mal auf- und niedergelassen wurde, wobei demselben mit zwei Fackeln die beiden Seiten entweder zu gleicher Zeit oder eine nach der andern gebrannt wurden (auf dem Rathaus).
Quelle: Birlinger, Anton: Sitten und Gebräuche. Freiburg im Breisgau 1862, S. 219-221. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004576152