87487 Wiggensbach
Wiggensbach – Sehenswertes, Geschichte, Sagen, Mythen… Das „etwas andere“ Portal mit Links, Landkarten, historischen Ansichtskarten …
Allgemeines
➥ Internetauftritt der Stadt / Gemeinde
➥ Wikipediaeintrag
➥ Alemannische Wikipedia
➥ Wikisource: Historische Quellen und Schriften
Historische Lexikoneinträge
Wiggensbach, Dorf im bayr. Regbez. Schwaben, Bezirksamt Kempten, hat eine kath. Kirche und (1905) 294, als Gemeinde (74 Wohnplätze) 2031 Einw.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 20. Leipzig 1909, S. 621. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20007695012
Karten
Links oben in der Karte können Sie mit + und – den Maßstab der Darstellung ändern. Durch Festhalten des Mauszeigers lässt sich der Ausschnitt verschieben.
Karte eingebunden aus OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL.
➥ Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar.
Fotos & Abbildungen
➥ Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
➥ Abbildungen auf Tumblr
➥ Infos und Fotos auf Pinterest
➥ Filme in der ARD-Retro-Mediathek (Filmbeiträge der 60er-Jahre)
Wiggensbach auf Ansichtskarten um 1900
Ein Klick ins Bild zeigt die vergrößerte Darstellung und startet den Slideshow-Browser mit Titel und Jahr des Poststempels. Mit dem Pfeil in der rechten und linken Bildmitte können Sie vor- und zurückblättern. Die Karten wurden von mir digital „aufgehübscht“, farbkorrigiert und von Schmutz und Beschriftung befreit.
Viel Spaß bei der Zeitreise!
Die gezeigten Ansichtskarten sind retuschiert. Die Originalversionen wurden dabei digital verändert.
These are retouched pictures, which means that they have been digitally altered from their original version.
Kunst, Kultur, Ausflugsziele und Sehenswertes
➥ Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
➥ Abbildungen auf ‚Bildindex‘
➥ Bilder auf ‚Google-Art‘
➥ Wiggensbach auf ‚Zeno-Org‘
➥ Suchfunktion nutzen für Wiggensbach auf leo-bw.de
(Karten, Archivmaterialien und Luftaufnahmen vom Landesarchiv Baden-Württemberg)
➥ Alphabetisch sortiertes Verzeichnis auf www.kloester-bw.de
➥ Wikivoyage – Projekt der Wikimedia
➥ Wikitravel – der freie Reiseführer
Teilgemeinden und Ortschaften
Wiggensbach hat 75 Gemeindeteile :
Adelegg (Weiler) — Aichbaindt (Weiler) — Artho (Weiler) — Bachtels (Weiler) — Bailers (Weiler) — Burg (Weiler) — Egg (Weiler) — Eggholz (Weiler) — Emmenried (Dorf) — Ermengerst (Kirchdorf) — Ettensberg (Weiler) — Feurers (Weiler) — Grub (Weiler) — Haggen (Weiler) — Hinlings (Weiler) — Hino (Weiler) — Hitzlo (Weiler) — Hofs (Weiler) — Holdenried (Weiler) — Hörtwies (Weiler) — Kochs (Weiler) — Kutten (Weiler) — Leuten (Weiler) — Liß (Einöde) — Millers (Weiler) — Nesso (Weiler) — Notzen (Dorf) — Oberkürnach (Weiler) — Pfaffenried (Dorf) — Rauhenstein (Weiler) — Raunberg (Weiler) — Riedlingen (Weiler) — Schachen (Weiler) — Schmidsreute (Weiler) — Schwarzachen (Weiler) — Seibothen (Weiler) — Simmlers (Weiler) — Staudach (Weiler) — Strohmayers (Weiler) — Trunzen (Weiler) — Unterried (Dorf) — Wagenbühl (Dorf) — Weißen (Weiler) — Wendelins (Weiler) — Westenried (Dorf) — Wiggensbach (Hauptort) — Winnings (Weiler) — Wohnen (Weiler) — Zur Mühle (Weiler), sowie zahlreiche Einödhöfe
➥ Ortschaften und Wohnplätze von Wiggensbach (aus Wikipedia)
Nachbargemeinden
➥ Angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)
Geschichte
„Die erste Besiedlung des Gemeindeteils Ermengerst ist für das Jahr 1037, des Ortes Wiggensbach für 1182 dokumentiert. Der 1888 gefundene Wiggensbacher Schatz, dessen Münzen sich auf das 1. bis 3. Jahrhundert datieren lassen, weist nach, dass bereits kurz nach der Zeitenwende Menschen im heutigen Gemeindegebiet siedelten.“
Quelle: Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiggensbach#Geschichte
Ortsbeschreibung von Merian: ➥ https://de.wikisource.org/wiki/Topographia_Sueviae:_Wiggensbach

Sagen, Mythen und Geschichten
Das Gschnaitweible
Das Gschnaitweible hat man ehedem in der Umgegend von Gschnait, also in Friesenhofen, Frauenzell, Muthmannshofen, Kimratshofen, Wiggensbach, Kürnach u. a. O., oft erwähnen hören.
Es hauste im Kimratshofer Hohentanner Wald, wo es besonders bei Nacht gegen den Ochsentobel oder gegen Bremberg und Gschnait zu umwandelte, bald da, bald dort erschien und dann die Leute in die Irre führte, dass sie die ganze Nacht nicht aus dem Walde hinausfanden und meist den Morgen abwarten mussten, bis sie sich zurechtfanden. Es hatte nicht selten ein Licht bei sich, und wer des Weges kam, dem gesellte es sich bei, ging aber meist eine Strecke voraus oder folgte hinten nach. Einen Mann, der in dem Walde oft zu arbeiten hatte, hat es so dutzendmal bis zum Ochsentobel hinab begleitet, dass er es schon ganz gewohnt war und sich gar nichts mehr daraus machte. Wenn es ihm jedoch verleidete, so fing er nur an, mit dem Stahle Feuer zu schlagen, und dann verschwand das Weible jedes Mal. Eine Frau von Beuren, die einmal nachts über Gschnait nach Kimratshofen und Altusried wollte, bekam schon gleich oberhalb Bremberg mit dem Weible Läst und wurde, obwohl sie sonst sehr beherzt und wegkundig war, alsbald ganz fixiert, dass sie die ganze Nacht im Walde herumirren musste. Da seien denn die Rehe und Hasen an ihr aufgestanden, und sie habe bis zum Morgen schreckliche Angst ausgestanden.
In Frauenzell pflegte ein Mann öfters, sich über das Gschnaitweible lustig zu machen, und sagte oft, er könne sich gar nicht denken, wie das Weible einen in die Irre bringen könne, wenn man den Weg kenne. Er ging auch eigens einmal abends daheim fort in den Gschnaiter Wald, um den Beweis zu erbringen, dass alles nur Täuschung sei. Aber o weh, es ging ihm trotz aller Achtsamkeit auch nicht besser als schon so vielen anderen, denn in kurzer Zeit hatte er keinen Weg mehr, kannte sich auch nicht mehr aus und musste die ganze Nacht in der Waldung herumlaufen. Von da an spöttelte er nicht mehr über das Weible.
(Friesenhofen, Hingnang, Wiggensbach, Legau, Altusried u. a. O.)
Quelle: Dr. Karl August Reiser: Sagen, Gebräuche und Sprichwörter des Allgäus aus dem Munde des Volkes. Band 1, 1895, S. 116 Link: https://books.google.de/books?id=50KccGJJFAwC
Das Hagsbergweible bei Grönenberg
Im Hagsbergholz zwischen Grönenberg und Maisenbaindt, eine halbe Stunde unterhalb Wiggensbach, ließ sich zu alten Zeiten oftmals, besonders um Weihnachten, das Hagsbergweible blicken. Man sah es gewöhnlich auf einem Tannenstock (Strunk) sitzen und Butter rühren, ohne dass man wusste, was für eine Bewandtnis es damit hatte. Häufig kam es vor, dass es Leute, die des Weges kamen oder im Holze zu tun hatten, gar jämmerlich vom Wege abbrachte und in die Irre führte; darum ward es allgemein gefürchtet. Auch in der nahen Maismühle hatte man es nie ganz recht, und man fand öftermalen am Morgen im Stalle zwei Kühe an einer Kette angelegt, dass sie oft fast erdrosselt waren. Man schrieb das dem Hagsbergweible zu und stellte zur Abhilfe zuletzt einen Geißbock ein, worauf es besser wurde. Als die Franzosen im Lande waren und auch einmal über den Hagsberg streiften, sei ihnen das Weible in Gestalt eines Rehes erschienen, habe sich vor sie hingestellt, den Rachen aufgesperrt und auf sich schießen lassen, so viel die Franzosen wollten, ohne dass es Schaden nahm oder entlief. Da hätten sie dann in ihren Quartieren ganz verwundert gefragt, was für sonderbare Tiere es denn in der Gegend gebe; die streckten den Rachen auf, stellten sich hin und ließen ruhig auf sich schießen. Noch lange hat man darüber gelacht. (Wiggensbach)
Quelle: Dr. Karl August Reiser: Sagen, Gebräuche und Sprichwörter des Allgäus aus dem Munde des Volkes. Band 1, 1895, S. 112 Link: https://books.google.de/books?id=50KccGJJFAwC
Wie die Kirche zu Ried bei Kempten ihren Ursprung genommen.
In der alten Kirche zu Ried befindet sich oberhalb des Hochaltares ein großes Kruzifixbild aus getriebenem Kupfer, inwendig hohl, von außen vergoldet. Dieses Bild wurde der Sage nach beim Ackern gefunden, sodann einem Joche Ochsen auf die Hörner gebunden und dabei das Gelöbnis getan, man wolle dort, wo die Tiere stehen bleiben würden, eine Kirche bauen. Die Ochsen standen auf der Anhöhe an der Iller still und sofort ward Hand an den Bau des Kirchleins gelegt und das Bild über dem Altar aufbewahrt. Dasselbe stand von Alters her in so großen Ehren, dass am Kreuzmittwoch alle Kreuze, die durch das Illertor in Kempten einzogen, warten mussten, bis das »Riederkreuz« angekommen war, welches sodann den Zug eröffnete. Man erzählt, die Fürstäbte von Kempten hätten dasselbe öfters aus der Kirche zu Ried fortgenommen und in ihrem Kloster aufbewahrt, allein es sei nirgends geblieben, sondern immer wieder nach Ried über den Hochaltar gekommen. (Dies scheint sich noch neuerdings bestätigen zu sollen. Von Räuberhänden gestohlen wurde das Kreuz im Walde bei Wiggensbach wieder gefunden und an seinen Heimatort zurückgebracht. – Siehe Verhandlungen des Schwurgerichts von Schwaben und Neuburg Sept. 1852.)
Quelle: Alexander Schöppner: Sagenbuch der Bayer. Lande 1–3. München 1852–1853, S. 208-209. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20005679133
