Allgemeines zu Heiligenberg (Bodenseekreis)

Heiligenberg liegt etwa vier Kilometer nördlich von Salem und befindet sich direkt an einer eiszeitlichen Moränenkante oberhalb vom Bodensee. Aufgrund dieser Lage bietet sich von Heiligenberg aus ein Panoramablick auf den Bodensee und auf die Alpen – besonders eindrucksvoll, wenn der Bodensee im Nebelmeer versinkt.

Historische Lexikoneinträge

Heiligenberg
1) Dorf und Luftkurort im bad. Kreis Konstanz, Amt Pfullendorf, auf dem Rande der nach S. steil abfallenden Linzgauer Berge, 728 m ü. M., hat eine kath. Kirche. ein Schloß des Fürsten von Fürstenberg mit schönem Rittersaal und herrlicher Fernsicht auf die Berge des Hegaues, den Schwarzwald, Bodensee und die Alpen, eine Forstei und (1900) 669 Einw.
Quelle: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 9. Leipzig 1907, S. 72.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20006756077

Heiligenberg
1) fürstlich fürstenbergsche Standesherrschaft im badenschen Seekreise, 3,7 QM.; bildet ein Bezirksamt mit 9200 Ew., gehörte sonst dem Fürstenberg heiligenbergschen Hause;
2) Dorf darin, Schloß, Sommerresidenz des Fürsten; 550 Ew.;
Quelle: Pierer’s Universal-Lexikon, Band 8. Altenburg 1859, S. 173.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20010094520

Heiligenberg
bad. Dorf u. Amtssitz 2 St. von Ueberlingen, mit etwa 600 E., schönem Fürstenbergischem Schlosse, Anlagen, herrlicher Fernsicht über den Bodensee in das Hochgebirge der Alpen. H. hatte früher eigene Grafen, ging dann an die Werdenberg-Sargans, zuletzt an die Fürstenberg über.
Quelle: Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1855, Band 3, S. 257.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20003367002

Linkhinweise

Internetauftritt der Stadt Heiligenberg
Wikipedia
Alemannische Wikipedia
Wikivoyage (Projekt der Wikimedia)
Wikitravel
Wikisource: Historische Quellen zu Heiligenberg

Fotos & Abbildungen

Wenn’s am See mal wieder nur Suppe gibt – auf nach Heiligenberg, dem Wallfahrtsort für Fans von Led Zeppelin, denn dort gibt’s „Stairway to heaven“ live! Auf deutsch: Die „Himmlelsleiter“ – einen steilen Wanderweg am Abhang 😉

Nebel über dem Bodensee von Heiligenberg
Blick auf den Nebel über dem Bodensee von Heiligenberg herab. ©Wolfgang Autenrieth

 

Schloss Heiligenberg
Schloss Heiligenberg – mit Blick auf den im Nebel versunkenen Bodensee © Wolfgang Autenrieth

 

Schloss Heiligenberg. Gemälde von Martin Menrad 1686/88, gemeinfrei

 

Heiligenberg mit Freundschaftshöhle, Postkarte von Eugen Felle, 1906, gemeinfrei

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Infos und Fotos auf Pinterest
Filme in der ARD-Retro-Mediathek (Filmbeiträge der 60er-Jahre)

Kunst, Kultur und Brauchtum

Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
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Karten

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sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Sipplingen, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi

Karte eingebunden aus https://www.openstreetmap.de/

Nachbargemeinden

angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Teilorte / Teilgemeinden

Ortschaften und Wohnplätze von Heiligenberg (aus Wikipedia)

Sagen, Mythen und Geschichten

Herzog Bundus, genannt der Wolf

Herzog Balthasar von Schwaben hatte Herzog Albans von München Tochter zur Ehe, die gebar ihm in vierzehn Jahren kein Kind. Da hatte der Herzog einen Jäger, dem er in allen Dingen traute; mit dem legte er’s an, wenn des Jägers Frau schwanger würde, dass er es heimlich hielte, so sollte sein Gemahl tun, als ob sie schwanger wäre. Wann dann sein Weib genese, solle er das Kind bringen und es die Herzogin für ihres ausgeben. Das geschah. Da war große Freude und nannten das Kind Bundus. Nun hatten des Jägers Nachbarn zu derselben Nacht etwas Ungeheures gehört, die fragten, was es gewesen wäre. Er sagte ihnen, seine Jagdhunde hätten gewelfet.

Da der Knabe vierzehn Jahre alt war, da wollt er nun bei den Jägern sein; und da er in dem zweiundzwanzigsten Jahre war, starb der alte Herzog; da wollten sie dem Jungen eine Frau geben, die Herzogin von Geldern. Indem schlug der Jäger einen am Hof und wurde in den Turm gelegt; da kam des Jägers Weib, begehrte heimlich mit dem Herrn zu reden. Das trieb sie so ernstlich, dass sie der Herr ein hieß gehen und jedermann hinaus. Da fiel sie ihm um den Hals und sprach: »Herzlieber Sohn!« und sagte ihm, dass der Jäger sein Vater wäre und wie es ein Gestalt hätte ganz überall. Da erschrak er von Herzen sehr und besandte seinen Beichtvater; der wollte ihm nicht raten, ein Weib zu nehmen, er möge dann seine Seele verlieren.

Da nahm er Hugo, des Herrn vom Heiligenberg Sohn, zu sich und hieß ihm die Herzogin von Geldern geben, mit aller Landsherren Willen; und kam mit ihnen überein, dass dieser sein Lebtag das Herzogtum innehaben und beherrschen sollte. Herzog Bundus aber nahm viel Geld und einige liegende Güter, damit kam er ins Gotteshaus Altorf, diente Gott ernstlich neunundzwanzig Jahr. Und als er sterben wollte, besandte er Herzog Hugo und die mächtigsten Landesherren und offenbarte ihnen, wes Sohn er wäre, und den ganzen Verlauf. Da ward er geheißen Herzog Wolf (Welf) und also in die Gedächtnis und Jahreszahl geschrieben.
Quelle: Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsche Sagen. Zwei Bände in einem Band. München [1965], S. 496-497.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004911105


1 Informationen zusammengestellt bzw. zitiert aus Wikipedia (Quelle siehe „Allgemeines“)

Historische Texte wurden von mir zur leichteren Lesbarkeit „sachte“ an die gültige Rechtschreibung angepasst