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Allgemeines

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Fotos & Abbildungen

Schloss Bad Wurzach

Die hier gezeigten Bilder wurden von mir erstellt, falls nicht anders vermerkt oder aus anderen Quellen eingebunden.
© Wolfgang Autenrieth

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Kunst, Kultur und Brauchtum

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Geschichte

Wikipedia – Bad Wurzach#Geschichte
Matthäus Merian, Topographia_Sueviae: Wurtzach (Wikisource)

Ausflüge und Sehenswertes

Wikivoyage: Bad Wurzach (Projekt der Wikimedia)
Wikitravel: Bad Wurzach

Natur & Parks

Wachbühl

„Der Wachbühl ist ein 791 m ü. NN hoher Aussichtsberg. (…) Der Wachbühl ist die höchste Erhebung der Raumschaft Bad Wurzach, des Zeiler Schotterfelds und im ehemaligen Oberamt Leutkirch. Der Aussichtspunkt befindet sich auf der Gemarkung von Seibranz und gewährt an klaren Tagen einen Überblick über die gesamte Alpenkette, Allgäuer Vorland und Oberschwaben.
Nach Norden hat man eine gute Übersicht auf die stark bewaldete Marstetter Schotterebene, Donautal und Schwäbische Alb. (…) In der Nähe liegt das tobelähnliche Teufelsloch.(…) Fünf Kilometer südwestlich der eiszeitlichen Endmoräne, auf 745 Meter Höhe befindet sich Schloss Zeil, die Residenz des Fürsten von Waldburg-Zeil.“ zit. aus Wikipedia: Wachbühl

Karten

Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Bad Wurzach, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi


Karte eingebunden aus https://www.openstreetmap.de/

Nachbargemeinden

angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Teilorte / Teilgemeinden

Ortschaften und Wohnplätze von Bad Wurzach (aus Wikipedia)

Sagen, Mythen und Geschichten

Burggeist

Zwischen Wurzach und Gospoldshofen liegt eine Höhe, auf der einstens eine Burg stand. Ob es der Mühleberg oder Ellenberg ist, ist nicht genau zu sagen. Da kommt alle 100 Jahre ein Berg- oder Burggeist heraus und leuchtet in die Umgegend, daß es ganz tageshell wird. (Alberg)

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 287, Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456720X

Das Wurzacher Stadtwappen

Stadtwappen von Bad Wurzach

Im Wurzacher Stadtwappen sieht man einen Krebs. Wie der hineingekommen, weiß man nicht. Aber das ist wahr: alles Gethier zog fort von Wurzach und mochte es nur gar nicht leiden. Da verirrte sich mal ein Krebs und kam wieder nach Wurzach. Man bewunderte das Thier gewaltig und sah, daß es rückwärts ging. Die Städter meinten, der Krebs wolle den alten Achtertanz tanzen und schrien: auch vorwärts, nit immer rückwärts. Sie wollten den Krebs tanzen lernen, der aber tanzte nicht, ebensowenig als der Karpfe sang, den die Biberacher singen lernen wollten.

[Lernern schwäb. Provinz. = lehren]

Quelle:G. Schwab, Volksbücher I. 352, Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 444. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004570189

Muetisheer bei Albers

An Sommerjohanni vernahm ein Bauer von Albers bei Gospoldshofen, wie er in’s Bett und die Läden zumachen wollte, ein wildes Durcheinander von Schreien, Pfeifen, ein Sausen und Brausen in der Richtung Albers zu. Es ging diese Geschichte hinter Albers hinum durch den Boden eines Bauernhauses. Auf dem Gang riß es die Knechte aus den Betten; die Betten selbst flogen vorn vom Haus zu den Fenstern hinaus den Hof hinab. Von da zog es weiter über den Winterösch, den Berg hinauf an der entgegengesezten Seite. Auf dem Berge droben war noch Einer, der heim wollte. Hörte das Muetisheer kommen, legte sich schnell mit kreuzweis übereinander geschlagenen Armen auf den Boden. Das Muetisheer zog über ihn hin. Des andern Morgens sah man die ganze Strecke, wo das Muetisheer durchzog, bis dem Berg zu, in dem bereits geschossen Korn- und Roggenfeld eine lange Furche dahin laufen, wie wenn man mit einer Anzahl abgehauener Baumäste durchgegangen wäre.

Im Wurzacherried hörte es mal ein Hirtenbube hoch in den Lüften kommen, wie wenn hundert Glocken läuteten, wie sie seine Kühe anhatten. Bald war’s schöne, schöne Wolkenmusik, bald fürchterliches Lärmen.

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 33-34. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004561147

Anmerkung: Diejenigen, welche im Rausche sterben, müssen mit dem Muetisheer fahren, hinterfür auf einem Rosse, auf eisernem Sattel von eisernen Stacheln. (Rohrdorf)

Quelle:Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 37. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456121X

St. Ulrichsbrunnen in Seibranz

Unten im Dorfe ist der St. Ulrichsbrunnen. Vor Zeiten hatten die Seibranzer kein eigen Wasser. Die Not war groß. Da kam mal St. Ulrich von Augsburg her, um zu firmen. Das Volk klagte ihm sein Elend. Da kniete der Heilige an den Altar nieder, betete inbrünstig zu Gott um Hülfe in der wasserarmen Gegend. Ging hinaus, steckte seinen Stab in die Erde mit einem Stoß, und augenblicklich sprudelte eine reiche, silberreine Quelle heraus. Der Platz kann weitum kein Wasser geben: die Quelle fließt noch jezt klar, Jahr aus, Jahr ein. St. Ulrich ist Kirchenpatron in Seibranz. Jährlich an St. Ulrichstag hielt man noch bis in unsere Zeit herein eine feierliche Prozession zum Brunnen.

[In Euren bei Trier blickte die hl. Helena gen Himmel und stieß einen Stab in den Boden; plötzlich rauschte eine Quelle hervor und heißt jezt noch »Helenabrunnen«. Wolfs Zeitschr. I. 194. Nr. 15. Zu St. Gingolph schlug der Heilige, dessen Namen der Ort führt, seinen Stab in den Boden, worauf eine Quelle hervorquoll. Vgl. Mehreres hieher passende bei H. Runge, Quellcult S. 7. Kuhn und Schwarz, nordd. Sagen S. 234 Anmerk. S. 165 Anmerk. Wolf, niederl. Sagen 355. Bair. Volksbüchlein I. S. 42 im Leben Ritter Georgs. Von St. Gundhilt heißt es auch bei Panzer II. 47: da erwarb St. Gundhilt von Gott daz ein brun entsprang aus einem felber. Staigers Reichenau S. 54. 5: Wo St. Pirmins Bischofsstab, als er von Sandeck herüberfuhr, die Erde berührte, entsprang wunderbarer Weise ein Brunnen, »Pirminsbrunnen«. Vgl. wie Bonifazius mit seinem Stabe eine Quelle, den sog. Bonifaziusbrunnen in Horas bei Fulda, öffnet. Lynker, hess. Sagen Nr. 267. Ferner die Leutkircher O.A. Beschr. S. 225. 1 (hinten).]

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 407-408, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004569520

Wurzach versunken

Westlich am Wurzacher Riede steht ein großer Bauernhof. In diesen soll einst am späten Abende ein altes Weib gekommen sein, welches die Stadt Wurzach, in der man ihr kein Nachtlager gönnte, verwünschte. Aus dem Brunnen mit einem Löffel Wasser schöpfend, sprach sie: »So gewiß ich diesen Löffel voll Wasser ausgieße, so gewiß wird bis Morgen Wurzach versunken sein.« Am andern Morgen war die Stadt versunken, und man hörte nachher die Hähne aus der Tiefe krähen.

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 230-231, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004565983

Volksglaube, Wetter und Gestirne

Wenn man an Weihnachten in der hl. Messe

… neunerlei Holz schneidet und es mit der Hand so vor Augen hält, daß man dadurch hinaussehen kann, so werden alle Hexen kennbar; man erkennt sie daran, sie haben alle Melkeimer auf dem Kopf, rückwärts in den Bänken stehend. Man muß sich aber gleich nach der hl. Messe aus der Kirche machen, sonst verfolgen einen die Hexen und thun einem Uebles an. (Wurzacher Gegend)

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 466-467. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004570693

 


1 Informationen zusammengestellt bzw. zitiert aus Wikipedia (Quelle siehe „Allgemeines“)