88212 Ravensburg : |

Sehenswertes, Geschichte und Insidertipps. Das etwas andere Portal zu Ravensburg in Oberschwaben. Hier gibt es nützliche Linktipps, historische Ansichten und Postkarten, alte und neue Stadtpläne und Umgebungspläne, eigene Fotos, Insidertipps für Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten. Direktlinks zu den Informationsportalen der Wikipedia, Wikimedia, Wikivoyage und Wikitravel sind hier ebenso zu finden wie Hinweise auf Bilddatenbanken zu Abbildungen der Stadt Ravensburg.

Ravensburg

Ravensburg ist größte Stadt des gleichnamigen Landkreises im südlichen Oberschwaben. Die ehemalige Freie Reichsstadt  liegt im Schussental und wurde aufgrund ihrer zahlreichen, gut erhaltenen mittelalterlichen Türme früher auch als „das schwäbische Nürnberg“ bezeichnet. Ravensburg ist über die Schnellstraße B30 („Oberschwabenschnellweg „) von Ulm über Biberach gut erreichbar. Über dieselbe Schnellstraße bis Friedrichshafen ist man in 15 Minuten am Bodensee (Luftlinie 17 Kilometer) – kürzer (und landschaftlich reizvoller) ist jedoch die Fahrt bis Kressbronn oder Langenargen.

Allgemeines

Internetauftritt der Stadt Ravensburg
Wikipedia: Ravensburg
Wikipedia-Kategorie: Ravensburg
Alemannische Wikipedia: Ravensburg
Wikisource: Historische Quellen zu Ravensburg

Fotos & Abbildungen

Die hier gezeigten Bilder wurden von mir erstellt, falls nicht anders vermerkt oder aus anderen Quellen eingebunden. © Wolfgang Autenrieth

Ravensburg Felle aerial
Ravensburg, gemalt von Eugen Felle, Isny (1839-1934), Public Domain

 

Felle Ravensburg Frauentor Grüner Turm
Ravensburg, Frauentor und Grüner Turm, gemalt von Eugen Felle, Isny (1839-1934), Public Domain
Felle Ravensburg Hirschgraben
Ravensburg, Hirschgraben, gemalt von Eugen Felle, Isny (1839-1934), Public Domain

 

Felle Ravensburg Mehlsack
Ravensburg, Mehlsack, gemalt von Eugen Felle, Isny (1839-1934), Public Domain
Felle Ravensburg Obertor
Ravensburg, Obertor, gemalt von Eugen Felle, Isny (1839-1934), Public Domain
Felle Ravensburg Rauenegg
Ravensburg, Rauenegg, gemalt von Eugen Felle, Isny (1839-1934), Public Domain


Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
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Ravensburg auf Flickr

Filmbeiträge

Rutenfestumzug 1962 – Bericht vom SWR

Kunst, Kultur und Brauchtum

Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
Ravensburg auf ‚Bildindex‘
Ravensburg auf ‚Google-Art‘
Ravensburg auf ‚Zeno-Org‘

Geschichte

Im Spätmittelalter war Ravensburg Sitz der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft, der damals führenden deutschen Handelsgesellschaft, die in ganz Europa Niederlassungen hatte (noch vor den Fuggern). Ende des 14. Jahrhunderts entstand in Ravensburg eine bedeutende Papierproduktion, die ihre Blütezeit im 16. Jahrhundert hatte. Im Mittelalter galt Ravensburg als größter Papierlieferant nördlich der Alpen und war neben Nürnberg die zweite Stadt, die in Deutschland überhaupt Papier herstellte. 1544 wurde auf Betreiben der Zünfte die Reformation eingeführt. Dabei gab es zunächst große Differenzen zwischen den Anhängern Luthers und Zwinglis, doch konnten sich die Lutheraner schließlich durchsetzen. 

Das historische Stadtbild konnte trotz eines Teilabbruchs der alten Stadtmauer, deren Steine im 19. Jahrhundert zum Bau des Bahnhofs und zum Bau von Fabriken verwendet wurden, erhalten werden. Im Zweiten Weltkrieg blieb Ravensburg wegen seiner strategischen und rüstungsindustriellen Bedeutungslosigkeit und auch dank eines großen, von Schweizern geführten Versorgungszentrums des Roten Kreuzes von größeren Angriffen der alliierten Luftwaffe verschont.

Von 2009 bis 2013 entstand in der Ravensburger Innenstadt ein „Museumsviertel“ mit vier neuen Museen:

  • In der Marktstraße wurde am 4. Juli 2009 mit dem Museum Humpis-Quartier eines der größten kulturhistorischen Museen der Region Bodensee-Oberschwaben eröffnet.[36] Das größte und besterhaltene spätmittelalterliche Wohnquartier in Südwestdeutschland, dessen Errichtung von der Fernhandelsfamilie Humpis um 1380 begonnen wurde, besteht aus sieben Gebäuden, in denen heute reichsstädtische Geschichte und Kultur authentisch präsentiert werden soll. Man folgt dem Kaufmann Hans Humpis in die Zeit, als die „Große Ravensburger Handelsgesellschaft“ Geschäfte mit ganz Europa betrieb, sowie weiteren Ravensburgern, die in späteren Zeiten im Quartier wohnten.
  • Das Museum Ravensburger an der Ecke Marktstraße/Burgstraße zeigt am ehemaligen Verlagssitz Bücher und Spiele aus der Geschichte des Ravensburger Verlags bzw. Otto-Maier-Verlags. Das Gebäude, direkt gegenüber dem Humpis-Quartier gelegen und einst Wohnhaus der Fernhandelsfamilie Möttelin, wurde 2009/2010 grundlegend umgebaut und im Mai 2010 als Museum eröffnet.
  • Das Kunstmuseum Ravensburg mit Dauer- und Wechselausstellungen moderner Kunst wurde im März 2013 eröffnet (Architekturbüro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei, Stuttgart).[38] Es befindet sich in der Burgstraße neben dem Museum Ravensburger.

(Informationen entnommen der Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ravensburg)

Mieser Morell Ravensburg 1630
David Mieser, 1630 [Public domain]
Merian Ravensburg
Matthäus Merian, Topographia_Sueviae: Ravensburg (Wikisource) – Kopie aus dem Stich von David Mieser

Wikipedia – Ravensburg#Geschichte
Merian: Topographia Sueviae: Ravenspurg

Ausflüge und Sehenswertes

Wikivoyage: Ravensburg (Projekt der Wikimedia)
Wikitravel: Ravensburg
Tripadvisor: Ravensburg

Natur & Parks

Liste der Naturdenkmale in Ravensburg

Karten

Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Ravensburg, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi


Karte eingebunden aus https://www.openstreetmap.de/

Oberamt Ravensburg Karte
Beschreibung des Oberamts Ravensburg, 1836

Nachbargemeinden

angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Teilorte / Teilgemeinden

Ortschaften und Wohnplätze von Ravensburg (aus Wikipedia)

Sagen, Mythen und Geschichten

Das Muttergottesbild auf der Mühlbruck

Vor vielen vielen Jahren, zur Zeit des Schwedenkrieges, soll mal die Schussen herab ein Marienbild geschwommen sein. Habe bei der jetzigen »Mühlbruck« gehalten und sei herausgezogen worden. Das Bild, schön gekleidet, brachte man in ein sog. Bildstöcklein. Später wollte man es in die Pfarrkirche übertragen, aber allemal war es wieder an seinem alten Orte. Es erhob sich, dem wunderbaren Bilde der Mutter Gottes zu Ehren, bald eine Kapelle, mit der später eine Kaplanei verbunden worden ist. (Mündlich von Ravensburg)

[St. Leonhards Bild schwimmt den Inn herab, J.V. Zingerle, Sag., Märch. u. Gebräuche, Nr. 647. S. 372 u. 371. Nr. 646. – Im Sigmaringischen (Laitz) kam mal auch ein Muttergottesbild das Wasser herab, das aufgefangen worden ist. Auf der Porbühne blieb das Bild, wollte man’s auf den Hochaltar stellen, so flog es auf seine alte Stelle. (Von Herrn Pfarrer von Sigmaringerdorf.)]

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 379-380, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004569067

Geisterhaftes Kegelspiel

Unter dem Salzstadel in Ravensburg soll ein goldenes Kegelspiel sein. Der Nachtwächter sah mal ganz in der Nähe, wie ihm eine goldene Kugel vor die Füße flog, einem goldenen Kegelspiel zueilte. Wie er darnach schauen wollte, bekam er eine Ohrfeige. Das Kegelspiel will man wiederholt gehört und die Kegel selbst gesehen haben.

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 245-246, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004566319

Teufelshand im Stein

Die Brücke über die Schussen in Ravensburg wurde gebaut. Der Brückenbaumeister machte einen Bund mit dem Teufel; die erste Seele, welche die Brücke passire, gehöre ihm, wenn er sie baue und das Werk vollende. So geschah es. Bald stand die Brücke da. Da ließ der Baumeister einen Hahn hinüber spazieren. Der Teufel war so erbost, daß er einen gewaltigen Stein auf die andere Seite der Schussen warf, worein seine Krallenhand eingedrückt war. Der Stein lag lange Zeit in der Nähe der Brücke.
[ähnlich: Sigmaringen-Inzigkofen: Teufelsbrücke]

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 273, Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456684X

Volksglaube, Wetter und Gestirne

In der Ravensburger und Saulgauer Gegend

… bis gegen den See hinauf wird in der St. Andreasnacht Blei gegossen und nackt die Stube ausgekehrt. Den Stubentheil, wo das Kruzifix hängt, muß man immer im Rücken haben. Mit dem linken Fuß muß man zuerst in’s Bett, aber ohne Weihwasser. Um 12 Uhr soll man zum Fenster hinaus schauen und einen Apfel essen.

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 341, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004568753


1 Informationen zusammengestellt bzw. zitiert aus Wikipedia (Quelle siehe „Allgemeines“)