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Bad Waldsee – Sehenswertes, Geschichte und Insidertipps
Das etwas andere Portal zu Bad Waldsee in Oberschwaben. Hier gibt es nützliche Links, Insidertipps, (alte und neue) Karten, Fotos, Ausflugsziele

Bad Waldsee

Bad Waldsee ist eine baden-württembergische Stadt in Oberschwaben mit den Prädikaten Moorheilbad und Kneippkurort.
1181 stiftete Kaiser Barbarossa das Kloster Waldsee. 1386 verpfändete das Haus Habsburg die Stadt Waldsee an den Truchsess Johannes II. von Waldburg, woraufhin es zu Aufständen der Bürger kam. Der Truchsess setzte sich durch und erlegte der Stadt einen jährlichen Treueschwur auf.


Waldsee, 18341406 wurde die Pfandherrschaft der Waldburger erneuert, als die Habsburger Waldsee zusammen mit Mengen, Riedlingen, Munderkingen und Saulgau endgültig verpfändeten. Seit dieser Zeit ist der Zwangsbund dieser fünf Städte auch als Fünf vorderösterreichische Donaustädte bekannt.  

In der Gegend um Waldsee begann die Hexenverfolgung sehr früh, da der Inquisitor Heinrich Kramer ab 1480 in der Nachbarstadt Ravensburg tätig war. Kramer war Autor des Hexenhammers und als Inquisitor einer der Wegbereiter der Hexenverfolgung der frühen Neuzeit.

Während der Hexenverfolgungen waren von 1515 bis 1712 in Bad Waldsee mindestens 59 Menschen von Hexenprozessen betroffen. 54 Angeklagte wurden verbrannt, eine wurde enthauptet, eine starb im Gefängnis, eine wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und eine wurde freigelassen. Ein Prozessausgang ist unbekannt. Allein im Jahr 1586 wurden 16 Frauen als „Hexen“ verbrannt. Unterlagen über die Jahre (1545–1581; 1605–1640) fehlen. Die vorhandenen Quellen sind im Stadtarchiv in Bad Waldsee einsehbar.
1950 wurde das erste Moorbad eröffnet. Durch den weiteren Ausbau des Kurwesens erlangte Waldsee bereits 1956 das Prädikat Moorheilbad. 1974 wurde Bad Waldsee außerdem das Prädikat Kneippkurort verliehen.
Rathaus: Das Waldseer Rathaus wurde 1426 vom damaligen Bürgermeister Ulrich Kuderer erbaut. Das Gebäude mit seiner imposanten gotischen Fassade zählt zu den schönsten Rathäusern Oberschwabens. Das Rathaus entstand in der Zeit der Waldburger Pfandherrschaft und kann in seiner Größe als bürgerlicher Gegenpunkt zur weltlichen Herrschaft, die vom Schloss ausging, und zur geistlichen Herrschaft, die von der Stiftskirche ausging, verstanden werden.
(Informationen zusammengestellt aus Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Waldsee)

Allgemeines

Internetauftritt der Stadt Bad Waldsee
Wikipedia:Bad Waldsee
Alemannische Wikipedia:Bad Waldsee
Wikisource: Historische Quellen zu Bad Waldse

Fotos & Abbildungen

Felle Waldsee Bärenkeller
Bad Waldsee Bärenkeller, gemalt von Eugen Felle, Isny (1839-1934), Public Domain

 

Waldsee-um1910
Waldsee um1910, gemalt von Eugen Felle, Isny (1839-1934), Public Domain

Die hier gezeigten Bilder wurden von mir erstellt, falls nicht anders vermerkt oder aus anderen Quellen eingebunden.
© Wolfgang Autenrieth


Bildersammlung auf Wikimedia-Commons
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Kunst, Kultur und Brauchtum

Kultur und Sehenswürdigkeiten (Wikipedia)
Bad Waldsee auf ‚Bildindex‘
Bad Waldsee auf ‚Google-Art‘
Bad Waldsee auf ‚Zeno-Org‘

Geschichte

Wikipedia – Musterstadt#Geschichte

Musterstadt, Matthäus Merian: Topographia Sueviae, 1643, Tafel
Matthäus Merian, Topographia_Sueviae: Waldsee (Wikisource)

Ausflüge und Sehenswertes

Wikivoyage: Bad Waldsee (Projekt der Wikimedia)
Wikitravel: Bad Waldsee
Tripadvisor: Bad Waldsee
Erwin-Hymer-Museum, Bad Waldsee Geschichte des mobilen Reisens (Wohnwagen, Reisemobile)
Spätzlemuseum Bad Waldsee
Museum im Kornhaus, Städtisches Museum

Natur & Parks

Storchennest Bad Waldsee
Brut- und Flugzeit: Mai bis September

Karten

Luftlinie-org berechnet die Luftlinienentfernung
sowie die Straßenentfernung zwischen zwei Orten und stellt beide auf der Landkarte dar. Startort ist Bad Waldsee, den Zielort müssen Sie noch wählen. Voreingetragen ist ➥ Bisoro in Burundi


Karte eingebunden aus https://www.openstreetmap.de/

Webcams

Kletterpark Tannenbühl, Bad Waldsee
Rathausplatz, Bad Waldsee
Blick auf den See, Bad Waldsee

Nachbargemeinden

angrenzende Städte und Gemeinden (aus Wikipedia)

Teilorte / Teilgemeinden

Ortschaften und Wohnplätze von Bad Waldsee (aus Wikipedia)

Sagen, Mythen und Geschichten

Der Bethenbrunnen

Viel weiß das Volk noch von einem »Bethenbrunnen« im Kloster Reute, der durch der guten Betha Beten entstanden sein soll. Weil man mit zwei Eseln das Wasser so gar weit herholen mußte, so betete die hl. Betha inständig zu Gott: er möchte ihr doch auch einen Brunnen hervorquellen lassen auf des Klosters Grunde. Und so geschah es. Ein Engel offenbarte ihr im Traume, wo man graben sollte. Der Böse war aber so voller Aerger darüber, daß er allemal das bei Nacht wiedereinriß, was bei Tag gegraben ward. Dennoch kam der Brunnen zu Stande und ist noch jezt zu sehen.

[Vgl. Beschreibung des O.A. Waldsee von Memminger S. 161. Georg Gaissers Tagebücher bei Mone, Quellens. II. 164b. 166.]

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 414-415, Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004569571

Der Bethenstein in Reute

Im Klostergärtchen in Reute ist neben der Gartenlaube heute noch ein Stein zu sehen, den man nur den »Bethenstein« heißt. Die »gute Bethe« war eine gar fromme, heilige Klosterfrau, und das Volk weiß unermüdlich die schönsten Züge aus ihrem wohlthätigen Leben zu erzählen. In dem Steine sieht man deutlich eine Höhlung, wie von einem Knie eingedrückt. Da soll die »gute Bethe« geknieet und gebetet haben. Von dem vielen Knieen soll diese Spur zurückgeblieben sein.

[Bei einem Dorfe in der Nähe von Honberg (Hessen) zeigte man eine Fußspur der hl. Elisabetha von Thüringen; mit dem andern Fuß war sie über den Stein weggeglitten. Lynker, hess. Sag. Nr. 277. Vgl. die Fußspur des hl. Ratperonius in einem Steine in der Kirche zu Rethsee; des hl. Magnus bei Füßen, unseres Herrn auf dem Rosenstein. Die Fußstapfe in Stein auf dem großen Söller des Heidelberger Schlosses B. Baader II. Abthl. Nr. 141. I. Abthl. Nr. 24. 28. (das Knie des hl. Petrus) 87. (Teufelstritt) 93. 129. 462.]

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 415, Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000456958X

Volksglaube, Wetter und Gestirne

Wenn auf eine trübe und stürmische Nacht,

es darf auch ein Tag sein, so plötzlich schönes Wetter kommt, sagt man in und um Waldsee: »Hätte sich gestern einer gehenkt, so reuete es ihn heute ganz gewiß.«

Quelle: Anton Birlinger/ M. R. Buck: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 193,Permalink: http://www.zeno.org/nid/20004564790


1 Informationen zusammengestellt bzw. zitiert aus Wikipedia (Quelle siehe „Allgemeines“)